Netzwirtschaft

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Suchmaschinen und Social Media treiben Online-Werbung an

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Das Internet baut seinen Anteil an den gesamten Werbeausgaben weiterhin schnell aus. Nach einer Prognose der Mediaagenturgruppe Zenithoptimedia steigt der Internet-Anteil an den Ausgaben in aller Welt von 10,5 Prozent im Jahr 2008 bis zum Jahr 2012 auf 17 Prozent. Davon profitieren vor allem die Suchmaschinen.

Das Internet baut seinen Anteil an den gesamten Werbeausgaben weiterhin schnell aus. Nach einer Prognose der Mediaagenturgruppe Zenithoptimedia steigt der Internet-Anteil an den Ausgaben in aller Welt von 10,5 Prozent im Jahr 2008 bis zum Jahr 2012 auf 17 Prozent. Das Fernsehen kann seinen Anteil in diesem Zeitraum ebenfalls leicht ausbauen, da technische Innovationen wie hochauflösendes TV die Nutzung antreiben. Insgesamt wird der Werbemarkt in diesem Jahr in der Welt um 3,5 Prozent zulegen, erwartet Zenithoptimedia und korrigiert damit die Prognose zum dritten Mal in Folge nach oben.

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Im Internet geht der Löwenanteil der Werbung an Google & Co: Mehr als 50 Prozent fließen in bezahlte Werbung in Suchmaschinen. Auf die Display-Werbung entfallen immerhin 30 Prozent, während das Kleinanzeigengeschäft am wenigsten vom Boom in der Online-Werbung profitieren kann, lautet die Prognose von Zenithoptimedia. Die klassischen Werber wollen sich Google aber nicht geschlagen geben. „Die Zurückhaltung der werbungtreibenden Industrie, ausgelöst durch die Weltwirtschaftskrise, hat spürbar nachgelassen. Zudem spielt klassische Online-Werbung bei eher traditionell beworbenen Produkten, zum Beispiel im Bereich der Fast Moving Consumer Goods, eine immer größere Rolle. Wir gehen daher schon jetzt davon aus, dass klassische Online-Werbung in Deutschland netto deutlich stärker wachsen wird, als noch zu Jahresbeginn angenommen“, sagt Paul Mudter, Vorsitzender des Online-Vermarkterkreises im Bundesverband Digitale Wirtschaft. 8 bis 9 Prozent Nettowachstum erwartet der Verband in diesem Jahr in Deutschland. Bild zu: Suchmaschinen und Social Media treiben Online-Werbung an

Die Zuwächse für das Online-Marketing lassen sich auch mit einer Studie von Harris Interactive erklären, wonach der Einfluss des Netzes auf das Marketing stark unterschätzt wird. Viele Kaufentscheidungen werden heute im Internet vorbereitet oder gefällt, ohne dass entsprechend viel Werbung ins Netz fließt. Der Aufholprozess des Netzes ist also noch lange nicht abgeschlossen.

Am schnellsten wachsen die Investitionen in Social Media, wie die Analyse von Zenithoptimedia für die USA zeigen: Die Agenturgruppe rechnet hier mit einem jährlichen Anstieg der Werbegelder von 30,2 Prozent bis 2012. Der Anteil an den Online-Werbespendings wird aber mit insgesamt 8 Prozent (zusammengerechnet mit Mobile) recht klein bleiben. „Auch in Deutschland erkennen immer mehr Unternehmen, dass Social Media für die Markenkommunikation unentbehrlich ist. Wir sind überzeugt, dass Social Media in den kommenden Jahren zunehmend zum Wachstum der Online-Werbespendings beitragen wird“, erläutert Nicole Prüsse von Zenithoptimedia. Allerdings werden viele Ausgaben für Social Media nicht unter „Werbung“ verbucht. Die tatsächlichen Etats sind daher wohl eher größer.

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Weitere Infos zur Netzökonomie:

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1 Lesermeinung

  1. Das nach wie vor bestehende...
    Das nach wie vor bestehende Wachstum von „online-ad-spendings“ zeigt die anhaltende Verschiebung. Allerdings sieht man seit einiger Zeit auch deutlich abnehmende Wachstumsraten. So dass sich die Online-Werbung meiner Meinung nach mittelfristig auf einem Niveau mit moderaten Wachstumsraten einpendeln wird.
    Nach wie vor bin ich der Meinung, dass viele Unternehmen einem Hype aufgesessen sind und den Beitrag ihrer „Online-Werbung“, insbesondere wenn parallel noch in klassische Werbung investiert wird, nicht realistisch einschätzen können.
    Viele Grüße

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