Netzwirtschaft

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Die Digitalisierung erfasst immer mehr Lebensbereiche. Wie sie sich auf Menschen und Märkte auswirkt, beleuchtet das Netzwirtschaft-Blog auf FAZ.NET.

Twitter wieder auf Kurs: 18 Prozent Zuwachs in Deutschland

| 17 Lesermeinungen

Der Kurznachrichtendienst Twitter ist nach der Wachstumsdelle im Herbst zurück in der Wachstumsspur. Im Februar stieg die Zahl der Besucher in Deutschland auf Twitter.com um 18 Prozent gegenüber Januar auf 2,55 Millionen an, hat das Marktforschungsunternehmen Nielsen errechnet. Seit Dezember bedeutet dies einen Anstieg um 40 Prozent, seit April 2009 um gut 160 Prozent. Nicht erfasst sind in diesen Zahlen die Anwender, die Applikationen wie Tweetdeck oder Seesmic nutzen.

Der Kurznachrichtendienst Twitter ist nach der Wachstumsdelle im Herbst zurück in der Spur. Im Februar stieg die Zahl der Besucher in Deutschland auf Twitter.com um 18 Prozent gegenüber Januar auf 2,55 Millionen, hat das Marktforschungsunternehmen Nielsen errechnet. Seit Dezember bedeutet dies einen Anstieg um 40 Prozent, seit April 2009 um gut 160 Prozent. Nicht erfasst sind in diesen Zahlen die Anwender, die Applikationen wie Tweetdeck oder Seesmic nutzen.

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Auch die durchschnittliche Verweildauer ist in den ersten beiden Monaten des Jahres kräftig gestiegen. Das ist auch das Ziel von Twitter, denn Werbung lässt sich am besten auf der eigenen Seite verkaufen.

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Interessant ist auch eine neue Studie von Barracuda Labs (PDF). Danach sind in Amerika etwa ein Viertel der Nutzer für den Großteil aller Tweets verantwortlich, während drei Viertel der Nutzer eher passiv unterwegs ist, also lieber liest als twittert. Das Blog Webevangelisten hat für den deutschsprachigen Raum im Februar 200.000 aktive Nutzer identifiziert, die in deutscher Sprache twittern. Werden die Twitterer mitgerechnet, die in englischer Sprache twittern, ergibt sich etwa eine Aktivitätsrate von 10 Prozent. Das bestätigt die These, dass Twitter eher ein Informationstool denn ein Kommunikationsinstrument ist. 

Die untere Grafik zeigt die Tweets pro Tag. 

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Links:

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Bild zu: Twitter wieder auf Kurs: 18 Prozent Zuwachs in DeutschlandTägliche Infos zur Netzökonomie 
unter twitter.com/HolgerSchmidt (Web / Media / Social Media)
und twitter.com/netzoekonom (Mobile / Telco)
Tweetranking-Profil: http://tweetranking.com/holgerschmidt 

 

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17 Lesermeinungen

  1. 540 Tweets in der Sekunde...
    540 Tweets in der Sekunde sollen im Schnitt in die Welt gesetzt werden. Wenn davon doch nur 10 relevant wären!

  2. Ich denke das der Trend...
    Ich denke das der Trend anhalten wird und hoffe das auch die Relevanz der Tweets weiter zunehmen wird.
    Allerdings beobachte ich das immer mehr junge Schüler Twitter nutzen und die machen sich um Relevanz weniger Gedanken…

  3. Hallo,

    letzten Endes ist...
    Hallo,
    letzten Endes ist Twitter auch nur eine Community. Wenn man die bekannte 90-9-1 Regel als Maßstab nimmt, kann Twitter mit den Zahlen zufrieden sein. Interessant wäre eine Studie in Bezug auf das RT- bzw. Klickverhalten der Nutzer. Ich befürchte, immer mehr twittern aneinander vorbei…
    Grüße
    Gretus

  4. Die Nilsen-Zahlen suggerieren...
    Die Nilsen-Zahlen suggerieren einen kontinuierlichen Anstieg und verschweigen damit, dass es von April bis September 2009 in der Tat einen Anstieg gab: nämlich auf 3,14 Mio Nutzer. Dann jedoch ging es erst einmal tief bergab und erst seit November/Dezember zeigt die Entwicklung wieder nach oben. Und wie Sie richtig schreiben sind ja nur diejenigen erfasst, die über Web Twitter lesen. Und wer von uns macht das schon. Aber das will Twitter ja gerade ändern.

  5. <p>Hi,</p>
    <p>brauchen wir...

    Hi,
    brauchen wir Twitter? Ähm, na ja, eher ein Fun für „gelangweilte“ die es nicht verstehen etwas besseres mit ihrer Zeit anzufangen. Es scheint wohl so zu sein das immer mehr Menschen nicht wissen was sie mit ihrer Freizeit anfangen sollen: Wieso sich mit Freunden im wirklichen Leben treffen, lasst uns lieber über das Internet und mit Handies über Twitter „twittern“. Na dann, have Fun!
    Ohne Worte… Grüße

  6. Wie sie alle um Aufmerksamkeit...
    Wie sie alle um Aufmerksamkeit zwitschern und letztlich ein großes Rauschen erzeugen – das hat etwas Lächerliches und ist daher zutiefst menschlich. Die Usurpation des Zwitschergeheges durch Corporate-Twitterer wird sich daher in absehbarer Zeit als große Flatulenz erweisen. Man müsste mal untersuchen, welchen Anteil die kommerziellen Twitter-Accounts ausmachen. Das viel beschworene Potential, in direkten Kontakt z.B. mit Kunden zu treten, erweist sich nach der Studie von Barracuda Labs wohl eher als von Web 2.0-Gurus und Apologeten herbeigeredete Blase. Die Passivität vieler Twitter-Nutzer drückt sich übrigens bereits im Begriff des Followers aus, und m.E. würden sich die Unternehmen sehr wundern, wenn sie es mit einem aktiveren Verfolger-Mob zu tun hätten und den Twitter-Kanal nicht mehr primär für PR-Verlautbarungen nutzen könnten. Machen wir uns doch nichts vor in Sachen Transparenz!

  7. ich finde die Entwicklung...
    ich finde die Entwicklung gut…..

  8. Ich denke, das sich Twitter...
    Ich denke, das sich Twitter dennoch bei den Nutzungszahlen auf einem – im Vergleich zu den USA – relativ niedrigen Niveau einpendeln wird.
    Um es etwas überzogen zu formulieren: in Deutschland gibts es eben (noch) kein so grosses Mitteilungsbedürfnis wie in den Staaten und anderen Ländern.
    Das kann man jetzt sehen und beurteilen, wie man möchte.

  9. Die Wahrheit über...
    Die Wahrheit über Twitter:
    http://mashable.com/2010/03/10/twitter-follow-stats/

  10. <p>Betrachtet man den Hype...
    Betrachtet man den Hype Cycle von Gartner bewegt sich Twitter nun geradewegs ins Tal der Desillusionierung http://www.gartner.com/…/page.jsp. Sinkende Wachstumsraten sind da normal. Ob sich Twitter langfristig als ein Kommunikations- und Informationstool von vielen etablieren wird, ist m.E. nicht so sehr eine Frage der Relevanz von Tweets. Der Bedarf an schneller Information wird sicher nicht abnehmen. Für den nachhaltigen Erfolg von Twitter wird entscheidend sein, ob Twitter es schafft, kontinuierlich die technischen Features bereitzuhalten, die seine Nutzer bei Laune halten. Sonst geht es Twitter eher früher als später wie myspace mit Facebook: Es wird von einem Nachfolgermodell überholt.

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