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Fazit – das Wirtschaftsblog

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Für alle, die’s genau wissen wollen: In diesem Blog blicken wir tiefer in Börsen und andere Märkte - meist mit wissenschaftlicher Hilfe

Das FAZIT-Rätsel für die Feiertage: Lebt Milton Friedman?

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Alle Ökonomen sind davon überzeugt, dass die Geldmenge als Indikator für die Geldpolitik nichts taugt. Alle Ökonomen? Nein, eine von unbeugsamen Querdenkern gepflegte Tradition leistet Widerstand gegen die Vorstellung des Mainstreams und erinnert an Weisheiten Milton Friedmans.

Milton Friedman im Jahr 1977© APMilton Friedman im Jahr 1977

Vor 52 Jahren erschien „A Monetary History of the United States“ von Milton Friedman und Anna Schwartz. Das vieldiskutierte Buch ist ein wichtiges Dokument, in dem Friedman seiner Überzeugung Ausdruck verlieh, dass die Wachstumsrate der Geldmenge eine wichtige Bestimmungsgröße der Wachstumsrate des nominalen Bruttoinlandsprodukts ist, das bekanntlich aus dem Preisniveau und dem realen Bruttoinlandsprodukt besteht. Friedman vertrat unter anderem die Ansicht, dass die schwere Krise der amerikanischen Wirtschaft in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts das Ergebnis einer nicht genügend expansiven Geldpolitik gewesen sei.

Ab den siebziger Jahren fühlten sich mehrere Zentralbanken, darunter die Deutsche Bundesbank, einer monetaristischen Geldpolitik à la Friedman verpflichtet, indem sie die Geldmenge als wichtiges Zwischenziel definierten, um die Stabilität des inländischen Preisniveaus zu sichern. Diese Geldmengenpolitik wurde in vielen Fällen nach relativ kurzer Zeit wieder aufgegeben, da sie sich nicht bewährte. Der Zusammenhang zwischen Geldmenge und Preisniveau erwies sich als weitaus weniger eng als erwartet und Friedman schadete Mitte der achtziger Jahre seinem Ruf nicht wenig, als er lauthals für die Vereinigten Staaten eine hohe Inflation ankündigte, die sich aber nicht einstellte. Viele Zentralbanken gingen von der Geldmengen- zur Zinssteuerung über. Die Bundesbank hielt an der Geldmengenpolitik fest, interpretierte das Konzept aber flexibel.

Seit etwa 25 Jahren ist die Geldmenge in der Theorie der Geldpolitik nahezu tot. Seit ein paar Jahren taucht sie als ein Frühindikator für Stress im Finanzsystem auf; wir haben in FAZIT mehrere Arbeiten (zum Beispiel hier) aus der Feder Hyun Song Shins vorgestellt. Aber für die Geldmenge als Indikator für das Preisniveau gilt, was Pedro Teles und Harald Uhlig in einem im Jahre 2013 veröffentlichten Paper demonstriert haben: Bei niedrigen Inflationsraten – also die Welt, in der wir leben – ist der Zusammenhang zwischen Geldmenge und Preisniveau „bestenfalls dünn“.

Nun unternehmen Michael Belongia und Peter Ireland einen neuen Versuch, die Geldmenge zu retten. Und wer frühere Arbeiten des Autorenduos kennt, ahnt, welches Pferd sie reiten: die Divisia-Geldmengen.

 

Divisia-Geldmengen

Um zu erklären, worum es dabei geht, schauen wir beispielhaft auf die Geldmenge M2 in der Definition der EZB: Sie beinhaltet das außerhalb des Bankensektors zirkulierende Bargeld sowie täglich fällige Einlagen (Sichteinlagen), Termineinlagen mit einer Laufzeit von bis zu zwei Jahren und Spareinlagen mit einer Kündigungsfrist von bis zu drei Monaten von Nichtbanken.

In der traditionellen Geldmengenanalyse werden die einzelnen Bestandteile der Geldmenge, das Bargeld und die einzelnen Formen von Bankeinlagen, einfach addiert. So handhabten es auch Friedman und andere Vertreter der monetaristischen Schule.

Im Divisia-Ansatz, der auf den amerikanischen Ökonomen William Barnett zurückgeht und rund 35 Jahre alt ist, werden die einzelnen Bestandteile der Geldmenge gewichtet und zwar abhängig von ihrer Verzinsung. (Für jüngere Semester: Es gab einmal eine Zeit, in der auf Termin- und Spareinlagen von Null signifikant unterschiedliche (Nominal-)Zinsen gezahlt wurden). Je höher der Zins ist, umso niedriger ist das Gewicht des jeweiligen Bestandteils für die Berechnung der Geldmenge. Dem liegt die Idee zugrunde, dass mit zunehmender Verzinsung die Bereitschaft der Geldhalter abnehmen dürfte, ihre Einlage bei der Bank für Güterkäufe zu verwenden. Diese Einlagen werden von ihren Besitzern auch als Alternative zu anderen verzinslichen Anlagen wie Anleihen betrachtet. Ideengeschichtlich wird auf diese Weise der monetaristischen Geldmengenanalyse, die Geld fast nur als Transaktionsmedium wahr nimmt, eine keynesianische Komponente hinzugefügt, die Geld auch als Vermögensgut betrachtet.1) Und wie sich zeigt, ist dies dem Anliegen eher förderlich als schädlich. 2)

Divisia-Geldmengen wurden zumindest in der Vergangenheit von Zentralbanken intern für Studienzwecke berechnet. (Hier ist ein Hinweis auf der Homepage der Bank of England.). Interessant ist allerdings, dass sich auf der Basis der von der Fed veröffentlichten Daten überhaupt keine brauchbaren Divisia-Geldmengen berechnen lassen. Belongia/Ireland greifen auf Daten des von Barnett geleiteten Center for Financial Stability in New York zurück. Dort sind sie für die Vereinigten Staaten ab dem Jahr 1967 vorhanden.

 

Was zeigt die Analyse?

Die beiden Autoren untersuchen zunächst Korrelationen zwischen Veränderungen zweier Divisia-Geldmengen (M1 und M2) einerseits und Preisniveau sowie realem BIP für die Vereinigten Staaten zwischen 1967 und 2013. Insgesamt zeigen sie, dass sich der Zusammenhang seit den Zeiten von Friedman und Schwartz gelockert hat , auch wenn er noch da ist („positive, but not overwhelmingly strong“). Und es zeigt sich auch, dass die früher schon vieldiskutierte Zeitverzögerung („time lag“) zwischen einer Geldmengenveränderung und einer Veränderung des Preisniveaus oder des realen BIP  offenbar noch größer ist als früher. Dies gilt vor allem für den Zeitraum von 1984 bis 2000, als die Inflationsraten deutlich sanken: Die stärkste Wirkung zwischen Geldmengenänderung und Preisniveauänderung stellt sich nach 13 bis 14 Quartalen, also mehr als drei Jahren ein. Die stärkste Wirkung zwischen Geldmengenänderung und BIP-Wachstum lässt sich nach 6 bis 8 Quartalen beobachten. Das ist weniger, aber auch noch sehr lang.

Nun lassen sich aus solchen Korrelationen keine ausreichenden Schlüsse ziehen; reiner Empirismus ist ungenügend. Also schicken die beiden Forscher ihre Daten durch ein theoretisches Modell. Sie finden Hinweise, dass es sinnvoll sein dürfte, die Geldmenge bei Untersuchungen zu berücksichtigen, um die volle Wirkung von Geldpolitik zu erfassen. Sie halten aber auch fest, dass es besserer Modelle bedürfe – vor allem Modelle, die neben der Rolle der Zentralbank auch die Rolle der Geschäftsbanken in der Schaffung liquider Vermögensgegenstände erfassen.

 

Wie geht es weiter?

„Man braucht weitere Forschungen“ ist ein Standardsatz von Ökonomen, wenn die eigenen Ergebnisse nicht völlig überzeugend sind. Geldpolitische Modelle, die alleine auf den Zins abzielen, werden heute oft kritischer gesehen als vor der Finanzkrise. Dass die Geldmenge eine Rolle spielen könnten, wird durchaus wieder erwogen und dafür gibt es gute Gründe. Aber schon alleine an der Frage, was denn als relevante Geldmenge zu betrachten sei, haben sich in früheren Jahrzehnten Ökonomen abgearbeitet. Von daher liegt viel Arbeit vor den Fachleuten, die sich mit diesen Fragen befassen. Wie so oft: Vor uns befindet sich eine Baustelle, auf der Ökonomen werkeln, aber (noch) kein auf festen Fundamenten ruhendes Gebäude.

 

Wie es mit dieser und mit anderen Baustellen der Ökonomen weiter geht, wird dieses Blog wieder aufnehmen, wenn die Geschenke ausgepackt sind und die Weihnachtsgans verputzt ist.

Bis dahin wünscht FAZIT

Frohe Weihnachten

 

 

 

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  1. Mehrere Ökonomen sind schon vor Jahrzehnten zu dem Schluss gelangt, dass in theoretischer Hinsicht die Neuformulierung der Quantitätstheorie durch Friedman verwandtschaftliche Beziehungen zur Liquiditätspräferenztheorie von Keynes aufweist. In den Schlachten zwischen Monetaristen und Keynesianern ging es denn auch sehr stark um die Empirie.
  2. Interessanterweise wächst auch bei Teves/Uhlig die Aussagekraft der Geldmenge, wenn man den Zins berücksichtigt – in ihrem Falle in Gestalt der Lagerhaltungsmodelle von Geld im Geiste etwa von William Baumol und James Tobin.

 

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12 Lesermeinungen

  1. Geldmengensteuerung ist ein untaugliches Instrument
    Aus meiner Sicht enthält die zitierte Studie zwei zentrale Erkenntnisse.

    1. Es gibt zwar einen Zusammenhang zwischen Geldmenge auf der einen und Wachstum und Preisniveau auf der anderen Seite. Doch dieser Konnex ist recht schwach („positive, but not overwhelmingly strong“). Mit anderen Worten: Es ist sehr unsicher, ob eine Steuerung der Geldmenge zu den erhofften makroökonomischen Effekten führt.

    2. Selbst wenn die gewünschten Wirkungen eintreten, vergeht viel Zeit. Beim Wachstum beträgt der Time Lag 1,5 bis zwei Jahre. Beim Preisniveau sind es sogar bis zu 3,5 Jahre. Das bedeutet: Die Effekte einer Geldmengen-Expansion treten womöglich genau dann ein, wenn die Wirtschaft sich ohnehin bereits erholt hat. Das Instrument wirkt also prozyklisch.

    Zugespitzt formuliert: Eine Ausweitung der Geldmenge hat entweder überhaupt keine Wirkungen oder macht alles nur noch schlimmer.

  2. Sehen Sie, Herr Braunberger
    Beispiel „Pipsologie“…ein Mensch, die gesamte Menschheit?…widmet
    ihr Leben der/den Geldtheorie/Geldtheologen und denkt ständig
    über neue Geld-Geschäftsmodelle nach…auf Basis Geldvermehrung,
    nicht auf Basis „Geld-H/humanwirkungsvermehrung“.
    Das sollte gerichtet, in humane „Denk-Handel-Wirkungsrichtung“ gerichtet, werden/sein. Unser Leben dem Seelenerleben, Schöpfung
    erleben, widmen. Erdbasisverbundenheit statt Geldbasisverbundenheit Priorität geben…sonst sind unsere (Seelen-)Leben verlorene
    Paradiesbau-Erleben-Fähigkeiten und wir erleben immer mehr
    Höllenbau…s.Weltgeschehen.
    Das humane Maß in Geldtheorie/Geldtheologie, wo ist es?
    Wenn es nicht im Menschen ist, kann es auch nicht im Geld sein.

    • Es ist der alte Tanz ums goldene Kalb
      Um Geldtheorie geht es unseren Pipsologen nicht. Es geht ausschließlich darum, wie man ohne produktive Tätigkeit aus Geld mehr Geld machen kann. Es geht also um die ‚höhere Schule‘ des CAPM.

      Die Menschheit entwickelte im Laufe der Jahre schon immer eine Leidenschaft zu toten Gegenständen. In früheren Zeiten bestand der Reichtum in der Kopfzahl (Caput) der Rinderherde. Aber aus Capitalis („den Kopf“ oder „das Leben betreffend“) wurde alsbald immer wieder die götzenhafte Anbetung toter Gegenstände. Der lebendige Capitalismus Schumpeterscher Prägung degenerierte mit Fischer Black ebenfalls zum Tanz ums goldene Kalb und pipst bei FOREX zum letzten Gefecht.

      Leider haben wir in den letzten 2000 Jahren nichts hinzugelernt.

      LG Michael Stöcker

  3. Pingback: Artikel über Wirtschaft und Devisen 27. Dez. | Pipsologie

  4. Divisia et impera
    Divisia-Geldmengen nach Barnett sind nur ein erster Schritt für ein ökonomisch relevantes Aggregat. Bedeutsamer ist vielmehr, in welchem Kontext diese Geldmengen entstanden sind. Wurden hiermit vorhandene Assets erworben (Finanzialisierungskredit) oder wurden hiermit neue Produktions- und/oder Dienstleistungsprozesse angestoßen (Produktivkredit). Erst mit dieser zusätzlichen Differenzierung können die Zentralbanken auch wieder die Hoheit über die ökonomisch relevanten Geldmengen gewinnen.

    Hier zwei weitere Autoren, die sich mit Divisia Aggregaten auseinander gesetzt haben: Lars Christensen und Zsolt Darvas: http://marketmonetarist.com/2014/11/08/the-massively-negative-euro-zone-divisia-money-gap/

    LG Michael Stöcker

  5. Die Krise hat ihren Ursprung in unseren Denkmodellen
    Perry Mehrling habe ich mir für die Zeit nach Weihnachten vorbehalten, da er doch für viele Mainstream-Ökonomen mindestens so schwer verdaulich sein dürfte wie die Weihnachtsgans. Nicht nur seine Analysen zur natürlichen Hierarchie des Geldsystems und seiner hybriden Struktur (Synthese aus dem alten Streit von Banking- und Currency-School) sondern insbesondere seine Einordnung in den historischen Kontext mit den unterschiedlichen Sichtweisen auf Ökonomie bilden den Ausgangspunkt für ein neues monetäres Paradigma: „A Money view of economic and finance“: http://www.perrymehrling.com/22-touching-the-elephant-three-views/ ist der ‚Missing Link‘ zwischen Mainstream-Ökonomie und entrückten Finanzmärkten.

    Es ist die intellektuelle Krise in unseren Köpfen, die für die reale Krise nicht nur in Euroland verantwortlich ist. Hierzu noch einmal Perry Mehrling:

    „Money is always difficult, and it is more difficult than ever today. The main difficulty however is not with the complexity of the world, but rather with ourselves, and our inherited habits of thought.” http://www.perrymehrling.com/2015/06/why-is-money-difficult/

    LG Michael Stöcker

  6. Logischer Zusammenhang
    Einsatz von Geldmitteln ist Bestandteil einer jeden wirtschaftlichen Transaktion.
    Schon allein aus diesem logisch zwingenden Grund spielt „die Geldmenge“ auch im Aggregat eine Rolle, auch wenn sie sich empirisch schwer bis gar nicht nachweisen läßt, da die (un-)erwünschten Effekte bspw. von Änderungen nicht zwingend eintreten, die Wirkungskanäle abstrahierte aber relevante Zwischenstationen enthalten, und vielen anderen Gründen.
    Im Mainstream wird allerdings lediglich theoretisch sowie empirisch verfolgt, was sich politisch instrumentalisieren läßt (so jedenfalls mein Eindruck), woraus eine gewisse Betriebsblindheit gegenüber in erster Instanz politisch irrelevanten oder schwer quantifizierbaren Zusammenhängen resultiert.
    In Bezug auf die Geldmenge ist bspw. offensichtlich, dass Zentralbanken lediglich verschiedene Anreize für Geschäftsbanken setzen können, die das Kreditangebot beeinflussen können. Ob es dadurch aber wirklich zu verstärkten Finanztransaktionen kommt, wird nicht allein vom Preis für Kreditmittel oder ähnlichen aggregierten Konzepten abhängen, sondern maßgeblich davon abhängen, inwiefern solche Transaktionen nachgefragt werden. Folgerichtig wird der normalerweise erwünschte Effekt nur eintreten, wenn Kreditnachfrager ökonomisch irrational* handeln und in einer rezessiven Phase verstärkt auf Basis von Fremdmitteln investieren.
    Weitergehend kann man sogar sagen, dass sich dieser (positive) Effekt lediglich empirisch nachweisen lassen wird, wenn mehr expandierende Unternehmen als kontrahierende Unternehmen (in Bezug auf deren individuelles Geschäft) existieren und folglich überhaupt Kreditnachfrage entwickeln konnten.
    An und für sich ist das ein simpler Zusammenhang, zumindest für mein Dafürhalten. Er widerspricht aber der Intention der zentralen Steuerbarkeit (abhängig vom individ. Geschäft) und somit der politischen Instrumentalisierbarkeit.

    Aber Fundament ist in Arbeit, glaube ich zumindest.
    In diesem Zusammenhang hätte ich noch eine Frage an Herrn Braunberger bezüglich der ersten Fußnote. Dort erwähnen Sie, dass Friedmans Theorie wesentlich auf der Neuformulierung der Quantitätstheorie basiert. Mich würde daher interessieren, wer das genau wo beschreibt und in welcher von Friedmans Publikationen man das (möglichst kompakt) nachlesen kann.
    Wie Sie sich vielleicht erinnern können, hatte ich in meiner Thesis ein Modell auf Basis von Hayeks Dreieck beschäftigt. Mir ist mittlerweile klar geworden, dass sowohl das HD als auch das Modell eine Form der Quantitätsgleichung des Geldes ist bzw. lässt sich sowohl als auch aus MV=PY herleiten und ebenfalls kann man sehr schnell eine analoge Begründung für Friedmans 0% Inflationsregel ableiten. Daher suche ich nach weiterführender Literatur zum Thema Quantitätsgleichung.
    Und weil es denke ich nicht schaden kann, setze ich nochmal einen Link zu academia.edu falls es Leser gibt, die sich dafür interessieren.

    https://hu-berlin.academia.edu/FrankSchmidt

    Dass sich dasselbe Modell, das ich meiner Thesis (HRM) entwickelt habe, aus der Quantitätsgleichung herleiten lässt, kann man am schnellsten anhand des Papiers „What drives housing booms and busts“ nachvollziehen.

    *im wortwörtlichen Sinne (unvernünftig / verstandslos), nicht im Sinne dieses eigenartigen theoretischen Konzepts der „ökonomischen Rationalität“, welches eher Optimierung beschreibt.

    • Sehr geehrter Herr Schmidt,

      Friedmans Neuformulierung der Quantitätstheorie ist im Internet hier zu finden:
      http://www.luk-korbmacher.de/Schule/VWL/milton.htm

      Mehr zur Quantitätstheorie und ihren verschiedenen Spielarten findt sich unter anderem in dem Buch von David Laidler: The Demand for Money.

      Zumindest der späte Hayek hat sich distanziert gegenüber der Quantitätstheorie geäußert. Er betrachtete sie bestenfalls als eine Annäherung an die Wirklichkeit. Sehr wichtig für die theoretische Auseinanndersetzung mit der Quantitätstheorie ist ein Aufsatz von John Hicks aus dem Jahre 1935 gewesen „A Suggestion for Simplifying the Theory of Money“, an den sich eine lange Literatur angeschlossen hat.

      Viele Grüße
      gb

  7. Manchmal helfen Gedanken eines Außenstehenden?
    Wer die Gesetze und Regeln der Elektroenergieflußtechnik,
    der E-Vernetzung und E-Grund-Netze, ab Diplom.-Ing.-wissen,
    begreift und auf humane Geldenergieflußtechnik
    umsetzen kann, dem ist der (Geld-Frieden-)Nobelpreis sicher?!
    Schade daß ich nicht ihr aller Geldtheoriewissen habe, sonst würde ich
    mir den Preis holen. Aber noch mal studieren…Rentner-Student…
    besser Jugend forscht.
    Frohe Rätsel-Festtage wünsche ich:=)

    • Nachsatz
      Parallele Analogien und analoge Parallelitäten…Transporte der
      Symboliken…
      erfordern nicht nur „Querdenken“, sondern „Runddenken“…
      (Geld-)Stromkreis rund:=)

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