Netzwirtschaft

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"Die Zeiten des rasanten Werbewachstums im Web sind vorbei"

Der Werbemarkt bricht ein. 2009 wird die Online-Werbung in Deutschland nur noch um 1,2 Prozent zulegen, erwartet Zenith Optimedia.

Die Werbewirtschaft bricht ein, prognostiziert Zenith Optimedia in seinem jüngsten „Advertising Expenditure Forecast“. Vor drei Monaten erwartete die Agentur im Jahr 2009 noch 4 Prozent Wachstum des globalen Werbemarktes; nun wird ein Schrumpfen um 0,2 Prozent prognostiziert. Am stärksten betroffen sind Nordamerika und Europa. „Die Werbeumsätze werden in Deutschland in diesem Jahr 2 Prozent unter denen des Vorjahres liegen. Das ist der erste Rückgang seit 2003. Im kommenden Jahr wird der deutsche Werbemarkt um weitere 4,6 Prozent schrumpfen. Am stärksten werden die Zeitungen leiden. Voraussichtlich 411 Millionen Euro werden die Werbungtreibenden weniger in dieses Medium stecken als 2008. Das ist ein Minus von 6,1 Prozent. TV wird 3,5 Prozent der Werbeumsätze einbüßen. Lediglich in Online-Werbung wird in Deutschland etwas mehr investiert als 2008, allerdings auch nur 1,2 Prozent. Die Zeiten des rasanten Werbewachstums im Web sind vorbei“, sagt Michael Bohn, CEO ZenithOptimedia. In Europa wachsen die Online-Werbeausgaben im kommenden Jahr um 12 Prozent, in aller Welt um 18 Prozent, schätzt Bohn. Das Internet wird daher seinen Anteil am globalen Werbemarkt bis 2011 um etwa 50 Prozent auf 15,6 Prozent erhöhen, erwartet Zenith Optimedia.

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Positiv ist, dass der Werbemarkt schon im 3.Quartal 2009 wieder etwas wachsen soll. 

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