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Blog: Ding und Dinglichkeit
Ding und Dinglichkeit

Keine Frage, die Welt ist voller dinglicher Phänomene. Um viele davon wird einiges Gewese gemacht, etwa um Autos, Mobiltelefone, Schuhe. Das sind die Dinge, über die Menschen sich gern definieren. Aber was ist mit all den anderen Dingen? Was ist mit Bushaltestellen, Nähgarnspulen, Werbekugelschreibern, Parkplatzbegrenzungspollern? Sie stellen unbeachtet unseren Alltag voll, geheimnisvoll wandeln sie sich, ändern den Anblick unserer Umgebung, sterben vielleicht aus oder werden in Randzonen gedrängt. Und bleiben dabei völlig unbemerkt wie der Waschbeton-Blumenkübel am Parkplatzrand, in dem gerade eine Konifere langsam vertrocknet.

Von und und

Monatliches Archiv: Juli 2011

Das Leben der Nachbarn: Die Gardine

Fernsehen? Facebook? Smartphone? Das kann alles nicht mithalten, wenn im Wohnblock das Nachbarprogramm läuft. Die Architektur der sechziger Jahre macht es möglich. Fenster für Fenster öffnet sich ein Panorama des Alltags - ein Blick vor den Balkon. Mehr 27.07.2011, 08:57 Uhr von Sophie von Maltzahn 29 0 0

Kapital schlägt Autonomie: Eine Träne

Jahr für Jahr haben sich die Künstler gegen die Zwangsräumung des Kunsthaus Tacheles gewehrt. Jetzt fahren die ersten Bagger auf und räumen ab. Mancher Querkopf kriegt viel Geld zugesteckt, damit er geht. Aber man darf das Tacheles nicht zerstören, denn es gehört mir! Mehr 20.07.2011, 07:40 Uhr von Sophie von Maltzahn 15 0 0

Niemals krank werden: Der Dienstplan

Presslufthammer auf dem Kopf, rote Ameisen in den Gliedern - doch ich will nicht fehlen, ich habe Dienst. Wer will stetig neue Aufgaben übernehmen und sich unersetzlich machen? Ich, ich, ich. Dankbar für meine Anstellung trage ich mich in jeden Dienstplan ein, denn ich bin ein Krisenkind. Schwächeln gehört sich nicht. Drum halten wir es mit Friedrich III.: Lerne leiden, ohne zu klagen. Mehr 13.07.2011, 11:18 Uhr von Sophie von Maltzahn 30 0 0

Stadt warm, Füße kühl: Im Brunnen

Anstatt im durchklimatisierten Büro herumzuhängen oder ganz generell auf alle Temperaturen jenseits der dreißig Grad zu schimpfen: Machen wirs doch den Hunden nach. Es ist ja ohnehin das Wetter zum viehisch werden. Springen wir in Brunnen. Mehr 06.07.2011, 13:11 Uhr von Andrea Diener 18 0 0

Redakteurin im Reiseblatt der F.A.Z.

ist eine Kunstfigur, die seinem Verfasser nicht vollkommen unähnlich ist.