Home
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER
Weitersagen Kommentieren (2)
 

Groupon: Nächster Umbau des Europa-Managements

28.09.2012, 13:34 Uhr

Von

Das Rabattangebotsportal Groupon baut zum wiederholten Male sein Europa-Management um: Veit Dengler, der bisher als Vizepräsident für das internationale Geschäft in Europa mitverantwortlich zeichnete, wird das Unternehmen verlassen. Das geht aus einer interenen Mail hervor, die schon am Mittwoch an die Groupon-Mitarbeiter versandt wurde und die dem Netzwirtschaft-Blog vorliegt. Die Nachfolge Denglers ist demnach schon geklärt: Ihm folgt Christopher Muhr, der bisher für Groupon in den Vereinigten Staaten tätig war. Seine Priorität sei es nun, in Europa neue Technologien einzuführen, sagte Muhr in einer ersten Stellungnahme.

Der Abschied von Dengler kommt überraschend. Der Österreicher war selbst erst seit April für Groupon tätig. In diese Zeit fiel auch ein erster großer Umbau im europäischen Management: Daniel Glasner, der in Zentraleuropa die Geschäfte führte, und Philipp Magin, der für Deutschland, Österreich und die Schweiz verantwortlich war, verließen im Juni das Unternehmen auf eigenen Wunsch. Damals sagte Dengler in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: “Wir sind ein Unternehmen, das sehr schnell sehr groß geworden ist. Da ist es nur natürlich, dass immer wieder Leute sagen: Ich bin nicht der Mensch, um in einem Unternehmen mit weit über 11.000 Mitarbeitern zu arbeiten, sondern ich möchte mein eigenes Ding machen. Ich glaube, das muss man respektieren.” Dennoch könne das Unternehmen diesen Verlust kompensieren.

Wie es nun ohne Dengler mit Groupon in Europa weitergeht, bleibt erst einmal offen. In der internen E-Mail ist die Rede von Herausforderungen auf dem europäischen Markt. “Wir haben große Fortschritte in den vergangenen Monaten gemacht”, schrieb Groupon-Vizepräsident Kal Raman, “aber es gibt noch viel zu tun, insbesondere in Europa.” Da Groupon seine Konzernumsätze nicht nach Regionen aufgegliedert, ist unklar wie erfolgreich das Unternehmen in Europa tatsächlich ist. Im zweiten Quartal dieses Jahres erwirtschaftete Groupon konzernweit 568 Millionen Dollar Umsatz und wies einen Nettogewinn von 28 Millionen Dollar aus. Die Aktie des Unternhemens hat seit dem Börsengang im vergangenen November beständig an Wert verloren. Das Allzeithoch lag bei rund 31 Dollar, inzwischen rangiert der Kurs bei 4,80 Dollar.

 

Veröffentlicht unter: Groupon, E-Commerce, Dengler

  Weitersagen Kommentieren Empfehlen Drucken
 

Richtlinien für Lesermeinungen

Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Lesermeinungen zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 6000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung der Lesermeinung weisen wir am Beitrag den Klarnamen des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.

Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Lesermeinungen von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Lesermeinungen zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.

Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.

Weitere Artikel

Datenschutzerklärung

Allgemeine Nutzungsbedingungen von FAZ.NET und seinen Teilbereichen

Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Lesermeinungen automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.

Schließen

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden
Lesermeinungen zu diesem Artikel (2)
Sortieren nach
0 sebiprivat 09.11.2012, 18:56 Uhr

Ich finde es immer schade,...

Ich finde es immer schade, wenn das Management für ein fehlendes Geschäftsmodell verantwortlich gemacht macht. Groupon hatte zu Beginn gut funktioniert, viele guten Restaurants haben mitgemacht und wurden verprellt. Aktuell gibt es keine guten Deals mehr auf der Seite, was sehr schade ist.

0 NoName 09.01.2013, 13:02 Uhr

...Ich finde es immer...

...Ich finde es immer schade, wenn das Management für ein fehlendes Geschäftsmodell verantwortlich gemacht macht....
Tja, der Fisch fängt aber nunmal bekanntlich von oben an zu stinken....

Jahrgang 1979, Redakteur in der Wirtschaft der F.A.Z.