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#Nilsläuft

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Mit mir erlebst du Höhenflüge und Alltagsläufe. Ich gebe dir Trainingstipps und Wettkampftricks.

F.A.Z.-Spendenlauf 2016 (Teil 1) – Planung ist alles

| 2 Lesermeinungen

Die Anmeldung zu einem Lauf ist nur der erste Schritt. Nach der Zusage des Veranstalters ringen Trainingspläne, Ausrüstung und viele Kleinigkeiten um deine Aufmerksamkeit. Dann ist es an der Zeit, einen Plan zu schmieden – und dieses Mal bist du dabei.

Ja, ich bin ein Planungsfetischist. Es bereitet mir Freude, Ziele zu stecken und Taktiken auszutüfteln. Mein letzter Mehrtageslauf, der WiBoLT 2015 (Wiesbaden Bonn Landschafts-Trail, ein 320-Kilometerlauf auf dem Rheinsteig von Wiesbaden nach Bonn), hat mich daher nicht nur sportlich begeistert. Um noch einen drauf zu setzen, wurde daraus ein Spendenlauf von „F.A.Z.-Leser helfen“ zu Gunsten eines Waisenhauses in Kenia. Jede Menge Stoff für Planungsträume. Dazu lade ich dich ein. So kannst du mir über die Schulter schauen und mir deine Ideen mit auf den Weg geben.

Umso besser, dass vor kurzem eine Zusage von Jens Vieler, dem Veranstalter der Tortour de Ruhr, eingetroffen ist. Das heißt, ich werde zu Pfingsten 2016 (14./15. Mai) 230 Kilometer von der Quelle der Ruhr bis nach Duisburg laufen. Das wird der F.A.Z.-Spendenlauf 2016 und geht natürlich nicht ohne Planung.

Die Idee

Jedem Plan liegt eine Idee zu Grunde – klar. Von Mitläufern und Bekannten kommen – meiner Meinung nach – die besten Hinweise, wenn man über Erfahrungen spricht. Während eines Gesprächs beantworten wir uns selbst schon ein paar Fragen: Bin ich dazu bereit? Ist ein Erfolg greifbar? Welche Voraussetzungen muss ich schaffen? Im Grunde genommen wächst unser Interesse – oder eben nicht. Das ist nicht anders als bei anderen Sportarten. Einen Ultramarathon macht man aber nicht alle Tage, deswegen ist eine gute Planung auch eine gute Idee. Ruhig einmal mehr darüber nachdenken, ob es wirklich eine gute Idee ist. Ein Jahr ist eine gute Planungszeit.

Analoges Planungstool #NilsLäuftAnaloges Planungstool #NilsLäuft

Die Idee, für Spenden zu laufen, war für mich eine logische Konsequenz aus dem ersten Spendenlauf, den ich für die F.A.Z. gelaufen bin. Ein gewisser Grad an Herausforderung muss natürlich auch dabei sein. So war es auch bei der Tortour de Ruhr und der Idee zum zweiten Spendenlauf.

Tipp: Einen praktischen Kalender mit vielen Daten und Direktverweisen findest du bei der Deutschen Ultramarathonvereinigung.

Die Ausschreibung

Hast du einen passenden Lauf gefunden? Dann lies dir die Ausschreibung genau durch. Ultraläufe sind überwiegend Einladungsläufe, das heißt: Du schickst eine Art Bewerbung, mit deinen bisher absolvierten Läufen, und der Veranstalter lädt dich ein. Erst dann wird die Startgebühr fällig. Viele Veranstalter staffeln ihre Preise – wer früh kommt, muss weniger bezahlen. Außerdem steigt die Chance, einen Startplatz zu ergattern, denn viele Ultraläufe haben eine limitierte Teilnehmerzahl. Das ist anders als bei Stadtmarathons – es geht sehr familiär zu.

Bei der Tortour de Ruhr ist außerdem ein ärztliches Attest gefordert, wie bei längeren Läufen üblich. Es gibt auch extremere Veranstaltungen, die wesentliche längere körperliche und administrative Vorbereitungen bedürfen, wie zum Beispiel den Wüstenmarathon des Sables oder den Marathon am Nordpol. Außerdem muss ich ein Team organisieren, das mich mit dem Fahrrad oder einem Auto begleitet und die multimediale Berichterstattung übernimmt.

Wie geht’s weiter?

In der nächsten Folge stelle ich dir meinen Trainingsplan vor und erkläre, wie ich trainiere, um bei der Tortour zu bestehen. Wir schauen uns die Route auf der Karte an und versuchen herauszufinden, wie die Strecke beschaffen ist. Neben dem Sport plane ich natürlich auch den Spendenlauf, mit all seinen Facetten.

Hast du Fragen oder Anmerkungen? Dann schreibe einen Kommentar in den Blog oder schicke mir eine Mail an n.thies@faz.de

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2 Lesermeinungen

  1. Mach' et, Otze!
    Aber denk‘ bitte an Deinen geschundenen Meniskus!

    • …wie damals der gute Erich Rutemöller schon sagte :-)
      Knie ist wieder in Schuss, war zum Glück nichts schlimmes. Hoffentlich bleibt das auch während der Vorbereitung so.

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