Netzwirtschaft

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Die Digitalisierung erfasst immer mehr Lebensbereiche. Wie sie sich auf Menschen und Märkte auswirkt, beleuchtet das Netzwirtschaft-Blog auf FAZ.NET.

Spin-Doktoren bei United Internet unter Vertrag

Hering Schuppener, renommierte Spin-Doktoren, arbeiten für United Internet. Viel genutzt hat es dem Unternehmen aber bisher nicht.

Seit Anfang April hat die Aktie von United Internet ein Drittel ihres Wertes verloren. Neben der allgemeinen Börsenschwäche sind die unklare Akquisitionsstrategie des Unternehmens, die Abschwächung des DSL-Marktes und der unschöne Übernahmekampf um Freenet dafür verantwortlich.  

Eklatant ist die Entwicklung seit dem Tag der Freenet-Hauptversammlung am 8. August. Während der Index TecDax leicht zugelegt hat, ist der Kurs von United Internet auf inzwischen rund 10 Euro gefallen. Der Wert des Unternehmens an der Börse beträgt nur noch 2,5 Milliarden Euro.

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Zumindest für ihre Kommunikationsprobleme hat sich United Internet schon vor einiger Zeit Hilfe geholt: Hering Schuppener (das sind die Spin-Doktoren, die gerade auch für Conti unterwegs waren) soll im Auftrag von UI die Fäden ziehen. Bei der Schlammschlacht um Freenet haben die neuen Helfer aber wenig gebracht. Im Gegenteil: Die Außendarstellung der vergangenen Monate hat vielen Marktteilnehmern missfallen. Vielleicht lässt sich jetzt wenigstens noch der Ruf von UI-Chef Ralph Dommermuth, der in den vergangenen Monaten arg gelitten hat, wieder aufpolieren.

Immerhin passt die Selbstdarstellung von Hering Schuppener prima zur Situation von United Internet:

„HERING SCHUPPENER hat sich auf strategische Kommunikationslösungen für Unternehmen insbesondere in erfolgskritischen Situationen spezialisiert. Darunter verstehen wir M&A-Transaktionen, Kapitalmaßnahmen, die kommunikative Begleitung von Restrukturierungsprozessen sowie Veränderungs- und Krisensituationen.“

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