Fazit – das Wirtschaftsblog

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Für alle, die’s genau wissen wollen: In diesem Blog blicken wir tiefer in Börsen und andere Märkte - meist mit wissenschaftlicher Hilfe

Deutsche Stars in der Makroökonomik

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Im Jahre 1999 erschien das "Handbook of Macroeconomics" , geschrieben von den internationalen Stars der Szene. Damals war kein Deutscher dabei. Jetzt befindet sich ein neues Handbuch in Vorbereitung. Die Autorenliste zeigt, dass heute viele deutsche Makroökonomen zu den Stars der internationalen Szene gehören.

John Taylor (Stanford) hat in seinem Blog das „New Handbook“ mit Themen und Autoren angekündigt. Es ist sehr interessant zu sehen, wie sich im Vergleich zum ersten Handbook, zu dessen Inhalten Taylor einen Link gesetzt hat, nicht nur die Autoren, sondern auch die Themen geändert haben. Es hat sich viel getan! Und vieles befindet sich im Werden.

Hier ist eine Liste der deutschen Autoren:

Harald Uhlig (University of Chicago): Uhlig ist nicht nur Autor, sondern auch Co-Herausgeber.
Frank Schorfheide (University of Pennsylvania)
Dirk Krueger (University of Pennsylvania)
Nicola Fuchs-Schündeln (Goethe-Universität Frankfurt)
Tarek A. Hassan (Chicago Booth School)
Markus Brunnermeier (Princeton University)
Monika Piazzesi (Stanford University)
Martin Schneider (Stanford University)
Matthias Doepke (Northwestern University)
Michele Tertilt (Universität Mannheim)
Mathias Trabandt (Federal Reserve Board Washington)

Anerkannt wird auf diese Weise in der Fachwelt angesehenes wissenschaftliches Arbeiten. Nun gibt es gerade für Ökonomen, die auf einem anderen Kontinent arbeiten, keinerlei Verpflichtung, sich öffentlich an wirtschaftspolitischen Debatten in Deutschland zu beteiligen. Wer die hiesigen Debatten ein wenig verfolgt, würde sich jedoch gerade von forschungsstarken und mit moderner Theorie und Empirie sehr gut vertrauten Ökonomen eine möglichst rege Beteiligung wünschen.


3 Lesermeinungen

  1. Ius Sanguinis?
    Deutscher ist, wer von einer deutschen Mutter geboren wurde? Was soll das bringen, Herr Braunberger, und warum reiten Sie auf diesem Punkt immer wieder herum?

    Fast alle Wissenschaftler auf ihrer Liste sind waschechte Amerikaner mit 2 SWS Lehrverpflichtung. Sie können sie nicht im Ernst mit Wissenschaftlern vergleichen, die sich hier mit inzwischen 9 SWS und total überfüllten Unis („doppelter Abiturjahrgang“, „Abschaffung der Wehrpflicht“) herumschlagen.

  2. Bedeutende deutsche Makroökonome gab es auch schon in den 80er Jahren
    Die Geschichte der Makroökonomie muss nicht umgeschrieben werden. Gerhard Illing, der mit IWF Chefökonom Olivier Blanchard das Standardwerk Makroökonomie (Pearson) verfasst hat, beschäftigt sich seit mindestens 30 Jahren mit der Thematik Bankenreguklierung und Wechselkurssysteme. Leider gehen deutsche Politiker seither ihre eigenen Wege.

  3. Wenn sie klug sind
    -und das sind sie ganz sicher-ist ihnen bewußt,daß sie vor dem Hintergrund der Alternativlosigkeit des € und seiner „Rettung“ ,nur verlieren können ,wenn sie den in D. tabuisierten breiten, ergebnisoffenenen Diskurs in dieser Causa eröffnen würden !

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