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Google und Deutsche Bahn kooperieren

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Der Suchmaschinenkonzern und das Schienenunternehmen bieten nun über Google Maps Fahrplanauskünfte an.

Zwei Quasimonopolisten tun sich zusammen: Am Montag haben der amerikanische Suchmaschinenkonzern Google und die Deutsche Bahn angekündigt, künftig auf dem  Kartendienst Maps der Amerikaner auch Fahrplanauskünfte des deutschen Schienenunternehmens anzubieten. Nutzer, die ihre Route per Google Maps planen, bekommen neben dem Fahrtverlauf per Auto und dem zu Fuß auch Abfahrten mit der Bahn im Nah- und Fernverkehr angezeigt. Gleichzeitig startet Google mit der angekündigten Kooperation auch in Deutschland sein Projekt Transit, über das sich Maps-Nutzer generell über Verbindungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln informieren können. Nach Konzernangaben ist das in inzwischen mehr als 500 Regionen und Städten auf der Welt möglich.

Wie die beiden Unternehmen mitteilten, liefere die Bahn innerhalb der Kooperation ihre Fahrplandaten an Google. Die Suchmaschine verlinke wiederum direkt auf www.bahn.de, wo Nutzer Tickets kaufen oder für die gewählte Verbindung Verspätungen einsehen könnten. Nutzer müssten dort nicht noch einmal ihre Reisedaten eingeben. Nach Angaben einer Google-Sprecherin handelt es sich um eine Kooperation der ideellen Art: Es fließe keinerlei Geld.

Bisher bestand eine lose Verbindung zwischen den beiden Unternehmen: Die Bahn nutzte in ihrer iPad-Anwendung „Navigator” Kartendaten von Google. Die App zeigte nach einer Abfrage automatisch den Fahrtverlauf an. Für die Bahn liegt der Vorteil nun darin, dass Reisende direkt auf das Schienenverkehrsangebot aufmerksam gemacht werden, und so potentiell mehr Menschen auf das Angebot der Bahn gelockt werden.

Bisher erfolgte die Fahrplanauskunft vor allem über das stationäre Internet sowie die verschiedenen Apps der Bahn. Die kostenfreien Anwendungen erfreuen sich dabei einer recht großen Beliebtheit: Im Play-Store für das Android-System von Google rangiert die Navigator-App derzeit auf Platz 18, bei iTunes auf Rang 38. Nach Bahn-Angaben läuft die App derzeit auf 2,6 Millionen Android-Geräten, auf 3,5 Millionen iPhones sowie auf 2,2 Millionen iPads. Die Ticket-App des Konzerns haben 235.000 Android-Nutzer sowie 500.000 iPhone-Nutzer installiert.

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2 Lesermeinungen

  1. <p>Die DB-Daten in Google sind...
    Die DB-Daten in Google sind wohl eher ein Rückschritt.
    Während im DB-eigenen Auskunftssystem auch Züge anderer Bahnunternehmen vorkommen (ebenso Busse und Straßenbahnen) ist das in der Google-Maps-Version nicht mehr der Fall. Das ist eigentlich ziemlich bestürzend – zumal es einen Direktlink zur DB-Buchungsmaske gibt, die dann auch die unvollständigen Daten übernimmt. Damit bucht der Kunde mal eben eine langsamere oder teuere Verbindung als notwendig, und ihm wird eventuell eine unnötige Taxifahrt oder ein zu langer Fußweg empfohlen.
    Beispiele findet man u.a. beim Fahrgastverband PRO BAHN (pro-bahn.de) unter dem Link “Aktuelles” (Eintrag vom 17.9.12).
    Es gehört schon ziemlich viel Dummheit bei der DB AG dazu, das System Bahn auf diese Weise schlecht dastehen zu lassen, nur weil man der Konkurrenz nicht gönnt, dass der Kunde auch einige Kilometer mit Zügen und Bussen unterwegs ist, die nicht zu DB gehören. Damit werden sicher viele potentielle Kunden zur eigentlichen Konkurrenz abwandern: auf die Autobahn.
    Und Google kann sich mit diesen unvollständigen Daten doch auch keinen Gefallen tun. Die Aussage ist doch: Meidet Google Transit! Zumindest, wenn man in Deutschland mit der Bahn unterwegs ist.

  2. <p>Ich habe die neue Funktion...
    Ich habe die neue Funktion bereits einmal genutzt und verstehe nicht so ganz, was das bringen soll. Schließlich bringt mir bisher die Fahrtzeit ohne Buchung ja nicht viel. Da bleibe ich doch lieber bei http://www.verkehrsmittelvergleich.de – Da hab ich bei meiner Strecke München – Paris wenigstens noch die SNCF dabei.

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