Netzwirtschaft

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Die Digitalisierung erfasst immer mehr Lebensbereiche. Wie sie sich auf Menschen und Märkte auswirkt, beleuchtet das Netzwirtschaft-Blog auf FAZ.NET.

Web 2.0 kannibalisiert die E-Mail

Die E-Mail, die bisher meistgenutzte Internetanwendung, verliert zumindest bei Jugendlichen an Bedeutung. Immer mehr Kommunikation verlagert sich in das Web 2.0, hat die ARD-ZDF-Online-Studie festgestellt.

„E-Mail – das ist das Medium, um den Freunden meiner Eltern zum Geburtstag zu gratulieren“. Mit diesem Zitat eines amerikanischen Jugendlichen beschrieb Online-Guru Don Tabscott jüngst die Zukunft der elektronischen Post. Nun bestätigt die ARD-ZDF-Online-Studie, dass Jugendliche immer weniger E-Mails senden, weil sie ihre Kommunikation in Online-Communitys verlagert haben. „Bis 2007 stand auch die E-Mail in der Gruppe der 14- 19 Jährigen hoch im Kurs. Ein Jahr später ist der Anteil derer, die mindestens einmal wöchentlich E-Mails versenden oder empfangen, von 79 auf 75 Prozent gefallen. Funktionen wie Mailen oder Chatten verlagern sich in das Web 2.0“, heißt es im Sonderbericht „Mitmachnetz Web 2.0“ (PDF).

In dem Bericht gibt es auch wenig Schmeichelhaftes über die Blogs. Interessant, aber wenig glaubwürdig, statt dessen reichlich überschätzt und keine Konkurrenz zum Journalismus lautet das Umfrageergebnis kurz zusammengefasst. (Seite 360). Ansonsten steigt die Studie, dass die Deutschen eher passive Web 2.0 Nutzer sind, selten selber Beiträge verfassen oder gar ein eigenes Blog schreiben. 29 Prozent sind in einer Community aktiv, davon 15 Prozent in einem Netzwerk, 7 Prozent in zwei Netzwerken, 2 Prozent in 3 Netzwerken und 2 Prozent sogar in 6 oder mehr Netzwerken.

Bild zu: Web 2.0 kannibalisiert die E-Mail

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