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Expansive Finanzpolitik wirkt … wirkt nicht … wirkt …wirkt vielleicht … wirkt …

13.08.2012, 14:22 Uhr  ·  Zahlreiche Studien untersuchen die Wirkungen expansiver Finanzpolitik in den Vereinigten Staaten. Ihr Ergebnisse werden von Ökonomen für den Wahlkampf instrumentalisiert. UPDATE: In Großbritannien äußern sich Ökonomen distanzierter gegenüber Austeritätspolitik. Von Gerald Braunberger

Von

Zahlreiche Studien untersuchen die Wirkungen expansiver Finanzpolitik in den Vereinigten Staaten. Ihr Ergebnisse werden von Ökonomen für den Wahlkampf instrumentalisiert.

UPDATE: In Großbritannien revidieren manche Ökonomen ihre Unterstützung der Austeritätspolitik.

Von Gerald Braunberger

 

Wer sich für die Studien über die Wirkung der expansiven Finanzpolitik der vergangenen Jahre in den Vereinigten Staaten von Amerika interessiert, findet sie in einer lehrreichen Übersicht von Kollegen der Washington Post dokumentiert. Die große Mehrzahl erkennt einen expansiven Effekt, aber es gibt auch Studien, die zu einem gegenteiligen Ergebnis führen:

http://www.washingtonpost.com/blogs/ezra-klein/wp/2012/08/08/the-romney-campaign-says-stimulus-doesnt-work-here-are-the-studies-they-left-out/

Für Hinweise auf weitere Arbeiten, die in der Übersicht nicht erwähnt wurden, bin ich dankbar.

Zu einem Wahlkampfthema sind diese Studien durch das Engagement bekannter Ökonomen geworden. So enthält ein unter anderem von den John Taylor, Gregory Mankiw und Glenn Hubbard verfasstes “Weißbuch” für Mitt Romney Verweise auf zwei Studien (darunter eine von Taylor), die expansiver Finanzpolitik (so gut wie) keine positive Wirkung zuerkennen:

http://www.docstoc.com/docs/125714335/Romney-Tax-Reform-White-Paper

Selbstverständlich hat die “Gegenseite” rasch geantwortet, unter anderem in Gestalt von Paul Krugman:

http://krugman.blogs.nytimes.com/2012/08/10/culture-of-fraud/

Zudem wehren sich Ökonomen, deren Arbeiten von den Romney-Leuten in deren Sinne zitiert wurden:

http://www.washingtonpost.com/blogs/ezra-klein/wp/2012/08/08/economists-to-romney-campaign-thats-not-what-our-research-says/

Das dürfte bis zum Wahltag noch munter hin- und hergehen….

 

UPDATE: In Großbritannien hatten 2010 zwanzig Ökonomen die Austeritätspolitik der Regierung öffentlich unterstützt. Heute haben manche ihre Ansicht geändert:

http://www.newstatesman.com/blogs/politics/2012/08/exclusive-osbornes-supporters-turn-him

 

 

 

 
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Lesermeinungen zu diesem Artikel (4)
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0 FAZ-gb 17.08.2012, 22:07 Uhr

Das Manifest für Romney wurde...

Das Manifest für Romney wurde mittlerweile von rund 400 Ökonomen unterzeichnet, darunter 5 Nobelpreisträgern: http://economistsforromney.com/

0 FAZ-gb 17.08.2012, 17:27 Uhr

Danke für den Hinweis. Sie...

Danke für den Hinweis. Sie liegen völlig richtig. Ich habe den Satz korrigiert. Gruß gb.

0 AndreasRheinhardt 17.08.2012, 17:22 Uhr

"UPDATE: In Großbritannien...

"UPDATE: In Großbritannien revidieren manche Ökonomen ihre Gegnerschaft zur Austeritätspolitik.": Ist es nicht eigentlich sogar umgekehrt: In GB revidieren manche Ökonomen ihre Befürwortung der Austeritätspolitik.

0 tricky1 14.08.2012, 08:50 Uhr

Der Stimulus wird schon...

Der Stimulus wird schon irgendwo irgendwie was geholfen haben. Aber die Befürworter übertreiben es, denn wenn die übrigen Rahmenbedigungen nicht vorhanden sind hilft Geld allein da nicht weiter. . Diese Diskussion hatte man lange vor dem Schatten der Wahlen und wird sie auch in Zukunft immer wieder haben.

Jahrgang 1960, Redakteur in der Wirtschaft, verantwortlich für den Finanzmarkt in der F.A.Z.