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Grosso-Streit: Mittelständische Verlage für offenen Pressevertrieb

23.02.2012, 20:00 Uhr  ·  Der Arbeitskreis Mittelständischer Verlage fürchtet, dass der Grosso-Streit mit Bauer den Massentitel mehr Marktmacht gibt. Der publizistische Wettbewerb um die Gunst der Leser an der Ladentheke sei erst durch ein neutrales Vertriebsnetz möglich.

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Der Arbeitskreis Mittelständischer Verlage fürchtet, dass der Grosso-Streit mit Bauer den Massentitel mehr Marktmacht gibt. Der publizistische Wettbewerb um die Gunst der Leser an der Ladentheke sei erst durch ein neutrales Vertriebsnetz möglich.

Der Arbeitskreis Mittelständischer Verlage AMV sorgt sich um das deutsche Pressevertriebssystem: Die Vollstreckung des Kölner Urteils, das dem Bauer-Verlag im Streit mit den Pressegroßhändlern recht gab, bedrohe die Chancengleichheit im Pressevertrieb und damit die Medienvielfalt, teilte der AMV-Vorstand mit. Dem Gremium gehören Vertreter vom Jahreszeiten Verlag (“Für Sie”), Olympia-Verlag (“Kicker”) und Egmont Ehapa Verlag (“Micky Maus”) an.

Der publizistische Wettbewerb um die Gunst der Leser an der Ladentheke sei erst durch ein neutrales Vertriebsnetz möglich, das allen zu gleichen Bedingungen offensteht. “Wenn Massentitel qua Marktmacht bessere Konditionen beanspruchen, werden dem Pressegroßhandel die Mittel für den Vertrieb von Zeitungen und Zeitschriften kleiner und mittlerer Verlage entzogen”, heißt es weiter. Die AMV-Verlage unterstützen die Initiative der Verlegerverbände und des Grosso-Verbandes für einen gesetzlichen Schutz des Systems.

 

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Veröffentlicht unter: Bauer, Presse-Grosso, AMV

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Jahrgang 1983, Redakteur in der Wirtschaft der F.A.Z.