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Die Digitalisierung erfasst immer mehr Lebensbereiche. Wie sie sich auf Menschen und Märkte auswirkt, beleuchtet das Netzwirtschaft-Blog auf FAZ.NET.

Social Media schlägt sich kaum in Werbebudgets nieder

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Das Internet, auf das heute 14 Prozent aller Werbeausgaben entfallen, wird seinen Anteil bis 2013 auf knapp 18 Prozent ausdehnen können, erwartet Zenithoptimedia. Die Bedeutung des Netzes für die Werbetreibenden wird von diesen Zahlen allerdings unterschätzt. Denn neben den gekauften Werbeflächen (Paid Media) spielen eigene Seiten im Internet (Owned Media), zum Beispiel auf Facebook, Youtube oder Twitter, ebenso eine steigende Rolle wie Konversationen mit Nutzern in Blogs oder Foren (Earned Media). Das taucht in den Statistiken aber nur selten auf.

Bild zu: Social Media schlägt sich kaum in Werbebudgets nieder„Internet und Fernsehen haben die Krise nahezu ohne Einbrüche überstanden und werden in den nächsten Jahren nicht zuletzt wegen der Konvergenz ihrer Technologien auf Erfolgskurs bleiben“, sagt Nicole Prüsse, Deutschland-Chefin des Werbenetzwerkes Zenithoptimedia, das regelmäßig die Entwicklung des Werbemarktes untersucht. Stetig steigende Bandbreiten machen Bewegtbild-Werbung in guter Qualität auch im Netz immer besser möglich. „Werbungtreibende erleben nun den Durchbruch des bewegten Bildes auf Bildschirmen aller Art. Vor diesem Hintergrund ist es nicht verwunderlich, dass das Werbemedium Internet ausgerechnet durch Display-Werbung, deren Anteil an den gesamten Online-Werbeinvestitionen in den vergangenen Jahren zurückgegangen ist, neuen Schwung erhält. Online-Video und Social Media sorgen dafür, das sich der Anteil an den weltweiten Online-Werbeinvestitionen von 33,9 Prozent in diesem Jahr auf 35 Prozent im Jahr 2013 erhöht“, sagt Prüsse. Insgesamt wird der Werbemarkt in aller Welt in diesem und den kommenden Jahren um jeweils rund 5 Prozent zulegen. Für Deutschland werden für dieses und die nächsten Jahre Zuwächse zwischen 2 und 3 Prozent prognostiziert.

Das Internet, auf das heute 14 Prozent aller Werbeausgaben entfallen, wird seinen Anteil bis 2013 auf knapp 18 Prozent in aller Welt ausdehnen können, erwartet Zenithoptimedia. Die Bedeutung des Netzes für die Werbetreibenden wird von diesen Zahlen allerdings noch unterschätzt. Denn neben den gekauften Werbeflächen (Paid Media) spielen eigene Seiten im Internet (Owned Media), zum Beispiel auf Facebook, Youtube oder Twitter, ebenso eine steigende Rolle wie Konversationen mit Nutzern in Blogs oder Foren (Earned Media). „Diese Aktivitäten können extrem effektiv sind und viele Werber haben sich begeistert darauf gestürzt. Aber die meisten werden nie in einer Statistik über die Werbeausgaben auftauchen“, lautet das Fazit von Zenithoptimedia. Da Social Media in immer mehr Bereichen der Unternehmen eingesetzt wird, die zunächst einmal nichts mit Werbung zu tun haben, könnten die Werbeetats auf diese Stück für Stück ins Unternehmen diffundieren. Ob die Werbeetats allerdings am Ende noch genauso groß sind wie heute, ist eher unwahrscheinlich.  

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5 Lesermeinungen

  1. Bei der Internet-Werbung...
    Bei der Internet-Werbung werden sämtliche Google-Ads und andere Suchmaschinen- oder Verzeichnis-Platzierungen nicht drin sein, nehme ich an. Was dann wohl den Online-Anteil krass verzerrt. Äussern sich die Autoren zum Anteil dieses „schwarzen Lochs“?

  2. Die Tatsache, dass sich Social...
    Die Tatsache, dass sich Social Media wenig in den Werbebudgets niederschlägt, könnte daran liegen, dass Social Media nicht Werbung im klassischen Sinne ist und viele Unternehmen mit dieser neuen Form der Unternehmenskommunikation noch nicht allzuviel anzufangen wissen.
    Wer in herkömmlichen Bahnen denkt, erkennt das große Potential des digitalen Dialogs nicht auf Anhieb. Social Media Marketing wird oft noch als Spielzeug der Geeks angesehen. Meiner Ansicht nach zu unrecht. Wer den Dialog mit den Kunden Aufbaut und pflegt, gewinnt in zweierlei Hinsicht.
    Stig Pfau

  3. Mag ja sein, dass die...
    Mag ja sein, dass die „Werbe-Etats“ schrumpfen, aber Social Media ist ja keinesfalls „kostenlos“. Denn gute Content-Erstellung und professionelles Social Media Management kann mittelfristig auch nicht nur durch Praktikanten erfolgen – wer es wirklich ernst meint wird auch hier investieren müssen. Insofern werden sich immer mehr klassische Werbegelder in diese Richtung verschieben – übrigens sehr zu unserer Freude!

  4. <p>Ich denke, das viele...
    Ich denke, das viele Agenturen noch nicht erkannt haben, wie sie ihren Kunden im Bereich Social Media unterstuetzen koennen. Agenturen die das Thema Social Media noch nicht in ihrem Portfolio beinhalten und verstehen, werden immer noch die herkoemmlichen Print – TV – Radio Activitaeten ihrem Kunden anbieten.
    Tweeten for Customers ist weder lukrativ fuer die Kunden noch sinnvoll. Eine Fanpage in Facebook – okay aber steht im Vergleich zu einem TV Werbespot sicherlich ganz am unteren Ende im Budget.
    Sobald Agenturen erkennen, das auch im Bereich Social Media sechs und siebenstellige Umsaetze erreicht werden koennen, wird sich auch der Anteil von Social Media im Marketing Budget deutlich aendern.
    best
    Marita
    http://xeesm.com/maritar

  5. Eine Rolle könnte auch die...
    Eine Rolle könnte auch die bewusste Trennung von Internetaktivitäten in Business und privat sein.
    Die allermeisten mir bekannten Facebook-Accounts werden z. B. rein privat genutzt.
    Dort werbend aufzutreten, könnte sogar nach ‚hinten‘ losgehen.

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