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Freudentaumel und 230 Liter im Tank

17.05.2012, 10:53 Uhr

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Bild zu: Freudentaumel und 230 Liter im Tank

Einfahrt nach Brescia bei 25 Grad und herrlicher Sonne. Tausende Menschen säumen die Straßen, die italienische Polizei – ganz Profi – hält die Kreuzungen frei. Der Tross aus fast 400 Fahrzeugen, eines schöner als das andere, zieht in die Innenstadt ein. Minutenlang müssen wir stehen bleiben, weil es kein Durchkommen gibt. Die Kameras, IPhones und Ipads schießen Bilder ohne Unterlass. Unserem SL wird es langsam etwas heiß, 105 Grad zeigt das Kühlwasser. Da muss er jetzt ducrh. Wir bekommen eine Vorahnung über die Temperaturen, im Innenraum wird es schon wohlig warm. Wir öffnen die Flügeltüren, was jedoch wegen der filigranen Aufhängung nur im Schritttempo zulässig ist. Unsere Rennversion ist noch zarter besaitet als die übrigen Flügeltürer. Immerhin wird uns der Kraftstoff nicht ausgehen: In den Tank, dessen Füllstand an der Öffnung unter dem Heckdeckel mit einem Holzstab gemessen wird, passen 230 Liter. Bernd sagt leicht fassungslos: Das meiste, was ich je in einem Rennauto dabei hatte, waren 120 Liter. Der Tankwart, wo immer wir nachfassen werden müssen, darf sich schon mal freuen. Aber gemach, mit unserem Tempo rechnen wir mit einem Durchschnittsverbrauch von 16 Liter. Mehr Sorgen machen uns die Wertungsprüfungen. Drei Zeitmessstrecken zu je 4 bis 6 Einzelzeitmessungen stehen uns heute nach bevor. Unsere Startzeit in Brescia: 20.16 Uhr. Bis dahin bleibt der SL in der Fußgängerzone stehen, die wegen Überfüllung eigentlich geschlossen werden müsste. 

Bild zu: Freudentaumel und 230 Liter im Tank

Einfahrt in Brescia, dem Start und Zielort des Rennens. (Fotos: Daimler AG)

 

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