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Die Digitalisierung erfasst immer mehr Lebensbereiche. Wie sie sich auf Menschen und Märkte auswirkt, beleuchtet das Netzwirtschaft-Blog auf FAZ.NET.

Der gläserne Nutzer

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50 Prozent der Jugendlichen stellen private Informationen ins Netz. Leute-Suchmaschinen wie Spock.com suchen die persönlichen Infos zusammen - ohne das Wissen der Menschen

19 Prozent der Deutschen stellen private Informationen ins Netz, hat der Bitkom herausgefunden. 10 Prozent nutzen dazu Communities wie StudiVZ oder Xing, 7 Prozent stellen die Informationen auf ihre private Homepage, während 2 Prozent Blogs oder Singlebörsen einsetzen.

„Online-Communitys sind gerade bei Schülern und Studenten beliebt. In dieser Gruppe verfügen 45 Prozent über ein eigenes Profil “, sagte Prof. August-Wilhelm Scheer, Präsident des Bitkom.

Eine große Rolle spielt auch das Geschlecht. Während 25 Prozent der deutschen Männer Steckbriefe und Fotos online stellen, sind es bei den Frauen nur 14 Prozent. Ähnlich deutlich ist das Bild bei der Altersverteilung. Besonders aktiv sind die 14- bis 29-Jährigen. In dieser Gruppe veröffentlicht jeder Zweite private Informationen im Internet. Mit steigendem Alter nimmt die Rate immer weiter ab. Bei den 45- bis 59-Jährigen liegt sie nur noch bei 10 Prozent, bei den Über-60-Jährigen bei 3 Prozent.

Aus diesen privaten Informationen und allem, was sich sonst noch im Internet über einen Menschen findet lässt, stellen dann Leute-Suchmaschinen wie Spock.com oder Zoominfo.com Profile zusammen – meist ohne das Wissen der Menschen. Datenschützer empfehlen: Internetnutzer sollten sich sehr genau überlegen, welche privaten Informationen auch auf Dauer privat bleiben sollen und was die Welt wissen darf. (Interessanter Link: “War of the people search” in Techcrunch

Link: “War of the people search” in Techcrunch 

 

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3 Lesermeinungen

  1. Wenn man so einen...
    Wenn man so einen Allerweltsnamen hat wie ich, kann keine Suchmaschine ein wirklich passendes Profil erstellen. Meist werde ich mit jemandem verwechselt, der halt genauso heißt. ;-)
    Spaß beiseite: das hier beschriebene Szenario ist wahrscheinlich unaufhaltbar. Die Konsequenzen werden wohl bedeutend sein, wenn jeder über jeden alles wissen kann, wird die Kommunikation eine andere werden. Von völlig neuen Irrtümern und Missverständnissen – die sich eben aus solchen Namensgleichheiten u.ä. ergeben, ganz abgesehen.

  2. Bei einer Tagung neulich...
    Bei einer Tagung neulich wurden Zahlen präsentiert, denen zufolge zehn Prozent der MySpace-Nutzer Bilder von sich in Badeklamotten online stellen, aber 20 Prozent Bilder, die ihre Freunde halbnackt zeigen!

  3. Kleine Korrektur: Ich habe...
    Kleine Korrektur: Ich habe noch einmal recherchiert und jetzt die Studie der University of Wisconsin-Eau Claire ausfindig gemacht: 2423 MySpace-Profile von Teenagern wurden per Zufalssprinzip ausgewählt. 1500 waren davon öffentlich zugänglich. Davon zeigten 5 Prozent der Ausgewählten sich selbst in Unterwäsche oder Badeklamotten, aber 15 Prozent Dritte, in der Regel Freunde, in Unterwäsche oder Badeklamotten:
    http://www.uwec.edu/newsreleases/06/dec/1204MySpaceresearch.htm

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