Netzwirtschaft

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Die Digitalisierung erfasst immer mehr Lebensbereiche. Wie sie sich auf Menschen und Märkte auswirkt, beleuchtet das Netzwirtschaft-Blog auf FAZ.NET.

Deutsche Telekom und United Internet bündeln Kräfte in Netz

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Die Deutsche Telekom und United Internet wollen künftig in der Werbung im Internet und auf Mobiltelefonen zusammenarbeiten. In einem ersten Schritt haben die Unternehmen vereinbart, dass das Telekom-Vermarkter Interactive Media die Werbung auf den mobilen Portalen der zu United Internet gehörenden E-Mail-Dienstleister Web.de und GMX mit verkauft. Im Gegenzug darf United Internet die mit dem Logo des Absenders versehenen sicheren E-Mails auch in die Postfächer der 7,5 Millionen E-Mail-Kunden von T-Online senden.

Die Deutsche Telekom und United Internet wollen künftig in der Werbung im Internet und auf Mobiltelefonen zusammenarbeiten. In einem ersten Schritt haben die Unternehmen vereinbart, dass das Telekom-Vermarkter Interactive Media die Werbung auf den mobilen Portalen der zu United Internet gehörenden E-Mail-Dienstleister Web.de und GMX mit verkauft. Im Gegenzug darf United Internet die mit dem Logo des Absenders versehenen sicheren E-Mails auch in die Postfächer der 7,5 Millionen E-Mail-Kunden von T-Online senden. „Weitere Kooperationen sind durchaus möglich“, sagte Matthias Ehrlich von United Internet Media, der das Geschäft noch mit Harald Eisenächer, dem inzwischen abgelösten Internet-Chef der Telekom ausgehandelt hat. Künftig wird er mit dessen Nachfolger Martin Enderle zu tun haben.

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Matthias Ehrlich (UIM), Martin Enderle (Telekom)

Beide Märkte, das digitale Dialogmarketing und das mobile Internet, sind noch klein, bieten aber große Wachstumschancen. Für United Internet steht das Dialogmarketing im Vordergrund, das heute für die Unternehmen noch oft darin besteht, den Kunden Briefe nach Hause zu schicken oder sie anzurufen. „Ein großer Teil dieses Marktes – rund 23 Milliarden Euro – sind digitalisierbar. Nach der Digitalisierung bleiben nach unserer Schätzung 8 bis 10 Milliarden Euro davon übrig. Von diesem Markt wollen wir ein gutes Stück abhaben“, sagte Ehrlich.

Dazu hat das Unternehmen die Initiative „Trusted Dialog“ gegründet. Statt der Briefe verschicken Unternehmen wie Otto, die Postbank, Ebay, Weltbild oder Air Berlin bereits gesicherte E-Mails an ihre Kunden. Im Postfach des Kunden erscheint die E-Mail mit dem Logo des Absenders, um die Authentizität zu garantieren. Damit möglichst viele Unternehmen vom Brief auf die E-Mail umsteigen, muss die Reichweite groß sein. Zusammen mit den T-Online-Kunden erreicht United Internet 70 Prozent aller E-Mail-Nutzer in Deutschland. Die beiden Unternehmen arbeiten auch schon bei der Entwicklung der rechtssicheren De-Mail zusammen.

Die Telekom kann im Gegenzug die graphische Werbung auf den mobilen Portalen von Web.de und GMX vermarkten, die nach Angaben des Unternehmens 52 Millionen Seitenaufrufe im Monat erzeugen. Zusammen mit den eigenen Angeboten erreicht die Telekom damit rund 100 Millionen Seitenaufrufe in diesem noch jungen Medium.

Links: „Trusted Dialog“ – Wie Ebay, Otto, Web.de und GMX die E-Mail retten wollen

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2 Lesermeinungen

  1. Na da sieht man mal, um was...
    Na da sieht man mal, um was für Summen es sich da handelt….Heftigst

  2. Ich hoffe mal die bekommens...
    Ich hoffe mal die bekommens gebacken schnelleres Internet zu Verfügung zu stellen. Hier gibt es immer noch T-DSL 2000 und man zahlt für mehr o_0

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