Formfrei

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An dieser Stelle bloggt Publizist und FAZ-Autor Thomas Strobl über die großen und kleinen Dinge des Lebens. Mal kurz und knapp. Mal mit vielen

30. Aug. 2011
von Thomas Strobl
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Goldmund in der Odenwaldschule

Lese gerade zum x-ten Mal "Narziss und Goldmund", eines meiner Lieblingsbücher von Hermann Hesse. Und ich muss sagen, dass ich nach Odenwaldschule und diversen kirchlichen Missbrauchsskandalen die ersten 25 oder so Seiten anders aufnehme als früher. Nun ist natürlich in diesem Werk viel von "Liebe" unter Männern die Rede, in einem platonischen Sinn, keine Frage; aber die Grenze zum Homoerotischen scheint mir fließend. Und dann gibt's da natürlich auch noch Passagen wie die hier, in der Narziss den Finger in die Wunde legt: Weiterlesen

30. Aug. 2011
von Thomas Strobl
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20. Aug. 2011
von Thomas Strobl
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Man nehme: ein iPhone, eine Fliegenklatsche, einen Drahtkleiderbügel

Mann sitzt vor dem Computer, an einem frühen Freitagabend, und möchte eigentlich eine Rezension von Peter Handkes „Die Geschichte des Dragoljub Milanovic" verfassen. Er sitzt also so und schreibt vor sich hin, da kommt Frau ins Zimmer und sagt: „So, ich fahr dann mal los." Frau ist nämlich mit einer Freundin zum Essen verabredet. Vorher werde sie noch schnell den Einkauf aus dem Auto tragen, aber danach sei sie weg. „Ist gut", sagt Mann, Küsschen, „Sei vorsichtig!" und tschüss. Mann tippt weiter an seinem Peter Handke. Keine Minute vergeht, da hört Mann die Wohnungstür und seine Frau „Mein Autoschlüssel!" und denkt sich nichts, weil nicht das erste Mal, dass Frau rausgeht und neben Hirn auch ihre Schlüssel in der Wohnung zurücklässt. Aber dieses Mal ist es anders. Frau stürmt die Treppen rauf, keuchend: „Mein Autoschlüssel!". Jaja, denkt Mann, das wusste ich bereits. „Ich brauch den Ersatzschlüssel!" – „Wieso brauchst du den Ersatzschlüssel?" – „Weil ich den Autoschlüssel vergessen habe." – „Wo denn?" – „Im Auto!" Weiterlesen

20. Aug. 2011
von Thomas Strobl
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13. Aug. 2011
von Thomas Strobl
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Sinn und Tempo (Director’s Cut)

Was hätte Goethe wohl dazu gesagt? 95.000 Milliarden, auf diese imposante Zahl beläuft sich die aktuelle „Weltverschuldung“. Die Nachricht erreicht uns zu einer Zeit, in der die Erwähnung des Begriffs „Schulden“ in einem Satz mit einer unvorstellbaren, jegliche Alltagserfahrung sprengenden Größenangabe für Irritationen sorgt; und wird damit zur Schreckensnachricht. An den Schulden wird die Welt ersticken, das pfeifen die Spatzen bereits von den Dächern. Und dann gleich 95.000 Milliarden auf einen Schlag? Wahnsinn! Das kann man gar nicht mehr begreifen, da versagt doch jede Alltagserfahrung. Weiterlesen

13. Aug. 2011
von Thomas Strobl
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10. Aug. 2011
von Thomas Strobl
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Mein Kampf und Breiviks Manifest

Ich hatte ja in der Vergangenheit stets argumentiert, dass ich das Massaker von Utoya auch und insbesondere aus der Sicht des breivikschen Manifests als "sinnlos" erachte. Nun lese ich gerade eine Stelle in Reinhart Kosellecks "Zeitschichten", die mich noch einmal nachdenken lassen, ob diese meine These haltbar ist. Koselleck ist zwar 2006 gestorben und konnte daher nicht mehr Zeuge des Geschehens werden; aber was er über einen sehr prominenten Vorläufer schreibt, scheint mir analog durchaus anwendbar. Weiterlesen

10. Aug. 2011
von Thomas Strobl
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05. Aug. 2011
von Thomas Strobl
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Thomas Mann und die "Freiheit" der Deutschen

Einige Leser wollten wissen, worauf sich im Gespräch mit Peer Steinbrück mein Verweis auf Thomas Mann bezog. Er stammt aus der berühmten Rede "Deutschland und die Deutschen", die Thomas Mann am 6. Juni 1945 anlässlich seines 70. Geburtstags in der Library of Congress in Washington hielt. Der Literat blieb seinem Heimatland ja trotz Nazis und US Emigration herzlich verbunden, trotz des "Unsäglichen, das dieses unglückselige Volk der Welt angetan hat." Und in diesem Sinne verfasste er auch besagte Rede. Weiterlesen

05. Aug. 2011
von Thomas Strobl
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03. Aug. 2011
von Thomas Strobl
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Das "Deutschen-Gen" hat wieder zugeschlagen!

Nicht, dass uns die Ergebnisse des Mikrozensus 2010 zur Neuen Deutschen Kinderlosigkeit umhauen würden – das Problem ist ja seit Jahren bekannt. Interessant scheinen mir vielmehr die unterschiedlichen Deutungen zu sein, woran es wohl liegt, dass die Deutschen lieber bei RTL "Superstar" oder "Top Model" werden wollen, statt Babywindeln zu wechseln. Weiterlesen

03. Aug. 2011
von Thomas Strobl
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