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Verlage gegen Google: Marktmissbrauch mit der Suchmaschine

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Die Verlage attackieren Google an und kritisieren den Marktmissbrauch der Suchmaschine. Die Europäische Union soll eingreifen.

Europäische Presseverleger attackieren den amerikanischen Internetkonzern Google scharf und werfen diesem den Missbrauch der Marktmacht seiner Suchmaschine vor. Auch Verpflichtungszusagen des Unternehmens gegenüber der Europäischen Kommission würden daran nichts ändern. Der Verband deutscher Zeitschriftenverleger VDZ und derjenige der Zeitungsverleger BDZV forderte daher gemeinsam mit anderen Verbänden am Dienstag, dass EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia die Vorschläge Googles im EU-Kartellverfahren zurückweist.

Es geht um die Frage, wie Google die eigene Suchmaschine nutzt, um seine anderen Dienste wie den Kartendienst „Maps“ oder Videoangebote Nutzer zuzuführen: Bevorteilt Google in der Suche eigene Angebote? Haben konkurrierende Dienste kaum Chance dort zu erscheinen und damit einen Markt zu finden? In den vielen europäischen Ländern komme Google auf einen Marktanteil von 90 Prozent in der Onlinesuche und Suchmaschinenwerbung. Die Verlegerverbände haben dazu eine interessante Zusammenfassung geschrieben, in der diese ihre Vorwürfe ausführlicher darstellen und Googles Vorschläge präsentieren: Googles Verpflichtungszusagen aus Sicht der Presseverleger. Googles Vorschläge bestehen weitgehend daraus die eigenen Angebote mit dem Wort “Google” zu ergänzen.

VDZ-Präsident Hubert Burda: „Eine faire und diskriminierungsfreie Suche mit gleichen Kriterien für alle Webseiten stelle eine essentielle Voraussetzung für eine erfolgreiche Entwicklung des europäischen Medien- und Technologiesektors dar.“

BDZV-Präsident Helmut Heinen : “Mindestanforderung muss sein, dass Google alle Dienste, einschließlich seiner eigenen, den genau gleichen Vorgaben unterwirft, also alle Seiten nach denselben Algorithmen durchsucht, indexiert, bewertet, darstellt und sanktioniert und nicht ohne vorherige Zustimmung Inhalte Dritter über dasjenige hinaus nutzt, was für die Navigation in der allgemeinen Google-Suche wirklich unerlässlich ist.”

Die Verlage greifen auch “Google News” an – als ein Angebot das mit fremden Inhalten arbeitet. „Dies lässt Presseverlagen kaum eine andere Wahl, als die Nutzung ihrer Inhalte in Google News hinzunehmen, wenn sie bei der Websuche nach einem bestimmten aktuellen Thema gefunden werden wollen”, heißt es.

Bis zum 27. Juni haben die Verbände als Beschwerdeführer Zeit Stellung zu den Verpflichtungserklärungen Googles zu nehmen. Dann entscheidet die Kommission, ob sie diese annimmt und damit die Ermittlungen ohne Untersagungsverfügung oder ein Bußgeld abschließt.

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