Netzwirtschaft

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App-Economy: Android macht Marktanteil, Apple den Umsatz

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Der Smartphone-Markt wächst weiter ungebrochen schnell: Im ersten Quartal ist die Zahl der verkauften Smartphones um 83 Prozent auf 101 Millionen in aller Welt gestiegen. Klarer Gewinner: Googles Betriebssystem Android, das mit 35 Prozent Marktanteil die Konkurrenz inzwischen deklassiert. Apple reichen die 19 Prozent Marktanteil aber aus, um mehr Gewinn als alle anderen Gerätehersteller zusammen zu machen.

Bild zu: App-Economy: Android macht Marktanteil, Apple den UmsatzDer Smartphone-Markt wächst weiter ungebrochen schnell: Im ersten Quartal ist die Zahl der verkauften Smartphones um 83 Prozent auf 101 Millionen in aller Welt gestiegen, hat das Marktforschungsunternehmen Canalys gemessen. Klarer Gewinner: Googles Betriebssystem Android, das mit 35 Prozent Marktanteil die Konkurrenz inzwischen deklassiert. Nokia ist auf 24 Prozent Marktanteil abgestürzt, während Apple dank des iPhone 4 leicht hinzugewonnen hat. Apple reichen die 19 Prozent Marktanteil aber aus, um mehr Gewinn als alle anderen Gerätehersteller zusammen zu machen. Allerdings haben auch Samsung und HTC im vergangenen Jahr kräftig zugelegt.

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Auch im App-Markt liegt Apple weiter klar vorne. Zwar gibt es inzwischen die ersten Prognosen, die den Android-Market – gemessen nach der Zahl der Apps – schon in diesem August den App-Store von Apple überholen wird, doch das meiste Geld fließt weiterhin in die Taschen von Apple. Von den 3,8 Milliarden Dollar Umsatz, die von den vier großen mobilen App-Stores von Apple, Google, Nokia und Research in Motion in diesem Jahr erzielt werden, entfallen drei Viertel auf Apple. Das sind rund 2,9 Milliarden Dollar, schätzt das Marktforschungsunternehmen IHS Screen Digest. Das bedeutet für Apple einen Zuwachs gegenüber dem Vorjahr um 63 Prozent. Deutlich schneller, nämlich mit 295 Prozent, wird der Umsatz im App-Market von Google wachsen, allerdings nur auf 425 Millionen Dollar, was immerhin Rang 2 in der Geldrangliste der App-Stores bedeutet. Noch sind mehr als 60 Prozent der Android-Apps kostenlos, wie Reseach2Guidance gemessen hat. Für Apps werden die Blackberry-Nutzer in diesem Jahr knapp 280 Millionen Dollar ausgeben, was immerhin auch einem Wachstum von 69 Prozent entsprechen soll. Nokias Ovi-Store wird nach dieser Prognose noch 200 Millionen Dollar Umsatz mit dem Verkauf der Apps erzielen.

Insgesamt werden in diesem Jahr 18 Milliarden Apps heruntergeladen, was einer Verdoppelung gegenüber dem Vorjahr entspricht. Bis 2014 wird diese Zahl auf 33 Milliarden steigen, schätzt IHS. Mit der rasant wachsenden Verbreitung der Smartphones und Tabletcomputer werden die Umsätze in den kommenden Jahren in ähnlichem Tempo bis auf 8,3 Milliarden Euro im Jahr 2014 weitersteigen. Bis dahin könne Apples Marktanteil auf 60 Prozent sinken. Künftig könne mit Microsoft ein weiterer Anbieter in der App-Economy mitmischen, erwartet IHS. 

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3 Lesermeinungen

  1. Von den den 3,8 Milliarden...
    Von den den 3,8 Milliarden Dollar Umsatz, kann der angestrebte Bezahl-Content der Verlage ja nur träumen. Die Frage ist, warum der Nutzer bereitwilig für Apps Geld ausgibt.

  2. Kein Wunder, dass Apple mehr...
    Kein Wunder, dass Apple mehr Umsatz macht… die Preise sind dermaßen überteuert und ich kann mir nicht vorstellen, dass sich das ewig so halten wird! Ich gehe davon aus, bei Apple wirds früher oder später ganz massiv bergab gehen, wenn die Leute realisiert haben, dass die Produkte die Preise gar nicht wert sind!

  3. Die richtige App macht oft nur...
    Die richtige App macht oft nur Spass, wenn das Endgerät auch stimmt. Smartphones sind ein Lifestyle-Produkt geworden, weswegen die Leute auch gerne mal mehr Geld für Apple & Co ausgeben. Warum kaufen denn die Leute einen BMW oder Mercedes? Prestige-Gründe, Qualität und Wohlfühl-Charakter sind die Gründe dafür. Warum die Kopie kaufen, wenn man für ein paar Euros mehr das Original kaufen kann? In der Regel kommt man als Smartphone-Nutzer komplett ohne kostenpflichtige Apps aus. Die Frage ist nun, nach welchen Themen sich die kostenpflichtigen Apps aufschlüsseln?

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