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	<title>Eins gegen Eins</title>
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	<description>Die Welt ist zwar nicht alles, was der Ball ist, aber in der Welt der Ballspiele steckt genug, wovon man im Feuilleton oder im Sport nicht reden kann, worüber man aber deshalb auch nicht schweigen muss - von A wie Arsène Wenger bis Z wie Zubizarreta. Mal im Doppelpass, mal im fairen Tackling und gelegentlich auch im Alleingang.</description>
	<lastBuildDate>Tue, 23 Apr 2013 12:47:37 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Götze-Dämmerung</title>
		<link>http://blogs.faz.net/einsgegeneins/2013/04/23/gotze-dammerung-259/</link>
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		<pubDate>Tue, 23 Apr 2013 12:47:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pkoerte</dc:creator>
				<category><![CDATA["Bild"]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Nach dem Schock war vor dem Schock. Erst strauchelt Hoeneß, dann geht Mario Götze von Dortmund zu den Bayern. Die kleine Fußballwelt  bebt - aber wer hat Schuld daran? Eine Ursachenforschung <a href="http://blogs.faz.net/einsgegeneins/2013/04/23/gotze-dammerung-259/"></a></p><p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/einsgegeneins/author/pkoerte/">pkoerte</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/einsgegeneins">Eins gegen Eins</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man so liest, was da schon für Meinungen kursieren im Internet, was da aufschäumt und blubbert in Sachen Hoeneß und Götze, dann wundert es mich sehr, dass noch keiner die satirisch reizvolle Idee gehabt hat, „den Spaniern“, und zwar im Allgemeinen und ohne jede Differenzierung, die Schuld an der Enthüllung von Hoeneß‘ Steuerhinterziehung und Mario Götzes Transfer von Dortmund nach München zuzuschieben. Wenn sie denn nicht gleich alles nur erfunden haben.</p>
<p>Das war bestimmt eines dieser Krawallblätter mit ihren lauthals brüllenden Schlagzeilen und den blumig-schwülstigen Metaphern, die Özil auch schon mal mit Geige und Gewehr nach Dortmund reisen lassen. Oder so ähnlich.</p>
<p>Sonst kann doch niemand ein Interesse haben. Die haben sich einfach an den „Focus“ und die „Bild“ herangeschlichen, ihnen bei Nicht-Enthüllung mit Exklusivitätsverlust gedroht, und schon war’s gedruckt. Dass Bayern den Götze-Transfer jetzt lanciert hat, um dem BVB zu schaden und zugleich von der Causa Hoeneß abzulenken, ist unwahrscheinlich.</p>
<p>Das glauben Sie nicht? Wo wir doch in dieser Woche das dreißigjährige Jubiläum der gefälschten Hitler-Tagebücher feiern? Da werden noch ganz andere Dinge glaubhaft. Und selbst wenn „die Spanier“ das alles nicht nur erfunden haben, wenn Götze tatsächlich nach München geht und Hoeneß sich tatsächlich selbst angezeigt hat, dann sind immer noch „die Spanier“ an allem schuld, weil sie ihre geheimen Wahrheiten zum tückischsten aller Zeitpunkte enthüllt haben.</p>
<p>Und wenn das alles nicht hilft? Wenn „die Spanier“ in Gestalt von Real Madrid und dem FC Barcelona trotz aller publizistischen Anstrengungen ausscheiden sollten? Dann ändert sich natürlich auch nichts an der Wahrheit, dann geht Götze nach München und Hoeneß vor Gericht. Denn die Wahrheit, hat der Philosoph Nietzsche geschrieben, ist „ein bewegliches Heer von Metaphern“.</p>
<p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/einsgegeneins/author/pkoerte/">pkoerte</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/einsgegeneins">Eins gegen Eins</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Verzweiflung des VfL&#8230;</title>
		<link>http://blogs.faz.net/einsgegeneins/2013/04/08/die-verzweiflung-des-vfl-248/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Apr 2013 12:01:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pkoerte</dc:creator>
				<category><![CDATA["Der Spiegel"]]></category>
		<category><![CDATA[Arminia Bielefeld]]></category>
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		<category><![CDATA[Vfl Bochum]]></category>
		<category><![CDATA[Vfl Bochum; Peter Neururer; Christian Dietrich Grabbe; "Der Spiegel"]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>...Bochum und des Trainers Peter Neururer, der nach mehr als drei Jahren Arbeitslosigkeit den Club vor dem Abstieg in die Dritte Liga retten soll. Kann das gut gehen? <a href="http://blogs.faz.net/einsgegeneins/2013/04/08/die-verzweiflung-des-vfl-248/"></a></p><p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/einsgegeneins/author/pkoerte/">pkoerte</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/einsgegeneins">Eins gegen Eins</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Meldung gehört ganz klar in die Rubrik: Nachrichten, mit denen ich in diesem Leben nicht mehr gerechnet hatte. Und vielleicht auch nicht in einem anderen Leben. Peter Neururer heißt der neue Trainer des VfL Bochum, und wer das für einen Witz hält, der kann ruhig alle möglichen seriösen Quellen prüfen.</p>
<p>Wie verzweifelt muss man sein in Bochum? Oder, anders gefragt: Ist der Markt der arbeitslosen Trainer wirklich so leer gefegt, dass man die zwar halbwegs traditionsgesättigte, aber deshalb nicht unbedingt perspektivreiche Lösung gewählt hat? Ob Jens Todt, der zusammen mit Trainer Karsten Neitzel in die Wüste geschickt wurde, Neururer verpflichtet hätte, braucht man jetzt nicht mehr zu fragen. Reicht es als Kriterium wirklich, dass der VfL der einzige Club ist, bei dem Neururer länger als zwei Jahre im Amt bleiben konnte, nämlich von Ende 2001 bis zum Sommer 2005?</p>
<p>Mir liegt es fern, schlechte Sprüche über Neururer  in die Welt zu setzen, dessen Trainingsmethoden ich nicht kenne aus eigener Anschauung, auch wenn ich hier und da gelesen habe, sie könnten schon seit einiger Zeit ein Update ganz gut vertragen. Ich frage mich nur, ob der Mann sich mit diesem Job einen Gefallen tut. Er muss so verzweifelt sein wie der VfL Bochum, und diese Liaison der Verzweifelten ist vermutlich nicht belastbar.</p>
<p>Mir war Peter Neururer, den ich immer für eine große Nervensäge gehalten hatte, vor kurzem durch den Artikel im „Spiegel“ fast sympathisch geworden, weil da ohne übliche „Spiegel“-Häme von einem Mann erzählt wurde, in dessen Tag ein gewaltiges Loch klafft, das kein Golfspiel und kein Clubhausgeplauder mit anderen arbeitslosen Ex-Fußballern stopfen kann; einem Trainer ohne Team, der in jeder zweiten Expertenrunde und Stammtischtalk auf Sport1 so verlässlich präsent ist wie das Senderlogo in der oberen Bildschirmecke, weil er die Leere so schwer erträgt, welche in dreieinhalb Jahren Arbeitslosigkeit zum Begleiter wird, der sich einfach nicht abschütteln lässt.</p>
<p>„Diese Freizeit, die war für mich Stress in den letzten Jahren“, hat Neururer jetzt im Interview gesagt, womit er indirekt den Herzinfarkt, den er im Juni 2012 erlitt, auf den Mangel an Beschäftigung schiebt – was sogar sein mag, aber nicht den Umkehrschluss erlaubt, er sei nun umso besser dem Stress auf der Trainerbank gewachsen. Das muss sein Arzt wissen. Aber es ist ja eben nicht nur eine Frage der körperlichen Fitness.</p>
<p>Als leidgewohnter Fan von Arminia Bielefeld wünsche ich einem Club wie dem VfL Bochum natürlich, dass er wenigstens die 2. Liga halten kann; die Entscheidung für Peter Neururer jedoch kommt mir dabei so hilfreich vor wie jener Kamikaze-Einsatz der Arminia, die 2009 angesichts des drohenden Abstiegs aus der Bundesliga für ein Spiel Jörg Berger verpflichtete. Er war vom 19. bis zum 24. Mai 2009 Trainer. Peter Neururer wird es wohl ein paar Tage länger sein, aber die Folgen dieses Engagements werden garantiert noch viel länger anhalten.</p>
<p>Mich erinnert das, was die Bochumer Verantwortlichen da machen, an einen Satz des Detmolder Dichters Christian Dietrich Grabbe, den der Philosoph Adorno besonders gerne zitierte: „&#8230;und nichts als nur Verzweiflung kann uns retten&#8221;. Mir hat dieser Satz nie eingeleuchtet. Und fußballtauglich ist er erst recht nicht.</p>
<p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/einsgegeneins/author/pkoerte/">pkoerte</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/einsgegeneins">Eins gegen Eins</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Bayern-Genetik</title>
		<link>http://blogs.faz.net/einsgegeneins/2013/03/14/bayern-genetik-243/</link>
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		<pubDate>Thu, 14 Mar 2013 12:46:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pkoerte</dc:creator>
				<category><![CDATA[Arsenal London]]></category>
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		<category><![CDATA[Jupp Heynckes]]></category>
		<category><![CDATA[Matthias Sammer]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Lässt sich die gestrige Vorstellung der Münchener gegen Arsenal London mit dem Bayern-Gen erklären? Und hat auch der Wutausbruch von Uli Hoeneß womöglich genetische Ursachen? <a href="http://blogs.faz.net/einsgegeneins/2013/03/14/bayern-genetik-243/"></a></p><p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/einsgegeneins/author/pkoerte/">pkoerte</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/einsgegeneins">Eins gegen Eins</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Trotz größter Anstrengungen und Erfolge ist ja die Humangenetik auf dem Feld des Fußballs noch nicht so recht vorangekommen. Deshalb ist auch das sogenannte Bayern-Gen, von dem sich schon viele Clubs meist vergeblich Besserung erhofft haben, wenn sie bei den Münchenern ausgemusterte Spieler oder ehemalige Spieler als Trainer verpflichteten, noch immer nicht wirklich lokalisiert, geschweige denn befriedigend erforscht. Was natürlich auch daran liegt, dass es bloß eine Metapher ist, die einem immer dann entgleitet, wenn man sie beim Wort nimmt.</p>
<p>Aber wenn man sich gestern Abend die traurige Darbietung gegen Arsenal London angeschaut hat, bei der sich zwischenzeitlich auch mein alter Anti-Bayern-Affekt regte und ihnen das Ausscheiden in der Nachspielzeit wünschte, wenn man diese Beinahe-Blamage also verfolgt hat, dann erschloss sich einem mal wieder sehr nachdrücklich ein Puzzlesteinchen, das auch zum Bayern-Gen gezählt werden muss: die Selbstüberschätzung, die nicht nur einhergeht mit mangelnder Spannung, sondern auch mit der Unfähigkeit, im Angesicht des Abgrunds das zu mobilisieren, was die Mannschaft ohne Frage kann.</p>
<p>Nee, werden Sie jetzt sagen, das ist doch bei mehr oder weniger jedem Team so, dass es sich nicht aufraffen/motivieren kann, wenn der Vorsprung so deutlich und die Lage scheinbar so klar ist. Bei Borussia Dortmund, das müde auf Schalke antrat, bei Barcelona, bei jedem Spitzenteam halt, wenn das Gefälle zwischen Champions League und heimischer Liga für Spanungsabfall sorgt.</p>
<p>Bei den Bayern ist der Phänotyp allerdings noch etwas komplizierter, weil solche Abende nicht mit dem Abpfiff enden, sondern ein verbales Nachspiel haben, wenn Uli Hoeneß und andere den Vorderlader auspacken; und seit Matthias Sammer auf der Lohnliste steht, gibt es noch einen mehr, der zur Unzeit an die Öffentlichkeit geht und einen Tobsuchtsanfall inszeniert. Hoeneß, das muss gesagt werden, kann das viel besser, weil sein Mund dann zwar immer zum Strich wird, er aber nie so verbiestert und streberhaft wirkt wie Sammer.</p>
<p>„Schönen Dreck“ hat Hoeneß das jetzt genannt, was die Bayern schon in den letzten drei Wochen gespielt haben. Und die Frage ist bloß, ob er das auch schon in der Kabine oder im Zwiegespräch mit seinem Freund Jupp Heynckes gesagt hat – wovon man ausgehen muss. Dass er es jetzt öffentlich tut, hat auch mit diesem Bayern-Gen zu tun: Wer es besitzt, der glaubt auch fest daran, dass der öffentliche Pranger, an den man eine Mannschaft (immer natürlich inklusive Trainer) stellt, zu dem führt, was Fußballer so gerne „eine Reaktion zeigen“ nennen. Das ist nun allerdings weniger eine Sache der Genetik als einer Verhaltensbiologie, die an krude Konditionierungen glaubt.</p>
<p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/einsgegeneins/author/pkoerte/">pkoerte</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/einsgegeneins">Eins gegen Eins</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Perfect Matches &#8211; 5 Spiele des Jahres 2012</title>
		<link>http://blogs.faz.net/einsgegeneins/2012/12/27/perfect-matches-5-spiele-des-jahres-2012-224/</link>
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		<pubDate>Thu, 27 Dec 2012 19:28:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pkoerte</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ademar Leon]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>Jetzt, nachdem alle ihre Bücher, Platten und DVDs des Jahres empfohlen haben, kann man sich endlich mal an die Spiele des Jahres erinnern. Nicht an die angeblich besten, an die taktisch avanciertesten, ästhetisch wertvollsten, historisch relevantesten oder an die kuriosesten Matches, sondern an die Lieblingsspiele.  <a href="http://blogs.faz.net/einsgegeneins/2012/12/27/perfect-matches-5-spiele-des-jahres-2012-224/"></a></p><p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/einsgegeneins/author/pkoerte/">pkoerte</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/einsgegeneins">Eins gegen Eins</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><i>Weg mit dem Weltgeist, weg mit der vermeintlichen Objektivität. 5 Spiele des Jahres 2012, die ich in Erinnerung behalten werde.</i></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>1) Füchse Berlin &#8211; Ademar Leon 29:18, Handball Champions League Viertelfinale, 29. April</p>
<p><img title="Fuechse_2D00_Champions_2D00_League_2D00_HA_2D00_Sport_2D00_Berlin" alt="Bild zu: Perfect Matches - 5 Spiele des Jahres 2012" src="/einsgegeneins/files/2012/12/Fuechse_2D00_Champions_2D00_League_2D00_HA_2D00_Sport_2D00_Berlin.jpg" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Klar, das ist ein Handball- und kein Fußballspiel, und nach dem 23:34 im Hinspiel hatte ich gar keine Lust, überhaupt in die Schmeling-Halle zu gehen. Gut, dass ich gegangen bin, es wäre bitter gewesen, nicht dabei gewesen zu sein! Ein solches Handballspiel habe ich in Jahrzehnten nicht gesehen. Volles Risiko, von der ersten Sekunde an, 7 Feldspieler, kein Torwart im Angriff in den ersten Aktionen, um die Spanier mürbe zu machen; 18 Paraden von Silvio Heinevetter, und bestimmt nicht die leichten, die jeder Keeper haben muss, um sie noch mürber zu machen. Ein Publikum, besser als jede Pfingstgemeinde, weil es sehr schnell zu glauben begann, was nicht hätte wahr werden sollen. Und 9 Tore des überragenden Isländers Alexander Petersson, dessen Wechsel nach Mannheim die Füchse bis heute nicht verkraftet haben. Ein denkwürdiger Sonntag, ein vorgezogenes Pfingstwunder, das den Füchsen viele Fans beschert haben dürfte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>2) Spanien &#8211; Italien 1:1, Europameisterschaft Gruppenphase, 10. Juni</p>
<p><img title="italien" alt="Bild zu: Perfect Matches - 5 Spiele des Jahres 2012" src="/einsgegeneins/files/2012/12/italien.jpg" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Da dachten wir noch oder besser: Wir hofften, das Spanien mit normalen Mitteln zu schlagen sei. Ein 3-5-2- System gegen das spanische 4-6-0, die Führung durch den gerissenen Di Natale, der Ausgleich innerhalb von vier Minuten. Aber es sah wenigstens so aus, als sei da was möglich. Die Italiener haben die beinahe utopische Möglichkeit schweben lassen, die sie dann den Deutschen genommen haben, um dann selbst mit dem 0:4 im Finale nicht mehr zu dem aufschließen zu können, was sie versprochen zu haben schienen im Gruppenspiel.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>3) Deutschland &#8211; Schweden 4:4, WM-Qualifikation, 16. Oktober</p>
<p><img title="jogi" alt="Bild zu: Perfect Matches - 5 Spiele des Jahres 2012" src="/einsgegeneins/files/2012/12/jogi.jpg" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Leute, es war nun auch wieder nicht so schlimm! Wer Joachim Löw für unfehlbar gehalten und an die brutale Belastbarkeit seines Teams immer noch geglaubt hatte nach dem Halbfinale gegen Italien, für den war es ein schwarzer Tag, ein Schicksalszeichen; und leider war es auch für all die Schwätzer ein Festtag, die es in ihren Kommentaren schon immer gewusst hatten, lange vor diesem Oktobertag, dass dieses Team nicht die sogenannten Eier eines Oliver Kahn hätte. Man muss es einfach mal ganz manichäisch betrachten: Erst Weltklasse, dann Kreisklasse; mal ist ein Ibrahimovic ein Genie, dann ist ein solcher Spieler nur die Pest. Und am Ende gewinnt auch Deutschland irgendwann mal gegen Spanien, weil die nie 0:4 in Rückstand geraten, weil ihnen das Ibra-Modell fremd ist, ohne das Schweden nie im Leben aufgeholt hätte, und weil man Spanien im Halbfinale begegnen kann, um dann im Finale gegen Irgendwen zu verlieren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>4) Bayern München &#8211; Chelsea London 3:4 i.E., Finale der Champions League, 19. Mai</p>
<p><img title="bayern" alt="Bild zu: Perfect Matches - 5 Spiele des Jahres 2012" src="/einsgegeneins/files/2012/12/bayern.jpg" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dieses Bild sieht aus wie eine dieser großen, durchinszenierten Fotografien des kanadischen Künstlers Jeff Wall, der bekannt ist für seine akribische Probenarbeit. Obwohl es komplett improvisiert ist, Landschaft nach der Schlacht müsste drüber stehen. Es ist ein großartiges Bild, ikonografisch eindrucksvoller als die Tragik, die es für den Bayern-Fan bedeutet. Im Zweifelsfall ist natürlich der Oligarchenclub Chelsea die unerfreulichere Variante, und wie diese Mannschaft sich gegen Barcelona zum Sieg gemogelt hat, ist natürlich ätzend. Aber quer dazu: Didier Drogba hat diesen Pokal dank einer spielerischen und gesellschaftspolitischen Größe verdient, welche kein Bayern-Spieler vermutlich jemals erreichen wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>5) Borussia Mönchengladbach &#8211; Bayern München 3:1, Bundesliga, 18. Spieltag, 20. Januar</p>
<p><img title="reus" alt="Bild zu: Perfect Matches - 5 Spiele des Jahres 2012" src="/einsgegeneins/files/2012/12/reus.jpg" /></p>
<p>Da spielte Marco Reus noch beim richtigen Verein mit dem richtigen Partner Mike Hanke, und es war Lucien Favre, der Trainer, der durch das exzellente Stellungsspiel, das er seinem Team verordnet hatte, dieses Spiel mitgewonnen hat.</p>
<p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/einsgegeneins/author/pkoerte/">pkoerte</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/einsgegeneins">Eins gegen Eins</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Rettet die Champions League! Auch als Geldquelle!</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Dec 2012 11:45:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pkoerte</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>11 von 16 &#8211; mit dieser Ausbeute kann ich nicht zufrieden sein, nachdem ich bei meiner Champions-League-Prognose (s. Blogeintrag vom 18.9.) wie mancher andere daran gezweifelt hatte, dass in den acht Gruppen eine hinreichende Leistungsdichte existierte, die auch überraschende Platzierungen &#8230; <a href="http://blogs.faz.net/einsgegeneins/2012/12/07/rettet-die-champions-league-auch-als-geldquelle-223/"></a></p><p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/einsgegeneins/author/pkoerte/">pkoerte</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/einsgegeneins">Eins gegen Eins</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>11 von 16 &#8211; mit dieser Ausbeute kann ich nicht zufrieden sein, nachdem ich bei meiner Champions-League-Prognose (s. Blogeintrag vom 18.9.) wie mancher andere daran gezweifelt hatte, dass in den acht Gruppen eine hinreichende Leistungsdichte existierte, die auch überraschende Platzierungen ermöglichte.</p>
<p>In der Gruppe B hatte ich weniger Schalke unterschätzt als Piräus und Montpellier überschätzt. Und in Gruppe E ist meine Prognose weniger an der unvermuteten Stärke Milans gescheitert als am Totalversagen der Mannschaft aus St. Petersburg, wo der Hulk bloß grün vor Ärger wurde, weil er meist auf der Bank saß, anstatt die Gegner das Fürchten zu lehren. Dass es Chelsea erwischen würde, das hätte ich allerdings nie erwartet. Und Dortmund, nun ja, die habe ich als Arminia-Fan noch nie gemocht und aus Boshaftigkeit in der Vorrunde scheitern lassen.</p>
<p>Aber egal, ich bin ja froh, dass nicht alles so gelaufen ist, wie es unausweichlich schien, sondern dass sich Mannschaften durchgesetzt haben, die man nicht unbedingt auf der Rechnung hatte. Keine wirklichen Überraschungen, aber immerhin. Das spricht, wenngleich noch immer mit zusammengebissenen Zähnen, dafür, bei 32 Teams zu bleiben, obwohl ich im Dezember 2010 nach trüber Vorrunde eine Reform befürwortet hatte.</p>
<p>Warum den Status quo verteidigen, obwohl am 6. Und letzten Spieltag fast überall die Luft raus warKabel1? Ganz einfach: Weil Superfunktionär Michel Platini es mal mit 64 Clubs versuchen möchte. Das ist einer der dümmsten Vorschläge seiner Amtszeit, weil er nur von der Logik des Machterhaltungswillens lebt. Nicht einmal die Gier der Uefa, ständig die Lizenzgebühren und Erlöse zu steigern, lässt diesen Vorschlag sinnvoll erscheinen. Rettet die Champions League, und zwar auch als Geldquelle, muss man hinzufügen. Nichts gegen Neftci Baku, aber beim titanischen Vorrundenkick gegen, sagen wir mal, FC Nordsjaelland würden viele Bildschirme in Europa dunkel bleiben. </p>
<p>Beziehungsweise: Wer würde, nachdem jenseits des Bezahlfernsehsektors gerade mal Kabel1 lieblos lustlose Europa-League-Spiele zeigen mag, überhaupt vorab für ein Produkt bezahlen wollen, das wie ein seltsamer Zwitter wirkte, wie eine Kreuzung aus völlig verdünnter Champions League und geringfügig aufgewerteter Europa League? Womöglich nur noch das ZDF, das die Zwangsgebühren, die demnächst vornehm &bdquo;Haushaltsabgabe&#8221; heißen, für eine Berichterstattung verpulvert, bei der meist am Mittwoch das falsche Spiel übertragen wurde und bei der Oliver Kahn sich vergeblich mühte, einen zweiten Gesichtsausdruck einzustudieren.</p>
<p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/einsgegeneins/author/pkoerte/">pkoerte</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/einsgegeneins">Eins gegen Eins</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Warum eigentlich nur Magath?</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Oct 2012 10:04:00 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[<p>Dass ich in die Verlegenheit kommen würde, einmal Felix Magath verteidigen zu wollen, hätte ich seit Bestehen dieses Blogs nicht gedacht. Ich kenne ihn nicht persönlich, auch habe ich nie einer seiner (mit Recht oder zu Unrecht) berüchtigten Trainingseinheiten beigewohnt. &#8230; <a href="http://blogs.faz.net/einsgegeneins/2012/10/25/warum-eigentlich-nur-magath-222/"></a></p><p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/einsgegeneins/author/pkoerte/">pkoerte</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/einsgegeneins">Eins gegen Eins</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Dass ich in die Verlegenheit kommen würde, einmal Felix Magath verteidigen zu wollen, hätte ich seit Bestehen dieses Blogs nicht gedacht. Ich kenne ihn nicht persönlich, auch habe ich nie einer seiner (mit Recht oder zu Unrecht) berüchtigten Trainingseinheiten beigewohnt. Ich habe ihn im Fernsehen reden gehört, auch in irgendwelchen auf längere Äußerungen angelegten Talk-Formaten, und war mir nie ganz sicher, ob ich diese demonstrative Ungerührtheit, dieses langsame Teebeutelschwenken oder Umrühren nun als Ausdruck einer fast schon buddhistischen Gelassenheit interpretieren sollte oder als Hinweis auf eine Kälte und Härte, an der sich schon Heerscharen von Fußballprofis vergeblich abarbeiten mussten. Kurz gesagt: War das nun cool? Oder war es einfach stumpf?</p>
<p>Ich fand es idiotisch, Julian Draxler und dessen Eltern zu empfehlen, den Schulbesuch zugunsten der Profikarriere einzustellen, und ich fand es gut, wenn Magath bei der gefühlten dreihundertsten Erwähnung des Spitznamens &bdquo;Quälix&#8221; ungehalten wurde, sarkastisch reagierte, weil ihm die Dummheit, die Denk- und Formulierfaulheit der Medienvertreter nur noch auf den Keks ging. Und dass er sich nicht rechtfertigte, als Uli Hoeneß kürzlich noch öffentlich und anmaßend erklärte, entweder spielten die Wolfsburger Kicker gegen ihren Trainer, oder sie seien kaputt von dessen Trainingsmethoden &#8211; das kann ich gut verstehen. Was, zum Teufel, gehen Hoeneß die Verhältnisse&nbsp; beim VfL Wolfsburg an? Wie würde er, Hoeneß, denn reagieren, genauer: wie reagiert er denn jedes Mal, wenn von außen über innere Angelegenheiten des FC Bayern geredet wird? Eben!</p>
<p>Wer wirklich entlassen gehört in Wolfsburg, das ist eben nicht in erster Linie Felix Magath. Wer die Verantwortung auf sich nehmen müsste, das sind die geltungssüchtigen Automogule wie der Aufsichtsratsvorsitzende Francisco Javier Garcia Sanz, wie der VW-Chef Martin Winterkorn, Leute, die Magath mit dieser Machtfülle ausgestattet, die geglaubt haben, ein harter und smarter Fußballlehrer könne in Personalunion Trainer, Manager und Geschäftsführer sein. Leute, die einen Verein wie ein Spielzeug benutzen, die sich in gönnerhaften Gesten gefallen, wenn sie Millionen für Transfers bewilligen, ohne die erforderliche Sachkunde zu besitzen. Leute, die Magath nach der Meisterschaft 2009 zum Messias machten und ernsthaft annahmen, er könne bei seiner Wiederkehr neue Wunder tun.</p>
<p>Dieses von ferne an höfische Bräuche erinnernde Gebaren hat wenig bis gar nichts zu tun mit dem, was heute &bdquo;corporate governance&#8221; heißt und den Ordnungsrahmen für die Leitung und Überwachung von Unternehmen bezeichnet. Dass Magath nun gehen muss aus Mangel an Erfolg (und sicher weniger, weil die Spieler sich gegen ihn ausgesprochen haben sollen, das ist nur der populistische Zusatz), klingt zwar nüchtern, als ginge es um Rentabilität und symbolische Dividende &nbsp;- doch wer die Strukturen etabliert oder zugelassen hat, in denen Magath in Wolfsburg arbeiten konnte, der ist mangels Übersicht genauso verantwortlich für den Misserfolg.</p>
<p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/einsgegeneins/author/pkoerte/">pkoerte</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/einsgegeneins">Eins gegen Eins</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Wer die Champions League gewinnen wird&#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Sep 2012 09:54:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>pkoerte</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<p>&#8230;das kann ich natürlich auch nicht sagen, da schon das Achtelfinale ausgelost wird und nicht ein so schöner Modus existiert wie bei Europa- und Weltmeisterschaften. Aber nach gründlicher Lektüre des &#8222;Kicker-Sonderhefts&#8221; zur Champions League fühle ich mich derart erschöpfend über &#8230; <a href="http://blogs.faz.net/einsgegeneins/2012/09/18/wer-die-champions-league-gewinnen-wird-221/"></a></p><p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/einsgegeneins/author/pkoerte/">pkoerte</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/einsgegeneins">Eins gegen Eins</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;das kann ich natürlich auch nicht sagen, da schon das Achtelfinale ausgelost wird und nicht ein so schöner Modus existiert wie bei Europa- und Weltmeisterschaften. Aber nach gründlicher Lektüre des &bdquo;Kicker-Sonderhefts&#8221; zur Champions League fühle ich mich derart erschöpfend über Stärken, Schwächen, Eigenheiten aller 32 Mannschaften informiert, dass es ein Leichtes sein sollte, die Achtelfinalteilnehmer vorherzusagen. Ohne Gewähr natürlich, wie bei den Lottozahlen.</p>
<p>Und man sollte sich auch nicht von den Teamfotos im &bdquo;Kicker&#8221; beeindrucken lassen, wo seit einiger Zeit immer mehr Nicht-Spieler auftauchen, allein Bayern-Gegner&nbsp; BATE Baryssau wirkt eminent gefährlich, weil auf dem Foto nicht weniger als 12 (!) Fachkräfte stehen, vom &bdquo;Spielanalysten&#8221; Zubik&nbsp; bis zu Masseur Bulat. Furchteinflößend auch das Aufgebot beim Schalke-Gegner HSC Montpellier, da sitzen gleich drei &bdquo;Sponsoren-Repräsentanten&#8221; mitten im Team, dazu der Präsident, sein Sohn und noch ein Präsidenten.Berater. Ob das nun betreutes Fußballspielen ist oder der Geltungsdrang von Leuten, die sonst nur bei Familienfeiern fotografiert werden, ist schwer zu sagen. Und auch ziemlich egal.</p>
<p>Wir freuen uns jedenfalls, dass es heute wieder losgeht. Und wenn am 5. Dezember die Gruppenphase beendet sein wird, liegen die Namen folgender Clubs im Lostopf:</p>
<p>Gruppe A: FC Porto, Paris Saint-Germain</p>
<p>Gruppe B: FC Arsenal, Olympiakos Piräus</p>
<p>Gruppe C: Zenit St. Petersburg, FC Malaga</p>
<p>Gruppe D: Manchester City, Real Madrid</p>
<p>Gruppe E: Juventus Turin, FC Chelsea</p>
<p>Gruppe F: FC Valencia. Bayern München</p>
<p>Gruppe G: FC Barcelona, Benfica Lissabon</p>
<p>Gruppe H: Manchester United, Galatasaray Istanbul</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Was danach kommt, ist, wie gesagt, ein Frage des Losglücks oder -pechs. Und sicher ist schon jetzt, dass das ZDF-Duo &#8220;der doppelte Oliver&#8221; (Welke &amp; Kahn) nicht nur isn Achtelfinale kommen, sondern eine mindestens geringfügig bessere Figur abgeben wird als die inzwischen unausstehliche Katrin Müller-Hohenstein neben dem einstigen Titanen.</p>
<p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/einsgegeneins/author/pkoerte/">pkoerte</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/einsgegeneins">Eins gegen Eins</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Javier Martinez, Bayern &amp; (k)ein Ende</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Aug 2012 09:44:00 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[<p>Fast sollte man glauben, zu Javier Mart&#237;nez sei alles gesagt, bloß noch nicht von allen. Um 3:42 Uhr verließ er heute Morgen nach erfolgtem Medizincheck die Münchener Praxis des ewigen jungen Arztes mit der Prinz-Eisenherz-Frisur. Ergebnis noch unbekannt. Bulletin wird &#8230; <a href="http://blogs.faz.net/einsgegeneins/2012/08/29/javier-martinez-bayern-kein-ende-220/"></a></p><p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/einsgegeneins/author/pkoerte/">pkoerte</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/einsgegeneins">Eins gegen Eins</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Fast sollte man glauben, zu Javier Mart&iacute;nez sei alles gesagt, bloß noch nicht von allen. Um 3:42 Uhr verließ er heute Morgen nach erfolgtem Medizincheck die Münchener Praxis des ewigen jungen Arztes mit der Prinz-Eisenherz-Frisur. Ergebnis noch unbekannt. Bulletin wird gewiss noch veröffentlicht. Dann zurück per Privatjet, den Vertrag auflösen in Madrid, parallel dazu muss ein Bayern-Scheck über 40 Millionen Euro hinterlegt werden, das Training in Bilbao hat der Mann geschwänzt. Eine Erlaubnis des Vereins, sich von der Truppe zur entfernen, hatte er nicht. </p>
<p>Kann man jetzt alles nachlesen, weil der mögliche Bundesliga-Rekordtransfer nach dieser Orchestrierung verlangt. Noch schöner an der Sache ist, dass fast alle, die jetzt vom Risikotransfer raunen, den Mann nie haben spielen sehen. Ich habe ihn auch noch nie über 90 Minuten beobachten können, und was Youtube da als lächerliches, zusammengehauenes Promo-Video von 1:25 Minuten Länge anbietet, das könnte man zur Not auch von einem albanischen Jugendspieler verfertigen , der dann auf einmal aus drei Metern keinen Möbelwagen mehr trifft.</p>
<p>Der Punkt ist ja auch nicht, ob einer 40 Millionen wert ist. Gomez war auch nicht 35 Millionen wert, und praktisch sämtliche Transfers, welche in der englischen Premier League stattfinden, lassen jede Erörterung darüber, ob X oder Y das wert seien, so lächerlich erscheinen wie die scholastische Frage, wie viel Engel denn nun auf einem Stecknadelkopf Platz haben.</p>
<p>Obwohl die Sinn- und Wertlosigkeit der Wertdiskussion eigentlich klar ist, wird immer noch darüber geredet. Vernünftig reden könnte man allenfalls über Proportionen zwischen Transfersummen in Relation zu den Leistungsdaten eines Spielers, die sich ja mittlerweile von entsprechenden Firmen bis ins kleinste Detail genau besorgen lassen. Sie sagen dann zwar noch nichts aus über die Adaptionsfähigkeit, die sozialen Kompetenzen und die spezifische Mannschaftskonstellation, in die sich ein Neuzugang integrieren muss, aber sie liefern eine belastbare Basis.</p>
<p>Womit man dann auch bei der Kategorie angelangt ist, die nicht über den Wert, wohl aber über den Sinn und Erfolg eines solchen Transfers entscheiden wird: die Belastbarkeit des Transferierten. Ob dieser junge Mann, der am Sonntag 24 Jahre alt wird, das aushält, wenn man ihn bei ausbleibender oder schwankender Leistung an einem sehr hohen und zugleich völlig fiktiven Wert messen wird, hinter dem er dann angeblich zurückgeblieben sein soll?</p>
<p>Denn darum geht es ja auch noch in diesem Business: Ob dieser Javier Martinez sich so wohl fühlt, dass er anständig Fußball spielen kann; dass er nicht Opfer von irregeleiteten Projektionen und Machtspielen aus Management und Scouting-Abteilung wird. Was der Transfer am Ende für die Super-Egos eines Sammer oder Hoeneß bedeuten wird, diese ganze lächerliche Bayern-Astrologie, das kann einem doch völlig egal sein. Es zählt vor allem, dass dieser Spieler nicht zerrieben wird von dem Zirkus, den andere veranstalten; dass seine von Fachleuten attestierten Fähigkeiten nicht verkümmern, weil sein bisheriger Verein eine schwachsinnige Summe verlangt &#8211; und auch noch jemanden findet, der sie bezahlen will.</p>
<p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/einsgegeneins/author/pkoerte/">pkoerte</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/einsgegeneins">Eins gegen Eins</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Hoffenheim, HSV, Hertha &#8211; die ersten Trainer wackeln schon</title>
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		<pubDate>Sun, 19 Aug 2012 13:59:00 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[<p>Auch wenn es noch nicht wieder ein richtiges Fußballwochenende war, zumindest der Zeitplan passte schon wieder einigermaßen. Und das Einzige, worüber ich mich wirklich geärgert habe, das war ich selbst: Dass ich dann doch nicht ins Poststadion gegangen bin, um &#8230; <a href="http://blogs.faz.net/einsgegeneins/2012/08/19/hoffenheim-hsv-hertha-die-ersten-trainer-wackeln-schon-219/"></a></p><p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/einsgegeneins/author/pkoerte/">pkoerte</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/einsgegeneins">Eins gegen Eins</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Auch wenn es noch nicht wieder ein richtiges Fußballwochenende war, zumindest der Zeitplan passte schon wieder einigermaßen. Und das Einzige, worüber ich mich wirklich geärgert habe, das war ich selbst: Dass ich dann doch nicht ins Poststadion gegangen bin, um mir BAK gegen Hoffenheim anzuschauen.</p>
<p>Den Fernsehflosklern wird das Debakel der Kraichgauer wieder ein Beleg dafür sein, dass der Pokal seine eigenen Gesetze habe, was ja gar nichts weiter sagt, als dass auch der Ligaalltag seine eigenen Gesetze hat, worüber man sich auch nicht ernstlich wundern kann, weil da halt ausgeglichenere sportliche Kräfteverhältnisse herrschen. Für mich waren die Niederlage und die Umstände ihrer Entstehung bloß ein Beleg dafür, dass Markus Babbel kaum der Trainer und schon gar nicht der Manager ist, um unter Dietmar Hopps Oberaufsicht ein Spitzenteam zu entwickeln. Die widersprüchlichen Signale des Hoffenheimer Alleinherrschers, die eine widersprüchliche Einkaufspolitik ausgelöst haben, in der heute die Jugend gefördert werden soll, um morgen gleich wieder teure Investitionen zu tätigen, machen einem Trainer allerdings die Arbeit auch schwer, weil es da offenbar einen Ziel- und Mittelkonflikt zugleich gibt. Wenn die Mannschaft nicht schnell in die Saison findet, wird es bald auch um Babbels Doppelfunktion geschehen sein.</p>
<p>Noch düsterer sieht es in Hamburg aus, und ich habe mich schon, ähnlich wie bei Hertha BSC, gefragt, ob das jeweilige Team wirklich nicht die Substanz zum Klassenerhalt resp. Wiederaufstieg hat, oder ob es sich um einen Fall von self-fulfilling prophecy handelt, wo das Umfeld, zumal die in beiden Städten besonders üble und aggressive Springer-Boulevardpresse solange herumunkt, lamentiert und schlechte Stimmung schürt, bis die schwächlichen Entscheidungsträger im Verein nervös werden und mit ihrer Nervosität wiederum die gesamte Arbeitsatmosphäre beeinflussen.</p>
<p>Thorsten Fink immerhin hat den HSV in der vergangenen Saison in der Bundesliga gehalten, auch wenn sich analytisch nie genau beziffern lässt, wie groß der Anteil des Trainers genau ist. Er hat den Substanzverlust durch die Spielerverkäufe nicht öffentlich beklagt, und es sieht auch nicht so aus, als könnte Frank Arnesen mit dem verfügbaren Budget mehr erreichen. Diese Konstellation hat in der Presse schon dazu geführt, den HSV als einen der Abstiegskandidaten zu betrachten, und kaum steht das Team unter Druck wie im Pokal in Karlsruhe, da verliert es schon glatt. Nicht ganz so blamabel wie Hoffenheim, aber peinlich genug, um den Druck vorm 1. Spieltag gewaltig zu erhöhen: auf die Mannschaft, vor allem aber auf den Trainer, dessen Kopf dann natürlich bei einem Fehlstart sofort gefordert werden wird.</p>
<p>Der Fehlstart ist bei Hertha keine dunkle Ahnung, sondern schon ein hässliches Faktum, und das ist um so erstaunlicher, als Jos Luhukay sicher der profilierteste unter den drei Krisenclubtrainern ist. Die peinliche Niederlage bei Wormatia Worms hat auch seine drastische Abrechnung mit der Mannschaft nach dem Spiel beim FSV Frankfurt nicht verhindern können, und offenbar haben Hertha-Keeper auch große Probleme, 90 Minuten ohne Notbremse durchzuhalten. Dass Sprint mit Gelb davonkam, war eher Glück &#8211; auch wenn die Doppelbestrafung natürlich grober Unfug ist. Aber das ist hoffentlich nur ein Nebenschauplatz; weit bedrohlicher ist die Verfassung der gesamten Mannschaft.</p>
<p>Schwer zu sagen, inwieweit der Kader wirklich Luhukays Vorstellungen entspricht. Die ungewohnte Heftigkeit seiner Reaktion neulich deutet jedoch an, dass sich auch beim Trainer erste Zweifel regen, mit dieser Mannschaft wieder aufsteigen zu können. Sollten sich die Zweifel im Herbst zur Gewissheit verdichten, bin ich gespannt, wie Michael Preetz reagieren wird. Denn dass der Mann überhaupt noch im Amt ist, das ist genau das Wunder, welches Preetz so irrsinnig war, von Otto Rehhagel zu erwarten.</p>
<p>Und während ich diese Zeilen hier beende, kommt es mir so vor, als müsste man bald auch anfangen über Armin Veh und die Eintracht nachzudenken.</p>
<p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/einsgegeneins/author/pkoerte/">pkoerte</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/einsgegeneins">Eins gegen Eins</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Werder, Wiesenhof und der Ruf eines Vereins</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Aug 2012 21:50:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>jkaube</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[<p>Auf &#8220;arte&#8221; lief gerade die Kriminalgroteske &#8220;Der Knochenmann&#8221; von Wolfgang Murnberger, mit dem großen Josef Bierbichler und Josef Hader. Wer die Mordgeschichte über ein Gasthaus in&#160;der Steiermark&#160;und ein Bordell in Bratislava gesehen hat, ißt so schnell kein Hähnchen mehr. Dabei &#8230; <a href="http://blogs.faz.net/einsgegeneins/2012/08/16/werder-wiesenhof-und-der-ruf-eines-vereins-218/"></a></p><p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/einsgegeneins/author/jkaube/">jkaube</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/einsgegeneins">Eins gegen Eins</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Auf &#8220;arte&#8221; lief gerade die Kriminalgroteske &#8220;Der Knochenmann&#8221; von Wolfgang Murnberger, mit dem großen Josef Bierbichler und Josef Hader. Wer die Mordgeschichte über ein Gasthaus in&nbsp;der Steiermark&nbsp;und ein Bordell in Bratislava gesehen hat, ißt so schnell kein Hähnchen mehr. Dabei findet hier die ekelhafte Brathendl-Zubereitung in der hauseigenen Kellerschlachterei statt und die Massenabspeisung hält sich auf Busladungs-Niveau. Wie es dagegen bei &#8220;Wiesenhof&#8221; zugeht, in der industriellen Hühnerverwertung beim deutschen Marktführer für Billiggeflügel, ist bekannt. Geschöpfe, für die man ein mindestes Mitgefühl aufbringt, das über die Feststellung ihrer &#8220;Bestimmung, gegessen zu werden&#8221; (Hegel) hinausgeht, hält man anders.</p>
<p>An diesem Befund werden auch Besuche in den von &#8220;Wiesenhof&#8221; für Besuche vorgesehenen Produktionsstätten nichts ändern, auf die sich jetzt Klaus Allofs beruft. Der Manager von Werder Bremen, das gerade &#8220;Wiesenhof&#8221; zum Haupt- und Trikotsponsoren gemacht hat, berichtet von einem &#8220;sehr guten Eindruck&#8221;, den man vor Ort erhalten habe. Es dürfte nicht der Ort gewesen sein, an dem die ARD ihr Bildmaterial für den Bericht &#8220;System Wiesenhof&#8221; &#8211; <a rel="nofollow" href="http://www.ardmediathek.de/das-erste/reportage-dokumentation/ard-exclusiv-das-system-wiesenhof?documentId=8068044">http://www.ardmediathek.de/das-erste/reportage-dokumentation/ard-exclusiv-das-system-wiesenhof?documentId=8068044</a> &#8211; gefilmt hat. Wer ihn gesehen hat, ißt nämlich zumindest kein Wiesenhof-Geflügel mehr.</p>
<p>Nun ist die Schnittmenge von Fußballfans und&nbsp;Tierschützern überschaubar. Die Ernährung im Stadion folgt überdies Gesichtspunkten, die denen von Wiesenhof ähnlich sind: möglichst viel Fleisch für möglichst wenig Geld. Insofern wird es bei den wenigen Austritte aus dem Verein, die Werder berichtet, wohl auch bleiben. Im Netz immerhin ist eine Petition gegen die Zusammenarbeit von Werder mit Wiesenhof gestartet worden, die bislang rund zweieinhalb Tausend Leute unterschrieben haben: <a rel="nofollow" href="http://www.petitiononline.de/petition/petition-gegen-des-engagement-der-firma-wiesenhof-als-hauptsponsor-des-sv-werder-bremen/1070">http://www.petitiononline.de/petition/petition-gegen-des-engagement-der-firma-wiesenhof-als-hauptsponsor-des-sv-werder-bremen/1070</a>. Sind das alles Weder-Anhänger, sind die gut 20.000 Beteiligten an der entsprechenden Facebook-Seite Tierschützer, gegnerische Fans oder Freunde des Vereins? Der Bremer &#8220;Weser-Kurier&#8221; hat in einer Umfrage ermittel, dass drei Viertel der Bremer gegen den Sponsorenvertrag mit den Geflügelzüchtern sind.</p>
<p>Das kann man als jemand, der nicht Millionen für zuletzt eher teure als gute Fußballer einwerben muss, auch etwas leichter sein als das Vereins-Management. Pecunia non olet, Geld mieft nicht, auch nicht nach Billighuhn, vor allem wenn damit Gewinnerwartungen (Elia und Gebre Selassie allein haben mehr gekostet als Wiesenhof einbringt) gekauft werden. Und selbstverständlich sind es die Verbraucher, die ein Unternehmen wie Wiesenhof groß gemacht haben.</p>
<p>Doch es bleibt die Frage des Image. Denn darum geht es schließlich der einen Seite in einem Sponsorenvertrag: Dass der Firmenname der Fußballer auf den Sponsor&nbsp;günstig abfärbe. Geld gegen Ruf, das ist das Geschäft. Werder Bremes Ruf ist einer der besten in der Bundesliga. Hanseatischer Kaufmannsruf gewissermaßen, erfolgsorientiert nur so lange es solide zugeht,&nbsp;intelligent, mittelständisch (nicht gazprom-artig oder von Teppichbodenhändlern gesteuert), geduldig (es gibt nur einen Thomas Schaaf), mit dem nach Uli Hoeneß angesehnsten Manager der Ligageschichte. (&agrave; propos Hoeneß: Wie werden eigentlich Rostbratwürste hergestellt?)</p>
<p>Gibt es denn&nbsp;kein Unternehmen von ähnlichem Ansehen, das diese Marke gerne für sich nutzen möchte? Müssen es denn Billigverwerter wie KiK und Wiesenhof sein? Die anderen Hauptsponsoren der kommenden Bundesliga-Saison sind (wenn ich im Kicker-Sonderheft nichts übersehen habe): Evonik, Telecom, Gazprom, Postbank, Sunpower, Mercedes-Benz Bank, Tui, VW, Suntech, Ehrmann, entega, AL-KO, Fly Emirates, Ergo, Krombacher, Otelo. Vor allem also Energie-Unternehmen, Finanzdienstleister und Firmen, die Mobilität verkaufen. Wiesenhof ist hier tatsächlich &#8211; zusammen mit dem Joghurthersteller bei Freiburg und den Gartengeräten in Augsburg sowie den Bierbrauern auf den&nbsp;Frankfurter Trikots&nbsp;- als Produzent von etwas Faßbarem, Tieren nämlich, ein Ausreißer. Das dürfte Klaus Allofs auch gemeint haben, als er mitteilte, es sei Werder Bremen bewußt, ein riskantes Engagement eingegangen zu sein. Für den Moment ist das nicht mehr zu ändern. Aber Werder Bremen sollte die Spielzeit nicht nur für besseren Fußball nutzen, sondern jetzt auch schauen, wie man aus der Partnerschaft mit den Tierverwertern wieder herauskommt. Sie paßt einfach nicht.</p>
<p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/einsgegeneins/author/jkaube/">jkaube</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/einsgegeneins">Eins gegen Eins</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></content:encoded>
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