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	<title>Ich an der Grenze</title>
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	<description>Grenzerfahrungen, aber auch grenzwertige Erlebnisse - mit Mountainbike, Rennvelo oder Dreirad</description>
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	<language>de-DE</language>
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		<title>Du sollst nicht hassen</title>
		<link>http://blogs.faz.net/grenze/2012/09/14/du-sollst-nicht-hassen-109/</link>
		<comments>http://blogs.faz.net/grenze/2012/09/14/du-sollst-nicht-hassen-109/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 14 Sep 2012 10:48:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>faz-py</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[<p>Jedenfalls soll ich es hier nicht beim Bloggen schreiben, und vor allem bitte nicht abgrundtief. Aber ich kann nicht anders als noch nicht ganz erkalteter Choleriker.  <a href="http://blogs.faz.net/grenze/2012/09/14/du-sollst-nicht-hassen-109/"></a></p><p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/grenze/author/faz-py/">faz-py</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/grenze">Ich an der Grenze</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Und zwar häufig, wenn ich mit dem Homage hybrid HS von riese+müller in der Stadt unterwegs bin. Dass ich  dabei in Wallung gerate, das hat und hat nicht mit diesem Elektrofahrzeug zu tun.<br />
<img title="Homage_5F00_F2869" alt="Bild zu: Du sollst nicht hassen" src="/grenze/files/2012/09/Homage_5F00_F2869.jpg" /></p>
<p>Homage hybrid HS von riese+müller                                                                                          (Foto: py.)</p>
<p>Zunächst einmal, das Homage mit dem Versicherungskennzeichen ist ein erstklassiges Elektrorad der schnellen Sorte. Man mag die Form ungewöhnlich finden, aber der halbhohe (oder erniedrigte?) Durchstieg ist praktisch, der rahmenfeste Gepäckträger mit angeschraubten Taschenhaltern verkraftet mustergültig Gepäck, und das Fahrwerk lernt man so richtig zu schätzen, wenn man sich in den höheren Geschwindigkeitsbereichen des Rades bewegt, dessen 500-Watt-Motor (Bosch) bis 45 km/h den Pedaltreter unterstützt. Scheibenbremsen, Rohloff-Nabe, was will man mehr — ein richtiges Fahrzeug, bei dem man allerdings mittreten muss wie bei einem Fahrrad, und das ist der Punkt welcher.</p>
<p>Also ich düse mit diesem Stadtfahrzeug nachmittags zu der Zeit, wenn Frankfurt seine Bürosklaven wieder ausatmet, zu einer weiteren Lehrstunde in Sachen Typographie auf T-Shirts und in Blogs zum Hoffrisör Seydel. Er ist in diesen Sachen ja unerbittlich – und lässt auch nicht gelten, dass mit dem Editor, mit dem diese Zeilen verfasst werden, solche Feinheiten wie Gänsefüßchen unten und oben, einleitend und ausleitend, nicht auf Anhieb möglich sind. Mein ganzes Arbeitsleben lang und noch ein Bisschen länger begleitet mich die Herausforderung durch Menschen, für die Sprache und Schrift mehr als bloße Nebensachen sind. Ich brauche sie, weil ich eher so ein Lass-gut-sein-Karl-Typ bin, der sich innerlich und äußerlich vielleicht allzu rasch damit arrangiert, dass zum Beispiel dieser Blog-Editor typographisch und bedienungstechnisch mich nicht gerade vor Glück schreien lässt. Unter diesen Aufrüttlern wäre zum Beispiel mein Freund Fritz <a rel="nofollow" href="http://www.joern.de/">www.joern.de</a> zu nennen, der nicht bloß das Fraktur-s  und den Bindestrich hätschelt, was man nicht gleich ahnt, wenn man so eine Seite im Netz erblickt wie diese <a rel="nofollow" href="http://www.joern.de/tipsn0.htm">http://www.joern.de/tipsn0.htm</a>. (Deren – „ich sach mal“ – buchstabige Nacktheit hat ihren Grund weniger in mangelndem Schönheitssinn als im Wunsch, dass sich die Inhalte auf jedwedem Gerät lesen lassen können sollen — also ein kleinster gemeinsamer Nenner.) Fritz ist auch der gewesen, der mir vor Jahrzehnten beibrachte, wie man mit Tastaturkürzeln wie Alt-0187 und Alt-0171 ein Bisschen Eleganz und genau die Zeichen auf den Bildschirm zaubert, die man wirklich an dieser Stelle sehen möchte. Genau dies findet man auch beim Herrn Hoffrisör unter <a rel="nofollow" href="http://www.allyoucanstyle.de/typo-hilfe-links">http://www.allyoucanstyle.de/typo-hilfe-links</a>, womit ich jetzt wieder die Kurve zum Hass kriege.</p>
<p>Denn ich bewege mich mit dem herrlichen Homage hybrid HS (bei dem ich mich immer frage, ob für den Namen die Rahmenproportionen oder ein „mangelhaft“ in Französisch verantwortlich waren) wie gesagt quer durch Frankfurt, vom Gallusviertel in die Fahrgasse. Völlig korrekt benutze ich, mühelos bei Vmax 35 km/h mit dem dichten, aber noch fließenden Autoverkehr mithaltend die Mainuferstraßen – nicht die Uferpromenaden, wo ich mit einem Fahrrad lang fahren würde, sondern die Straßen. Und da werden nun frustrierte Autofahrer zu Verkehrserziehern: hupen, fuchteln, deuten auf Radwege und versuchen, den Radfahrer abzudrängen oder auszubremsen — der reinste Horror. Nun ist es aber so: Mit dem Versicherungskennzeichen am schnellen Pedelec habe ich nichts auf innerstädtischen Radwegen zu suchen, es sei denn, diese wären mit dem Hinweis „Mofa frei“ für Leichtkrafträder der Klasse L1e wie elektrisch ausdrücklich freigegeben. Solche Radwege gibt es aber praktisch nur in den Randbezirken der Stadt. In der Innenstadt gibt es Radstreifen, auf denen nicht nur die Pizza-Boten mit ihren gleichzeitig in zehn Geschmacksrichtungen stinkenden 50-Kubikzentimeter-Scootern an den Autos vorbei pröpeln, sondern eben zur Feierabendzeit auch Radlerpulks entlangwuseln. Die sind deutlich langsamer unterwegs als mein Homage, in die will ich nicht hineinfahren, also tue ich, was ich ohnehin tun soll, ich fahre mit meinem L1e-Krafträdchen auf der Straße. Dafür werde ich angehupt, befuchtelt und bedrängt. Und was sagt der FreieBauer mit rollendem Wetterauer R, der gar nicht dreist genug pilotierend seine Arbeitsstätte hinter sich lassen kann, wenn man ihm beim Ampelstopp durchs offene Seitenfenster die Rechtslage auslegt? „Du fährst viel zu schnell mit deinem Fahrrad. Das ist gefährlich.“ Das ist dann der Moment, wo ich den Lenker etwas fester greifend mir sagen muss: „Hans-Heinrich, du weißt doch: Du sollst nicht&#8230;“ Herrje, unter welchem Tastaturkürzel stecken jetzt wieder die Gevierte zwischen den Pünktchen? (Freundliche Hilfestellung unter hansheinrichpardey@gmail.com ist durchaus erwünscht.)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/grenze/author/faz-py/">faz-py</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/grenze">Ich an der Grenze</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Manche Wahrheiten sind einfach nur wahr</title>
		<link>http://blogs.faz.net/grenze/2012/09/12/einfach-nur-wahr-106/</link>
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		<pubDate>Wed, 12 Sep 2012 14:39:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>faz-py</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[<p>Ich habe mich wirklich mit einem Virus angesteckt: Auf die Gangschaltung zu verzichten, hat meine&#160; grundsätzliche Freude am Fahrradfahren in verschiedenster Hinsicht belebt. Gerade habe ich&#160;einen alten Stahlrahmen (von Flandria mit Ishiwata-Rohren) herausgesucht&#160;und schon mal die Kiste mit den Altteilen &#8230; <a href="http://blogs.faz.net/grenze/2012/09/12/einfach-nur-wahr-106/"></a></p><p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/grenze/author/faz-py/">faz-py</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/grenze">Ich an der Grenze</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe mich wirklich mit einem Virus angesteckt: Auf die Gangschaltung zu verzichten, hat meine&nbsp; grundsätzliche Freude am Fahrradfahren in verschiedenster Hinsicht belebt. Gerade habe ich&nbsp;einen alten Stahlrahmen (von Flandria mit Ishiwata-Rohren) herausgesucht&nbsp;und schon mal die Kiste mit den Altteilen durchwühlt.&nbsp;Und dann&nbsp;werde ich mich ans Schrauben machen. Die Diagnose ist ziemlich eindeutig: </p>
<p> <img alt="Bild zu: Manche Wahrheiten sind einfach nur wahr" title="Von_5F00_vorn"  src="/grenze/files/2012/09/Von_5F00_vorn.JPG" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Hat er das nicht schön hingekriegt?&nbsp;Ich meine Hoffrisör Karl-Heinz Seydel in der Frankfurter Fahrgasse.&nbsp;Der hat mir das Motto dieser meiner Tage auf den Leib geschrieben oder vielmehr aufs Leibchen. Ein sehr empfehlenswerter Laden für &bdquo;Lieblings-T-Shirts mit hohem Sonderwunschanteil&ldquo;, siehe auch <a rel="nofollow" href="http://www.allyoucanstyle.de/t-shirts">http://www.allyoucanstyle.de/t-shirts</a>. Aber die Internet-Präsenz ist nichts gegen die Präsenz des Meisters himself in dem Laden&nbsp;hinter der Litfaß-Säule.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>
<p>&nbsp; <img alt="Bild zu: Manche Wahrheiten sind einfach nur wahr" title="Von_5F00_hinten"  src="/grenze/files/2012/09/Von_5F00_hinten.JPG" /></p>
<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; (Fotos: P. Osterritter)&nbsp;</p>
<p>Die Qualität des Shirts (&bdquo;hautsympathisch&ldquo;) entspricht der typographischen Maßfertigung, und der Auftritt von khs vom Andenken bis zur Auslieferung ist ein Erlebnis &mdash; unbezahlbar.</p>
<p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/grenze/author/faz-py/">faz-py</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/grenze">Ich an der Grenze</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>So kann man auch mit kleinen Sachen&#8230;</title>
		<link>http://blogs.faz.net/grenze/2012/09/05/so-kann-man-auch-mit-kleinen-sachen-102/</link>
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		<pubDate>Wed, 05 Sep 2012 08:12:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>faz-py</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[<p>Eine nette Kleinigkeit habe ich von der Eurobike mitgebracht. Dass ein Kronkorken &#8211; speziell einer, der von einer Flasche Warsteiner stammt &#8211; farblich und stilistisch sehr gut als Abschlussdeckel auf den Ahead-Steuersatz meines billigen Ein-Gang-Mountainbikes passt, war mir klar. Die &#8230; <a href="http://blogs.faz.net/grenze/2012/09/05/so-kann-man-auch-mit-kleinen-sachen-102/"></a></p><p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/grenze/author/faz-py/">faz-py</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/grenze">Ich an der Grenze</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Eine nette Kleinigkeit habe ich von der Eurobike mitgebracht. Dass ein Kronkorken &#8211; speziell einer, der von einer Flasche Warsteiner stammt &#8211; farblich und stilistisch sehr gut als Abschlussdeckel auf den Ahead-Steuersatz meines billigen Ein-Gang-Mountainbikes passt, war mir klar. Die Idee mag ja&nbsp;geklaut sein, zum Beispiel sah man schon Heineken-Kapseln auf&nbsp;Rädern von MTB Cycletech,&nbsp;aber schwarz-weiß-gold, das schickt, wie der Mittelhesse sagt.&nbsp;</p>
<p>Und das sieht dann so aus:</p>
<p> <img alt="Bild zu: So kann man auch mit kleinen Sachen..." title="kronkorken"  src="/grenze/files/2012/09/kronkorken.JPG" /></p>
<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;(Fotos: py)</p>
<p>Die Flaschen-Kappe ist jedoch nur ein Platzhalter. Beim Fahren tritt an seine Stelle diese Quartz-Uhr, die an ihrer&nbsp;Position immer schön im Blickfeld liegt. Vor allem muss man keine Uhr mehr&nbsp;am Handgelenk haben, was ich beim Radfahren schon immer nervig fand, ganz abgesehen davon, dass man sich die von mir bevorzugten Lederarmbänder dauernd&nbsp;ruiniert.&nbsp;</p>
<p> <img alt="Bild zu: So kann man auch mit kleinen Sachen..." title="UHR"  src="/grenze/files/2012/09/UHR.JPG" /></p>
<p>Das Nachrüsten der Uhr ist ganz einfach: </p>
<p> <img alt="Bild zu: So kann man auch mit kleinen Sachen..." title="Halter"  src="/grenze/files/2012/09/Halter.JPG" /></p>
<p>1. Entfernen der Standard-Ahead-Kappe. </p>
<p>2. Montieren einer&nbsp;Kappe von Speedlifter mit der Gewindeaufnahme. </p>
<p>3. Uhr (oder Kronkorken) einlegen und sie oder ihn mit der Aluminium-Schraubfassung fixieren. Fertig.</p>
<p>Für rund 35 Euro gibt es dazu einen Schlüsselring mit einem Gummianhänger, in den Uhr und Kronkorken passen und sich immer dann befinden, wenn das andere Teil am Rad ist.</p>
<p>Das Ganze stammt von Markus Schulz und der by.schulz GmbH in Saarbrücken, und weil er hinter den verstellbaren Vorbauten, die unter dem Namen Speedlifter bekannt sind, steckt, gibt es die Vorbau-Uhr natürlich auch als Abschluss der Speedlifter-Modelle.</p>
<p>Bezugsquellen-Hinweis: <a rel="nofollow" href="http://www.speedlifter.com/">www.speedlifter.com/</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/grenze/author/faz-py/">faz-py</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/grenze">Ich an der Grenze</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Der Teufel fährt Klapprad &#8211; Gevatter Tod, Papst und Osterhase übrigens auch</title>
		<link>http://blogs.faz.net/grenze/2012/09/02/der-teufel-faehrt-klapprad-gevatter-tod-papst-und-osterhase-uebrigens-auch-95/</link>
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		<pubDate>Sun, 02 Sep 2012 10:22:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>faz-py</dc:creator>
				<category><![CDATA[Eurobike]]></category>
		<category><![CDATA[Kalmit]]></category>
		<category><![CDATA[Klapprad-Cup]]></category>
		<category><![CDATA[Maikammer]]></category>
		<category><![CDATA[Tern]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Mit einem 20-Zoll-Faltrad von Tern, dem Link&#160;Uno ohne Gangschaltung, out-of-the-box bei einem Bergrennen rauf auf den höchsten Gipfel des Pfälzerwalds &#8211; kann das denn gutgehen? Hätte ich nicht&#160;besser mit so einem Rädchen wie dem Erlkönig von Specialized (den ich allerdings &#8230; <a href="http://blogs.faz.net/grenze/2012/09/02/der-teufel-faehrt-klapprad-gevatter-tod-papst-und-osterhase-uebrigens-auch-95/"></a></p><p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/grenze/author/faz-py/">faz-py</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/grenze">Ich an der Grenze</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Mit einem 20-Zoll-Faltrad von Tern, dem Link&nbsp;Uno ohne Gangschaltung, out-of-the-box bei einem Bergrennen rauf auf den höchsten Gipfel des Pfälzerwalds &#8211; kann das denn gutgehen? Hätte ich nicht&nbsp;besser mit so einem Rädchen wie dem Erlkönig von Specialized (den ich allerdings erst auf dem Gipfel entdeckt habe) beim Heiligen Kalmit Klapprad Cup <a rel="nofollow" href="http://www.kalmit-klapprad-cup.de/">http://www.kalmit-klapprad-cup.de/</a> teilnehmen sollen?</p>
<p>Mein Trainingsstand war nicht so berühmt, genauer gesagt war ich noch voll bedröhnt von drei Tagen Eurobike und der fahrstil-Trendlounge am Freitagabend, die in etwa so war wie der jedermannfrau einladende Flyer. &nbsp; &nbsp;&nbsp;</p>
<p> <img alt="Bild zu: Der Teufel fährt Klapprad - Gevatter Tod, Papst und Osterhase übrigens auch " title="Trendlounge"  src="/grenze/files/2012/09/Trendlounge.JPG" />&nbsp;&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nein, ich will nicht ungerecht sein: Die Eurobike ist spannend und aufregend, Begegnung mit allen möglichen Kolleginnen und Kollegen, Klatsch und Tratsch, echte Neuheiten, jede Menge Anregungen und Ideen, von denen manche länger reichen als ein Jahr &#8211; also ein Muss für einen Fahrradmenschen. </p>
<p>Aber diese Riesenmesse ist eben auch nervig, wenn die Anreise aus dem 30 Kilometer entfernten Bad Waldsee morgens auf den letzten 2,5 Kilometer bis zum Messeparkplatz geschlagene anderthalb Stunden dauert. Wenn man schließlich glücklich da ist, sogar da, wo man hin wollte, von Messe Ost nach Messe West polizeilich umgeleitet und auf halbem Weg plötzlich doch nach Ost gewunken, dann trommelt einem einer von dieser als Parkplatzordner bestellten Rentnerband auf dem Auto herum zwecks Platzanweisung. Und wenn man komplett durchgesäuert aussteigt, versucht er seinen grundlosen Übergriff mit alpenländischer Unverschämtheit grinsend zu heilen: &bdquo;Hoscht wedda lang Party gemacht, eh?&#8221; </p>
<p>Denn etwas anderes können sich diese Oberschwaben offenbar gar nicht vorstellen, als dass wir alle nur kommen, um uns an Schupfnudeln zu überfressen und dann mit Tannenzäpfle abzufüllen. Ich werde den selbstzufriedenen Registrierkassenblick nicht vergessen, mit dem mir vor Jahren schon einer von diesen armschwenkenden Veteranen die bittere Wahrheit sagte: &bdquo;Mir kennet des mache wie mir wellet, ihr misset ja doch komme.&#8221; (Ich hoffe, die Transskription ist einigermaßen richtig, den Klang jedenfalls habe ich noch gut im Ohr.) </p>
<p>Dieses Jahr war auch noch das Wetter äußerst bescheiden: OMG, wenn es am Bodensee regnet, kann auch ein Gemüt wie das eines Hans-im-Glück suizidal gefährdet werden. Immerhin, der Demo-Dienstag in Ratzenried versank nicht im Schlamm. Ein weiß-blauer Himmel strahlte auf die bis zu hin Knochenbrüchen und völlig zerstörten Laufrädern entschlossen testenden Mountainbiker. Die aus Aalen angereiste Dirndl-Prinzessin Simone &#8211; als &bdquo;nett, aber in dem Gwand a Fehlbesetzung&#8221; so machomäßig offen wie richtig beschrieben &#8211; fand weit weniger Aufmerksamkeit als etwa die elektronische Dämpferverstellung bei Ghost, Lapierre oder Haibike. Ich nahm aus Ratzenried die Erfahrung mit, dass ein Elektromotor, und sei es auch einer von Bosch mit dem neuen größeren Akku, keineswegs jedermann jede Steigung hinauf hilft. Diesen Erkenntnisgewinn verdanke ich dem Kreidler Vitality Dice 29er. Mit anderen E-MTBs war&#8217;s wie in dem Song mit der Sphinx: &bdquo;&#8230; und mit einem Mal da ging&#8217;s.&#8221;&nbsp;&nbsp; </p>
<p>Über das lustigste Erlebnis der Eurobike soll hier der Mantel der Nächstenliebe&nbsp; gebreitet werden, um die Anonymität eines deutschen Herstellers von Fahrrad- Elektroantrieben zu wahren. Die Probefahrt auf dem kleinen Kurs in der Zeppelin-Halle &#8211; ja, tatsächlich unter dem schwebenden Luftschiff &#8211; endete mit einem No-go an der Rampe: keine Motorunterstützung genau in dem Moment, wo diese am nötigsten gewesen wäre, Abstieg. Die Reklamation wurde mit einem Knock-out beantwortet: &bdquo;Haben Sie rechts getreten? Sie hätten links treten müssen. In dem Rad ist nur ein Torque-Sensor links an der Kurbelwelle aktiv, wird in der Serie aber geändert.&#8221; </p>
<p>Nach drei tollen Tagen auf der Eurobike konnte ich in der fahrstil-TrendLounge nur noch kurz herumgucken: Mit GST-Sieger Walter habe ich geplaudert, der ein wahnsinnig schönes Trikot anhatte, ich habe die wieder mal so lustig wie schnellsprudelnd erzählende Ausnahme-Singlespeederin Mila Kusmenko <a rel="nofollow" href="http://www.milakusmenko.com/">http://www.milakusmenko.com</a> getroffen und gehört, dass sie zwei Jahre ganz in der Nähe von&nbsp; Frankfurt gearbeitet hat, ich sah Schlaflos-im-Sattel-Motor Phaty Krämer von fern und sein erstes Dream-Bike als Exponat. Rund 150 andere Prominente habe ich nicht erkannt, sondern mich einigermaßen zeitig auf den Weg gemacht, um in&nbsp; Frankfurt mein Bike für den Kalmit Klapprad-Cup zu holen. Ungefähr zwölf Stunden vor dem Start fiel ich in bleiernen Schlaf. Im Traum wollte mich eine alte Schachtel am Eingang Ost nicht auf die Eurobike lassen, weil auf meinem Ticket nicht Ispo Bike stehe. Aber wie es so im Traum geht: Ich überfuhr sie einfach mit einem Karate Monkey von Surly.</p>
<p>Am Morgen montierte ich das Link Uno von Tern fertig, oder vielmehr lediglich fahrfertig: Felgenbremse, Klingel und Reflektoren blieben im Karton, der bereits montierte Ständer blieb aus purer Faulheit dran. Unter den Sattel kam eine Tasche für Handy, Inbusschlüssel, Notgroschen und Trinkflasche, an die Lenksäule montierte ich die Christophorus-Plakette. Damit entsprach das feldgraue Bike den Spezifikationen der Ausschreibung: 20-Zoll-Laufräder, ein Gang, und zwar mit der nicht besonders, sondern nur gerade so bergtauglichen Entfaltung von 61 Zoll. Um kurz nach zwölf waren wir in Maikammer.</p>
<p> <img alt="Bild zu: Der Teufel fährt Klapprad - Gevatter Tod, Papst und Osterhase übrigens auch " title="Tern-Uno"  src="/grenze/files/2012/09/Tern-Uno.jpg" /></p>
<p>Mein Bike: Tern Link Uno &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Fotos: Petra Osterritter</p>
<p>Die technischen Daten des für rund 500 Euro in der Preisliste stehenden Rädchens: <a rel="nofollow" href="http://www.ternbicycles.com/de/bikes/link-uno">http://www.ternbicycles.com/de/bikes/link-uno</a>&nbsp;</p>
<p>Der Klapprad-Cup der Pfälzer steht jedes Jahr unter einem Motto. 2011, bei der 20. Austragung, hieß es &bdquo;Welcome to the Royal Klapp&#8221; und in Maikammer unterhalb des Kalmit-Gipfel war schon vor dem Start ein Hauch von Ascot, mit Queen, großen rosa Hüten, Bärenfellmützen und spleenigen Startern. Davon gibt es eine hinreißende DVD, die allerdings für Zuschauer unter 45 Jahren nicht geeignet ist. Dieses Jahr nun &bdquo;Wers klappt, werd seelisch&#8221;. Das muss man sich in dem weichmäulig-singenden vorderpfälzer Dialekt vorstellen, und es bekommt eine beinahe erotische Note.</p>
<p>Mein &bdquo;Kirchgeld&#8221; hatte ich ja schon überwiesen, also holte ich unten auf dem Parkplatz meine Startunterlagen ab und legte eine Schnell-Beichte ab, bei der es mir wie im wirklichen Beichtstuhl erging: Ich wusste nicht so recht, was ich sagen sollte. Der Beichtvater nahm es gelassen und gnädig, absolvierte ohne Buße und überreichte mir einen Pilgerbrief. Gemeldet hatte ich als Frater Aegidius de Casamontana. Anschließend fuhr ich das Auto auf etwas über 500 Höhenmeter gen Gipfel zu einem Parkplatz im Wald. Mir wurde ganz anders beim Gedanken, als ich die Serpentinen sah und realisierte, dass ich da mit dem Tern Uno hinaufmüsse. Aber erst einmal ging&#8217;s bergab, mit dem Rad allerdings, weil zurück zum Start. Ich fuhr sehr behutsam bergab, verzögerte sachte mit nichts als der Rücktrittbremse, und versuchte sie nach Kräften zu schonen. Später bei Betrachtung der Räder von anderen Startern wurde mir klar, wieso viele der alten Sachs-Naben wie mehrfach ausgeglüht aussahen. </p>
<p>Beim Tern-Distributor Hartje hatte man sich ernste Gedanken um einen Renneinsatz des verliehenen Link Uno gemacht. Und so hatte ich schon Tage zuvor eine jegliche Haftung ausschließende Mail bekommen: &bdquo;Da Sie das Testrad beim Bergrennen nutzen wollen, muss ich allerdings darauf hinweisen, dass wir hier keine Haftung übernehmen werden, da das Rad hier entgegen der eigentlichen Nutzungsvorgaben zum Einsatz kommt. Siehe dazu auch der Auszug aus dem Gewährleistungsschreiben, das händlerseitig an alle Käufer übergeben wird:&#8221; Es folgten einige salvatorische Klauseln und der freundliche Gruß von Hartjes Öffentlichkeitsarbeiter Thomas Göbel: &bdquo;Dies schlicht der Form halber! Nichtsdestotrotz wünsche ich viel Spaß und einen reibungslosen Ablauf.&#8221; Ursprünglich hatte ich vorgehabt, die Übersetzung zu verringern durch die Umrüstung auf ein bergtaugliches Ritzel, aber das war nun schlicht aus Zeitnot unterblieben. </p>
<p>Unten am Start angekommen geriet ich ins Fegefeuer: Erstens war ich nicht einmal notdürftig kostümiert. Aber das fiel weniger auf. Mein Rad, oder genauer gesagt: sein mitlaufender Kettenschutz, dafür umso mehr. Ich guckte mich um: Bis auf ein oder zwei Falträder von Dahon fuhr ich das modernste Rad. Immer wieder wurde ich nach der Abdeckung der Kette gefragt, die so verdächtig wie ein Zahnriemen wirkte, und mehrfach wurde mir geweissagt, dass ich mich mit dieser Übersetzung &bdquo;sauer fahren&#8221; müsse auf dem Weg ins Himmelreich. Ich bereute aufrichtig, dass ich nicht doch bei ebay rasch ein Altrad ersteigert hatte.</p>
<p>Es wäre natürlich viel stilvoller gewesen mit einem speziell aufgearbeiteten Altteil wie etwa diesem hier unterwegs zu sein. Mit dem belegte &bdquo;Annonne&#8221; männlichen Geschlechts Platz 11 der Gesamtwertung.</p>
<p> <img alt="Bild zu: Der Teufel fährt Klapprad - Gevatter Tod, Papst und Osterhase übrigens auch " title="Specialized_5F00_Erlkoenig_5F00_9012987"  src="/grenze/files/2012/09/Specialized_5F00_Erlkoenig_5F00_9012987.JPG" /></p>
<p>Der Specialized-20-Zoll-Erlkönig</p>
<p>Kleiner Hinweis für diejenigen, die glauben, dass Specialized das Fahrrad erfunden hat und daher jede Art von Bikes baut: Ich bin mir nicht einmal sicher, ob die Aufkleber dieses Pilgerrads tatsächlich von Specialized sind oder auf dem Trödelmarkt gleich neben der Rolex für zehn Euro liegen.</p>
<p>Schmale Slicks, große Ritzel oder dementsprechend verkleinerte Kettenblätter, Rennlenker und Rahmenversteifungen, aber auch rostige Antiquitäten, naturbelassen, wie sie die Fahrradindustrie in den siebziger Jahren auf die Menschheit losgelassen hatte, mit porösen Weißwandreifen und vom Flugrost zusammengehaltener Lenksäule, und dann wieder unklappbar gemachte Rahmen mit trickreicher Schraubstrebe, Anhänger, Tandems, Räder mit Glockentürmen hinten drauf, zum Viersitzer zusammengeschweißte Klappis. Der technischen Vielfalt der Fahrzeuge entsprach die Kostümierung der Fahrer. Ein Teufel entzündete einen Campinggrill auf dem Gepäckträger und brüllte ein ums andere Mal: &bdquo;Zur Hölle mit euch Gläubigen.&#8221; Seminaristen mit Klerikerkragen legten Inzens ein, dass es einem den Atem raubte. Teufelinnen rückten ihre Netzstrümpfe zurecht, Mönche rafften ihre Kutten und als Zehn Gebote rollten Moses&#8217; Steintafeln vom Berge Sinai in Richtung Start. Ein Bischof in hochamtlichem Ornat stärkte sich, bevor es wirklich losging, noch mit einer weiteren Messwein-Schorle. Und der Engel Aloysius, also der Bayer im Himmel tauchte gleich in mehrfacher Ausführung im Fahrerfeld auf. Hübsche Engelchen in Windeln fröstelten noch ein wenig. Und dann ein ehrfürchtiges Raunen: Mit einem Kreuz auf der Schulter, das durch keine Tür gepasst hätte, holte sich der Herr persönlich seine Startunterlagen und rollte zum Fototermin.</p>
<p>Wer glaubt, dass die Kostümierung der sportlichen Leistung abträglich sei, sieht sich beim Blick in die Ergebnisliste gegenteilig belehrt. Hier haben wir im Bild Don Christophorus, der dieserart bis zu den Sandalen korrekt gekleidet und den Zuschauern unermüdlich Segen spendend in 20:49 als Sieger auf den Gipfel stürmte.</p>
<p> <img alt="Bild zu: Der Teufel fährt Klapprad - Gevatter Tod, Papst und Osterhase übrigens auch " title="Segen_5F00_9012872"  src="/grenze/files/2012/09/Segen_5F00_9012872.JPG" /></p>
<p>Auf Segensfahrt: Don Christophorus auf dem Weg zum Sieg.</p>
<p>Spekulationen darüber, ob der Himmel seinen Mann mit starker Hand anschob oder ob der Gute schlichtweg vor den höllischen Heerscharen im Teilnehmerfeld ausreißend zum Sieg stürmte, sollen hier unterbleiben. Schließlich strebten vielfach die himmlischen und die höllischen Heerscharen in fairem Mit- und Nebeneinander dem 673 Meter hohen Gipfel zu.</p>
<p> <img alt="Bild zu: Der Teufel fährt Klapprad - Gevatter Tod, Papst und Osterhase übrigens auch " title="Osterhase_5F00_9012975"  src="/grenze/files/2012/09/Osterhase_5F00_9012975.JPG" /></p>
<p>Er hatte es zumindest mollig warm in seinem Kostüm: Harvey der Erleuchtete &nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Auch der Osterhase oder vielmehr Harvey der Erleuchtete kam nicht als Letzter an. Der letzte Gewertete, von 448 Teilnehmern verzeichnet die Ergebnisliste 425 Zieldurchfahrten, fuhr in 1.19:29 Stunde zum Kalmithaus hoch. Zwischen Maikammer und dem letzten Parkplatz unter der Hütte (Ludwigshafener Hütte ist der andere Name für die höchstgelegene Hütte des Pfälzerwaldvereins) war für die Zeit des Rennens die Straße gesperrt. Mindestens vier Fünftel der Strecke war also Asphalt, der Rest ein sehr gut zu befahrender Waldweg. Die Zuschauerresonanz erschien enorm; der Veranstalter spricht von Tausenden, im höchsten drei- oder niedrigen vierstelligen Bereich dürfte die Zahl gelegen haben. Aber der Enthusiasmus, die Anfeuerungsrufe, der Applaus und das Gedrängel im immer enger werdenden Schlauch der Einfahrt zum Ziel, das war echte Rennatmosphäre und hatte fast die Ausmaße von weitaus größeren Ereignissen &#8211; irgendwo zwischen Papstbesuch und&nbsp; Tour de France. Auf dem Gipfel dann Wasser, Posaunenchoral, Weinschorle und Siegerehrung: der Methusalem-Pokal für Bruder Siggi, ältester Teilnehmer mit 77 Jahren, die Jüngsten waren sechs und zehn Jahre alt &#8211; als Mitfahrerin auf dem Tandem und als Selbstfahrer. Das unterscheidet den Klapprad-Cup deutlich von anderen skurrilen Bike-Events: Hier trifft sich nicht eine rein sportlich orientierte Szene, sondern das Rennen ist eine Party für die ganze Familie.</p>
<p>&nbsp; <img alt="Bild zu: Der Teufel fährt Klapprad - Gevatter Tod, Papst und Osterhase übrigens auch " title="Engel_5F00_9012916"  src="/grenze/files/2012/09/Engel_5F00_9012916.JPG" /></p>
<p>Einfach himmlisch! </p>
<p>Tja, und wie erging es nun an der Kalmit mir zwischen Engeln, Tod &#8211; der war maskiert und mit der Sense auch dabei und hatte eine Action-Kamera ans Sensenblatt montiert -&nbsp;und Teufeln? Der Start ist, wenn man sich nicht frühzeitig nach vorn durchgeschlängelt hat, immer ein Moment von Hakeligkeit und Aufregung, aber dann merkte ich bald, dass ich mit meiner Übersetzung ganz gut zurecht kam. Das Tern Link Uno muckste sich nicht und rollte auf bis zum Anschlag aufgepumpten Reifen mustergültig. Wenn man die Räder von dem Team um Joshua Hon (das ist der Sohn von David Hon, der mit Dahon den größten Faltradhersteller der Welt aufgezogen hat) mit den Produkten seines Vaters vergleicht, fällt die gesteigerte Qualität auf. Diesen Weg gehen zu wollen und nicht weiter vor allem preisgünstige Masse anzubieten, war der Grund dafür, dass sich die Wege von Vater und Sohn trennten. Speziell die lange Lenksäule wird auf einer Bergstrecke durch die Zugkräfte beim Wiegetritt rücksichtslos geprüft. Bei bloß ähnlich aussehenden Konstruktionen war sie auch der Punkt, der speziell einem größeren und schwereren Fahrer ein Gefühl der Unsicherheit vermittelte, weil die lange Stande in Fortsetzung der Vorderradgabel sich sachte verwand. Nichts davon beim Tern Link Uno. Das Rad, das ja keineswegs für diese Art von Einsatz konzipiert ist, sich mit einem Gewicht von weniger als 11 Kilogramm (unter Verzicht auf die erwähnten Teile) aber durchaus dafür eignet, als Singlespeed sportlich flott gefahren zu werden, machte eine angenehm steife Figur &#8211; der Hauptrahmen sowieso, aber auch Lenker und Lenksäule. Sogar während der anschließenden Bergabfahrten bekam man bei höheren Tempi&nbsp; keine feuchten Hände &#8211; vorausgesetzt, es war soviel Auslauf vorhanden, dass die Shimano-Rücktrittbremse mit dem Vortrieb fertig werden konnte. Sie ist kein Herkules, was die Verzögerung angeht. Insgesamt war ich hochzufrieden mit meinem Rädchen, und ich ärgerte mich bloß, dass ich wegen meines zwei Stops erzwingenden Langarm-Trikots die 40-Minuten-Grenze mit 43:43 Minuten verfehlte: erst musste ich es ausziehen, weil es zu warm war, und dann geriet es mir ins Hinterrad.</p>
<p>Wie zufrieden ich mit meinem Link Uno war, lässt sich am einfachsten daran ermessen, dass ich auf der Suche nach der Fotografin den Berg noch zweimal fast zur Hälfte hinunter und wieder hoch fuhr, so dass ich dreimal an der Hütte ankam. Dort oben funktionierte im Gegensatz zu meinem Rädchen das Handy nämlich so gut wie gar nicht. &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/grenze/author/faz-py/">faz-py</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/grenze">Ich an der Grenze</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Noch zwei Tage bis zur Eurobike: Mit dem Easy Rohler ER-X von Idworx auf Pannentour</title>
		<link>http://blogs.faz.net/grenze/2012/08/27/mit-dem-easy-rohler-er-x-von-idworx-auf-pannentour-88/</link>
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		<pubDate>Mon, 27 Aug 2012 06:35:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>faz-py</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[<p>&#160; Wer den Schaden hat, spottet jeder Beschreibung. Aber darf eine öffentlich gemachte Radler-Kladde zum Pranger werden? An dem mit vollem Namen (oder noch schlimmer: mit Schimpf- und Necknamen) Hersteller und Benutzer von anfälliger Fahrradtechnik zwar nicht ausgepeitscht, aber netzweit &#8230; <a href="http://blogs.faz.net/grenze/2012/08/27/mit-dem-easy-rohler-er-x-von-idworx-auf-pannentour-88/"></a></p><p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/grenze/author/faz-py/">faz-py</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/grenze">Ich an der Grenze</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>Wer den Schaden hat, spottet jeder Beschreibung. Aber darf eine öffentlich gemachte Radler-Kladde zum Pranger werden? An dem mit vollem Namen (oder noch schlimmer: mit Schimpf- und Necknamen) Hersteller und Benutzer von anfälliger Fahrradtechnik zwar nicht ausgepeitscht, aber netzweit plakatiert werden?</p>
<p>Also, ich war mit der Rad-Gruppe des TUS 1965 Vollnkirchen&nbsp;von Donnerstag bis&nbsp;Sonntag zwischen Ulm und Regensburg unterwegs. Die Truppe, die sich während der Saison unter der Woche am Dienstagabend zu einer Ausfahrt trifft,&nbsp;macht ihre Ausflüge seit bald zwanzig Jahren&nbsp;Jahren, mittlerweile einen &#8220;Frühjahrsklassiker&#8221; und Ende August eine Fluss-Fahrt. (Was schon alles gefahren wurde: <a rel="nofollow" href="http://tus-vollnkirchen.de/joomla/content/section/6/28/">http://tus-vollnkirchen.de/joomla/content/section/6/28/</a> )&nbsp;In diesem Kreis hängt mir immer noch eine Geschichte nach: Vor 15 Jahren war ich mit einem vollgefederten Trekkingrad von Giant am Roten und Weißen Main mit dabei und kam aus dem Fluchen nicht heraus, weil das Rad sich wie eine Gummikuh aufführte: die Schaukelei mit dem Gepäck war entsetzlich und an jeder kleinen Steigung stand der Krafteinsatz in keinem Verhältnis zum Vortrieb. Also von Komfort keine Rede, nur Frust, aber unvergessen, weil ich aus meinem Herzen keine Mördergrube machte. Und so wurde ich dieses Jahr gleich gefragt, ob ich wieder so ein Super-Rad für die Tour nehmen wolle. Klar, ein wirklich schönes (und entsprechend kostendes) Stück: ich hatte mich für&nbsp;einen idworx Easy Rohler von Gerrit Gaastra&nbsp;entschieden, das mit blauen Komponenten optisch aufgepeppte Modell ER-X.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>
<p> <img alt="Bild zu: Noch zwei Tage bis zur Eurobike: Mit dem Easy Rohler ER-X von Idworx auf Pannentour" title="Regensburg-Klein-038"  src="/grenze/files/2012/08/Regensburg-Klein-038.jpg" /></p>
<p>Die Radlergruppe des TUS Vollnkirchen in Regensburg&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;(Fotos: py.)</p>
<p>Es war eine richtige Herrenpartie &#8211; knapp 280 Kilometer flussabwärts an der Donau entlang, mit eher erhöhtem Cholesterinspiegel als der Gefahr der Hypoglukämie und zeitweise den roten Bereich streifenden Leberwerten. Eine landschaftlich, architektonisch und kulinarisch erfreuliche Strecke, auf der man sich schwerlich&nbsp;verfahren kann, und die auch kaum besondere Anforderungen an die Kletterfähigkeiten von Rad und Radler stellt. Es hat &#8211; das erwies sich für mindestens einen&nbsp;der Teilnehmer&nbsp;- vor Neuburg a. d. Donau so seine Tücken, wenn man dem Gesamtstreckenprofil des Donau Radwegs traut, wie es etwa ein gedruckter Führer darbietet: als sachte aus der Waagrechten über die Buchseiten hinweg abfallende Linie. Die hat in Wirklichkeit, vor allem wenn man sich ein wenig von den&nbsp;auf und hinterm Deich verlaufenden Pfaden abwendet, durchaus einige Knüppelchen zu bieten. Maximal etwas über hundert, weitgehend ebene Kilometer am Tag&nbsp;- da kann man sich nur selbst und mit seinem Rad in die Quere kommen.</p>
<p>So war es auch: Die Durchschnittsgeschwindigkeit wurde wesentlich vom Pech mit gerissenen Speichen und&nbsp;einem Reifenmantel-Riss oder&nbsp;einer schief gezogenen&nbsp;Achse und den&nbsp;daraus resultierenden Reparatur-Pausen&nbsp;bestimmt. Technisch hoch interessant, aber nicht ganz ungefährlich, wenn man abrutscht: Zum ersten Mal erlebte ich mit, dass es möglich ist, eine nahe dem Nabenflansch abgerissene Speiche so&nbsp;umzubiegen, dass sie wieder eingehängt werden kann,&nbsp;um die Fahrt bis zur nächsten Werkstatt fortzusetzen. Klaus hat sich dabei nicht geschont, sondern&nbsp;die Hand&nbsp;aufgerissen.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>
<p> <img alt="Bild zu: Noch zwei Tage bis zur Eurobike: Mit dem Easy Rohler ER-X von Idworx auf Pannentour" title="Reparatur-016"  src="/grenze/files/2012/08/Reparatur-016.jpg" /></p>
<p>Klaus biegt freihändig einen neuen Speichenkopf&nbsp;</p>
<p> <img alt="Bild zu: Noch zwei Tage bis zur Eurobike: Mit dem Easy Rohler ER-X von Idworx auf Pannentour" title="Ruhepause-024"  src="/grenze/files/2012/08/Ruhepause-024.jpg" />&nbsp;</p>
<p>Reparatur- und Regenerationspause&nbsp;</p>
<p>Nach der dritten oder vierten Panne lässt zwar nicht die Schadenfreude in der Truppe, aber doch der Unterhaltungswert für die nicht unmittelbar Beteiligten ziemlich nach, vor allem dann, wenn es immer wieder denselben Fahrer und dasselbe Rad trifft.&nbsp;Dem oder vielmehr den beiden Armen hinterher zu höhnen, verbietet die Kameradschaft. Außerdem war es im einen Fall (zwei Speichenbrüche) ein Ast und einfach schlechtes Karma, im anderen Fall (Speichenbruch, Mantelriß und schlagartiger Druckverlust hinten, Schaltungsblockade infolge schief gezogener Hinterachse, Plattfuß infolge Ventilschwäche) handelte es sich um ein Rad der Marke Conway in Hoya, wo man&nbsp;auch sehr ordentliche Räder hinstellen kann. Aber ob es nun die Reparatur in der Schlosserei in Großmehring war, wo man alles und jedes bekommt, von der Kettensäge bis zum Kinderrädchen, oder aber der Autodidakt Rainer Gender, der uns im Caf&eacute; in Bad Gögging als &#8220;Fahrradfreak und Ex-Rennradfahrer&#8221; vermittelt wurde, sie gehen in die Heldensagen des TUS Vollnkirchen ein.&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>
<p> <img alt="Bild zu: Noch zwei Tage bis zur Eurobike: Mit dem Easy Rohler ER-X von Idworx auf Pannentour" title="Panne-021"  src="/grenze/files/2012/08/Panne-021.jpg" /></p>
<p>Dass es so etwas gibt wie einen Mantelriss, glaubt man erst, wenn es peng gemacht hat.</p>
<p>Den Beweger eines Easy Rohler von Gerrit Gaastra, Fahrradhersteller in vierter Generation (seine Altvorderen haben zum Beispiel Batavus und Koga Miyata begründet), bewegen ganz andere Sorgen. Das geht schon damit los, dass man das Rad nicht ohne ein zweites Schloss am Bahnhof in Ulm stehen lassen möchte, um auf den Turm des Münsters zu klettern. Wenigsten sollte das Vorderrad zusätzlich zum serienmäßigen Ringschloss gesichert sein, denn da sitzt blitzblau im ER-X ein SON-Dynamo, der es schon lohnen würde, das Rad mit zwei Handgriffen zu entwenden. Genauso blau, aber nicht ganz so leicht zu demontieren: über dem Vorderrad der Edelux-Scheinwerfer, ebenfalls von Schmidt Maschinenbau in Tübingen, und im Hinterrad Rohloffs Speedhub 500/14.</p>
<p> <img alt="Bild zu: Noch zwei Tage bis zur Eurobike: Mit dem Easy Rohler ER-X von Idworx auf Pannentour" title="Easy-Rohler-026"  src="/grenze/files/2012/08/Easy-Rohler-026.jpg" /></p>
<p>Das Easy Rohler ER-X von idworx&nbsp;auf der Donautour</p>
<p>Kurz und gut:&nbsp;Das Rad&nbsp;mag im Auftritt noch so zurückhaltend sein, man macht sich schon&nbsp;ein wenig Sorgen um das gute Stück, aber keinen Moment lang, wenn man fährt (oder es gut weggeschlossen weiß). Es war ja schon die Rede vom Schaukeln eines gefederten Fahrrads&nbsp;unter Zuladung: Nichts davon bei diesem Bike, an dem etwa von &#8220;Air Suspension&#8221; steht. Gemeint sind die kräftig dimensionierten Reifen (Schwalbe Marathon Dureme), die&nbsp;im aufgeweichten Kalkschotter an der Donau genauso wie auf nassem Kopfsteinpflaster in Regensburg (ja, da regnete es einmal für 15 Minuten, aber gründlich) gleichermaßen gefielen. Ein beispielhaft ruhiges Fahrverhalten, ohne jede Schwerfälligkeit, ein Nicht-Renn-, kein Gelände-, sondern im wortwörtlichen Sinne ein Tourenrad, das Zuladung (natürlich auch einen größeren und schwereren Fahrer als mich) mühelos verkraftet und sich&nbsp;doch leichtfüßig sich&nbsp;im Wiegetritt einen Anstieg hinauf bewegen lässt. Bloß dieses&nbsp;schabende Geräusch stört, das die&nbsp;Rohloff-Nabe in&nbsp;den Berg-Gängen&nbsp;macht. Das Fahrerlebnis war sehr schön, und im Laufe der Tage stellte sich auch eine gewisse Gelassenheit hinsichtlich der Robustheit des ER-X ein: Dass es für knapp 4000 Euro erstklassig ausgestattet und ohne Wenn und Aber tadellos verarbeitet ist, bleibt eine&nbsp;Sache, aber es sieht nicht bloß schick aus, sondern kann auch&nbsp;eine Reise unter einem Haufen anderer Räder vertragen.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>
<p>Apropos, Pannen: Die Christophorus-Plakette für das Faltrad, mit dem ich am Samstag in Maikammer zum Klapprad-Cup auf die Kalmit antreten will (der Schutzpatron ist ein vom Veranstalter zwingend vorgeschriebener Ausrüstungsgegenstand genauso wie die mittels Zeitbonus strikt empfohlenen rasierten Waden) habe ich schon im Klosterladen der Benediktiner in Weltenburg &#8220;metgehollt&#8221;, wie der Saarländer sagt. Es gibt tatsächlich eine Ausführung speziell fürs Rad, nicht mit Magnet oder Klebfleck wie fürs Auto, sondern mit einer Biege-Schelle fürs Alurad. </p>
<p>Wirklicher Stress ist auf der TUS-Tour aber nicht das Radfahren gewesen, sondern mal wieder das Bahnfahren mit einem knappen Dutzend Fahrrädern&nbsp; &#8211; vor allem das Umsteigen mit schmalem Zeitfenster. Toitoitoi, das hat von Mal zu Mal immer besser geklappt, dank stoßtruppartiger Vorgehensweise. Erst schwärmen die Aufklärer aus: An welchem Ende könnte denn bei dem nächsten Zug wohl das für Räder vorgesehene Großabteil plaziert sein? Das steht nirgendwo auf dem Bahnsteig angeschrieben, das wissen die im Schulterzucken besonders geübten Fachkräfte der Deutschen Bahn&nbsp;nicht, und das signalisiert auch&nbsp;nicht die Stelle, wo bereits zwei Mountainbiker ratlos lauern. Auf Zuruf der Spähtrupps dann der blitzschnelle&nbsp;Zuschlag: Mit Rad und Sack und Pack, die Wurstsemmel noch auf der Hand&nbsp;50 Meter Sprint, bei denen man sich&nbsp;nicht von einem Seniorenausflug oder einer aufs Land geschickten Kinderkarawane aufhalten lassen darf. Waggontür auf, Gepäcktaschen runter und in der Postenkette durchreichen, Räder einzeln hochwuchten und alle auf einen Haufen werfen, noch einmal&nbsp;rasch, aber gründlich nach stehengebliebenen Taschen herumgucken und alle Mann durchzählen:&nbsp;Geschafft! </p>
<p> <img alt="Bild zu: Noch zwei Tage bis zur Eurobike: Mit dem Easy Rohler ER-X von Idworx auf Pannentour" title="R_FC00_ckfahrt-043"  src="/grenze/files/2012/08/R_FC00_ckfahrt-043.jpg" />&nbsp;&nbsp;</p>
<p>Fahrradtransport in der Bahn &#8211; man beachte den vorbildlich freigehaltenen Durchgang.</p>
<p>Feinheiten wie etwa das vom Kompaniechef verlangte diplomatische Geschick beim Einsortieren fremder Räder je nach Zielbahnhof oder&nbsp;die Begegnung mit Frau K., der&nbsp;Zugbegleiterin, die das Einhängen der Räder in dem unter ihrer thüringischen Hoheit stehenden IC-Abteil unabdingbar&nbsp;machte, sollen hier nicht weiter ausgewalzt werden. Festzuhalten bleibt: Anreise und Rückkehr mit der Bahn sind geeignet,&nbsp;die Urlaubsfreude des Radreisenden mittschiffs zu torpedieren. Wer hat zum Beispiel diese komischen Gestelle erfunden und&nbsp;welche Art von Fahrrädern hat er sich vorgestellt, die&nbsp;man in sie hinein hängen soll?&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>
<p>Morgen früh, wirklich in aller Herrgottsfrühe geht es, nein, nicht mit der Bahn und nicht mit dem Fahrrad, los ins Württemberger Allgäu. Nach Ratzenried, ein dörflicher Teil von Argenbühl, wo der Demoday der Eurobike mit vielen, vielen Rädern zum Ausprobieren wartet. &nbsp; &nbsp; &nbsp;</p>
<p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/grenze/author/faz-py/">faz-py</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/grenze">Ich an der Grenze</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>GST-Rad goes Eurobike</title>
		<link>http://blogs.faz.net/grenze/2012/08/22/gst-rad-goes-eurobike-86/</link>
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		<pubDate>Wed, 22 Aug 2012 07:43:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>faz-py</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[<p>Das Rad von Velotraum, mit dem ich die Grenzsteintrophy (GST) gefahren bin, ist wieder bei seinem Eigentümer Stefan Stiener, der es auf der Friedrichshafener Eurobike als eins von mehreren Velotraum-Rädern, die ein Bisschen was von der Welt gesehen haben, ausstellen &#8230; <a href="http://blogs.faz.net/grenze/2012/08/22/gst-rad-goes-eurobike-86/"></a></p><p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/grenze/author/faz-py/">faz-py</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/grenze">Ich an der Grenze</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Das Rad von Velotraum, mit dem ich die Grenzsteintrophy (GST) gefahren bin, ist wieder bei seinem Eigentümer Stefan Stiener, der es auf der Friedrichshafener Eurobike als eins von mehreren Velotraum-Rädern, die ein Bisschen was von der Welt gesehen haben, ausstellen will. &nbsp; &nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p> <img alt="Bild zu: GST-Rad goes Eurobike" title="Velotraum_5F00_Showroom_5F00_2012_5F00_8_5F00_21_5F00_9"  src="/grenze/files/2012/08/Velotraum_5F00_Showroom_5F00_2012_5F00_8_5F00_21_5F00_9.JPG" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Im Showroom von Velotraum&nbsp;mit Stefan Stiener (rechts) bei der Rückgabe.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp; Foto: Pardey</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich habe es es noch einmal genau so gepackt wie auf der Reise, allerdings nur mit geknüllten alten F.A.Z.-Ausgaben als Ballast, und ohne alles elektronische Equipment. Das war eine merkwürdige Erfahrung: Auch im Abstand von etlichen Wochen saß jeder Handgriff, die GST-Routine war so selbstverständlich &#8211; und die Vertrautheit mit dem Rad ließ den Abschied schwermütig werden. Dass ich mit ihm geredet habe wie mit einem Pferd, das wurde ja schon erwähnt, und das war auch jetzt noch so, wo es nur um die Heimreise nach Weil der Stadt zu Velotraum ging. Ein starkes Gefühl: Ich habe während der GST gelernt, mich auf dieses Bike zu verlassen, habe gelernt, seine Reaktionen einzuschätzen, ihm und mir etwas zuzutrauen, da fällt der Abschied dann nicht so leicht. </p>
<p>Und nun?</p>
<p>Mache ich mich mit der Radler-Equipe des TuS Vollnkirchen auf, um jenseits von Ulm an der Donau entlang zu radeln. Mein Rad auf Zeit: Ein EasyRohler ER-X von idworx. &nbsp; &nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/grenze/author/faz-py/">faz-py</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/grenze">Ich an der Grenze</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Es geht weiter</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Aug 2012 09:37:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>faz-py</dc:creator>
				<category><![CDATA[Schlammbein]]></category>
		<category><![CDATA[Singlespeed]]></category>
		<category><![CDATA[SiS 2012]]></category>
		<category><![CDATA[Trek]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Das Rad, das mir im Moment am meisten Spaß macht, war ein Schnäppchen im Internet. Ja ich habe es getan! Genau das, wovon ich immer mit Engelszungen abrate, Einkauf bei einem Versender, der vor allem mit dem Preis winkt. &#160; &#8230; <a href="http://blogs.faz.net/grenze/2012/08/20/es-geht-weiter-82/"></a></p><p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/grenze/author/faz-py/">faz-py</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/grenze">Ich an der Grenze</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Das Rad, das mir im Moment am meisten Spaß macht, war ein Schnäppchen im Internet. Ja ich habe es getan! Genau das, wovon ich immer mit Engelszungen abrate, Einkauf bei einem Versender, der vor allem mit dem Preis winkt. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp; <img alt="Bild zu: Es geht weiter " title="gary_2D00_fisher_2D00_marlin_2D00_29er_2D00_2011_2D00_single_2D00_speed_2D00_mountain_2D00_bike"  src="/grenze/files/2012/08/gary_2D00_fisher_2D00_marlin_2D00_29er_2D00_2011_2D00_single_2D00_speed_2D00_mountain_2D00_bike.jpg" /></p>
<p>&nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Trek Marlin SS 29 Zoll Gary Fisher Collection &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;Foto: Hersteller</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>300 Euro und ein paar Gequetschte, ich konnte einfach nicht widerstehen. Und nun stellt sich heraus, dass dieses Billigbike auch noch einen Riesenspaß macht. Ist mir echt peinlich. Naja, so peinlich auch wieder nicht, aber man muss es hinnehmen können, dass dieses Teil sowas von null Prestige bringt: Auf der Ispo Bike in München meinte ein ZEG-Produktmanager, als erstes müsste ich mein Gary-Fisher-Teil loswerden und mir einen Twentyniner von Bulls besorgen, wenn ich wirklich Spaß haben wolle &#8211; kann man tiefer sinken? &nbsp; &nbsp;</p>
<p>Aber schön der Reihe nach. Am ersten August-Wochenende war ich in Weidenthal, im Pfälzerwald: &bdquo;Schlaflos im Sattel&#8221;, das größte Mountainbike-Nachtrennen der Welt. <a rel="nofollow" href="http://www.schlaflosimsattel.com/">http://www.schlaflosimsattel.com/</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich fuhr bei David Koßmmanns Mannen mit &#8211; meine eine Altherrenrunde für das Team &bdquo;Far Steel&#8221;, was &#8211; ja, wie wohl &#8211; klingt? Genau: <a rel="nofollow" href="http://www.fahrstil-magazin.de/">http://www.fahrstil-magazin.de/</a></p>
<p>Bedingung war, wie der Team-Name schon sagte: Kein Alu. Und mit Carbon habe ich es eh nicht so. Es war ein rundherum stilvolles Erlebnis.</p>
<p> <img alt="Bild zu: Es geht weiter " title="Zielankunft"  src="/grenze/files/2012/08/Zielankunft.jpg" /></p>
<p>Am Ziel &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Foto: Petra Osterritter</p>
<p>Der dunkle Pfälzerwald, dieses Jahr finster und staubig, letztes Jahr ein Schlammbad, ist in Erlebnis für den, der meint, schon alles erlebt zu haben. Im Gegensatz zu den Hymnikern der Band Schlammbein&nbsp; (&bdquo;Fleischwurst, Bier und danach mit dem Fahrrad durch den Wald: Dunkel, hart &amp; kalt.&#8221; Siehe und höre: <a rel="nofollow" href="http://www.lastfm.de/music/SCHLAMMBEIN/_/Dunkel,+kalt+&amp;+hart">http://www.lastfm.de/music/SCHLAMMBEIN/_/Dunkel,+kalt+&amp;+hart</a>) stehe ich allerdings mehr auf den fasttrockenen Portugieser Weißherbst aus dem Halbliterglas, was in der Pfalz Schoppenglas genannt wird. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nicht wegen des Weins (den gabs erst nach der Runde), sondern wegen meines Bike fuhr ich schön gemütlich und durchquerte einige Passagen auch mit geschultertem Rad. Wenn mir an meinen achtzehn Jahre alten Oldtimer &bdquo;original und unverbastelt&#8221;, meinen Specialized Rockhopper Comp STX, was dran gekommen wäre, hätte ich ja so was von gelitten. Für mich ist das Ding eines der schönsten Mountainbikes, die es je gegeben hat. Um die schöne graue Original-Bereifung zu schonen, bekam es ein neues Paar Nobby Nic x2.25 verpasst und einen anderen Sattel, aber sonst bis zu den Speichenreflektoren: Original.</p>
<p> <img alt="Bild zu: Es geht weiter " title="Rockhopper"  src="/grenze/files/2012/08/Rockhopper.jpg" /></p>
<p>Mein altes Schmuckstück &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Foto: Petra Osterritter</p>
<p>Und wie ich so mit dem Schoppenglas in der Hand herumguckte, fiel mir ein, dass ich noch nie mit einem Singlespeed-MTB unterwegs gewesen sei. &bdquo;Mann ohne Gang&#8221;? Naja, stimmt nicht ganz, eher: &bdquo;Ein Mann, ein Gang&#8221;. Am nächsten Tag, ich hatte die Runde und den Weißherbst bestens vertragen, sah ich mich im Internet um. </p>
<p>Und da war es: Bei einem Anbieter (nomen est omen?) Bad Bikes, ein von 550 Euro herabgesetztes 2011-Modell, in der mir zuträglichen Mini-Rahmenhöhe von 15,5 Zoll. Ich bestellte, bekam umgehend als Bestätigung die Anfrage, ob ich für 25 Euro eine Endmontage wünsche, da das Rad &#8220;von einem authorisierten Fachhändler&#8221; fahrfertig gemacht werden müsse, ich verneinte und schob einen &#8220;Fachhändler vor Ort&#8221; vor, als der ich dann eine Woche nach SiS die Endmontage selbst besorgte. Erster Befund: Der Lenker passte nicht in das zu weite Maul des Vorbaus. Ein Griff für lau in die Grabbelkiste beim Rechtenbacher Fahrradhändler, und das Problem war gelöst. Scheibenbremse anbauen, andere Pedale, ein anderer Sattel &#8211; fertig. Und dann gings auf meine Hausrunde mit 32:20 Zähnen und sonst gar nichts durch den Hintertaunus: viel Spaß für wenig Geld.</p>
<p>Und die nächste Ein-Gang-Erfahrung steht schon im Terminkalender: am 1. September beim Heiligen Kalmit Klapprad-Cup (<a rel="nofollow" href="http://www.kalmit-klapprad-cup.de" target="_blank">http://www.kalmit-klapprad-cup.de</a>) von Maikammer auf die Kalmit hoch, den höchsten Berg im Pfälzerwald, auf 20 Zoll und ohne Gangschaltung. &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp;&nbsp;</p>
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<p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/grenze/author/faz-py/">faz-py</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/grenze">Ich an der Grenze</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Daheim &#8211; ins dunkle Loch gefallen</title>
		<link>http://blogs.faz.net/grenze/2012/07/10/daheim-ins-dunkle-loch-gefallen-79/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Jul 2012 12:59:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>faz-py</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[<p>&#160; Meinen Finisher-Eintrag ins Rote Buch der GST, das in dem Lokal &#8222;Zur gemütlichen Kleintierschänke&#8221; in Pabstleithen ausliegt, habe ich am Nachmittag des 6. Juni gemacht. Statt morgens an diesem Tag schon nach Hause zu fahren, wie ich in dem &#8230; <a href="http://blogs.faz.net/grenze/2012/07/10/daheim-ins-dunkle-loch-gefallen-79/"></a></p><p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/grenze/author/faz-py/">faz-py</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/grenze">Ich an der Grenze</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp; </p>
<p>Meinen Finisher-Eintrag ins Rote Buch der GST, das in dem Lokal &bdquo;Zur gemütlichen Kleintierschänke&#8221; in Pabstleithen ausliegt, habe ich am Nachmittag des 6. Juni gemacht. Statt morgens an diesem Tag schon nach Hause zu fahren, wie ich in dem Video am Dreiländereck angekündigt hatte, weil ich da ja noch nichts davon wusste, dass das Lokal erst einen Tag später aufmachen würde, bin ich noch einen Tag bei Familie Klemm und ihren Katzen in der Pension Fröschel geblieben. Ich habe ausgeschlafen, gemütlich gefrühstückt, im Radio Nachrichten gehört, und dann geschrieben. Vor allem aber habe ich meine Schuhe getrocknet, mit Zeitungspapier ausgestopft: Die Abdeckung der Bohrlöcher für die Cleats (die Klickverbindungen unter der Sohle, die ich ziemlich wenig benutzt habe), war förmlich zerrieben. Und deshalb war bei dem Unwetter am Vortag soviel Wasser in meine Schuhe gedrungen, von unten mehr als von oben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nachmittags bin ich den Hügel hinauf Richtung Mittelhammer gefahren, um einerseits dahinter endlich eine vernünftige Netzverbindung zu bekommen, mich reihum zu melden, dass ich angekommen und dass alles in Ordnung sei. Und zweitens wollte ich mich auf der Rückfahrt in dem Buch verewigen. Ich war richtig redselig bei diesem Besuch, schwatzte und schwatzte, zeigte Fotos und erzählte, erzählte. Ein Stündchen Wartezeit verging mir in der Sonne leicht, ich putzte wieder am Rad herum und kniff mich gelegentlich in die Backe: Du hast es geschafft.</p>
<p> <img alt="Bild zu: Daheim - ins dunkle Loch gefallen" title="Sch_E400_nke_5F00_kl"  src="/grenze/files/2012/07/Sch_E400_nke_5F00_kl.jpg" /></p>
<p>&nbsp;Die gemütliche Kleintierschänke in Pabstleithen</p>
<p>Abends wurde bei Klemms gegrillt, der Kater Felix mopste sich zwei der &bdquo;echten Thüringer Bratwürste&#8221;, die vor dem Braten wie Gedärm aussehen, über dem Feuer aber schön rund und prall werden &#8211; und die vorzüglich schmeckten. Die Klemms und ich saßen den ganzen Abend plaudernd beisammen, während es draußen mal wieder regnete, und wir kamen vom Hundertsten zum Tausendsten, bevor abgerechnet wurde. Und ich hatte wieder einmal den Eindruck, einfache, aber sehr herzliche Gastfreundschaft gelinge den Menschen östlich der Grenze, die ich nun abgeradelt habe, besser als denen im Westen. &nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Samstag, 7. Juli, der Tag der Rückkehr nach Hause: Ich bin sehr nervös, habe kaum Lust aufs Frühstück, sondern will los. Es soll mit dem Zug von Hof aus über Würzburg und Frankfurt nach Gießen gehen. In Hof treffe ich am Bahnschalter den Beamten, der mir 2009 auseinandergesetzt hat, dass es und warum es nicht so einfach ist, von diesem Bahnhof aus nach Blankenstein mit der Bahn an den Rennsteig zu fahren. Nicht ganz und gar unmöglich, aber so unpraktisch und umständlich, dass man besser ein paar Kilometer radelt, von Bad Steben aus.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Aber bevor es soweit ist, habe ich morgens noch ein seltsames Erlebnis. Solange ich denken kann, bin ich ein Radfahrer gewesen, der den motorisierten Verkehr und die Straße nicht scheut. Als ich um acht an diesem Samstag nach kurzer Verabschiedung in Pabstleithen zügig losfahre, sind die Straßen zudem leer. Im Vogtland sind nur ein paar riesige Landmaschinen unterwegs, wie sie wohl auch der Junior der Kleintierschänke pilotiert. Er hat mir gestern von seiner Arbeit erzählt und ich begegne den Heutransportern und Schleppern mit Respekt. Als ich Regnitzlosau links liegen gelassen habe und auf Hof zufahre, &#8211; die Autos haben jetzt Kennzeichen mit HO statt mit V &#8211; empfinde ich den Fahrstil auf der Bundesstraße als derartig aggressiv, dass ich nicht geradewegs nach Hof fahre sondern eine Nebenstrecke über Tauperlitz und Erlalohe wähle. Ich bin einfach nicht mehr gewöhnt, von Seats und Dreier-BMWs mit röhrendem Ofenrohr knapp überholt zu werden. Drei Wochen lang hatte ich meine Ruhe.&nbsp;&nbsp; </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>In Hof kommen mir dann Pulks von Rennradlern entgegen. Die Deutschland-Tour von Quäldich.de hat hier Station gemacht, erklärt mir später im Zug jemand mit missmutigem Gesicht und einem feinen Carbonteil unterm Arm: Aufgabe vor der vorletzten Etappe Hof-Oberwiesenthal. Dann sind der schnellste und der langsamste Fahrer der GST 2012 am Morgen in Hof &#8211; vermutlich ohne sich zu sehen &#8211; in entgegen gesetzter Richtung an einander vorbeigefahren. Ich jedenfalls habe den Walter nicht erkannt, weiß aber, dass er nach der GST die 20 000 Höhenmeter dieser Tour von Füssen nach Dresden abarbeiten wollte. Der morgendliche Start der Rennradler-Gruppen bekommt für mich noch eine kleine Pointe. Als ich eine Fußgängerin nach der Richtung zum Bahnhof fragen will, ruft die mir zu, noch bevor ich etwas gesagt habe: &bdquo;Da müssen Sie lang, die andern sind alle da lang gefahren&#8221;, und deutet den Letzten eines gerade um die Ecke verschwundenen Quäldich-Pulks hinterher.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich habe mit meinen Zügen, mit den netten und nervenden Mitreisenden, mit den pickepackevollen Fahrradabteilen der REs Glück: Um 9:44 Uhr ab Hof und 16:05 Uhr an Gießen. Dann sind es noch 16 Kilometer nach Hause, wo ich um kurz nach 17:15 Uhr eintreffe. Aber ich kann es nicht verschweigen: Auf den letzten Kilometern narrt mich mein GPS noch einmal: Einen Track zum Hinterherfahren habe ich nicht mehr, aber sehr wohl ein gute topographische Karte mit eingezeichneten Radwegen. Ganz abgesehen davon kenne ich mich schließlich aus und bin schon oft zwischen daheim und Gießen unterwegs gewesen. Aber dann zeigt mir die elektronische Karte einen empfohlenen Weg, der mir neu ist, und ich vertraue ein letztes Mal dem GPS. Das mich prompt an die Böschung der A45 führt, wo gar kein Übergang und keine Unterführung sind. Und ein letztes Mal muss ich zurück, neu ansetzen und fahre die letzten Kilometer der eigenen Nase nach.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p> <img alt="Bild zu: Daheim - ins dunkle Loch gefallen" title="VK_5F00_kl"  src="/grenze/files/2012/07/VK_5F00_kl.jpg" /></p>
<p>Die letzten Meter gen Heimat&nbsp;&nbsp;</p>
<p>Die folgenden 36 Stunden sind wohl am exaktesten beschrieben als leichte depressive Verstimmung: keine Euphorie, nur eine gewisse Müdigkeit, wenig Appetit, und gelegentliche helle Momente. Zum Beispiel wenn am Sonntagmorgen wie nun seit Wochen der erste Blick zum Himmel zuckt, wegen des Wetters, bevor sich dann doch der Verstand&nbsp;einmischt: Heute ist es egal, ob es regnet oder nicht, du radelst nicht mehr, du hast es hinter dir. &nbsp;</p>
<p>(Fotos: py.)&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>
<p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/grenze/author/faz-py/">faz-py</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/grenze">Ich an der Grenze</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<title>Ziemlich am Ende &#8211; aber es ist noch nicht wirklich Schluss</title>
		<link>http://blogs.faz.net/grenze/2012/07/06/ziemlich-am-ende-aber-es-ist-noch-nicht-wirklich-schluss-77/</link>
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		<pubDate>Fri, 06 Jul 2012 13:18:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>faz-py</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[<p>Der 4. Juli, neunzehnter Tag auf der Grenzsteintrophy-Strecke. Ich komme bis nach Hirschberg. Und schon am Morgen gratuliere ich mir, dass ich nicht versucht habe, den Anstieg hinter Nordhalben noch am Abend zu schaffen. Erst geht es steil hinunter nach &#8230; <a href="http://blogs.faz.net/grenze/2012/07/06/ziemlich-am-ende-aber-es-ist-noch-nicht-wirklich-schluss-77/"></a></p><p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/grenze/author/faz-py/">faz-py</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/grenze">Ich an der Grenze</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der 4. Juli, neunzehnter Tag auf der Grenzsteintrophy-Strecke. Ich komme bis nach Hirschberg. Und schon am Morgen gratuliere ich mir, dass ich nicht versucht habe, den Anstieg hinter Nordhalben noch am Abend zu schaffen. Erst geht es steil hinunter nach Grund, wo die Straße gesperrt ist, weil der Sturm so viele Bäume auf die Fahrbahn geworfen hat, dass die Forstleute wohl noch Tage zu tun haben werden. Die Neue Presse, Ausgabe Kronach, warnte beim Frühstück ausdrücklich vor Waldspaziergängen und hatte als Aufmachung die gute Nachricht, dass der Preis der Maß beim Kronacher Freischießen konstant bleibt: 6,90 Euro. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Und dann geht es wieder brutal hinauf gen Heinersberg. Und das bleibt nicht der einzige Buckel, der an diesem Tag zu bewältigen ist. Nach dem Knöcklein &#8211; welch niedlicher Name für eine Höhe von knapp 700 Meter &#8211; hoffe ich zwar, es so ziemlich geschafft zu haben, wo am Weg gen Blankenstein das große blaue R wie Rennsteig prangt, aber vergebens. Bei Sparnberg wird mein Fluchen ziemlich unchristlich, denn da ist noch eine kleine Sonderprüfung eingebaut worden, anstatt den Weg über Rudolphstein an der Saale entlang zu nehmen. Die Pensionswirtin in Hirschberg serviert mir ein Begrüßungsbier, ruft im Ort an, ob das von ihr empfohlene Restaurant auch auf hat, und ich? Ich bin so erschossen, dass ich nach dem Waschen auf dem Bett umsinke und ohne Abendessen einschlafe.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es bleibt spannend bis zuletzt: Am Morgen des 5. Juli ein gemütliches Frühstück mit der Pensionswirtin in Hirschberg, die mich dazu überreden will, auf einem etwas anderen Weg nach Mödlareuth aufzubrechen. Kaum bin ich aus Hirschberg raus, brav dem Track an der Saale und dem Kammweg folgend, fängt es an zu regnen, und ich frage mich, warum ich eigentlich nicht auf wohlmeinende Ratschlägen höre. Der Weg wird zunehmend glitschiger, und dann verfahre ich mich auch noch. Ein radwandernder Vater mit zwei Kindern kommt mir entgegen: Da vorn gehe es nicht weiter. Das will ich sehen, und tatsächlich: Dieser Weg endet im Wasser, an einer Badeleiter hinunter zur Saale. Über die ich vorher hinweg geradelt bin, nicht auf einer Brücke querend, sondern auf einem Holzsteg, der unter die Felsen gehängt worden ist, entlang des Flusslaufs. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dass ich nicht der einzige GST-Fahrer bin, der sich hier mit der Strecke vertan hat, die tatsächlich knapp neben diesem Pfad zum Wasser liegt, zeigt mir ein Fund: eine leere Trinkflasche mit dem Aufdruck &uml;Rouleur&uml; der bekannten Radsport-Zeitschrift. Die Flasche ist mitsamt dem Flaschenhalter vom Rad abgebrochen. Wer vermisst eine Flasche &#8211; möglicherweise einer der englischen Teilnehmer?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich komme schließlich in Mödlareuth an, wo die Grenze ein Stück weit geradezu&nbsp; gespenstisch noch nach der Grenze aussieht, wie sie in DDR-Zeiten war. Der kleine Ort ist wie ein Freilichtmuseum, ich trinke in der stechenden Sonne ein alkoholfreies Bier und mache mich weiter; hier war ich schon mal. Der Hubschrauber steht nicht mehr am Parkplatz, sehe ich noch. Und der radwandernde Vater, der hier mit seinen Kindern rastet, fragt mich, ob ich an der Badestelle durchgekommen sei: Nein, umgekehrt und neu angesetzt.&nbsp; </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Von der Mittagszeit an fahre ich, schiebe ich, fahre ich vor einem Gewitter her. Im Kopf ist es schon zu spüren und es hängt rabenschwarz in meinem Nacken. Nachmittags gegen vier hat es mich eingeholt. Ich kreuze gerade auf dem vermaledeiten Holperweg die Straße zwischen Sachsgrün und Gassenreuth, als mich die ersten Tropfen treffen. Rasch entschlossen fahre ich auf der Straße nach Gassenreuth hinein. Zu meinem Glück! Ich kann mich gerade noch in ein Bushäuschen verkriechen, dann geht ein schweres Gewitter nieder. Es rummst gewaltig, Hagel und Starkregen wechseln, schließlich stehe ich klamm in einer braunen Brühe, die über den niedrigen Rinnstein auf mich zugeschossen kommt. Alles ist klitschnass, und die Ortliebtaschen können zeigen, dass sie tatsächlich wasserdicht sind. Ich mache mir Sorgen um die Buchsen des Handys, aber das bleibt in der Lenkertasche trocken.</p>
<p> <object height="315" width="560"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/CmW5hZ0orNg?version=3&amp;hl=de_DE" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed src="http://www.youtube.com/v/CmW5hZ0orNg?version=3&amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" height="315" width="560"></embed></object> </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Um mich zu beschäftigen, operiere ich mein Bein: Seit zwei Tagen quält mich ein infizierter Biss von Wer-weiß-was-für-einem Biest an der rechten Achillessehne, ich schneide die hässliche Blase auf, entferne die Haut, lasse alles etwas bluten und versorge die 5-Cent-große Stelle dann mit einem sauberen Pflaster. Was mich am Meisten wurmt: Laut GPS sitze ich genau 4,02 Kilometer vom Ziel entfernt in der besseren Hundehütte. Hätte ich doch bloß in Mödlareuth gar nicht gerastet, ja, hätte ich.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Und dann klart es auf, die Sonne scheint, ein schöner Abend, wenigstens am Himmel, während der Rest der Strecke wieder glitschig und voller Matschlachen ist. Das Wasser steht in meinen Schuhen und das nasse Gras putzt mir das Rad und die verspritzten Taschen. So komme ich an Mittelhammer vorbei zum Ziel dieser Reise: Am zwanzigsten Tag auf der GST-Route, Donnerstag, 5. Juli 2012, 18:41 Uhr verkünde ich meiner Digitalkamera, dass ich angekommen bin. Laut GPS bewege ich mich ein paar Meter um den Endpunkt der GST herum, auch zwei, drei Schritte in die Tschechische Republik hinein, aus der eine blasse Elfe im kurzen Kleid herüberhüpft, die das just Gleiche in entgegengesetzter Richtung tut: ein paar Fotos knipsen vom Dreiländereck. Ich halte mich kaum zehn Minuten an dem idyllisch murmelnden Grenzbach auf. Die Mücken machen mich verrückt.</p>
<p> <object height="315" width="560"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/dyPw4jTnVZI?version=3&amp;hl=de_DE" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed src="http://www.youtube.com/v/dyPw4jTnVZI?version=3&amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" height="315" width="560"></embed></object> </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zurück nach Mittelhammer, hinauf zum Wachtturm und nach Pabstleithen, wo mich dann der Oberhammer erwartet: Das Lokal &uml;Zur gemütlichen Kleintierschänke&uml;, wo das Buch für die Finisher der Grenzsteintrophy ausliegt, macht erst am Freitagnachmittag auf. Unter der angegebenen Telefonnummer meldet sich nur ein ziemlich uninteressiert klingender Anrufbeantworter. Das Glücksgefühl &uml;Geschafft!&uml;wandelt sich zu einem säuerlichen &uml;Auch das noch&#8230;&uml;</p>
<p>&nbsp; <img alt="Bild zu: Ziemlich am Ende - aber es ist noch nicht wirklich Schluss" title="Pension_5F00_kl"  src="/grenze/files/2012/07/Pension_5F00_kl.JPG" /></p>
<p>Ganz im Grünen: die Pension am Ziel in Pabstleithen&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; (Foto: py)</p>
<p>Kurze Telefonkonferenz mit GST-Initiator Gunnar Fehlau, er hat in Göttingen auch keine bessere Telefonnummer, schickt aber per SMS die Adresse und Rufnummer einer Pension im nächsten Ortsteil von Eichigt. Und dort werde ich bei Familie Klemm in der Pension Fröschel auf das Allerherzlichste aufgenommen. Tschechien ist hier so nahe, dass e-plus mich im EU-Ausland begrüßt &#8211; mit den entsprechenden Roaming-Tarifen.</p>
<p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/grenze/author/faz-py/">faz-py</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/grenze">Ich an der Grenze</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Das Ende ist nahe ?!?</title>
		<link>http://blogs.faz.net/grenze/2012/07/06/das-ende-ist-nahe-76/</link>
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		<pubDate>Fri, 06 Jul 2012 05:40:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>faz-py</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[<p>Der Morgen des 2. Juli empfängt mich trocken zur Weiterfahrt, aber am Froschgrundsee regnet es sich zur Mittagszeit pünktlich ein, um vor dem Restaurant mit Seeblick festzustellen, dass man hier als anständiger gastronomischer Betrieb Montags Ruhetag hat. Aber es gibt &#8230; <a href="http://blogs.faz.net/grenze/2012/07/06/das-ende-ist-nahe-76/"></a></p><p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/grenze/author/faz-py/">faz-py</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/grenze">Ich an der Grenze</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Morgen des 2. Juli empfängt mich trocken zur Weiterfahrt, aber am Froschgrundsee regnet es sich zur Mittagszeit pünktlich ein, um vor dem Restaurant mit Seeblick festzustellen, dass man hier als anständiger gastronomischer Betrieb Montags Ruhetag hat. Aber es gibt ja auch nichts tristeres als auf eine Wasserfläche zu blicken, auf die sanft und unerbittlich dichter Regen niedergeht. Immerhin: es ist nicht kalt. Aber die Waldwege werden wieder glitschig.</p>
<p>Am späteren Nachmittag eine kurze Rast an dem Stein, der an das Dorf Liebau erinnert. Dessen Bewohner flüchteten 1952 geschlossen, als die Zwangsumsiedlung aus dem grenznahen Gebiet drohte &#8211; ein Thema, das mir gar nicht so bewusst war. Zwanzig Jahre später wurde das Dorf abgerissen, und nun kreuzen sich da zwar noch Wege zwischen Feldern, aber von der Siedlung, die seit dem 14. Jahrhundert nachgewiesen war, ahnt man nichts unter all dem Grün. &#8211; Das hat &#8211; und wird auch noch &#8211; so manches überwachsen, geduldig, aber gnadenlos. Und da habe ich dann wieder ein Thema zum Sinnieren: was wohl am längsten hält von unseren Errungenschaften.</p>
<p>Bei Gefell fahre ich vom Track hinüber nach Neuhaus-Schierschnitz, komme in einem kleinen hotel unter und pflege abends mein Rad, das im Flur &#8211; auf ausgebreiteten Zeitungen &#8211; stehen darf. Gedanklich sehe ich ständig schon das Ziel vor mir, wohl weil ich den letzten Streckenabschnitt aus dem Jahr 2009 kenne. Aber bis dahin sind noch ein paar Knüppel zu bewältigen.</p>
<p>Im wahrsten Sinne des Wortes: Am Morgen des 3. Juli geht es erst bei Fröritz ein Weilchen über Asphalt, doch dann werden die Kritiker solcher Verweichlichung reich belohnt: Ein Hohlweg vom Feinsten, rutschige Steine, Matsch, Wurzelwerk und nasses Gras; steil gehts es am Mönchsberg hinauf, ein wundervolles Tal, das auf etwas über 550 Meter Höhe führt, die dann umgehend durch eine schneidige Abfahrt gen Heinersdorf um über hundert Höhenmeter reduziert wird. Wo der Track an die Straße stößt, beseitigt ein älterer Mann &#8211; also einer meines Alters &#8211; gerade den Windbruch.</p>
<p>Und dann an der Grenzgedenkstelle Heinersdorf-Welitsch, wo ein Stück Betonmauer unter Denkmalschutz steht, gucken plötzlich aus den Sehschlitzen des Erdbunkers Hände, Hände mit Radfahrer-Handschuhen. Und es passiert wieder einer der unglaublichen Zufälle dieser Fahrt. Ich treffe drei GST-Teilnehmer. Die kann ich doch unmöglich eingeholt haben? Nein, habe ich auch nicht. Aber wieso wir uns hier treffen, das erzählen die drei selbst im Video.</p>
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<p>&nbsp;</p>
<p>von <a rel="author" href="http://blogs.faz.net/grenze/author/faz-py/">faz-py</a> erschienen in <a href="http://blogs.faz.net/grenze">Ich an der Grenze</a> ein Blog von <a href=http://www.faz.net/>FAZ.NET</a>.</p>]]></content:encoded>
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