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Blog: Ding und Dinglichkeit
Ding und Dinglichkeit

Keine Frage, die Welt ist voller dinglicher Phänomene. Um viele davon wird einiges Gewese gemacht, etwa um Autos, Mobiltelefone, Schuhe. Das sind die Dinge, über die Menschen sich gern definieren. Aber was ist mit all den anderen Dingen? Was ist mit Bushaltestellen, Nähgarnspulen, Werbekugelschreibern, Parkplatzbegrenzungspollern? Sie stellen unbeachtet unseren Alltag voll, geheimnisvoll wandeln sie sich, ändern den Anblick unserer Umgebung, sterben vielleicht aus oder werden in Randzonen gedrängt. Und bleiben dabei völlig unbemerkt wie der Waschbeton-Blumenkübel am Parkplatzrand, in dem gerade eine Konifere langsam vertrocknet.

Von und und

Monatliches Archiv: Januar 2010

Jingleterror und das Arte-Alibi: Der Fernseher

Vor nicht allzu langer Zeit galt ich als fernsehlose Person noch als seltsam asketischer Exot, mittlerweile befinde ich mich in guter Gesellschaft. Es gibt viele Gründe, auf das zu verzichten, was in unserer Familie "Flimmerkiste" hieß. Es gibt auch viele Rechtfertigungen, sie zu behalten. Zum Beispiel seien die Arte-Themenabende so toll. Ja, klar. Arte-Themenabende. Sonst fällt euch wohl nichts ein? Mehr 25.01.2010, 00:50 Uhr von Andrea Diener 113 0 0

Das Herz von Raum und Zeit: Greenwich

Eine Linie: Das ist der Raum. Eine Kugel: Das ist die Zeit. So einfach lassen sich schwer vorstellbare, unendliche Prinzipien abbilden. In Greenwich ist beides auf Null gestellt: Im alten Observatorium laufen die Fäden zusammen, der Nullmeridian und die Greenwich Mean Time. Eine Geschichte aus der Vergangenheit einer einst großen Seefahrernation. Mehr 18.01.2010, 06:10 Uhr von Andrea Diener 73 0 0

Zwischen Bankern und Trinkern: German Sausage

In London ist die German Sausage bei Kurz & Lang zu Hause, einem Imbiß am Rande des Finanzdistriktes. Ich treffe Valentin und frage ihn, wie sich die Krise so darstellt aus der Sicht eines Wurstbudenbesitzers. Und lerne, daß es nicht das Schlechteste ist, mit Dingen zu handeln, die man auch anfassen kann. Mehr 13.01.2010, 00:29 Uhr von Andrea Diener 71 0 0

Das Haus des Sammlers: Sir John Soane’s Museum

Jemand, der einigermaßen systematisch viele Dinge anhäuft, heißt Sammler. Mitunter artet die Anhäuferei jedoch derart aus, daß man größere Häuser braucht, was sich besonders dann gut trifft, wenn man ohnehin Architekt ist. Sir John Soane war ein großer Anhäufer, erfolgreicher Architekt und Erbauer eines der seltsamsten Zwitter zwischen Wohnhaus und Museum, die einem unterkommen können – in London ist es zu besichtigen. Mehr 07.01.2010, 22:29 Uhr von Andrea Diener 55 0 0

Redakteurin im Reiseblatt der F.A.Z.

ist eine Kunstfigur, die seinem Verfasser nicht vollkommen unähnlich ist.