14.02.2012, 20:00 Uhr · Bauer setzt sich durch: Das Landgericht Köln gibt dem Verlag im Streit mit den Pressegroßhändler Recht und untersagen das Verhandlungsmandat des Grosso-Verbandes. Andere Verlage sehen das Vertriebssystem bedroht.
Von Jan HauserBauer setzt sich durch: Das Landgericht Köln gibt dem Verlag im Streit mit den Pressegroßhändler Recht und untersagen das Verhandlungsmandat des Grosso-Verbandes. Andere Verlage sehen das Vertriebssystem bedroht.
Der deutsche Pressevertrieb steht vor einem Umbruch. Der Bauer-Verlag hat sich gegen den Bundesverband der Pressegroßhändler vor dem Landgericht Köln durchgesetzt und das zentrale Verhandlungsmandat des Grosso-Verbandes gekippt.

Zeitschriften von Bauer (Foto dapd)
Mit dem Mandat handelt der Bundesverband der Grossisten mit den Verlagen einheitliche Verkaufskonditionen für Zeitungen und Zeitschriften aus, unter denen die 70 Pressegroßhändler als neutrale Dienstleister Publikationen an den Kiosk liefern. Dies sei ein Verstoß gegen das Kartellrecht und damit unzulässig, entschied das Landgericht am Dienstag.
Die Verlegerverbände VDZ und BDZV kritisierten das Urteil in einer gemeinsamen Stellungnahme mit dem Grosso-Verband: Das Mandat sei Voraussetzung für ein neutrales, die Pressevielfalt und Überallerhältlichkeit gewährleistendes Pressevertriebssystem. Der Grosso-Verband überlegt, Widerspruch einzulegen (AZ: 88 O [Kart] 17/11).
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