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Groupon-Management wird abermals umgebaut – Mitgründer Glasner und Magin verlassen das Gutscheinportal

11.06.2012, 16:58 Uhr  ·  Nach Informationen des Netzwirtschaft-Blogs kehren die beiden Mitgründer Groupon den Rücken, um neue Gründerwege zu beschreiten.

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Das europäische Management des Gutscheinportals Groupon steht vor seinem nächsten großen Umbau: Nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung hat das an der Technologiebörse Nasdaq gelistete Unternehmen am Montagabend in einer internen E-Mail den Abschied von Daniel Glasner und Philipp Magin bekannt gegeben. Beide Manager sind Mitgründer des Portals mit Sitz in Chicago, das seinen Umsatz erwirtschaftet, indem es Nutzern Rabatte für Produkte oder Sonderaktionen lokaler Händler verkauft. Glasner zeichnete bisher als Vorstandvorsitzender für Groupon Zentraleuropa verantwortlich. Magin fungierte als Geschäftsführer für die Region Deutschland, Österreich und Schweiz.

Beide werden nun “neue Gründerwege beschreiten”, hieß es in der der F.A.Z. vorliegenden internen E-Mail, die Veit Dengler an die Mitarbeiter schickte. Dengler verantwortet den internationalen Geschäftsbereich und war selbst erst im April zum Unternehmen gewechselt und dort auf Marc Samwer gefolgt. Dengler schrieb weiter, dass die beiden Manager das Portal erst zu dem gemacht haben, was es heute sei.

Als Nachfolger für Glasner und Magin präsentierte Dengler Jens Hutzschenreuter, der als Vizevorstand die Verkaufsabteilung in den Vereinigten Staaten koordiniert sowie Tobias Teuber, der derzeit die Geschäfte in Australien führt. Ihre Erfahrung werde das Geschäft durch “einen frischen, doch geschulten Blick bereichern und weiter voranbringen”, schrieb Dengler. Das Ziel bleibe es, die Nummer eins im E-Commerce für den lokalen Handel zu werden.

Bislang hat die Rabattplattform die Hoffnungen, die viele Aktionäre in sie setzen, an der Börse allerdings nicht erfüllt: Zuletzt hat das Unternehmen abermals einen Verlust ausgewiesen, allerdings lagen die Zahlen dabei über den Erwartungen. Am Montagabend rangierte die Aktie bei 10,35 Dollar und damit ungefähr 50 Prozent unter dem Ausgabepreis von 20 Dollar beim Börsengang im November. Bei seinen Nutzern scheint Groupon dagegen gut anzukommen: Für das erste Quartal 2012 meldete das Unternehmen abermals einen Umsatzsprung um 89 Prozent auf 559 Millionen Dollar.

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Lesermeinungen zu diesem Artikel (2)
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0 Alexander Witt (BLH) 11.06.2012, 20:52 Uhr

Für einige...

Für einige Geschäftskunden ein spannendes Geschäftsmodell, aber auf Dauer aus meiner Sicht nicht tragfähig …
Endkunden gewöhnen sich schnell an niedrige Preise, z.B. Zahnbehandlung zum halben Preis. Und falls sie beim nächsten Mal den vollen Preis bezahlen müssen, schauen sie vorher auf Groupon vorbei, ob ein anderer Zahnarzt nicht ein ähnliches Angebot zum halben Preis bereithält …
Mal schauen, wie lange es für Zahnärzte, Friseure und am Ende auch für Goupon gut geht …

0 lutz-breunig 12.06.2012, 14:02 Uhr

Zweifelsfrei ist, dass auch...

Zweifelsfrei ist, dass auch lokale Händler ihren Internetauftritt benötigen, um sich gegenüber dem Onlinehandel behaupten zu können, wie eine KPMG-Studie offenbart. Das kann, muss aber nicht unbedingt ein zentrales Gutscheinportal sein.
http://www.servicereport.eu/2011/kpmg-studie-offenbart-kundenverhalten-internetservices-machen-stationaeren-handel-wettbewerbsfa

Jahrgang 1979, Redakteur in der Wirtschaft der F.A.Z.