Filmfestival

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Was sonst noch geschah: Notizen aus Cannes

Kurzbesuch bei den Japanern

An der Croisette gefeiert: Regisseur Hirokazu Kore-Eda mit den Darstellerinnen Masami Nagasawa, Suzu Hirose, Haruka Ayase und Khao© APAn der Croisette gefeiert: Regisseur Hirokazu Kore-Eda mit den Darstellerinnen Masami Nagasawa, Suzu Hirose, Haruka Ayase und Khao

Die Japaner sind eine große Kinonation, wer würde daran zweifeln. Auch in diesem Jahr haben sie wieder ein paar wunderbare Filme nach Cannes gebracht, allen voran Hirokazu Kore-Edas Wettbewerbsfilm „Our little Sister“. Würde er also gefeiert werden beim Empfang der Japaner gestern Abend an der Croisette? Oder Naomi Kawase, deren „An“ im Certain Regard viele Leute zu Tränen gerührt hat (mich eher nicht, weil ich nicht so viele Kirschblüten auf einmal vertrage und keine Bäume, deren „Äste winken“, aber teilweise fand auch ich ihn schön). Würde sie gepriesen werden?

Es war schon sehr voll, als ich ankam, deshalb konnte ich nicht sehen, ob die beiden überhaupt da waren. Wahrscheinlich habe ich sie verpasst, man verpasst hier ja in jeder Minute irgendetwas. Solange ich da war, wurden jedenfalls andere gefeiert. Was sehr lustig war, weil es um noch unfertige Filme und Filmemacher bei der Arbeit ging, und auf diversen Monitoren nicht ganz synchron dieselben Promobänder liefen, und also manchmal ein Turm einstürzte unter dem Ansturm von Titanen, der Ton dazu aber schon vorbei war und die Zerstörung im Stillen geschah. Die schönste Promotion für die Filme mit den riesigsten Helden, mit Godzilla und Titanen und viel Getöse drumherum war diese:

 

###Shinji Higuchi stellt seine neuen Blockbuster vor: „Ich fühle mich sehr geehrt, an zwei der größten japnaischen Monsterfilmen zu arbeiten!“ Hinter ihm das eine, Godzilla.

 

Einer davon: "Shingeki no kyojin" / Attack on TitanDer andere: „Shingeki no kyojin“ / Attack on Titan.

 

Die VorlageDie Manga-Vorlage: „Mankind was decimated, eaten by the sudden appearance of Titans.“

 

Natürlich gab es Sushi und gehobenere Kost von einem japanischen Spitzenkoch, natürlich waren die Schlangen länger als die Geduld. Der Sake soll exzeptionell gewesen sein. Wer würde daran zweifeln?

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