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	<title>Das Fernsehblog</title>
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	<description>Von wegen sterbendes Medium: 225 Minuten sieht jeder von uns im Schnitt täglich fern. In diesem Blog stehen die Gründe dafür. Und die dagegen.</description>
	<lastBuildDate>Mon, 15 Oct 2012 06:40:00 +0000</lastBuildDate>
	<language>de-DE</language>
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		<title>Abspann</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Oct 2012 06:40:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peer Schader</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[<p>Liebe Fernsehblog-Leser, nach fast vier Jahren und über 400 Einträgen läuft im Fernsehblog der Abspann. Vielen Dank fürs Mitlesen und Kommentieren! Es hat großen Spaß gemacht. <a href="http://blogs.faz.net/fernsehblog/2012/10/15/abspann-1505/"></a></p><p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/fernsehblog/author/pschader/">Peer Schader</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/fernsehblog">Das Fernsehblog</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Fernsehblog-Leser,</p>
<p>nach fast vier Jahren und über 400 Einträgen läuft im Fernsehblog der Abspann. FAZ.NET hat sich entschlossen, das Blog nicht fortzuführen. </p>
<p>Wer nicht auf seine Portion Fernsehkritik im Netz verzichten will, dem sei zum Beispiel Michael Reufstecks <a rel="nofollow" href="http://www.fernsehlexikon.de/" target="_blank">&#8220;Fernsehlexikon&#8221;-Blog</a> empfohlen. Auf <a rel="nofollow" href="http://www.britcoms.de/" target="_blank">britcoms.de</a> schreibt Oliver Nagel viel über britisches Fernsehen, manchmal aber auch über deutsches. Außerdem nimmt Hans Hoff <a rel="nofollow" href="http://www.prisma.de/thema.alle_hoff_blogs.html" target="_blank">für prisma.de</a> zweimal wöchentlich das aktuelle Programm auseinander.</p>
<p>Alle bisherigen Fernsehblog-Beiträge werden voraussichtlich noch bis Ende Oktober abrufbar sein. </p>
<p>Vielen Dank fürs Mitlesen und Kommentieren! Es hat großen Spaß gemacht. Wenn Sie mögen, lesen wir uns an anderer Stelle wieder. (Bleiben Sie doch auf jeden Fall bei <strong><a rel="nofollow" href="http://www.facebook.com/DasFernsehblog" target="_blank">Facebook</a></strong> und <strong><a rel="nofollow" href="https://plus.google.com/101621508073896096269" target="_blank">Google+</a></strong> angefreundet.)</p>
<p>Bis dahin: Frohes Fernsehen!<br />(Und ganz viele Grüße von Stefan, soll ich sagen.)</p>
<p><strong>Nachtrag, 5.11.:</strong> FAZ.NET plant jetzt doch, die Beiträge online zu lassen. Das Fernsehblog geht im Dezember erfreulicherweise <a rel="nofollow" href="http://www.ulmen.tv/fernsehblog" target="_self">an anderer Stelle weiter</a>.</p>
<p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/fernsehblog/author/pschader/">Peer Schader</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/fernsehblog">Das Fernsehblog</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>11 Fragen, die wir nach dem neuen &quot;Wetten dass..?&quot; noch ans ZDF haben</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Oct 2012 09:34:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peer Schader</dc:creator>
				<category><![CDATA[Markus Lanz]]></category>
		<category><![CDATA[Wetten dass...?]]></category>
		<category><![CDATA[ZDF]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Am Samstag moderierte Markus Lanz zum ersten Mal &#34;Wetten dass..?&#34; Und außer ziemlich guten Quoten sind danach noch ein paar Fragen übrig geblieben, die wir unbedingt mal stellen müssen: Erzählt Lanz den Parkhauswitz jetzt jedes Mal? Wie lässt sich die krasse &#34;Lanz-Challenge&#34; noch steigern? Und gehört Herr Kuchenbecker bald zum Team? <a href="http://blogs.faz.net/fernsehblog/2012/10/07/11-fragen-die-wir-nach-dem-neuen-wetten-dass-noch-ans-zdf-haben-1503/"></a></p><p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/fernsehblog/author/pschader/">Peer Schader</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/fernsehblog">Das Fernsehblog</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>1. Drei Stunden und 14 Minuten? </p>
<p>2. Erzählt Markus Lanz den Witz mit dem Frauenparkplatz, <a target="_blank" rel="nofollow" href="http://www.zdf.de/zdfmediathek#/beitrag/video/1738946/Die-Sendung-am-24-September-2012">den er vor zwei Wochen schon bei &#8220;hallo deutschland&#8221; gerissen hat</a> (und wahrscheinlich nicht nur dort), jetzt zu Beginn jeder Sendung? </p>
<p>3. Wird die Show bald in &#8220;Wetten dass..? &#8211; Der Talk&#8221; umbenannt und können wir irgendwie helfen, die störenden Wetten zu beseitigen?</p>
<p> <img alt="Bild zu: 11 Fragen, die wir nach dem neuen &quot;Wetten dass..?&quot; noch ans ZDF haben" title="wettendassml01"  src="/fernsehblog/files/2012/10/wettendassml01.jpg" /></p>
<p>4. Bülent Ceylan auf der Couch, Sylvie van der Vaart daneben, Cindy aus Marzahn als Sidekick &#8211; hatten Inka Bause und Peter Zwegat keine Zeit? </p>
<p>5. Wenn man den ganzen Abend eine Traktorwette ankündigt, die total spektakulär werden soll, vor der Halle einen aufwändigen Parcours baut, vor der Show ewig geprobt hat, der Traktorfahrer am Ende aber nur für ein paar Sekunden auf zwei Reifen fährt <a target="_blank" rel="nofollow" href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1747258/Wette-Traktor?bc=kua884728;kua482&amp;flash=off">und seine Wette versiebt</a> &#8211; dann geht&#8217;s ja in Ordnung, wenn das als verloren gewertet wird. Aber hättet ihr uns das nicht trotzdem noch mal in voller Länge zeigen können? </p>
<p>6. Hannelore Kraft musste <a target="_blank" rel="nofollow" href="http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/liste/l/32">&#8220;Sagen Sie jetzt nichts&#8221; aus dem &#8220;SZ Magazin&#8221;</a> nachspielen. Und nächstes Mal liest Edmund Stoiber den &#8220;Hohlspiegel&#8221; vor? </p>
<p>7. Wer aus der Redaktion war der Ansicht, dass es eine gute Idee sein könnte, eine Riesenkulisse zu bauen, darin aber ausschließlich JLo auftreten zu lassen und alle spannenden Wetten nach draußen zu legen? </p>
<p>8. Sylvie und Rafael van der Vaart mussten wegen ihrer verlorenen Wette auf einem Fahrrad einen holländischen Wohnwagen <a target="_blank" rel="nofollow" href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1747028/Rafael%252C-gib-Gas%2521?bc=kua884728;kua482&amp;flash=off">durchs Studio ziehen</a>. Wäre es nicht ZDF-humoradäquat gewesen, Hannelore Kraft und Bülent Ceylan nach ihren Wetten Gewichtheben und Döner säbeln zu lassen? </p>
<p>9. Damit Markus Lanz bei der nächsten Hundehaarwette nicht mehr <a target="_blank" rel="nofollow" href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1747228/Wette-Hundehaare?bc=kua884728;kua482&amp;flash=off">stocksteif in Denkerpose dastehen und überlegen muss</a>, ob die Kandidatin alle Felle in der korrekten Reihenfolge ertastet: Meint ihr, der Flori Silbereisen würde ihm mal seinen Herrn Kuchenbecker ausleihen? </p>
<p>10. Was kann <a target="_blank" rel="nofollow" href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1747236/Die-Lanz-Challenge?bc=kua884728;kua482&amp;flash=off">diese krasse Lanz-Challenge</a> (Bierkastenliegestütze) nächstes Mal überhaupt noch toppen? Würstchenschnappen mit Zementschuhen? Topfschlagen mit Vorschlaghammer? </p>
<p>11. Und: <i>Schalten Sie nächstes Mal wieder ein? </i></p>
<p><span style="font-size: xx-small;">Screenshot: ZDF</span></p>
<p><b>Das gefällt Ihnen?&nbsp;Das Fernsehblog gibt&#8217;s auch bei <a target="_blank" rel="nofollow" href="http://www.facebook.com/DasFernsehblog">Facebook</a> und <a target="_blank" rel="nofollow" href="https://plus.google.com/101621508073896096269">Google+</a>.</b></p>
<p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/fernsehblog/author/pschader/">Peer Schader</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/fernsehblog">Das Fernsehblog</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Als Schöpfer hat man auch mal einen schlechten Tag: ZDFkultur zeigt &quot;Götter wie wir&quot;</title>
		<link>http://blogs.faz.net/fernsehblog/2012/10/05/als-schoepfer-hat-man-auch-mal-einen-schlechten-tag-zdfkultur-zeigt-goetter-wie-wir-1501/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Oct 2012 08:43:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peer Schader</dc:creator>
				<category><![CDATA[Carsten Strauch]]></category>
		<category><![CDATA[Götter wie wir]]></category>
		<category><![CDATA[Kleines Fernsehspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Quantum]]></category>
		<category><![CDATA[Rainer Ewerrien]]></category>
		<category><![CDATA[Satire]]></category>
		<category><![CDATA[ZDF]]></category>
		<category><![CDATA[ZDFkultur]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Mit soviel Liebe zum Detail hat sich das Christentum bisher noch nie verunglimpfen lassen müssen. In der ZDFkultur-Religionssatire &#34;Götter wie wir&#34; erklären zwei ältere Damen namens Renate und Inge in Hessisch und Sächsisch, wie das damals wirklich war mit der Schöpfungsgeschichte. Und warum sie tatsächlich Gott sind.  <a href="http://blogs.faz.net/fernsehblog/2012/10/05/als-schoepfer-hat-man-auch-mal-einen-schlechten-tag-zdfkultur-zeigt-goetter-wie-wir-1501/"></a></p><p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/fernsehblog/author/pschader/">Peer Schader</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/fernsehblog">Das Fernsehblog</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Vielleicht ist es momentan zugleich der günstigste und der ungünstigste Zeitpunkt, um eine Religionssatire im Fernsehen zu starten. Der günstigste, weil einem maximale Aufmerksamkeit gewiss ist. Und der ungünstigste, weil man nie sicher sein kann, ob nach der Ausstrahlung nicht ein paar sehr unvernünftige Typen den Sender abfackeln wollen. Insofern haben <a target="_blank" rel="nofollow" href="http://carsten-strauch.de/vita.html">Carsten Strauch</a> und <a target="_blank" rel="nofollow" href="http://www.ewerrien.de/Vita.html">Rainer Ewerrien</a> natürlich die richtige Entscheidung getroffen, als sie sich die &ndash; zumindest in diesen Breitengraden &ndash; protestlethargischere Religion herausgesucht haben, um deren beste Geschichten durch den Humorfilter laufen zu lassen.</p>
<p>Massendemonstrationen oder Verbrennungsaktionen von ZDF-Werbematerialien sind vermutlich keine zu erwarten. Allenfalls zuckt mal kurz der Abmahnfinger vom Papstanwalt.</p>
<p>Aber wahrscheinlich hält sich der Ärger schon deswegen in Grenzen, weil das Christentum selten mit so viel Liebe zum Detail verunglimpft wurde wie in &#8220;Götter wie wir&#8221;. In den sechs Folgen, die ZDFkultur sonntags um 23 Uhr nach &#8220;Roche &amp; Böhmermann&#8221; (<a target="_blank" href="/fernsehblog/2012/09/21/was-alles-furchtbar-nervt-an-der-hervorragenden-talkshow-roche-boehmermann">siehe Fernsehblog</a>) zeigt, erklären zwei ältere Damen <a target="_blank" rel="nofollow" href="http://www.goetterwiewir.de/figuren.html">namens Renate und Inge</a>: </p>
<p style="padding-left: 30px;">&#8220;Wir sind Gott.&#8221; &ndash; &#8220;Das klingt erstmal ein bissel komisch. Es ist aber so.&#8221;</p>
<p> <img alt="Bild zu: Als Schöpfer hat man auch mal einen schlechten Tag: ZDFkultur zeigt &quot;Götter wie wir&quot;" title="goetter01"  src="/fernsehblog/files/2012/10/goetter01.jpg" /></p>
<p>Die beiden haben sich entschlossen, ihrer Schöpfung per Fernsehsendung zu eröffnen, wie das damals wirklich war (<a target="_blank" rel="nofollow" href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1740884/Goetter-wie-wir---Trailer">Trailer ansehen</a>). Sie wissen schon: Welt erfunden, Adam und Eva, der ganze Ärger mit dem Paradies. &#8220;Brauchen wir denn überhaupt einen Homo Sapiens&#8221;, hat Inge ihre Kollegin im Knetlabor vorher noch gefragt, &#8220;man liest ja so einiges!&#8221; Und die erwiderte mit aufgerissenen Augen: &#8220;Also, ohne Homo Sapiens braucht man sich heute gar nicht mehr erst blicken lassen!&#8221; &ndash; &#8220;Aber er macht halt auch viel Dreck.&#8221;</p>
<p>Ausgedacht wurde diese in ihren Kausalzusammenhängen leicht optimierte Schöpfungsgeschichte in der <a target="_blank" rel="nofollow" href="http://daskleinefernsehspiel.zdf.de/ZDF/zdfportal/web/ZDF.de/Das-kleine-Fernsehspiel/2942306/6864822/ed7b8e/Quantum---Das-Formatlabor.html">Sonderredaktion Quantum des Kleinen Fernsehspiels</a>. Und weil die dort arbeitenden Menschen für ihre Kreativität sicher in Naturalien bezahlt werden, da das stets klamme ZDF kaum finanzielle Mittel zur Verfügung hat, spielen die Autoren Strauch und Ewerrien ihre Renate und ihre Inge einfach selbst.</p>
<p>Das war eine gute Entscheidung. Schon weil ihnen die Perücken und die Kaffeekränzchenuniformen so hervorragend stehen, dass man sich als Zuschauer nur ganz schwer umgewöhnt, wenn sie plötzlich auch noch in anderen Rollen auftauchen: als Jesus, Moses oder Judas. Es ist auch deshalb toll, weil sich Strauch als Renate, wenn die sich aufregt, fast an seinem hessischen Knatterdialekt verschluckt, Ewerrien als Inge währenddessen allerlei sächsische Floskeln in die Unterhaltung stanzt und die beiden sich immer wieder in die Haare kriegen: &#8220;Stell dir dich doch mal auf einem Kirchenfresko vor! Der Michelangelo, der wär ja direkt erblindet!&#8221; </p>
<p>Die ersten beiden 15-Minuten-Epiosden bleiben noch relativ nah am Material aus dem Grundkurs für Religionsumsteiger, ergänzt durch die Information, dass Renate und Inge eigentlich schon &#8220;völlig durchgeschöpft&#8221; waren bevor sie den Menschen erfanden. Dazu wird der Mythos aufgeklärt, warum sich viele Menschen Gott als alten Mann mit weißem Bart vorstellen: weil Renates leicht seniler Vater Günther damals eingesprungen ist, um erstmal einen seriösen Eindruck auf die neue Population zu machen. </p>
<p>Danach verliert &#8220;Götter wie wir&#8221; sich ein bisschen im Geschichtskuddelmuddel, allerdings immer mit hübschem Oberthema (Wie macht man als Gott eigentlich Marketing? Wäre das Ozonloch zu verhindern gewesen, wenn Renate weniger Drei-Götter-Taft benutzt hätte?)</p>
<p>Macht nichts. Es lohnt sich schon deshalb dranzubleiben, um sämtliche Gaststars zu entdecken (Christoph Maria Herbst, Dieter Moor, Michael Kessler, Oliver Welke) und die Digitalkulissen zu bewundern, die per Nachbearbeitung ins Bild gezaubert wurden: das Schöpfungslabor in den Wolken mit den durchsichtigen Tapeten; das wunderbar geteilte Meer; und natürlich Günthers erster weltlicher Auftritt als &ndash; Gott.</p>
<p>Auf jeden Fall gehört diese kleine Reihe zu den Fernsehhöhepunkten des Jahres. Weil sie Schöpfungsgeschichte und Bibel-Höhepunkte nicht, ähm, auf Teufel komm raus ins Lächerliche zieht, sondern sie stattdessen ganz sanft humoristisch umdeutet. Am Ende jeder Episode bleibt jedenfalls stets der sympathische Eindruck: So ein Schöpfer kann auch mal einen schlechten Tag haben. Und sich über seine Menschen ärgern. &#8220;Wir haben so lange rumgeschöpft an dieser Erde und jetzt sieht&#8217;s da schon wieder aus wie bei Hempels hinterm Sofa&#8221;, beschwert sich Inge einmal. </p>
<p>Vielleicht hilft ja die Direktkommunikation mit den Verursachern, um das abzustellen. Es müssen nur noch ein paar Leute mehr auf ihrer Fernbedienung ZDFkultur finden.</p>
<p><i>&#8220;Götter wie wir&#8221; läuft sonntags um 23 Uhr bei ZDFkultur (und natürlich in der Mediathek).</i></p>
<p><span style="font-size: x-small;">Screenshot: ZDFkultur</span></p>
<p><b>Das gefällt Ihnen? Das Fernsehblog gibt&#8217;s auch bei <a target="_blank" rel="nofollow" href="http://www.facebook.com/DasFernsehblog">Facebook</a> und <a target="_blank" rel="nofollow" href="https://plus.google.com/101621508073896096269">Google+</a>.</b></p>
<p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/fernsehblog/author/pschader/">Peer Schader</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/fernsehblog">Das Fernsehblog</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Woche im Fernsehen: Eine F.A.Z.? Wüsste ich jetzt nicht, was das ist</title>
		<link>http://blogs.faz.net/fernsehblog/2012/10/02/die-woche-im-fernsehen-eine-f-a-z-wuesste-ich-jetzt-nicht-was-das-ist-1499/</link>
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		<pubDate>Tue, 02 Oct 2012 09:07:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peer Schader</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufschwung Ost – Abstieg West?]]></category>
		<category><![CDATA[Der Marker]]></category>
		<category><![CDATA[Die Woche im Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Kika]]></category>
		<category><![CDATA[MDR]]></category>
		<category><![CDATA[Sesamstraße]]></category>
		<category><![CDATA[Viva]]></category>
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		<category><![CDATA[ZDFkultur]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Viva macht überraschend eine knappe Dreiviertelstunde eigenes Programm; die Redaktion des ZDFkultur-Aushängeschilds &#34;Der Marker&#34; verabschiedet sich von der eigenen Sendung; die &#34;Sesamstraße&#34; hat einen neuen Vorspann; und WDR und MDR ergründen ihre gemeinsame Bedarfslage. Was diese Woche im Fernsehen los war. <a href="http://blogs.faz.net/fernsehblog/2012/10/02/die-woche-im-fernsehen-eine-f-a-z-wuesste-ich-jetzt-nicht-was-das-ist-1499/"></a></p><p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/fernsehblog/author/pschader/">Peer Schader</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/fernsehblog">Das Fernsehblog</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><b>Vivapedia </b>| Viva<br /><b>Der Marker</b> | ZDFkultur<br /><b>Sesamstraße</b> | Kika<br /><b>Aufschwung Ost &#8211; Abstieg West?</b> | MDR/WDR</p>
<p>Es gehört zu den Mysterien unserer Zeit. Niemand kann es sich erklären. Aber Sie können Ihren Kindern später einmal erzählen, dass Sie dabei gewesen sind: In der vergangenen Woche hat der frühere Musiksender Viva überraschend eine knappe Dreiviertelstunde eigenes Programm gemacht! Bisschen lustig, bisschen lehrreich. Und mit Palina Rojinski im Strickkleid, die außer Beiträgeansagen und Ironischsein wieder nicht so viel machen durfte, aber zum Schluss glaubhaft versicherte: &#8220;Übrigens, ich find meinen Job ganz cool.&#8221; Dass es gar nicht so einfach ist, sich eine Arbeit rauszusuchen, von der sich das behaupten lässt, war das Thema der ersten Ausgabe von  <b>&#8220;Vivapedia&#8221;</b>, einem monothematischen Magazin-Sonderfall inmitten der Entertainment- und Dokusoap-Scherben, die sich der Sender aus dem Viacom-Archiv zu einem 24-Stunden-Programm zusammenkehrt.</p>
<p>Gleich zu Beginn linste die Kamera in die Bewerbungsgespräche des Bremerhavener &#8220;Atlantic Hotel&#8221; rein, wo die Chefin von den Kandidaten wissen wollte, ob sie sich für eine Ausbildung zur Hotelfachfrau (bzw. zum Hotelfachmann) eignen.</p>
<p>Am Ende sah sie einigermaßen verzweifelt in die Kamera und erklärte den Tag zum Komplettreinfall: &#8220;Das ist frustrierend.&#8221; Die meisten Bewerber hatten kaum Allgemeinbildung und scheiterten schon an der Frage nach dem aktuellen Bundespräsidenten. (Wobei das zugegebenermaßen auch öfter wechselt.) Viele hatten sich das Hotel vorher nicht einmal im Internet angeschaut. Auf die Frage, an welchem Meer es liegt, sagte eine Bewerberin: &#8220;Atlantik?&#8221; Und als die Chefin von einer anderen wissen wollte, was sie täte, wenn ein Gast an der Rezeption eine F.A.Z. verlangen würde, gestand die: &#8220;Eine F.A.Z.? Wüsste ich jetzt nicht, was das ist.&#8221;</p>
<p>Ts, das kommt doch bestimmt von diesem, diesem &#8211; Internet!</p>
<p> <img alt="Bild zu: Die Woche im Fernsehen: Eine F.A.Z.? Wüsste ich jetzt nicht, was das ist" title="dwif42"  src="/fernsehblog/files/2012/10/dwif42.jpg" /></p>
<p>Keine Ahnung, ob der Beitrag als versteckte Aufforderung ans jugendliche Publikum gemeint war, sich doch ein klitzekleines bisschen mehr anzustrengen, wenn es die eigene Zukunft plant &#8211; oder ob er wegen der schönen Blamage-Antworten bloß gut an den Anfang gepasst hat (<a target="_blank" rel="nofollow" href="http://www.viva.tv/shows/1452-vivapedia">Sendung bei viva.tv ansehen</a>). Aber die Idee ist schon mal keine dumme: den Viva-Jugendlichen kurz in Erinnerung zu rufen, dass sie sich echt gut überlegen sollten, wie sie im echten Leben mal verdienen wollen.Oder wie&#8217;s Rojinski formulierte: &#8220;DSDS-Star ist ja sowieso schon jeder.&#8221;&nbsp;</p>
<p>Shkrodran zum Beispiel hat sich einen Traum erfüllt, ist mit 17 Jahren Fußballprofi geworden, und zwar in der englischen Premier League. Jetzt verdient er zwar einen Haufen Kohle und düst im weißen Audi durch die Stadt, hat aber Jahre lang im Fußballinternat geackert und wohnt weit weg von Eltern und Freunden. Gar nicht so einfach in dem Alter.</p>
<p>Eine 22-jährige Berlinerin will derweil von der Näherin zur Türsteherin umschulen, denn: &#8220;Die stehen rum und kriegen Geld.&#8221; Nach einem Abend Praktikum vor einem Club hat sie ihre Meinung geändert &#8211; und gehörigen Respekt vor den Kollegen.</p>
<p>Leider sieht man auch &#8220;Vivapedia&#8221; an, dass vieles aus schon vorhandenem Material zusammengebastelt wurde, um überhaupt ein komplettes Magazin rauszukriegen. Aber wahrscheinlich ließe sich schon mit einem minimal höheren Budget eine ziemlich gute Jugendsendung draus machen. Nur halt nicht bei Viva.</p>
<p>Eine andere ziemlich gute Jugendsendung, wenn auch für die deutlich ältere Jugend, hat Ende der vergangenen Woche ihr Studiolicht ausgeknipst:<b> &#8220;Der Marker&#8221;</b>. Anderthalb Jahre nach dem Start lief das tägliche Popkultur-Aushängeschild von ZDFkultur zum letzten Mal. Schuld ist der neue ZDF-Intendant, der sich als Sparkönig profilieren will, dabei aber am falschen Ende kürzt. Die tägliche &#8220;Tageschau&#8221;-Konkurrenz kann jedenfalls keine besonders teure Sendung gewesen sein. Weil sie sonst sicher nicht so kreativ gewesen wäre. Aber sie hat dem Digitalsender ein Gesicht gegeben und war eine Plattform für junge Moderatoren. Welche Taktik dahinter steckt, ausgerechnet sowas abzuschaffen, wenn man einen Sender führt, der an drastischer Überalterung leidet und dringend Plattformen für junge Moderatoren braucht? Herr Bellut, spannen Sie uns nicht länger auf die Folter! Raus mit der Sprache!</p>
<p>Vertreten von Moderator Jo Schück nutzte die Redaktion die Gelegenheit, sich gebührend zu verabschieden, bevor in den verbleibenden zwei Minuten die Dekoration weggeräumt wurde und im Abspann der &#8220;Besondere Dank&#8221; an den ehemaligen Intendanten Markus Schächter lief (<a target="_blank" rel="nofollow" href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanaluebersicht/aktuellste/1320838#/beitrag/video/1742058/DER-letzte-MARKER">ganze Sendung in der ZDF-Mediathek ansehen</a>).</p>
<p>&#8220;Das Krawattenfernsehn hat gewonnen&#8221;, lautete das Fazit. Und, im Abschluss-Song zurechtgerappt: &#8220;Der Lerchenberg bleibt &#8216;ne Anstalt. Hier herrscht &#8216;survival of the fittest&#8217;.&#8221; Naja, irgendwo muss das Geld für so einen Fußballstrand ja herkommen.</p>
<p>Mit dem Überleben hat die <b>&#8220;Sesamstraße&#8221; </b>natürlich kein Problem. Im Gegenteil, die Kindersendung verpasste sich gerade erst einen neuen, von Lena Meyer-Landrut gesungenen Vorspann, indem sämtlich Stars durch eine Trickfilmstraße toben, und scheint bei Frontpuppe Elmo in guten Händen zu sein. &#8220;Womit fangen wir denn am besten mal an? Mit dem Ende! Nee, das ist ja viel zu weit weg&#8221;, begrüßte er die Zuschauer der ersten neuen Ausgabe am Montagfrüh, bevor Graf Zahl mit Hupmonstern zählen übte, Ernie und Bert dem Quietscheentchen seinen Schluckauf abgewöhnten und sich Kindergartenpuppen singend selbst substrahierten (<a target="_blank" rel="nofollow" href="http://www.kikaninchen.de/kikaninchen/filme/sesamstrasse/index.html">Folge bei kikaninchen.de ansehen</a>).</p>
<p>Die &#8220;Sesamstraße&#8221; gehört zu den wenigen Sendungen, denen man gerne verzeiht, dass sie zu einem großen Teil aus Wiederholungen bestehen. Weil die meisten Puppen, als sie damals im 4:3-Bildformat im Erlernen von Grundrechenarten oder Redewendungen gefilmt wurden, schon lustiger waren als so manche Fernsehmarionette, die sich heute auf dem Bildschirm rumtreibt. Nicht nur im Kinderfernsehen.</p>
<p>Was denn nun? &#8220;Hart aber fair&#8221; oder &#8220;Wetten dass&#8230;?&#8221;? WDR und MDR wollten unbedingt beides haben, und das hat leider dazu geführt, dass <b>&#8220;Aufschwung Ost &#8211; Abstieg West?&#8221;</b> nicht so richtig funktionieren konnte, weil die Sendung mit dem ständigen Wechsel zwischen Polittalk und Unterhaltung ziemlich überfordert war (<a target="_blank" rel="nofollow" href="http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2012/09/26/mittwochs-live.xml">ganze Sendung bei wdr.de ansehen</a>).</p>
<p>Ob wir den Solidarpakt noch brauchen, wollten die Moderatorinnen Ellen Ehni (WDR) und Angela Elis (MDR) in der live in beiden Dritten Programmen ausgestrahlten Show herausfinden, und ob inzwischen nicht die maroden Städte im Westen die größere finanzielle Unterstützung benötigten. Guter Ansatz. Es hätten bloß die Landespolitiker zuhause bleiben müssen, die sich ihrem üblichen Politsprech doch nur wieder über &#8220;Bedarfslagen&#8221; unterhalten wollten. Und die Ost-West-Liebespaare, die in Bochum und im thüringischen Nordhausen zu einer Art Stadtwette vor die Kamera gerufen wurden.</p>
<p>Der Direktvergleich, bei dem jeder Landessender seinen Reporter ins Sendegebiet des anderen schickte, war nämlich durchaus interessant: Wie läuft&#8217;s mit der Kinderbetreuung in Ost und West? Was passiert, wenn wie im nordrhein-westfälischen Bad Sassendorf fast nur noch Senioren leben, oder, wie im thüringischen Oberwiera, akuter Frauenmangel herrscht? Und wie wird eigentlich das Geld aus dem Solidarpakt verteilt? Am Ende hätte womöglich sogar die Zeit dafür gereicht, die zu Beginn des Abend eingeforderte Zuschauerbeteiligung nicht damit abzuhaken, zwischendurch ein paar reingemailte Meinungsbröckchen vorzulesen. Vielleicht ja beim nächsten Mal.</p>
<p>Jedenfalls wenn die Bedarfslage bei WDR und MDR mehr als einen guten Einfall pro Jahr erlaubt.</p>
<p>Soviel für diese Woche.</p>
<p><span style="font-size: x-small;">Screenshots: Viva, ZDFkultur, Kika, MDR</span></p>
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<p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/fernsehblog/author/pschader/">Peer Schader</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/fernsehblog">Das Fernsehblog</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>50. Folge &quot;Pastewka&quot; bei Sat.1: Ein Toast, ein Toast!</title>
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		<pubDate>Thu, 27 Sep 2012 11:06:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peer Schader</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bastian Pastewka]]></category>
		<category><![CDATA[Comedy]]></category>
		<category><![CDATA[Pastewka]]></category>
		<category><![CDATA[Sat.1]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Am 9. September 2005 strahlte Sat.1 die erste Staffel der Comedy-Reihe &#34;Pastewka&#34; aus. Dass wir sieben Jahre später die 50. Folge feiern können, war damals nicht abzusehen. Das Fernsehblog gratuliert Sender und Hauptdarsteller zu ihrer langjährigen Partnerschaft – und macht sich ein bisschen Sorgen um die Zukunft. <a href="http://blogs.faz.net/fernsehblog/2012/09/27/50-folge-pastewka-bei-sat-1-ein-toast-ein-toast-1497/"></a></p><p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/fernsehblog/author/pschader/">Peer Schader</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/fernsehblog">Das Fernsehblog</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Irgendwo gibt es für jeden Komiker einen Sender, dem zu begegnen Verstehen und Verstanden werden bedeutet&#8221;, hat der britische Romancier Edgar Wallace einmal gesagt (<a target="_blank" rel="nofollow" href="http://www.nur-zitate.com/autor/Edgar_Wallace">oder so ähnlich</a>), und wenn wir uns ansehen, wie es euch, lieber Bastian Pastewka und liebes Sat.1, gegangen ist, dann scheint da wirklich etwas dran zu sein.</p>
<p>50 lange Folgen haltet ihr einander nun schon die Treue. Und das, obwohl Fernsehserien, zumal solche mit komödiantischem Einschlag, heutzutage eine immer kürzere Haltbarkeitsdauer haben. Umso anerkennenswerter ist, was zwei so unterschiedliche Fernseher wie euch verbindet: eine liebenswerte Alternativlosigkeit.</p>
<p>Sicher, das Leben und die Fernsehkritik gingen nicht immer sanft mit euch um. (Naja, mit Bastian schon.) Bis zum heutigen Jubeltag war es in jedem Fall ein steiniger Weg, der <a rel="nofollow" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Pastewka-Episoden#Staffel_1" target="_blank">damals am 9. September 2005</a> begann. Ich erinnere mich noch genau: Es war ein Freitag. Du, Sat.1, <a target="_blank" rel="nofollow" href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/netzwirtschaft/faz-net-spezial-springer-plant-fusion-mit-pro-sieben-sat-1-1260383.html">solltest gerade an einen großen deutschen Verlag verkauft werden</a> &ndash; und du, Bastian Pastewka, nicht. Allen Widrigkeiten zum Trotz habt ihr euch miteinander verschworen, um in Gestalt eines fiktiven Comedians namens &#8220;Bastian Pastekwa&#8221; Späße über das deutsche Fernsehen zu machen.</p>
<p> <img alt="Bild zu: 50. Folge &quot;Pastewka&quot; bei Sat.1: Ein Toast, ein Toast!" title="pastewka01"  src="/fernsehblog/files/2012/09/pastewka01.jpg" /></p>
<p>Dass es so kommen sollte, war nicht immer klar. Im Gegenteil. Es gab auch stürmische Tage. Gleich nach der ersten Folge <a target="_blank" rel="nofollow" href="http://www.satundkabel.de/index.php/impressum/4003-Verdacht-auf-Schleichwerbung-bei-Sat1-Show-Pastewka.html">bezichtigte euch</a> eine dahergelaufene Landesmedienanstalt der Schleichwerbung, weil Bastian am Drive-in-Automaten einer Burger-Kette <a target="_blank" rel="nofollow" href="http://www.myspass.de/myspass/shows/tvshows/pastewka/Highlight-2-aus-Der-Unfall--/991/">den historischen Postleitzahlensketch</a> gebar. Das Ärgernis ist lange aus der Welt, aber es hat eure Verbindung gleich auf eine harte Probe gestellt.</p>
<p>Kennengelernt habt ihr euch ja schon viel früher, vor nunmehr 12 Jahren. Du, Sat.1, warst ein aufstrebender Privatsender, der dem Traum nachhing, es mit dem attraktiven RTL aufnehmen zu können. Und du, Bastian, warst ein junger Bühnenkomiker, der mit dem neuen Medium noch gar nichts anzufangen wusste. Aus einer rein beruflichen Beziehung entwickelte sich im Laufe der vielen &#8220;Wochenshow&#8221;-Jahre mehr &ndash; bis eure Zuneigung, wie es so oft im Leben passiert, eine unerwartete Abzweigung nahm.</p>
<p>Bastian ließ sich mit dem Erzrivalen RTL ein! Es war eine Zeit &ndash; <a target="_blank" rel="nofollow" href="http://bastianpastewka.de/portfolio/fernsehen/ohne-worte.html">Ohne Worte</a>. Eine Zeitlang spracht ihr kein Wort miteinander. In der Branche war gar von ausschweifenden Auslandsaufenthalten die Rede: <a target="_blank" rel="nofollow" href="http://bastianpastewka.de/portfolio/fernsehen/pastewka-in.html">Pastewka in Indien. Pastewka in Russland. Pastewka in Japan.</a> Vielleicht, liebes Sat.1, dachtest du sogar: <a target="_blank" rel="nofollow" href="http://bastianpastewka.de/portfolio/film/die-wixxer-trilogie/der-wixxer.html">Der Wixxer!</a></p>
<p>Und trotzdem habt ihr zueinander zurück gefunden, einander lieben und schätzen gelernt. Aus dieser Verbindung entstammt eure gemeinsame Serie &#8220;Pastewka&#8221;, von der man kaum glauben kann, wie groß sie schon geworden ist. 50 Folgen mit jeweils 25 Minuten, das macht zusammen 1250 Minuten Glück! Ganz sicher ist das eine Feier wert! Ihr passt einfach zusammen, ihr gehört zueinander, auch weil euer Verhältnis stets von gegenseitiger Toleranz geprägt gewesen ist. Du, Sat.1, hast es ertragen, wenn Bastian als &#8220;Bastian&#8221; über dich spottete: &#8220;Sat.1? Da klingelt gar nichts bei mir.&#8221; Und du, Bastian, hast dich nie beschwert, als deine neue Folgen <span style="text-decoration: line-through;">nach Westernshows mit Hugo Egon Balder</span> mit schwierigem Vorprogramm liefen.</p>
<p>Gerade deshalb lautet mein Ratschlag aber auch: Ruht euch nicht auf dem Erreichten aus! Selbst eine Beziehung wie die eure wird immer wieder auf die Probe gestellt und muss immer wieder mit neuen Herausforderungen umgehen können. </p>
<p>Ich kann nur sagen: 22.45 Uhr, 22.20 Uhr, 23.35 Uhr, 23.00 Uhr &ndash; so lauten <a target="_blank" rel="nofollow" href="http://www.sat1.de/tv/pastewka/episoden">die unterschiedlichen Anfangszeiten</a>, zu denen <a target="_blank" rel="nofollow" href="http://www.myspass.de/myspass/shows/tvshows/pastewka/#seasonlist_full_episode_6">die neuen &#8220;Pastewka&#8221;-Folgen</a>&nbsp;derzeit im Programm laufen. Einmal, liebes Sat.1, gibst du Brad Pitt den Vorzug, viele andere Male deinem neuen Schwarm, dieser &ndash; <a target="_blank" rel="nofollow" href="http://www.sat1.de/tv/knallerfrauen">Martina Hill</a>. Hat Bastian es wirklich verdient, so behandelt zu werden? Oder ist es eine Unachtsamkeit, über die du dir gar keine Gedanken gemacht hast?</p>
<p>Wir alle, das ganze Fernsehblog und seine Leser, hoffen, dass in dieser Unachtsamkeit nicht der Anfang vom Ende begründet sein wird, dass ihr noch viele weitere Staffeln zusammenbleibt und wieder stärker auf einander zugehen könnt. Damit wir in einigen Jahren gemeinsam die 75. Folge feiern und es nie wieder heißen muss: </p>
<p style="padding-left: 30px;">&#8220;Sat.1? Da klingelt gar nichts bei mir.&#8221;</p>
<p><i><a target="_blank" rel="nofollow" href="http://www.sat1.de/tv/pastewka/episoden/der-magnet">Die 50. &#8220;Pastewka&#8221;-Folge</a> läuft am Freitag um, äh, Moment mal: 22.45 Uhr  in Sat.1. Ab 5. Oktober gibt es die komplette neue Staffel <a rel="nofollow" href="http://www.amazon.de/gp/product/B008UMDU7K/" target="_blank">auf DVD</a> und Blu-Ray zu kaufen.</i></p>
<p><span style="font-size: x-small;">Foto/Logos [M]: Sat.1/Das Fernsehblog</span></p>
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<p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/fernsehblog/author/pschader/">Peer Schader</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/fernsehblog">Das Fernsehblog</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Alltagsdokus bei ZDFneo und Einsplus: Geht &quot;Mitten im Leben&quot; auch seriös?</title>
		<link>http://blogs.faz.net/fernsehblog/2012/09/25/alltagsdokus-bei-zdfneo-und-einsplus-geht-mitten-im-leben-auch-serioes-1494/</link>
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		<pubDate>Tue, 25 Sep 2012 06:56:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peer Schader</dc:creator>
				<category><![CDATA[Alltagsreportagen]]></category>
		<category><![CDATA[Auf 3 Sofas durch...]]></category>
		<category><![CDATA[BBC]]></category>
		<category><![CDATA[Einsplus]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehrealität]]></category>
		<category><![CDATA[Junior Docs]]></category>
		<category><![CDATA[Mitten im Leben]]></category>
		<category><![CDATA[RTL]]></category>
		<category><![CDATA[SWR]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Niemietz]]></category>
		<category><![CDATA[Wir sind Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[ZDF]]></category>
		<category><![CDATA[ZDFneo]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Bei &#34;Mitten im Leben&#34; dokumentiert RTL seit fünf Jahren den Alltag von Menschen, die ihre Fähigkeit, Konflikte zu lösen, in Dezibel messen. Auf ihren Digitalkanälen halten ARD und ZDF mit eigenen Alltagsreportagen dagegen, die seriös mit ihren Protagonisten umgehen und keine Geschichten erfinden, aber auch komplett austauschbar sind. <a href="http://blogs.faz.net/fernsehblog/2012/09/25/alltagsdokus-bei-zdfneo-und-einsplus-geht-mitten-im-leben-auch-serioes-1494/"></a></p><p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/fernsehblog/author/pschader/">Peer Schader</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/fernsehblog">Das Fernsehblog</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Martina aus Nordhorn ist pfandflaschensammelsüchtig, hat ihre ganze Wohnung mit Leergut vollgestellt und riskiert deswegen ihre Beziehung. Die 45-jährige Hundezüchterin Diana aus Reuth interessiert sich nur wenig für ihren Sohn, weil sie sich ständig um die Tiere kümmern muss. Heinz aus Wuppertal kann sich nicht entscheiden, mit wem er mehr Zeit verbringen will: seiner Mama oder seiner Freundin &ndash; deshalb kommt es zum Schrei-Showdown. Und die 53-jährige Hausfrau Gabi fühlt sich alleine, spricht deshalb mit Puppen und macht sich an den Lebensgefährten ihrer Tochter ran.</p>
<p>Wenn Ihnen diese Situationen bekannt vorkommen, haben sie entweder ein Problem. Oder mittags zuviel Zeit zum Fernsehen.</p>
<p>In seiner <a target="_blank" rel="nofollow" href="http://rtl-now.rtl.de/mitten-im-leben.php">täglichen Reihe &#8220;Mitten im Leben&#8221;</a> dokumentiert RTL seit fünf Jahren den Alltag von Menschen, die ihre Fähigkeit, Konflikte zu lösen, in Dezibel messen. Was davon noch echt ist und was bloß nachgestellt, vermag vermutlich nicht mal der Redakteur vom Sender zu sagen.</p>
<p>Für ARD und ZDF sind die Prolldokus eine hervorragender Anlass, sich vom Programm der Privaten zu distanzieren und als schreifreie Alternative anzubieten. Scripted Reality kommt uns nicht auf den Sender,  beteuern die Verantwortlichen. Ist ja auch gar nicht nötig. Längst haben die öffentlich-rechtlichen Sender ihre eigene Art der Alltagsaufarbeitung gefunden. Die wird sogar noch günstiger sein als bei RTL, weil dafür weder Prolls gebändigt noch Geschichten für Laientrupps erfunden werden müssen. Im besten Fall braucht&#8217;s statt eines ganzen Kamerateams auch nur einen engagierten Jungredakteur, der alle Jobs auf einmal erledigt.</p>
<p> <img alt="Bild zu: Alltagsdokus bei ZDFneo und Einsplus: Geht &quot;Mitten im Leben&quot; auch seriös?" title="alltagsdok01"  src="/fernsehblog/files/2012/09/alltagsdok01.jpg" /></p>
<p>Am Donnerstagabend startet ZDFneo seine Dokureihe <strong>&#8220;Junior Docs&#8221;</strong>, die (wie im Abspann steht) <a target="_blank" rel="nofollow" href="http://www.bbc.co.uk/programmes/b00yb30f">auf dem BBC-Format &#8220;Junior Doctors&#8221; basiert</a>, was schon die komplette Traurigkeit des Mainzer Fernsehschaffens auf den Punkt bringt. In der Reihe geht es schlicht und ergreifend darum, jungen Ärzten bei ihrer Arbeit über die Schulter zu sehen und sie kurz in den Feierabend zu begleiten. Selbst für diese simple Idee musste sich ZDFneo im Ausland inspirieren lassen &ndash; und hat dann auch noch die wesentlichen Merkmale des Originals weggelassen. Die BBC-Version bemüht sich schon durch ihre schnellen Schnitte und die laute Clubmusik, den Alltagsstress aus dem Krankenhaus ins Wohnzimmer der Zuschauer zu transportieren. Bei ZDFneo geht es deutlich gemächlicher zu.</p>
<p>In der Londoner Klinik jagt ein Krisenfall  den nächsten, gleich am ersten Tag stirbt dem Ärzteteam ein Mann, der nicht mehr wiederbeatmet werden kann, unter den Fingern weg; im Hamburger Stadtteil St. Pauli müssen derweil Betrunkene nach einer Schlägerei wieder zugenäht werden und der für die Nachtschicht eingeteilte Jungarzt beschwert sich, dass keine Milch für den Kaffee da ist. Tja.</p>
<p>Viele Szenen der <a target="_blank" rel="nofollow" href="http://neo.zdf.de/ZDF/zdfportal/web/ZDF.de/Junior-Docs/24270294/24270292/83414a/Junior-Docs.html">deutschen &#8220;Junior Docs&#8221;</a> sind so einfallslos betextet als sei die Reihe nicht für den hippen Jugendableger ZDFneo, sondern den schnarchigen Hauptkanal entstanden. Da geht&#8217;s &#8220;mit Volldampf Richtung Dokortitel&#8221;, die &#8220;Helfer in weiß&#8221; versuchen &#8220;an ihren Aufgaben zu wachsen&#8221; und jeder &#8220;hat sein Ziel klar vor Augen&#8221;. Der versprochene Jobeinblick ist &#8220;realistisch, respektvoll, rezeptfrei&#8221;, die junge Medizinerin &#8220;eine Frau zwischen Krankenhaus, Karriere und Kindererziehung&#8221; &ndash; und der Texter offensichtlich gerade bei &#8220;Bauer sucht Frau&#8221; rausgeflogen.</p>
<p>Dabei ist das, was die &#8220;Junior Docs&#8221; zu erzählen haben, genauso interessant wie bei ihren britischen Kollegen, weil es um große Verantwortung geht und den wichtigen Schritt vom Hörsaal in die Krankenhausrealität, der vielen gar nicht so einfach fällt. Im Gegensatz zu den englischen Jungärzten sind die deutschen allesamt deutlich älter, erwachsener und weniger nervositätsanfällig. Ihnen bei der Arbeit zuzusehen, ist für 45 Minuten ganz nett. Aber warum&#8217;s dafür gleich eine ganze Reihe braucht, weiß wohl nur der ZDF-Redakteur, der&#8217;s durchgewunken hat.</p>
<p>Einsplus braucht keine Akademiker für seine neue Doku <strong>&#8220;Wir sind Deutschland&#8221;</strong>, die unter diesem Namen natürlich auch problemlos im Nachmittagsprogramm von Pro Sieben laufen könnte. Die SWR-Variante porträtiert Menschen, die ihre Träume verwirklichen wollen. Der 19-jährige Lennart zum Beispiel will erfolgreicher Modedesigner werden, zieht aus der Provinz nach Berlin und muss dort ein Fotoshooting organisieren. Nadja ist arbeitslos und vorübergehend alleinerziehende Mutter, weil ihr Freund wegen Einbruchs in der JVA sitzt. Der 27-jährige Leon streitet sich mit seiner Mutter, die es nicht gut findet, dass er den ganzen Tag nur trainiert, um als Naturalbodybuilder Deutscher Meister zu werden.</p>
<p>Das hört sich schon fast an wie bei RTL, ist aber respektvoll umgesetzt, weitgehend eskalationsfrei &ndash; und furchtbar egal. (<a target="_blank" rel="nofollow" href="http://www.einsplus.de/einsplus/wir-sind-deutschland/lennart-plant-seinen-durchbruch--bodybuilder-leon-muss-9000-kcal-in-sich-reinstopfen--nadja-besucht-ihren-freund">Erste Folge bei einsplus.de ansehen.</a>)</p>
<p> <img alt="Bild zu: Alltagsdokus bei ZDFneo und Einsplus: Geht &quot;Mitten im Leben&quot; auch seriös?" title="alltagsdok02"  src="/fernsehblog/files/2012/09/alltagsdok02.jpg" /></p>
<p>Auch wenn die Kulissen andere sind: Im Grund genommen funktioniert <strong>&#8220;Auf 3 Sofas durch&#8230;&#8221;</strong>, das ebenfalls bei Einsplus läuft, ähnlich: Thomas Niemietz besucht im Ausland junge Leute, mit denen er sich unterhält, essen und feiern geht, bis er am nächsten Tag zur nächsten Schlafcouch weiterzieht. Sabine Heinrich ist vor einiger Zeit für den WDR schon mal so ähnlich couchgesurft, um junge Europäer ihrer Generation zu fragen, wie sie unter der Eurokrise leiden. So weit reicht das Interesse des Unterwegsreporters Niemietz leider nicht. In Tel Aviv lernt er in der WG seines ersten Gastgebers, dass jede Wohnung in der Stadt einen bombensicheren Raum haben muss und sich im Bus immer alle nach dem sichersten Platz umsehen; auf dem Weg zum Strand kriegt er die Stelle gezeigt, an der es den letzten großen Selbstmordanschlag mit 30 Toten gab und erklärt dann munter: &#8220;Kein Grund, nicht weiter zum Strand zu fahren.&#8221; (<a target="_blank" rel="nofollow" href="http://www.einsplus.de/einsplus/auf-3-sofas-durch/tel-aviv">Komplette Sendung bei einsplus.de ansehen.</a>)</p>
<p>Es erwartet ja niemand eine sofortige Investigativrecherche zum Nahostkonflikt &ndash; aber wer so wenig Lust hat, Fragen zu stellen, die etwas über die (traurigen) Besonderheiten des Lebens in der besuchten Stadt verraten, der kann sich seine Kamerabilder eigentlich auch für den privaten Homevideo-Abend sparen.</p>
<p>Natürlich lässt sich den Alltagsreportagen der Privaten vorwerfen, dass sie stets auf Konflikte und Krawall setzen, immerhin ist das aber ein klares Ziel. Ihre öffentlich-rechtlichen Pendants mögen seriöser, echter und näher dran sein am Alltag der Porträtierten. Ohne einen eigenen, originellen Ansatz sind sie leider aber auch komplett austauschbar.</p>
<p><i>ZDFneo zeigt &#8220;Junior Docs&#8221; donnerstags um 20.15 Uhr in Doppelfolgen; &#8220;Wir sind Deutschland&#8221; läuft sonntags um 20.15 Uhr bei Einsplus, &#8220;Auf 3 Sofas durch&#8230;&#8221; donnerstags zur selben Zeit.</i></p>
<p><span style="font-size: x-small;">Screenshots: ZDFneo, Einsplus</span></p>
<p><strong>Das gefällt Ihnen? Das Fernsehblog gibt&#8217;s auch bei <a target="_blank" rel="nofollow" href="http://www.facebook.com/DasFernsehblog">Facebook</a> und <a target="_blank" rel="nofollow" href="https://plus.google.com/101621508073896096269">Google+</a>.</strong></p>
<p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/fernsehblog/author/pschader/">Peer Schader</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/fernsehblog">Das Fernsehblog</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Was alles furchtbar nervt an der hervorragenden Talkshow &quot;Roche &amp; Böhmermann&quot;</title>
		<link>http://blogs.faz.net/fernsehblog/2012/09/20/was-alles-furchtbar-nervt-an-der-hervorragenden-talkshow-roche-boehmermann-1492/</link>
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		<pubDate>Thu, 20 Sep 2012 20:29:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peer Schader</dc:creator>
				<category><![CDATA[Britt Hagedorn]]></category>
		<category><![CDATA[Charlotte Roche]]></category>
		<category><![CDATA[Jan Böhmermann]]></category>
		<category><![CDATA[Roche & Böhmermann]]></category>
		<category><![CDATA[Talkshow]]></category>
		<category><![CDATA[ZDFkultur]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blogs.faz.net/fernsehblog/2012/09/20/was-alles-furchtbar-nervt-an-der-hervorragenden-talkshow-roche-boehmermann-1492/</guid>
		<description><![CDATA[<p>&#34;Roche &#38; Böhmermann&#34; bei ZDF.kultur ist unbestreitbar die beste Talkshow, die es derzeit im deutschen Fernsehen gibt. Man muss schon sehr in den Krümeln suchen, um da überhaupt was Negatives zu finden. Das Fernsehblog bröselt&#39;s gerne auseinander: von der Lanz-Anhimmelung bis zum Brit-Mythos &#8211; sofort damit aufhören! <a href="http://blogs.faz.net/fernsehblog/2012/09/20/was-alles-furchtbar-nervt-an-der-hervorragenden-talkshow-roche-boehmermann-1492/"></a></p><p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/fernsehblog/author/pschader/">Peer Schader</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/fernsehblog">Das Fernsehblog</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p style="padding-left: 30px;"><i>&#8220;Nicht mal wenn man dabei ist, kann man die Sendung ertragen.&#8221;</i><br /><span style="font-size: x-small;">(Ferris MC)</span></p>
<p>Dieser Vorspann schon! Die tolle <a target="_blank" rel="nofollow" href="http://soundbytes.me/?p=1945">Badabadabadabada-Titelmusik</a>! Die Rauchschwaden-Empfänglichkeit der Kulisse! <a target="_blank" rel="nofollow" href="http://www.william-cohn.com/#/53/sprecher">Der Helmut-Kohl-Ansager!</a> Die Einspieler, bei denen man gleichzeitig hinsehen und zuhören muss! Der liebevoll-ruppige Umgang mit den Gästen! Der Alkohol! Diese Toleranz auch gegenüber der größten Spaßbremse! Und die fast schon unheimlich intimen Nachbesprechungen am Schluss! &#8220;Roche &amp; Böhmermann&#8221; bei ZDF.kultur ist unbestreitbar die beste Talkshow, die es derzeit im deutschen Fernsehen (und Internet!) gibt. Man muss schon sehr in den Krümeln suchen, um da überhaupt was Negatives zu finden. Aber: hey, dafür gibt&#8217;s doch das Fernsehblog.</p>
<p>Und deshalb steht an dieser Stelle jetzt: Was alles furchtbar nervt an der hervorragenden Talkshow &#8220;Roche &amp; Böhmermann&#8221;.</p>
<p> <img alt="Bild zu: Was alles furchtbar nervt an der hervorragenden Talkshow &quot;Roche &amp; Böhmermann&quot;" title="rocheundboehm01"  src="/fernsehblog/files/2012/09/rocheundboehm01.jpg" /></p>
<p><strong>Der ewige Live-Gag</strong><br />Wir senden doch live, gackern Charlotte Roche und Jan Böhmermann permanent in die Aufzeichnung hinein, wenn wieder irgendein Gast nicht geschnallt hat, dass seine Platte &#8220;morgen&#8221; erscheint oder eine neue Sendung &#8220;in dieser Woche&#8221; startet, weil bei &#8220;Roche &amp; Böhmermann&#8221; ja &#8220;heute&#8221; immer schon Samstag (im Internet) oder Sonntag (im Fernsehen) ist, selbst wenn die komplette Staffel schon seit einer kleinen Fernsehewigkeit im Kasten ist. Der Running Gag mit der live gesendeten Aufzeichnung ist schon so alt, dass er bloß noch humpeln kann. Außerdem müssen Witze, die Harald Schmidt schon in Grund und Boden gestandupt hat, irgendwann auch mal in Ruhe gestorben sein dürfen. <i>Sofort damit aufhören!</i></p>
<p><strong>Die Lanz-Anhimmelung</strong><br />Es gehört zu den Grenzerfahrungen im Leben jedes &#8220;Roche &amp; Böhmermann&#8221;-Fans, sich mindestens einmal anzusehen, wie ungeheuer wohl sich die beiden als Gäste in der ZDF-Sendung &#8220;Markus Lanz&#8221; gefühlt <a rel="nofollow" href="http://markuslanz.zdf.de/ZDF/zdfportal/programdata/e6945324-1cb6-3c02-8b90-3874ee0f4b2d/7915226?noDispatch=1" target="_blank">haben</a> (<span style="text-decoration: line-through;">nämlich hier:</span> leider gerade nicht&nbsp;in der ZDF-Mediathek). Dass L. im Gegenzug auch mal bei &#8220;Roche &amp; Böhmermann&#8221; vorbeigeschaut hat, war jedenfalls deutlich harmloser anzusehen. Wenn jetzt aber keine &#8220;Roche &amp; Böhmermann&#8221;-Sendung mehr vergeht, in der die Moderatoren das Publikum ungefragt mit ihrem Ödilanzkomplex belästigen, geht das fernsehhygienetechnisch doch ein bisschen weit. Böhmermann spricht von einem &#8220;heimlichen Liebesverhältnis&#8221;, möchte auch gerne so &#8220;respektvolle Überleitungen&#8221; wie L. erlernen, erklärte öffentlich: &#8220;Wir sind beide so Fan von deiner Sendung, wirklich&#8221;, und Roche erklärte: &#8220;Wir reden wirklich in jeder Redaktionssitzung darüber, wie wir die Sendung so hinkriegen, dass sie so wird wie bei dir&#8221; (also von L.). Kein Problem: Licht anmachen, den Gästen Fragen vorlesen, die sie schon in Zeitungsinterviews beantwortet haben, und den Lanz&#8217;schen Spreizsitzschritt üben. Dann aber auch echt jetzt! Oder: <i>Sofort damit aufhören!</i></p>
<p><strong>Der Brit-Mythos</strong><br />Im Laufe der ersten anderthalb Staffeln von &#8220;Roche und Böhmermann&#8221; hat sich fälschlicherweise der Mythos etabliert, Jan Böhmermann hätte die Sat.1-Vera Britt Hagedorn <a target="_blank" rel="nofollow" href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanaluebersicht/aktuellste/1583110#/beitrag/video/1582894/Roche-&amp;-B%C3%B6hmermann-vom-06052012">in der allerersten Sendung</a> &#8220;fertig gemacht&#8221; und sie wegen ihrer ekligen Sendungen (&#8220;Britt&#8221;, &#8220;Schwer verliebt&#8221;) in die Mangel genommen. Richtig ist: Jan Böhmermann hat in der allerersten Sendung versucht, Britt Hagedorn wegen ihrer ekligen Sendungen fertig zu machen &ndash; und nachdem die ziemlich peinlich immer bloß Konterfragen stellte, um auszuweichen, stotternd klein beigegeben anstatt echte Antworten einzuforden. Kann ja mal passieren. Aber Böhmermanns Image als Rächer der Verarschten ist eben doch bloß &ndash; ein Mythos. <i>Sofort damit aufhören!</i></p>
<p><strong>Die Planlosigkeit</strong><br />Wenn Alexander-Kluge-Kumpel Peter Berling erzählen soll, wie es dazu gekommen ist, dass er mal die Totenmaske von Rainer Werner Fassbinder in einem Jutebeutel durch Venedig getragen hat, und Berling das dann auch bereitwillig zu erzählen beginnt, hilft es ungemein wenig, wenn irgendein Trottelmoderator mit der Aufmerksamkeitsspanne eines Kabel-1-Programmplaners dazwischen grätscht und sich nachher nicht mehr erinnert, dass die Geschichte noch gar nicht zu Ende gebracht worden ist. (Beispielfall.) <i>Sofort damit aufhören!</i></p>
<p><strong>Die Gimmick-Fixierung</strong><br />Mitten in der Sendung die schreckliche neue &#8220;Beckmann&#8221;-&#8221;taff&#8221;-Kulisse einzureißen und dem schockerstarrten Publikum wieder das alte &#8220;Roche &amp; Böhmermann&#8221;-Schummerstudio zurückzugeben (<a target="_blank" rel="nofollow" href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanaluebersicht/aktuellste/1583110#/beitrag/video/1720606/Roche-&amp;-B%C3%B6hmermann-am-2-September">Video</a>), ist eine ganz fantastische Idee &ndash; die sich in den darauffolgenden Shows natürlich nur schwer übertreffen lässt. Wenn man&#8217;s mit einem <a target="_blank" rel="nofollow" href="http://alkoholcola.de/">erfundenen Softdrink</a>sponsor (<a target="_blank" rel="nofollow" href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanaluebersicht/aktuellste/1583110#/beitrag/video/1732074/Roche-&amp;-B%C3%B6hmermann-am-16-September">Video</a>) und einer reingeschnittenen Blue-Box-Promikommentierparade (<a target="_blank" rel="nofollow" href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanaluebersicht/aktuellste/1583110#/beitrag/video/1730112/Roche-&amp;-B%C3%B6hmermann-am-9-September">Video</a>) trotzdem versucht, kann das nur eines bedeuten: <i>Sofort damit aufhören!</i> (Oder tollere Gimmicks erfinden.)</p>
<p><strong>Die Vorbereitungsverweigerungs-Angeberei<br /></strong>Argumente, die Charlotte Roche dafür hat, dass es eine gute Idee sein könnte, sich auf Gäste nicht vorzubereiten und damit anzugeben: 1. &#8220;Muss man aber auch nicht, jetzt mal ehrlich. Für ein Interview in der Talkshow. Fällt doch nicht auf, fällt nicht auf.&#8221; 2. &#8220;Das ist doch das Ziel der Sendung: dass wir keine Promo-Gespräche führen. Da wo ich herkomme, haben wir immer total schleimige Promogespräche geführt. Das war früher. Das will ich halt nicht mehr.&#8221; 3. &#8220;Ich denk, wir machen keine Sendung, wo nachher alle sagen: Ah ja, toll, danke, tschüß.&#8221; 4. [Unsicherer Blick.] 5. &#8220;Talkshomoderatoren bereiten sich alle nicht vor.&#8221; &ndash; Mal kurz überlegen, ob das a) überzeugend oder b) wenigstens lässig ist. Nicht? Dann: <i>Sofort damit aufhören!</i></p>
<p>Soweit die Krümel. Und jetzt: <i>weitermachen!</i> Ganz lange noch, bitte.</p>
<p><span style="font-size: x-small;">Screenshot: ZDF.kultur</span></p>
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<p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/fernsehblog/author/pschader/">Peer Schader</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/fernsehblog">Das Fernsehblog</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Serien-Attrappe: TNT Serie startet seine Eigenproduktion &quot;Add a friend&quot;</title>
		<link>http://blogs.faz.net/fernsehblog/2012/09/19/die-serien-attrappe-tnt-serie-startet-seine-eigenproduktion-add-a-friend-1490/</link>
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		<pubDate>Wed, 19 Sep 2012 09:03:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peer Schader</dc:creator>
				<category><![CDATA[Add a friend]]></category>
		<category><![CDATA[Bezahlfernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Ken Duken]]></category>
		<category><![CDATA[Pay TV]]></category>
		<category><![CDATA[Serien]]></category>
		<category><![CDATA[TNT Serie]]></category>
		<category><![CDATA[Tobi Baumann]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Geld durften sie so gut wie keins ausgeben &#8211; aber warum das Produktionsteam der ersten deutschen Pay-TV-Serie &#34;Add a friend&#34; auch so sparsam mit der Kreativität umgegangen ist, lässt sich nun wirklich nicht erklären. Die Inszenierung mag ungewöhnlich sein. Aber am Ende fehlt leider das wichtigste: eine gute Geschichte. <a href="http://blogs.faz.net/fernsehblog/2012/09/19/die-serien-attrappe-tnt-serie-startet-seine-eigenproduktion-add-a-friend-1490/"></a></p><p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/fernsehblog/author/pschader/">Peer Schader</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/fernsehblog">Das Fernsehblog</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Herzlich willkommen zur kürzesten TV-Kritik der Welt, sie befasst sich mit der neuen TNT-Serie-Serie &#8220;Add a friend&#8221;, der ersten fiktionalen Eigenproduktion im deutschen Bezahlfernsehen, und geht folgendermaßen:</p>
<p style="padding-left: 30px;">Die gute Nachricht ist zugleich die schlechte. Sie müssen sich für diese Serie kein Pay-TV-Abonnement zulegen.</p>
<p>Ende.</p>
<p>Ach, Sie hätten&#8217;s dann doch gerne etwas ausführlicher? Ok.</p>
<p><strong>Die gute Nachricht: Sie müssen sich für diese Serie kein Pay-TV-Abonnement zulegen &ndash; und sparen einen Haufen Kohle.</strong> Um TNT Serie zu empfangen, bräuchten Sie sonst zum Beispiel Sky (das Fernsehauffangbecken für Oliver Pocher und Harald Schmidt), was die Haushaltskasse monatlich ganz unschön mit 16,90 Euro belastet. (Und dann haben Sie bloß <a rel="nofollow" href="http://www.sky.de/web/cms/de/abonnieren-paket-infos.jsp?selectedArea=skywelt" target="_blank">das Basispaket</a> gebucht, also nix mit Fußball.) Als Kunde von Kabel Deutschland (herzliches Beileid) müssten Sie einen digitalen Kabelanschluss haben, die Geduld, <a rel="nofollow" href="http://www.kabeldeutschland.de/info-service/tv-sender-uebersicht.html" target="_blank">diese Tabelle</a> zu verstehen, und jede Menge Gleichmut für Telefonate mit der ahnungslosen Kundenhotline. Per IPTV kommt TNT Serie auch ins Haus, aber zum Beispiel bei Vodafone nur, wenn sie zusätzlich <a rel="nofollow" href="http://www.vodafone.de/tv/loungepaket.20.0.html" target="_blank">das &#8220;Lounge-Paket&#8221;</a> (9,95 Euro pro Monat) buchen und Lust haben, über einen Receiver fernzusehen, der genauso lange zum Booten braucht wie ein Windows-95-Rechner. (Wahrscheinlich weil der mit Win95 läuft.)</p>
<p> <img alt="Bild zu: Die Serien-Attrappe: TNT Serie startet seine Eigenproduktion &quot;Add a friend&quot;" title="addafriend01"  src="/fernsehblog/files/2012/09/addafriend01.jpg" /></p>
<p><strong>Die schlechte Nachricht: Sie müssen sich für diese Serie kein Pay-TV-Abonnement zulegen &ndash; weil &#8220;Add a friend&#8221; eine riesige Enttäuschung ist.</strong> Dass jetzt trotzdem so viele schonende Kritiken (oder übertrieben euphorische wie in der &#8220;SZ&#8221; vom Dienstag) dazu erscheinen, liegt unter anderem daran, dass die Serie als Vorzeigeprojekt gilt und die Journalisten sich ihre eigene Hoffnung auf Folgeprojekte nicht kaputt schreiben wollen: Wenn &#8220;Add a friend&#8221; funktioniert, produziert vielleicht irgendwann ein richtiger Pay-TV-Sender eine richtig tolle Serie, so wie HBO, Showtime und AMC in den USA.</p>
<p>Das größte Problem von &#8220;Add a friend&#8221; ist, dass sich das Produktionsteam komplett auf die &ndash; vor allem finanziellen und inszenatorischen &ndash; Einschränkungen eingelassen hat, die nötig waren, um mit kleinem Budget fürs Pay TV drehen zu können. Aber so gut wie keinen der Vorteile genutzt hat.</p>
<p>Die Serie (<a rel="nofollow" href="http://www.addafriend.de/" target="_blank">Trailer</a>) erzählt die Geschichte des jungen Fotografen Felix (Ken Duken), der nach einem Autounfall im Krankenhaus landet und dort den ganzen Tag in Videotelefonaten mit seinem Kumpel, seiner Ex und seinen Eltern abhängt, bis irgendwann vielleicht rauskommt, wer ihn umgefahren hat. Damit am Ende überhaupt mehrere Episoden draus werden, sind die jeweils 24 Minuten mit allerlei (ebenfalls per Videotelefonat erzählten) Nebenhandlungen ausgeschmückt: dem Beziehungsstress der Eltern, der Spielsucht des Investment-Kumpels, dem Flirt mit der großen Liebe aus der Schulzeit.</p>
<p>Die Erzählweise ist selbstverständlich der Kostenersparnis geschuldet und sicher unkonventionell, aber auch furchtbar ermüdend: weil es nach einer gewissen Zeit unheimlich nervt, den Schauspielern dabei zuzusehen, wie sie vor unterschiedlichen Fototapeten herumsitzen und mit Minimalinteraktion ihre Dialoge aufsagen. Die Kamera ist dabei ungefähr so agil wie der ans Bett gefesselte Hauptcharakter, und am liebsten möchte man die Leute im Fernsehen zwischendurch anschreien: Geht! Endlich! Mal! Raus!</p>
<p>Regisseur Tobi Baumann (auf dem Foto oben links), der auch schon mal Fernsehen mit echtem Budget machen durfte, <a rel="nofollow" href="http://www.dwdl.de/nachrichten/37499/unglaublich_bloed_dahergesagter_schwachsinn/" target="_blank">erzählte bei DWDL kürzlich</a>, &#8220;Add a friend&#8221; sei &#8220;hochprofessionell und international konkurrenzfähig&#8221;. Das mit der Professionalität stimmt insofern, als dass zum Beispiel Ken Duken alias Felix seine Aufgabe ganz hervorragend meistert &ndash; dafür dass er ausschließlich mit dem einbandagierten Gesicht schauspielern darf. Aber die internationale Konkurrenzfähigkeit, die Baumann behauptet, ist schlicht und einfach gelogen. Und das liegt weniger an der Inszenierung als am Inhalt.</p>
<p>Die größte Stärke amerikanischer Pay-TV-Serien ist, dass sie Geschichten mit Protagonisten erzählen, die den Mainstream-Sendern zu wenig massenkompatibel wären. Bei &#8220;Add a friend&#8221; sind Story und Charaktere hingegen die größte Schwäche. Das Team scheint nicht nur alte Soap-Kulissen recycelt zu haben, sondern auch deren ausrangierte Charakterstereotype. Felix&#8217; bester Freund Tom ist ein schmieriger Anzugträger, der seinen Job als Banker riskiert, weil er für erfundene Firmen Investmentgelder abgreift, mit denen er seine Privatschulden ausgleichen will, während er mit der Frau seines fiesen Chefs schläft (die sich beim Videotelefonieren im Neglig&eacute; permanent die Fußnägel lackiert), sich zu wenig um seinen Sohn kümmert, aber in Wahrheit doch ein ganz rührend fürsorglicher Papa ist, der dem Sprössling den Tipp gibt, dem Prügler auf dem Schulhof ordentlich eine reinzudonnern, damit der ihn künftig in Ruhe lässt.</p>
<p>Jeder &#8220;GZSZ&#8221;-Autor würde hochkant rausfliegen, wenn er sich trauen würde, solche Rollen ins Skript zu donnern. Bei &#8220;Add a friend&#8221; darf der Klischeemagnet die zweite Hauptfigur sein.</p>
<p>Geschichten werden &ndash; zumindest in den ersten drei Folgen (die TNT Serie vorab zeigte) &ndash; immer nur angeteasert und manchmal überraschend abrupt wieder abgebogen: Die Kripo informiert Felix zunächst, dass er vielleicht absichtlich umgefahren wurde (&#8220;Haben Sie Feinde?&#8221;) und nimmt das später einfach so wieder zurück. (Sie ahnen&#8217;s: per Videotelefonat, natürlich.) Die Handlung kommt kaum voran, stattdessen wird Zeit geschunden mit Szenen, in denen Felix popmusikunterlegt eine kleine Ewigkeit mit dem Mauszeiger über den &#8220;Hinzufügen&#8221;-Button im Google+-Profil seiner Ex kreist.</p>
<p>Als er dann endlich mit ihr videotelefoniert, reden die beiden Sätze, die im Textbausteinkasten auf der Karteikarte &#8220;Teenagerzeiten-Erinnerungsschwelger&#8221; stehen (&#8220;Weißt du noch, als die erste &#8216;Nirvana&#8217;-Platte rauskam?&#8221; &ndash; &#8220;Wir haben vorm Plattenladen gewartet bis er endlich aufmacht und die Schule geschwänzt, um uns das Album den ganzen Tag anzuhören?&#8221;).</p>
<p>Es gibt trotzdem dooferes Fernsehen als &#8220;Add a friend&#8221;. Und als Webserie, die ja auch schon mal mehrere Jahre kurz vor dem Durchbruch stehen sollte, könnte man&#8217;s problemlos durchwinken. Für eine Fiction-Premiere des deutschen Bezahlfernsehen in einem der größten TV-Märkte der Welt ist &#8220;Add a friend&#8221; aber leider ein ziemlicher Reinfall. Wenn das Bezahlfernsehen das nicht selber merkt, können wir uns das mit der Hoffnung auf originelle deutsche Nischenserien eigentlich auch sparen.</p>
<p><span style="font-size: x-small;">Foto: TNT Serie</span></p>
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<p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/fernsehblog/author/pschader/">Peer Schader</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/fernsehblog">Das Fernsehblog</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Zweites &quot;TV Lab&quot; bei ZDFneo: so frech, so tabulos, so entbehrlich</title>
		<link>http://blogs.faz.net/fernsehblog/2012/09/03/zweites-tv-lab-bei-zdfneo-so-frech-so-tabulos-so-entbehrlich-1488/</link>
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		<pubDate>Mon, 03 Sep 2012 09:57:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peer Schader</dc:creator>
				<category><![CDATA[Deutsches Fleisch]]></category>
		<category><![CDATA[Palina Rojinski]]></category>
		<category><![CDATA[TV Lab. ZDFneo]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wahrscheinlich haben Sie&#39;s nicht bemerkt, aber: Am Wochenende ging das zweite &#34;TV Lab&#34; bei ZDFneo zu Ende. Dem Sender schien seine Fernsehversuchsküche in diesem Jahre eher lästig zu sein. Und die meisten Bewerber waren hauptsächlich damit beschäftigt, ihre Sendungen superironisch kamerazuverwackeln. Eine Bilanz. <a href="http://blogs.faz.net/fernsehblog/2012/09/03/zweites-tv-lab-bei-zdfneo-so-frech-so-tabulos-so-entbehrlich-1488/"></a></p><p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/fernsehblog/author/pschader/">Peer Schader</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/fernsehblog">Das Fernsehblog</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Zum Werkzeugkasten eines jeden Fernsehkritikers gehört die Innovationsverhinderungskeule. Die liegt immer griffbereit neben dem Hektisches-Umprogrammieren-Dreizack und dem Ideenkopierschwert und ist schon relativ abgegriffen, weil einem die deutschen Sender mit ihrer Einfallslosigkeit den Einsatz so leicht machen: Anstatt sich neue Konzepte auszudenken, fluten die meisten ihr Programm mit Sendungen, die schon im Ausland erprobt sind oder als Minimalvariation bekannter Formate konzipiert sind.</p>
<p>Insofern hatte ZDFneo zumindest die Kritiker schon mal auf seiner Seite, als dort im vergangenen Jahr das &#8220;TV Lab&#8221; startete: eine Fernsehversuchsküche, bei der Programmmacher Ideen einreichen können, die sonst nicht mainstreamig genug sind, um es auf den Bildschirm schaffen. Und bei denen die Zuschauer auswählen können, was fortgesetzt wird (<a href="/fernsehblog/2011/08/29/tv-lab-bei-zdfneo-der-erste-schwung-panzerparken-leicht-gemacht" target="_blank">siehe Fernsehblog</a>).</p>
<p>Wahrscheinlich haben Sie&#8217;s nicht bemerkt, aber: Am Wochenende ging die zweite Runde zu Ende. Und nach Ansicht der diesjährigen Bewerber hält sich meine Euphorie arg in Grenzen.</p>
<p>Die von ZDFneo aber offensichtlich auch.</p>
<p> <img alt="Bild zu: Zweites &quot;TV Lab&quot; bei ZDFneo: so frech, so tabulos, so entbehrlich" title="tvlab1201"  src="/fernsehblog/files/2012/09/tvlab1201.jpg" /></p>
<p>Sein zweites &#8220;TV Lab&#8221; hat der Sender von Anfang an aufs Wesentliche eingedampft. Anders als im vergangenen Jahr gab&#8217;s keine Interviews mit den Machern mehr, und statt mitteleuphorischen Anmoderationen von Joko und Klaas stand deren Kollegin Palina Rojinski in einer leeren Fabrikhalle, um die Wettbewerbsbeiträge mit ein paar flapsigen Bemerkungen anzuteasern. Die Entscheidungsshow, in der Rojinski völlig übertraubenzuckert in einem leeren Kulissenteil von &#8220;neoParadise&#8221; rumhibbelte und sichtlich Mühe hatte, die Viertelstunde rumzukriegen, nach der sie mit dem Mikro am Iphone dem Sieger gratulieren konnte, strahlte ZDFneo zur besten Sendezeit (für Zweitklässler) am Samstagnachmittag erst gar nicht im Programm aus, sondern nur im Internet (<a rel="nofollow" href="http://www.zdf.de/zdfmediathek#/beitrag/video/1717338/Der-TVLab-Countdown" target="_blank">in der ZDF-Mediathek ansehen</a>). Am Sonntagabend lief der &#8220;Countdown&#8221; dann doch noch im Fernsehen &ndash; um 23.15 Uhr. Und ohne dass sich jemand die Mühe gemacht hätte, am Rand einzublenden, dass es sich um eine Wiederholung handelt, bei der nicht mehr angerufen werden kann. Die Pressemitteilung mit dem Programmhinweis für Sonntagabend trudelte in den Redaktionen am Montagmorgen ein.</p>
<p>Diese Ist-uns-doch-egal-Haltung passte immerhin ganz gut zur traurigen Kreativausbeute, die in den Tagen zuvor ins Rennen geschickt worden war (<a rel="nofollow" href="http://www.zdf.de/zdfmediathek#/kanaluebersicht/1406384/sendung/TVLab-in-ZDFneo" target="_blank">Sendungen in der ZDF-Mediathek ansehen</a>). Zum Angebot gehörten: ein Sex-Magazin, das in einer Kreuzburger Frittenbude aufgezeichnet wurde, deshalb ganz keck &#8220;Heiß und fettig&#8221; heißen durfte und bei der die Kameraleute vor allem damit beschäftigt waren, sich gegenseitig selbst im Bild zu haben, was vor zehn Jahren sicher ziemlich angesagt gewesen wäre.</p>
<p>Bei &#8220;Kampfansage&#8221; verschenkte Radiomoderator Simon Beeck Käsebrote als Siegertrophäen an Leute, die sich in ihrem Wohnzimmer um die Wette geschminkt hatten, über einen Holzplankenparcours um die Wette geradelt waren oder den kleinsten Flashmob der Welt zustande brachten.</p>
<p>Ein Haufen Profiköche war, als harte &#8220;Beef Brothers&#8221;-Kerle verkleidet, angetreten, sich während der Wildtierhäutung und dem Leberkochen über offenem Feuer in der kanadischen Wildnis gegenseitig zu beleidigen.</p>
<p>&#8220;Wahr oder was&#8221; und &#8220;Sieh&#8217;s mal wie ein Promi&#8221; bewiesen eindrucksvoll, dass Ideen, die als Einspielfilme in größeren Shows ganz gut funktionieren könnten, nicht dafür geeignet sind, auf eine halbe Stunde ausgewalzt zu werden.</p>
<p>Und Jörg Thadeusz führte ein eigentlich interessantes Gespräch mit einem verurteilten Geldfälscher, dem er aber in &#8220;Der Protagonist&#8221; nicht direkt gegenübersitzen durfte, sondern nur per Monitor zugeschaltet war, was sich als genauso überflüssig erwies wie die ständigen Schnitte, die es dem Zuschauer unmöglich machten, ein Gespür für den Gesprächsverlauf zu entwickeln.</p>
<p>Am Ende hat die Zeichentrickserie &#8220;Deutsches Fleisch&#8221; gewonnen, eine Aneinanderreihung schlechter Einzelwitze und halbgarer Promiparodien. Und zwar mit 6051 Zuschauerstimmen.</p>
<p>Dass das &#8220;TV Lab&#8221; kein Zuschauermagnet sein würde, hat man sich in Mainz vermutlich vorher gedacht &ndash; aber dieses Ergebnis ist dann doch enttäuschend. Genauso wie die diesjährigen Bewerbungen, von denen die meisten so superironisch, kameraverwackelt, unkonventionell und tabulos sein wollten, dass die Teams ganz vergessen haben, ihren Zuschauern zu erklären, warum man sich irgendwas davon ein zweites Mal anschauen sollte. Wenn das die Innovationen sind, mit denen ZDFneo glaubt, Programm machen zu können, dann können sich die Privatsender entspannt zurücklehnen. Damit lockt ihnen nämlich so schnell keiner die Zuschauer weg.</p>
<p><span style="font-size: x-small;">Screenshot: ZDFneo</span></p>
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<p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/fernsehblog/author/pschader/">Peer Schader</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/fernsehblog">Das Fernsehblog</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Die Woche im Fernsehen: Wir denken nicht nach, wir machen einfach</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Sep 2012 07:21:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Peer Schader</dc:creator>
				<category><![CDATA[Daniela Katzenberger]]></category>
		<category><![CDATA[Das Traumhaus-Duell]]></category>
		<category><![CDATA[Die Woche im Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Familie Kratz – Jetzt geht's um die Wurst]]></category>
		<category><![CDATA[Fernanda Brandao]]></category>
		<category><![CDATA[Manni Kratz]]></category>
		<category><![CDATA[MEK 8]]></category>
		<category><![CDATA[Pietro Lombardi]]></category>
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		<description><![CDATA[<p>&#34;How long is the way noch?&#34;, will Pietro Lombardi in der neusten RTL-Sommerpausenfüllshow wissen; bei RTL 2 sorgt eine Superspezialeinheit dafür, dass am Ende immer exakt ein Auto explodiert; ZDFneo hat offensichtlich eine Wette mit Kabel 1 laufen; und Vox sucht weiter nach Katzenberger-Nachfolgern. Was diese Woche im Fernsehen los war. <a href="http://blogs.faz.net/fernsehblog/2012/09/01/die-woche-im-fernsehen-wir-denken-nicht-nach-wir-machen-einfach-1486/"></a></p><p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/fernsehblog/author/pschader/">Peer Schader</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/fernsehblog">Das Fernsehblog</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Star Race</strong> | RTL<br /><strong>MEK 8</strong> | RTL 2<br /><strong>Das Traumhaus-Duell</strong> | ZDFneo<br /><strong>Familie Kratz &ndash; Jetzt geht&#8217;s um die Wurst</strong> | Vox</p>
<p>Er hat kiloschwere Reissäcke geschleppt, Wasserbüffel angetrieben und freilaufende Hühner gejagt. Den schwersten Kampf während des Tramper-Trips über die Philippinen hatte Pietro Lombardi jedoch mit seinen Englischkenntnissen auszufechten. &#8220;Das Ding ist: Die Einheimischen können kein Englisch. Also die, wo ich getroffen hab&#8221;, meinte der Superstar a.D. in der RTL-Sommerpausenfüllshow<strong> &#8220;Star Race&#8221;</strong> &ndash; und versuchte dann, das Beste draus zu machen. &#8220;For the three days, we don&#8217;t have ein Cent in der Tasche&#8221;, erklärte er dem Autofahrer, der ihn und seine Begleitung ein paar Kilometer mitnahm; vom nächsten wollte er wissen: &#8220;How long is the way noch?&#8221;; und für freundliche Unbekannte, die ihn spontan bei sich übernachten ließen, erfand er die doppelte Bedankungssteigerung: &#8220;Thank you very so much!&#8221;</p>
<p>Irgendwie war&#8217;s beruhigend, zu sehen, dass internationale Kommunikation doch nicht ausschließlich über Facebook funktioniert. Um im Eingeborenendorf am Fuße des Pinatubo das stille Örtchen zu finden, stellte Pietro sich vor einen irritierten Bewohner, zeigte mit dem Finger auf sich und erklärte: &#8220;Pipi.&#8221; Die Kinder begrüßte er mit &#8220;Alles klar bei euch?&#8221; Und schon zu Beginn des Rennens verriet er das Erfolgsrezept seines Teams: &#8220;Wir denken nicht viel nach. Wir machen einfach.&#8221;</p>
<p>Es war die freundlichste Form der Hilflosigkeit, mit der sich der <a target="_blank" rel="nofollow" href="http://www.rtl.de/cms/sendungen/superstar/dsds-news/dsds-rueckblick-pietro-lombardi-ist-der-gewinner-der-achten-staffel-26140-918a-16-1235036.html">ehemalige DSDS-Gewinner</a> über die Insel mogelte, und dass ein paar andere Promis schneller am Ziel waren, um den Hauptpreis abzugreifen und weiterzuspenden, ist egal. Als Sieger kann Pietro sich trotzdem fühlen: Mit einem größeren Sympathiebonus ist wohl noch niemand aus einer dieser Quatschsendungen rausgegangen.</p>
<p> <img alt="Bild zu: Die Woche im Fernsehen: Wir denken nicht nach, wir machen einfach" title="dwif41"  src="/fernsehblog/files/2012/09/dwif41.jpg" /></p>
<p>Dabei hatte RTL sich vorher größte Mühe gegeben, die Zuschauer mit dem üblichen Getöse auf die falsche Fährte zu locken: &#8220;Eine Reise, die man für Geld nicht kaufen kann&#8221;, hätte es werden sollen, &#8220;ein Abenteuer, das in keinem Katalog steht&#8221;, mit Promis, die &#8220;ausgesetzt am anderen Ende der Welt&#8221; leiden: &#8220;Sie schlafen, wo man sie duldet; sie essen, was man ihnen schenkt.&#8221; Im Laufe der Zeit entpuppte sich &#8220;Star Race&#8221; dann aber doch als ganz unterhaltsame Schnitzeljagd, bei der ein Grüppchen deutscher Fernsehbekannter sich mit neugierigen Philippinos anfreundet (<a target="_blank" rel="nofollow" href="http://rtl-now.rtl.de/star-race/die-neue-abenteuershow-fuer-den-guten-zweck.php?film_id=81779&amp;player=1&amp;season=1">komplette Show bei rtlnow.de ansehen</a>). Jimi Blue Ochsenknecht und Nino de Angelo verschenkten ihre Armbanduhr an die kleinen Jungs, die wegen der Fremden im Haus die ganze Nacht nicht schlafen konnte, wie der Vater erklärte: &#8220;Es ist das erste Mal, dass sie weiße Menschen sehen.&#8221; Jenny Elvers-Elbertzhagen und Mirja du Mont bewiesen (in erster Linie vermutlich sich selbst), dass man auch mit blonden Haaren eine Kämpfernatur sein kann, selbst wenn&#8217;s einem dabei &#8220;kotzig&#8221; ist. </p>
<p>Und als Pietro und seine DSDS-Freundin Sarah am letzten Abend mit einem Haufen philippinischer Kids in deren Familie zusammensaßen, um gemeinsam internationale Pophits zu schmettern, während die Oma nebendran mitschunkelte, hätte man fast aufstehen können, um den Fernseher zu umarmen.</p>
<p>(Dass &#8220;Moderatorin&#8221; Fernanda Brandao unter &#8220;moderieren&#8221; offensichtlich versteht, in wallenden Gewändern dekorativ vor Wasserbüffeln herumzustehen, hat da auch nicht weiter gestört.)</p>
<p>Seit dem vergangenen Wochenende steht fest, warum RTL 2 seine erste eigenproduzierte Actionserie <a target="_blank" rel="nofollow" href="http://www.dwdl.de/nachrichten/27964/action_concept_produziert_actionserie_fr_rtl_ii/">so lange in der Schublade hat liegen lassen</a>: Weil es überhaupt nichts hilft, größtmögliche Bedrohungsszenarien zu erfinden, wenn die Charaktere, die dort hinein katapultiert werden, den Eindruck machen als seien sie gerade mal eben grob aus dem Drehbuch rausgeschnitzt worden.</p>
<p>In <strong>&#8220;MEK 8&#8243; </strong>muss eine Superspezialeinheit dafür sorgen, brenzlige Situationen so zu lösen, dass am Ende immer exakt ein Auto explodiert (weil das die &#8220;Cobra 11&#8243;-Produktionsfirma so gut kann). Zum Start ging&#8217;s um eine Geiselnahme in einer Schule, die den Verantwortlichen als Grundkonflikt aber zu popelig gewesen sein muss, weshalb der Geiselnehmer sich außerdem als durchgedrehter Sprengstoffexperte entpuppt und eine der Geiseln als Sohn der Superspezialeinheit-Mitarbeiterin. Weil aber gleichzeitig gespart wurde, muss &#8220;MEK 8&#8243; mit Minimalpersonal auskommen und Szenen vermeiden, für die mehr als eine Handvoll Schauspieler gleichzeitig gebraucht werden. (Gleich mit einem Schuldreh anzufangen, darf man deshalb als mittlere <span style="text-decoration: line-through;">Dummheit</span> Herausforderung bezeichnen.)</p>
<p>Schlimmer noch als die leeren Szenen (<a target="_blank" rel="nofollow" href="http://rtl2now.rtl2.de/mek-8/mek-8-explodiert-teil-1.php?film_id=81835&amp;productdetail=1&amp;season=1">erste Folge bei rtl2now.de ansehen</a>) sind aber die Dialoge, die das Trash-Ensemble absondert. Die taffe Einsatztrulla erklärt: &#8220;Vielleicht ist es gut, dass ich keine eigenen Kinder habe.  Ich würd&#8217; dem Typen eigenhändig das Genick brechen, wenn der mein Kind bedrohen würde.&#8221; Und die Kollegin, die um ihren Sohn bangt, wird gefragt: &#8220;Wie geht&#8217;s dir? Blöde Frage. Aber du weißt, wie ich das meine.&#8221; </p>
<p>Ach, man darf sich das gar nicht vorstellen: Wieviele Folgen &#8220;Die Wollnys&#8221; sich mit dem schönen Geld hätten drehen lassen!</p>
<p>Offensichtlich hat ZDFneo eine Wette mit Kabel 1 abgeschlossen, wer sich traut, die belangloseste Dokusoap des deutschen Fernsehens auszustrahlen. Mit dem Start von <strong>&#8220;Das Traumhaus-Duell&#8221;</strong> steht nun fest: ZDFneo hat gewonnen. Zwei grundsympathische Moderatoren besichtigen stellvertretend für eine umzugswillige Familie haufenweise Immobilien, bei denen von vornherein feststeht, dass sie überhaupt nicht in Frage kommen. Am Ende schaut sich die Familie zwei vernünftige Vorschläge an, sucht sich das neue Zuhause aus &ndash; und fertig (<a target="_blank" rel="nofollow" href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1714628/Das-Traumhaus-Duell-%25281%2529---Essen">ganze Folge in der ZDF-Mediathek ansehen</a>). Wenn Sendungen zwangsversteigert werden könnten, gäbe es für diese hier vermutlich keine Interessenten.</p>
<p>Sollten Sie zu den Menschen gehören, die dringend auch mal ins Fernsehen wollen, wäre es ratsam, sich möglichst oft in der Nähe von Daniela Katzenberger aufzuhalten. Erstens lässt die sich ja vom morgendlichen Zähneputzen bis zum abendlichen Luftrauslassen von der Kamera begleiten, und da ergibt sich zwischendurch immer mal eine Situation, in der man den Verwandten zuhause in die Kamera winken kann. Und zweitens ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Ihnen Katzenberger-Produzent Bernd Schumacher, der ständig auf der Suche nach dem nächsten Fernsehvermarktungswunder ist, dann eine eigene Sendung schenkt. So wie der Katzenberger-Freundin Rebecca, die allerdings auch einen Papa vorzuweisen hat, der in Marbella eine Würstchenbude auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums betreibt und in einer Luxusvilla mit aufgepäppelten Straßenhunden wohnt sowie eine Freundin in Darmstadt hat. (Fragen Sie nicht nach dem Zusammenhang.) </p>
<p>Das Beste an Manni Kratz, wie der &#8220;Würstchenkönig&#8221; mit vollem Namen heißt, ist jedoch, dass er zuverlässig alle paar Sekunden in die Luft geht, weil ihm jemand den Weg zu einer Party falsch beschrieben hat oder heimlich den dekorativen Plastiksalat aus der Würstchenbudentheke entfernt hat (<a target="_blank" rel="nofollow" href="http://www.voxnow.de/familie-kratz-jetzt-gehts-um-die-wurst/familie-kratz-jetzt-gehts-um-die-wurst.php?film_id=81933&amp;player=1&amp;season=0">erste Folge bei voxnow.de ansehen</a>).</p>
<p>Es gibt im deutschen Fernsehen sicher leichtere Jobs als das Leben cholerischer Imbissbetreiber zu einer mehrteiligen Reihe zusammenzupuzzeln. Aber dafür schlägt sich <strong>&#8220;Familie Kratz &ndash; Jetzt geht&#8217;s um die Wurst&#8221;</strong> noch ganz gut. Zur Abwechslung wird bei Vox auch mal nicht der Trenddialekt Pfälzisch, sondern reinstes Hessisch gebabbelt, dessen  eingeschränkte Anwendungsmöglichkeit durch die Einheimischen Manni überhaupt nicht versteht: &#8220;Mensch, ihr Spanier, könnt ihr das net?&#8221;</p>
<p>Vielleicht hat ja Pietro Lombardi noch einen Termin im Kalender frei, um im deutsch-spanischen Würstchenimperium mal nach dem Rechten zu sehen und als Übersetzer einzuspringen.</p>
<p>Soviel für diese Woche.</p>
<p><span style="font-size: x-small;">Screenshots: RTL, RTL 2, ZDFneo, Vox</span></p>
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<p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/fernsehblog/author/pschader/">Peer Schader</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/fernsehblog">Das Fernsehblog</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></content:encoded>
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