Netzwirtschaft

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Die Digitalisierung erfasst immer mehr Lebensbereiche. Wie sie sich auf Menschen und Märkte auswirkt, beleuchtet das Netzwirtschaft-Blog auf FAZ.NET.

Google Wave – die Zukunft der E-Mail

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Google hat Microsoft mal wieder die Schau gestohlen und mit Wave ein neues Kommunikationsinstrument vorgestellt, das nichts weniger kann als die gute alte E-Mail zu revolutionieren.

Ein Video, das man sich anschauen MUSS (auch weil es schwierig zu beschreiben ist): Google-Entwickler präsentieren Google Wave, ein neuartiges Kommunikations- und Publikationstool. Spannend wird es ab Minute 6: Dann erklären die Brüder Lars und Jens Rasmussen sowie Stephanie Hannon, was Google Wave alles kann.  

In wenigen Worten (viele Worte gibt es hier und bei Google): Wave ist eine Kommunikationsplattform, die auf den ersten Blick E-Mail und Chat vereint, aber noch viel mehr kann. Die E-Mail wird aus ihrer Linearität zwischen 2 Menschen herausgeholt und könnte die CC: Flut beseitigen. Wave löst das Problem, indem Menschen per Drag & Drop aus der Kontaktliste einfach in die Kommunikation hereingeholt werden können und sofort die gesamte Korrespondenz einsehen können. Die Teilnehmer können dann in Echtzeit in verschiedenen Browsern (dank HTML 5) miteinander kommunizieren, Anhänge hinzufügen oder gemeinsam an Dokumenten/Präsentationen arbeiten. Dank offener Schnittstellen (APIs) lässt sich Wave an andere E-Mail-Systeme, aber auch an Twitter oder Blogs andocken. Kommunikation auf Wave taucht dann automatisch auch auf den anderen Seiten auf. Damit können Unternehmen die Vorteile von Wave nutzen, ohne ihre E-Mail-Kommunikation zu Google verlagern zu müssen (was zurzeit nur wenige CTOs möchten).

Wave soll erst im Laufe des Jahres fertig werden. Aber das Nachdenken über die Zukunft der guten alten E-Mail hat begonnen.


2 Lesermeinungen

  1. Eines ist klar: da passiert...
    Eines ist klar: da passiert gerade etwas sehr Spannendes. Ich bin mir sicher, dass Google Wave – einmal am Start – rasch eine große Nutzergemeinde finden wird.

  2. Wenn das wirklich OpenSource...
    Wenn das wirklich OpenSource ist, wird es echt interessant.

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