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Ebay will Online-Kleinanzeigenmarkt in Deutschland aufrollen

| 4 Lesermeinungen

Ebay hat das Geschäft mit Kleinanzeigen im Internet entdeckt. Statt mit der sperrigen Marke "Kijiji" will der Internet-Marktplatz nun mit "Ebay-Kleinanzeigen.de" den Markt aufrollen, der in Deutschland - im Vergleich zu England oder Frankreich - noch sehr klein ist.

Bild zu: Ebay will Online-Kleinanzeigenmarkt in Deutschland aufrollenDer Internet-Marktplatz Ebay baut sein Kleinanzeigengeschäft in Deutschland um. „Die neue Seite heißt Ebay-Kleinanzeigen.de. Wir nutzen die Marke Ebay damit erstmals für das Kleinanzeigengeschäft, bleiben aber auf einer anderen Plattform als der Ebay-Marktplatz“, sagte Jacob Aqraou (Foto), Chef des internationalen Kleinanzeigengeschäfts, der FAZ. Die bisherige Ebay-Kleinanzeigenseite Kijiji hatte nach Angaben von Nielsen rund 2,7 Millionen Besucher im Juli und gehört damit zu den größten Kleinanzeigenseiten in Deutschland. Nutzer können dort Anzeigen für Produkte, aber auch Nachbarschaftshilfe, Stellen oder Immobilien inserieren. Kijiji soll künftig nur noch für Kontaktanzeigen und Ferienwohnungen genutzt werden.

Deutschland habe im Online-Kleinanzeigengeschäft großen Nachholbedarf, sagte Aqraou: „Wenn wir den deutschen Markt mit anderen westeuropäischen Ländern vergleichen, ist Deutschland stark unterentwickelt. In Ländern wie den Vereinigten Staaten oder Frankreich verbringen die Menschen 20-mal mehr Zeit auf Kleinanzeigenseiten als in Deutschland.“

Bild zu: Ebay will Online-Kleinanzeigenmarkt in Deutschland aufrollenAuf Ebay-Kleinanzeigen.de können die Konsumenten ihre Anzeigen kostenlos aufgeben. Aqraou will dabei auch von der Nähe zum großen Ebay-Marktplatz profitieren. „Es ist unser Ziel, die Kategorien, die es auf Ebay nicht gibt, zu einer Kleinanzeigenkategorie zu machen. Dabei ist es auch möglich, dass Anzeigen vom Ebay-Marktplatz zu Ebay-Kleinanzeigen wandern. Das ist mit der gleichen Marke leichter zu machen als vorher“, sagte Tim Hilpert, der Deutschland-Chef der Ebay-Kleinanzeigensparte. Zusätzlich soll eine Kooperation mit dem Springer-Immobilienportal Immonet für Bewegung auf dem Marktplatz sorgen.

Das Geschäftsmodell bleibe auch nach dem Seitenwechsel gleich: genug Nutzer auf die Seite zu ziehen, um später Werbung zu verkaufen und Gebühren für Zusatzfunktionen zu nehmen. „Auf lange Sicht denken wir auch an Einstellgebühren für Anzeigen in Kategorien, in denen viel Geld steckt. Zum Beispiel Stellenanzeigen. Zum Start sind wir für alle Nutzer kostenfrei“, sagte Aqraou.

Parallel zum Umbau des Kleinanzeigengeschäfts plant Aqraou die Internationalisierung seines Autoanzeigenportals Mobile.de und sucht dafür einen neuen Geschäftsführer. Der langjährige Chef Peter Schmid ist zur Holtzbrinck-Partnervermittlung Parship abgewandert. „Wir sind mit Mobile.de bereits in einigen anderen Ländern aktiv. Ich möchte aber, dass wir die Internationalisierung in mehr und größere Länder vorantreiben. Ich möchte jetzt in Ruhe schauen, ob wir richtig aufgestellt sind, um Mobiles Internationalität voranzutreiben. Das wird einige Zeit in Anspruch nehmen – ebenso wie die Suche nach einem neuen Geschäftsführer“, sagte Aqraou.  

Links: Aqraou: „Die Nummer 3 oder 4 im Markt hat keinen Spaß“

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4 Lesermeinungen

  1. Ein sinnvoller und...
    Ein sinnvoller und konsequenter Schritt in die richtige Richtung. Nicht nur, dass der Name kijiji in Deutschland einfach schwer zu verstehen und zu merken ist…die Marke ebay wird sicherlich viel zur Erhöhung der Conversion-Rates beitragen.

  2. Ich sehe das wie Torsten, der...
    Ich sehe das wie Torsten, der Name war zu kompliziert.
    Andererseits erinnere ich mich an mehrere Gespräche über diesen Namen evt. hat das ja auch was positives.

  3. Informativ...
    Informativ

  4. Komisch: Mein Fahrrad...
    Komisch: Mein Fahrrad Kleinanzeigen Markt erscheint gar nicht in der obigen Statistik… :-(

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