Netzwirtschaft

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Die Digitalisierung erfasst immer mehr Lebensbereiche. Wie sie sich auf Menschen und Märkte auswirkt, beleuchtet das Netzwirtschaft-Blog auf FAZ.NET.

Fernsehsender verlieren Reichweite im Internet

Die Reichweiten im Internet verschieben sich: Die Fernsehsender verlieren ebenso wie die Freemailer GMX, Web.de und Freenet. Gewinner sind die sozialen Netzwerke wie StudiVZ und Wer-kennt-wen.

Freenet, United Internet und die Fernsehsender sind die großen Verlierer im Internet. Nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Online-Forschung (AGOF) sind die Reichweiten dieser Angebote im zweiten Quartal 2008 (PDF) allesamt unter den Werten des Vorjahres. Vor allem Freenet hat mächtig verloren: Statt 7,68 Millionen Menschen besuchten in einem durchschnittlichen Monat zwischen April und Juni nur 4,4 Millionen Menschen das Portal. Das passt zum Aktienkurs, der in den vergangenen zwölf Monaten rund zwei Drittel seines Wertes verloren hat. Auch die Freemailer Web.de und GMX verlieren Besucher, wahrscheinlich an die sozialen Netzwerke wie StudiVZ und Wer-kennt-wen, die ihnen das Wasser als Kommunikationstool abgraben (wollen). Zudem sind die Fernsehsender im Sinkflug: Vor allem Prosieben und Sat.1 gehören zu den Verlierern. RTL hat ebenfalls leicht verloren. 

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Unter den Vermarktern liegt United Internet Media noch vorne, hat aber im Jahresvergleich ebenfalls leicht an Reichweite verloren. Dagegen hat Tomorrow Focus kräftig zugelegt. Auffällig sind die enormen Reichweitenzuwächse von GWP und IP Deutschland, die vor allem auf die sozialen Netzwerke StudiVZ und Wer-kennt-wen zurückzuführen sind. Viele große Vermarkter wie United Internet, Yahoo oder Platform-A (AOL) versuchen auf die eine oder andere Art, Netzwerke zu etablieren, um ihre Reichweite zu erhöhen. Da auch viele Verlage inzwischen eine Reichweite in zweistelliger Millionenhöhe aufgebaut haben, ist der Konkurrenzdruck in der Branche enorm gewachsen. (-> Werbeflaute erfasst das Internet). Da auch die Investitionen in die Technik stetig steigen, wird schon bald mit einer Bereinigung unter den Online-Vermarktern gerechnet, der vor allem kleine und mittlere Anbieter zum Opfer fallen könnten.   

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Unter den einzelnen Internetseiten hält sich T-Online weiter an der Spitze und hat seinen Vorsprung vor Web.de sogar wieder etwas ausbauen können.  

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