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Zu viel GEZahlt: Sixt klagt gegen Rundfunkabgabe

20.08.2013, 17:57 Uhr  ·  Die neue Rundfunkabgabe sorgt für Ärger: Der Autovermieter Sixt klagt dagegen. Ein Kommentar.

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In Deutschland entkommt keiner mehr der Zwangsabgabe für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk – egal ob er überhaupt ein Gerät besitzt oder nicht. Das ist unverständlich für den Bürger, der keinen Fernseher oder keine Lust auf das oftmals weichgespülte Programm hat.

Noch härter trifft es Unternehmer, die seit dem Jahreswechsel wesentlich mehr zahlen: Der Autovermieter Sixt rechnet mit einem sechsstelligen Zusatzbetrag. Für Handelsketten wie Rewe, Rossmann oder dm wird sich die Zwangsabgabe mehr als verdoppeln. Die Rundfunkreform schröpft Unternehmen mit vielen Mitarbeitern an vielen Standorten und vielen Fahrzeugen. Selbst vor Friedhöfen und Kindergärten macht das Zwangssystem nicht halt.

Erich Sixt hält die Reform für missraten und klagt dagegen. Er weist darauf hin, dass der Radiohörer im Mietwagen privat ohnehin schon Gebühren zahlt. Warum sollen Unternehmen überhaupt nochmal zahlen, wenn dies Mitarbeiter und Kunden schon getan haben? Will das öffentlich-rechtliche Rundfunksystem mit seiner Nähe zur Politik immer mehr Geld? Nicht nur Unternehmen dürften sich wünschen, dass ein Gericht aus diesem Zwangssystem Luft herauslässt.

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Veröffentlicht unter: ARD, ZDF, Fernsehen, Haushaltsabgabe

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2 Anton Buerger 20.08.2013, 23:06 Uhr

Selbst ist der Bürger: ZahlungsSTREIK - "GEGEN RundfunkBEITRAG - FÜR RundfunkREFORM"

Eintragen! Mitmachen!

Die Bürgerinitiative
"remote control"/ "Rundfunkbeitrag-Zahlungsstreik"
ruft laut diversen Medienberichten und mit Unterstützung weiterer Initiativen wie z.B.
"Mediennutzung ohne Zwangsgebühren - Für ein demokratischeres Rundfunksystem"
auf zum

Rundfunkbeitrag-ZAHLUNGSSTREIK
(web-Suche bemühen)

GEGEN "RundfunkBEITRAG"!
FÜR *RundfunkREFORM*!

Wenn der Bürger das Heft nicht in die Hand nimmt, wer dann?!?

PS:
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Jahrgang 1983, Redakteur in der Wirtschaft der F.A.Z.