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Google-Rezept für Motorola: Noch weiter schrumpfen!

13.08.2012, 23:25 Uhr  ·  Wenig von dem, was Google seit Vollzug der Motorola-Übernahme im Mai gesagt hat, klingt nach strategischer Offensive für die neue Tochtergesellschaft. Stattdessen kommt jetzt ein großes Sparprogramm, verbunden mit der Ansage, dass dies Spuren in den Umsätzen hinterlassen wird.

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Der Internetkonzern Google hatte während der langwierigen kartellrechtlichen Prüfung der Übernahme des Handyherstellers Motorola Mobility genug Zeit, sich eine strategische Offensive für seinen Neuerwerb auszudenken. Aber wenig von dem, was von Google seit Vollzug der Transaktion im Mai zu hören war, klingt nach einer Offensive bei Motorola. So kündigte Google im Juni öffentlichkeitswirksam einen Vorstoß in das Hardwaregeschäft mit Geräten wie dem Tabletcomputer Nexus 7 an, dabei spielte Motorola aber keine Rolle. Jetzt kommt ein Sparprogramm auf Motorola zu, bei dem ein Fünftel aller Stellen wegfallen sollen. Gleichzeitig wird offenbar die Produktpalette radikal zusammengestrichen, und Google gibt zu, dass dies Spuren in den Umsätzen hinterlassen wird. Dabei ist Motorola ohnehin schon seit Jahren auf Schrumpfkurs, und der Marktanteil bewegt sich heute nahe an der Irrelevanz. Im Moment scheint Motorola auf dem Weg dazu, innerhalb des Google-Konzerns vor allem als Forschungslabor und Patentholding zu fungieren. Google lässt keine Ambitionen erkennen, Motorola wieder zu seinem früheren Glanz im Handymarkt zurückzuführen.

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Lesermeinungen zu diesem Artikel (2)
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0 tricky1 14.08.2012, 08:54 Uhr

Informierte Beobachter wussten...

Informierte Beobachter wussten von Anfang an, dass Google vor allem an den Patenten interessiert war. . Ausserdem ist Motorola die geeignete Platform, um eigene Android Handys auf den Markt zu bringen. Dafür braucht man aber weder die bisherigen Modelle noch die ganze bisherige Infrastruktur. . Die Handlungsweise von Google ist schlüssig, aber der Blogschreiber hat es offenbar nicht erkannt.

0 EgonOne 14.08.2012, 20:17 Uhr

Das erwaehnte Schrumpfrezept...

Das erwaehnte Schrumpfrezept wird sicherlich weiter gebraucht und angewendet, denn wir sehen eine Consolidation auf dem mobile Handy Markt. Letz hoerten wir auch wie RIM, Research in Motion, Hersteller des BlackBerries, Arbeitstellen streichen musste. Sowas hat starke Folgen in deren Hauptsitz, denn viele hochqualifizierte Leute muessen neu Plaetze finden, in einem anscheinend schrinkendem Markt. Es sieht aus als of mehr und mehr Hersteller sich mit anderen, eventuell staerkeren Konkurrenten zusammen machen um zu ueberleben. Oft sind die Patente das einzige was grossen Wert hat in solchen Vereinigungen. Wir werden mehr davon erleban. Pax vobiscum

Jahrgang 1970, Wirtschaftskorrespondent der F.A.Z. in New York.

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