F.A.Z. Digitec Podcast

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Noch taugen Elektroautos nicht für die breite Masse

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Elektromobilität ist ein großer Trend unserer Zeit: Gerade hat der Luxusautokonzern Daimler eine ganze Serie vorgestellt – und ist mit dem sportlichen Geländewagen EQC mit mehr als 400 PS gestartet. Daran zeigt sich, dass die deutschen Hersteller auftrumpfen und nicht Tesla das Feld überlassen. Andererseits ist auch das noch nicht der Durchbruch für die breite Masse, wie wir in unserem neuen Podcast diskutieren, denn: Der Preis für Elektroautos ist nach wie vor so hoch, dass die meisten Menschen sich das nicht leisten können oder wollen. Daran ändert sich auch nichts durch Fahrverbote oder Kritik am Diesel.

Wenn Sie noch mehr wissen wollen über die technologischen Entwicklungen auf der Welt, möchten wir gerne auf unsere neue App „F.A.Z. Digitec“ verweisen, die Sie hier finden:

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10 Lesermeinungen

  1. Was ist ein Preis, den sich die breite Masse leisten kann (oder will)?
    Rund die Hälfte der Autos ist in Haushalten mit mehreren Autos. Wenn man so will, ist also jedes vierte Auto ein „Zweitwagen“. Da tut es i.d.R. ein begrenzter Aktionsradius. Die Mehrzahl der zugehörigen Haushalte besitzt wohl einen privaten Stellplatz, kann da aufladen.

    Ein Renault Zoe kostet neu ab 30.000 € inkl. Batterie. Das ist nun auch nicht allzu viel, wenn man bedenkt, dass man damit Komfortmerkmale erhält, die es sonst nur in Oberklasse-Autos gibt (z.B. geringe Fahrgeräusche, geringe Vibrationen aus dem Antriebssystem).

    Eine Schwierigkeit sehe ich eher darin, dass viele neue PKW in Deutschland nicht von Privathaushalten gekauft werden, sondern steuerbegünstigt als Dienstwagen. Da hat dann die Reichweite eine größere Bedeutung. Ohne diese Subventionen gäbe es mehr Spaltung des Marktes in

    * Firmenautos mit längerer Reichweite, die auch längere Jahre für die Firma gefahren würden, und
    * privat neu gekaufte Autos, unter denen dann noch häufiger Elektrofah

  2. vor Benziner-Kauf informieren, Feinstaub-Warnung! Und die kleinen Anbieter?
    In dem Gespräch wird in Erwägung gezogen, einen neuen Ford Focus Benziner mit Direkteinspritzung als Ersatz für einen Diesel zu kaufen.
    Davor sollte wegen der hohen Ultra-Feinstaub-Emission gewarnt werden!

    Weitere Optionen:
    1. Statt eines Neuwagens einen ca. fünf Jahre alten Benziner kaufen, vermeidet Verluste, wenn in ein paar Jahren auch die neuen Benziner aus den Städten draußen bleiben müssen.
    2. Kleinen Batteriewagen kaufen, den alten Diesel für die Urlaubsfahrten behalten (es ist von einer Familie die Rede).
    3. Neue Hersteller und kleine Modelle wie Microlino (E-Isetta), Ego-life, Sion, Unity, iRoad, und wie sie alle heißen, in Betracht ziehen.
    4. Gepäckanhänger oder Dachgepäckträger für die Urlaubsreise in Betracht ziehen, wenn das Urlaubsgepäck der einzige Grund ist, warum das Geld nicht für ein Auto der gewünschten Größe reicht, und eben doch im Zoe einsteigen.
    5. Auf der Fahrt in der Urlab halt doch mal eine Stunde aufladen, bei längeren Streck

  3. Eine traurige Runde ...
    von Ahnungslosen. Um das derzeit beste deutsche E-Auto, den E-Golf, hat man einen großen Bogen geschlagen. Der dürfte mit Rabatten in ausreichender Ausstattung für etwas über 30 Tausend zuhaben sein. Ich habe für meinen (Baujahr 2018) mit Topausstattung abzüglich aller Prämien knapp 26 T. bezahlt. Einziges Manko ist die Reichweite, sonst ist er den Spitzenmodellen von Tesla ebenbürtig in allem, was man wirklich braucht.
    Die Ladeinfrastruktur kann eigentlich nur für Bewohner von in dieser Hinsicht ungünstigen Mietwohnungen ein Problem sein. Hier ist die Politik gefordert, es braucht Ladeanschlüsse und Parkplätze dafür an jeder Straßenlaterne. Unterwegs sind die vorhandenen Schnelllademöglichkeiten völlig ausreichend.

  4. Vielleicht braucht die breite Masse
    gar kein Auto. Was denken Sie?

  5. Das Noch können sie getrost streichen, denn wir können gar nicht so viel
    Strom erzeugen, um jemals mit Elektroautos fahren zu können. Die Solar- und Windenergie wird das nie liefern können. Da können die Grünen und alle ihre Fans sich auf den Kopf stellen.

  6. Fahrverbote
    Der Sinn und Zweck ist die private Nutzung von Kfz – egal ob Diesel oder Benziner oder E-Motor – einzuschränken. Dies wird von DUH offiziell gesagt. Man will mit dieser Gangart den ÖPNV puschen.

  7. Elektroautos
    Ich empfehle einen ganzheitlichen Blick auf die Technologie. Wie ökologisch und wie ökonomisch kann eine Batterie jemals sein. Wann und wie kann sich die Reichweite auch bei Winterbedingungen entwickeln. Die Batterie von der Produktion bis zur Entsorgung. Gut, andere Komponenten im Auto sind dann billiger, wieviel weiss aber noch niemand. Dann ist das Stromtanken, die Ladestationen, der Hausanschluss, das Aufladen von sehr grossen Stückzahlen von Strassenparkern in den Städten. Dann der Strom. Er kommt nicht einfach aus der Steckdose. Wir haben heute schon fast den teuersten Konsumentenstrom der Welt, weil wir es noch nie besser organisieren konnten. Alles stümperhaftes und unsäglich teures Stückwerk. Es geht nicht darum ‚was möglich wäre‘, aber nicht ist. Es geht um die Realität und wer diese wie und wann weiterentwickeln könnte. Alles absolut unabsehbar.

  8. So sehr...
    …unwissende Laien wie Journalisten und Politiker die Elektromobilität herbeireden und -schreiben wollen, Elektromobilität ist höchstens eine Übergangstechnologie, sie ist nicht mal im Ansatz Zukunfts- und Alltagstauglich. Die Batterien sind sündhaft teuer, halten nicht lange und sind ein ökologisches Disaster.

  9. Deutsche Autohersteller verstehen Elektromobilitaet nicht
    Waehrend die deutsche Autoindustrie immer noch die Nachteile des Elektroautos diskutiert und durch Nichtstun glaenzt, begeistern anderswo Tesla, Honda, Nissan, GM und Hyundai die Kundschaft mit neuen, erschwinglichen Electric Vehicles (EV). In Kalifornien waechst der Markt fuer EVs von Jahr zu Jahr drastisch und jeder, der hier ein solches Fahrzeug besitzt, kehrt nicht mehr zum herkoemmlich angetriebenen Auto zurueck.
    Die Zukunft der Automobilitaet findet nicht in Deutschland, sondern in China und Kalifornien statt.

  10. Solange ich einen benzingetriebenen fahrbaren Untersatz für unter 15.000 €
    bekomme und pro Jahr nicht mehr als rd. 6.000 km fahre, ist für mich ein E-Kfz eine totale Fehlinvestition. Denn bei rund 5-6 ltr/100 km kostet mich das dann nur 6·60·1,5€ = 540 €/a an Treibstoff, also in 10 Jahren komme ich dann auf rd. 20.000 € Gesamtkosten, dafür gibt es noch nicht einmal 1/2 E-Kfz. Und ich bekomme Benzin an jeder Supermarkt-Tankstelle und kann mir mit einem 5-ltr-Reservekanister noch um die 100 km zusätzliche Reichweite sichern. Die Nebenkosten, Steuer und Versicherung, dürften für beide Fahrzeugarten in etwa gleich sein. Um sich heute als Otto Normal ein E-Kfz zu kaufen muß man entweder zu viel Geld haben oder politisch dunkelgrün sein.

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