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Blog: Moskauer Monitor

Moskauer Monitor

Seine unlösbaren Probleme sind Russlands wahrer Reichtum. In dem ersten faktisch von den Geheimdiensten gelenkten Staat der Welt ist das Lebensgefühl bestimmt von der Unerkennbarkeit des politischen Spielverlaufs und einer unplanbaren Zukunft. Umso mehr werden Anpassungs- und Überlebenskunst trainiert. Katastrophen und Radikalumwertungen der Werte, die Russen erlebt haben, sind ihre beste Impfung gegen alle Krisen. Sie sind beinahe gewohnt, mit dem Schlimmsten zu rechnen. Das befähigt sie aber auch, wie Kerstin Holm vorführt, das Leben und die Kunst so zu genießen, wie der Komponist Anton Rubinstein den russischen Spielstil beschrieb: mit einem Tropfen Blut.

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Wenn Edelsteine schreien: Alexej Denissow-Uralskis Kriegspropaganda für die Kaminkonsole

Im Glockenturm des Moskauer Kremls ist noch bis zum 24. Juli eine exquisite Schau russischer Juwelier- und Steinschneidekunst von Karl Fabergé und seinem Umkreis zu sehen, wovon viele Werke aus abgelegenen Museen in Sibirien und im Ural angereist sind. Eine … Mehr 29.06.2011, 09:27 Uhr von Kerstin Holm 0 0 1

Versteinernde Blicke: Moskau im Bann von Berninis Medusa

Der zweite Moskauer Ehrengast, bei dem die italienische Botschaft aus Anlass des Jahrs der italienischen Kunst in Russland für russische Kunst- und Medienstars eine Sonderaudienz ausrichtete, war – nach Raffaels „Dame mit dem Einhorn” – Berninis Marmorbüste der Medusa aus … Mehr 09.06.2011, 09:09 Uhr von Kerstin Holm 0 0 0

Zeitgenössische Musik im Verbrennungstempel: Die Ölstadt Baku leuchtet auch als Kulturmetropole

In Baku, der Hauptstadt des brennstoffreichen Aserbaidschan, liegt das antike Feuerheiligtum direkt am Stadtrand. Der von einer mittelalterlichen Karawanserei umbaute quadratische Flammenofen wird heute, da die Öl- und Gasindustrie die meisten Naturbrandherde hat verlöschen lassen, per Gasleitung betrieben.   Seit … Mehr 12.05.2011, 12:16 Uhr von Kerstin Holm 0 0 0

Zwei Potjomkins am spanischen Hof: Der Prado besucht Sankt Petersburg

Die Ausstellung von sechsundsechzig Gemälden des Prado, die noch bis zum 29. Mai in der Petersburger Eremitage zu sehen sind – das größte und repräsentativste Gastspiel, welches das Museum je außerhalb Spaniens gab – hat einen besonderen Russlandbezug.  An einer … Mehr 30.04.2011, 10:07 Uhr von Kerstin Holm 0 0 0

Heilige Allegorie: Raffaels "Dame mit dem Einhorn" und AES+F in der italienischen Botschaft in Moskau

Das Jahr der italienischen Kultur in Russland wurde in Moskau mit einem Gastspiel von Raffaels „Dame mit dem Einhorn” eröffnet, die zunächst ein paar Tage in der Residenz des italienischen Botschafters verweilte, bevor sie ins Puschkin-Museum weiterwanderte, wo das Publikum … Mehr 01.04.2011, 10:44 Uhr von Kerstin Holm 0 0 0

Außerirdische im Retro-Raumschiff: Das Projekt Reproduktion der Künstlerin Taissia Korotkowa

Inmitten der von Graffiti-, Konzept- und Medienkunst dominierten aktuellen Szene nimmt sich das Werk der Moskauer Malerin Taissia Korotkowa aus wie der donquijoteske Versuch, mit traditionell akademischem Handwerk auf  die zeitgenössische Hochtechnologie loszugehen. Die dreißig Jahre alte Korotkowa, die an … Mehr 14.03.2011, 12:42 Uhr von Kerstin Holm 0 0 1

Lumpenmilliardäre, nun auch in Öl: das "Gelage des Trimalchio" von AES+F

Der Hit der vergangenen Moskauer Kunstsaison, der auch bei der Parade der Kandidaten für den diesjährigen Kandinsky-Preis zum Hauptpublikumsmagneten wurde, war die grandiose Multimedia-Installation „Das Gelage des Trimalchio” von der Künstlergruppe AES+F. Wie auf der venezianischen Biennale vergangenen Jahres, so … Mehr 21.10.2010, 11:56 Uhr von Kerstin Holm 0 0 0

Russen bei den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik – Komponistenwerkstätten mit Wladimir Tarnopolski, Nikolai Khrust, Mark Andre

Bei den 45. Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik, die die kleine hessische Stadt mit der großen stilprägenden Kraft für zwei Wochen in ein Campus für arrivierte und angehende Klanginnovatoren verwandelte, setzten diesmal die Moskauer Komponisten Wladimir Tarnopolski, Nikolai Khrust (auf … Mehr 05.08.2010, 08:33 Uhr von Kerstin Holm 0 0 0

Russlands Modernisierungstragödie in den "Fremden Fotos" von Alexej Schulgin

Der Charme der russischen Landschaft liege in ihrer Entropie, dem Eindruck erdgeschichtlicher Erschöpfung, den sie meistens vermittle, findet die Moskauer Video-Künstlerin Olga Tschernyschowa. Dadurch könne sie ein eigentümliches Gefühl intimer Zärtlichkeit vermitteln, Bauprojekte wirken dafür hier schon vor ihrer Fertigstellung … Mehr 24.07.2010, 07:55 Uhr von Kerstin Holm 0 0 0

Dostojewski in der Metro: zu depressiv für den Berufsverkehr?

Die neue Metrostation, die dem 1821 in Moskau geborenen Fjodor Dostojewski gewidmet ist, wurde trotz öffentlich geäußerter Sorgen der Metroleitung über ihre angeblich allzu depressive Ausgestaltung, unzensiert eröffnet. Der große Romanschriftsteller, der in seiner Heimat oft für seinen „schlechten Stil” … Mehr 02.07.2010, 10:42 Uhr von Kerstin Holm 0 0 0

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