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Die Digitalisierung erfasst immer mehr Lebensbereiche. Wie sie sich auf Menschen und Märkte auswirkt, beleuchtet das Netzwirtschaft-Blog auf FAZ.NET.

Jochen Wegner verlässt Focus Online

Jochen Wegner, Chefredakteur von Focus Online und Geschäftsführer von Tomorrow Focus Media, gründet ein eigenes Unternehmen. Gemeinsam mit Marco Börries, der bereits mehrere Softwareunternehmen aufgebaut und erfolgreich verkauft hat, will Wegner in Berlin eine Plattform für journalistische Inhalte auf Tablet-Computer wie dem iPad aufbauen.

Bild zu: Jochen Wegner verlässt Focus OnlineJochen Wegner, Chefredakteur von Focus Online und Geschäftsführer von Tomorrow Focus Media, gründet ein eigenes Unternehmen. Gemeinsam mit Marco Börries, der bereits mehrere Softwareunternehmen aufgebaut und erfolgreich verkauft hat, will Wegner in Berlin unter dem Namen Mag10 Publishing eine Plattform für journalistische Inhalte auf Tablet-Computern wie dem iPad aufbauen. Wegners neues Unternehmen will jedoch keine Inhalte erstellen, sondern eher kleinen Inhalteanbietern helfen, auf Tablet-Computern die nötige Reichweite zu bekommen und Zugang zu einem funktionierenden Zahlsystem zu bekommen. Ein Schwerpunkt soll zunächst auf Apples iPad liegen, später dann aber auch offene Systeme auf Basis von HTML5 unterstützen.

Bild zu: Jochen Wegner verlässt Focus OnlineDas Projekt ist international angelegt, wofür Börries die Kontakte mitbringt. Er hatte als Jugendlicher das Unternehmen Star Division gegründet und damit sogar den Softwareriesen Microsoft herausgefordert.  Nach dem Verkauf für rund 70 Millionen Dollar arbeitete er einige Zeit für den neuen Eigentümer Sun Microsystems, bevor er wieder ein neues Unternehmen namens Verdisoft gründete, das er abermals gut verkaufte: 94 Millionen Dollar war Yahoo die Software wert, die Desktops mit Handys verbinden konnten. Daraufhin verantwortete Börries einige Zeit das Mobilfunkgeschäft von Yahoo, bevor er 2009 zurück nach Hamburg übersiedelte. Mit einem dreistelligen Millionenbetrag im Rücken entwickelt Börries nun neue Software, zum Beispiel Cloud-Anwendungen für das Rechnungswesen. Börries gilt als gut verdrahtet, aber ihm werden auch divenhafte Züge nachgesagt. Aber damit sollte Wegner nach seinen Jahren im Hause Burda / Tomorrow Focus umzugehen wissen. 

Bild zu: Jochen Wegner verlässt Focus OnlineNach Uli Hegge kommt Burda/Tomorrow Focus mit Wegner schon der zweite exzellente Web-Kenner in kurzer Zeit  abhanden, der zudem als einer der wenigen Journalisten Ahnung von Technik hat. Wegners Nachfolger in München wird Oliver Eckert (Foto), der bereits seit Januar 2009 Geschäftsführer der Finanzen100 GmbH ist, die mehrheitlich zu Tomorrow Focus gehört. Der 37-jährige studierte an der Universität Köln Betriebswirtschaft. Nach dem Besuch der Springer Journalistenschule war er für BILD in Hamburg und Berlin tätig, zuletzt als Redaktionsleiter von Bild.de. 2006 wechselte Eckert zur Rheinischen Post nach Düsseldorf, wo er als Chefredakteur und Geschäftsführer RP Online leitete. Von dort ging Eckert dann zu Finanzen100, das er auch weiterhin leiten wird.

Eckert wird künftig für die journalistischen Portale des Hauses wie Focus Online verantwortlich sein, während die Online-Vermarktung weiterhin in den Händen von Martin Lütgenau liegt. 

Fotos: Tomorrow Focus (2), FAZ

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