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Netzwirtschaft

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Die Digitalisierung erfasst immer mehr Lebensbereiche. Wie sie sich auf Menschen und Märkte auswirkt, beleuchtet das Netzwirtschaft-Blog auf FAZ.NET.

Luxus im Netz

| 3 Lesermeinungen

Für Luxusmarken ist das Internet bisher noch kein wichtiger Vertriebskanal. Dabei sind die Käufer ihrer Produkte im Netz sehr aktiv und zeigen sich sogar offen gegenüber Online-Werbung, hat eine Studie ergeben.

Luxusgüter werden auch in der Krise noch gekauft. Hat sich zumindest Microsoft gedacht und eine Studie zum Online-Verhalten der Luxusgüterkäufer in Europa erstellt. Diese Käufer, die mehr als 100.000 Euro Netto-Jahresgehalt aufweisen und mehr als 3000 Euro im Jahr für Produkte von Unternehmen wie Pradi, Gucci oder Louis Vuitton ausgeben, zeigen sich im Netz sehr fortschrittlich: Sie nutzen soziale Netzwerke, user-generated-Content wie Videos und Musikdownloads weit häufiger als der Durchschnitt aller Internetnutzer, hat die Umfrage ergeben. Im Durchschnitt waren die befragten Käufer 38 Jahre alt und überwiegend männlich. „Als eine große Marke müssen wir in der Lage sein, mit dieser neuen Generation zu kommunizieren“, sagte Corinne Delattre von Cartier. Da es sich um eine Online-Umfrage gehandelt hat, wird das Durchschnittsalter der Befragten aber wohl niedriger sein als in der Grundgesamtheit aller Luxusgüterkäufer.

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Microsoft wollte mit der Studie herausgekommen, mit welchen Formen der Online-Werbung und auf welchen Seiten die Luxusgüterkäufer angesprochen werden können. Ergebnis: „Die Luxusmarken brauchen Emotionen und eignen sich nicht über Abverkaufswerbung. Mit einem normalen Werbebanner kann man diese Emotion aber schwer zeigen. Online-Videos sind hier das Mittel der Wahl“, sagt Markus Frank, der Microsofts Online-Werbegeschäft in Deutschland leitet. Immerhin die Hälfte der Käufer lasse sich von Online-Werbung inspirieren, sagte Frank.

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Gut 35 Prozent der Luxusgüterkäufer gaben sogar an, mehr Werbung für Luxusgüter sehen zu wollen. Allerdings muss auch das Umfeld passen. Auf Seiten, die sich ohnehin mit diesen Produkten befassen, ist die Bereitschaft weit größer als auf großen Portalen.

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Währund Videos gut funktionieren, laufe das mobile Geschäft immer noch nicht an. „Mobile Werbung ist überbewertet. Sie ist für die Werbekunden noch nicht spannend“, sagte Frank, der auch die Standard-Werbeformen auf Facebook vermarktet. „Die Werbung auf Facebook hat sich in diesem Jahr gegenüber 2008 verdoppelt“, sagte Frank.

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3 Lesermeinungen

  1. Natürlich lassen sich die...
    Natürlich lassen sich die hälfte aller Käufer durch Internetwerbung inspirieren, doch man vergisst dabei die potentiellen Käufer, die erst gar nicht am Internetkauf teilnehmen wollen, da der Internetkauf immer noch ein schlechtes Image hat. Ich denke, dass das Potential bei den Menschen liegt, die noch gar nicht am Internetgeschäft teilnehmen. Anstatt Geld für Videowerbung auszugeben, sollte man das Geld besser in das Image des Internets ausgeben.

  2. Ich denke, der Käuferkreis...
    Ich denke, der Käuferkreis erweitert sich stetig. Der Verbraucherschutz ist auf verschiedensten Plattformen vertreten und zwingen Betreiber Ihre Systeme noch sicherer zu machen. Grundsätzlich gebe ich meinem Vorredner recht, aber das Entwickelt sich schon ganz gut.

  3. Ja, unsere Erfahrung...
    Ja, unsere Erfahrung Bestätigt, dass auch im Luxusreisemarkt die online Nachfrage ständig steigt

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