Medienwirtschaft

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DuMont spart bei Kölner Zeitungen

Nach dem Verlust von 112 Millionen Euro spart DuMont Schauberg weiter. Arbeitsplätze in Lokalredaktionen fallen weg. Der Heinen-Verlag rückt näher an DuMont.

Der Kölner Zeitungsverlag M. DuMont Schauberg muss auch in seiner Heimat sparen. Das Unternehmen legt gemeinsam mit dem Heinen-Verlag Lokalredaktionen der Regionalzeitungen „Kölner Stadt-Anzeiger“ und „Kölnische Rundschau“ zusammen, um Arbeitsplätze zu streichen und damit 4 Millionen Euro im Jahr einzusparen.

Die Redaktionen der Zeitungen in Rhein-Erft, Rhein-Berg, Rhein-Sieg und Euskirchen/Eifel gehen zum 1. Juni in eine neue Gesellschaft über, an der DuMont und Heinen zu gleichen Teilen beteiligt sind. Bis Ende 2015 sollen 30 Arbeitsplätze in den Redaktionen wegfallen, was etwa jeden dritten Arbeitsplatz in den Lokalressorts bedeutet. 67 Journalisten sollen verbleiben.

DuMont Schauberg hatte 2012 bei einem Umsatz von 671 Millionen Euro einen Verlust in Höhe von 112 Millionen Euro verzeichnet, wie Anfang Februar die Veröffentlichung im Bundesanzeiger bekannt machte. Daraufhin sprach der neue Vorstandsvorsitzender  Christoph Bauer davon, dass im vergangenen Jahr wenigstens ein ausgeglichenes Ergebnis erzielt worden sei. Offenbar reichte dies nicht.

DuMont Schauberg und der Heinen-Verlag arbeiten seit 1999 eng zusammen und sind geschäftlich miteinander verflochten. Jetzt rückt die Zusammenarbeit auch im Lokalbereich heran und beide Unternehmen noch enger aneinander. Lokalredaktionen in Köln, Leverkusen und Bonn sollen beibehalten werden.

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