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#Nilsläuft

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Mit mir erlebst du Höhenflüge und Alltagsläufe. Ich gebe dir Trainingstipps und Wettkampftricks.

Neuheiten von der ISPO

Auf der Sportartikelmesse ISPO in München zeigen die Hersteller ihre tollsten Uhren, Schuhe und Klamotten. Auch ich habe einige interessante Dinge gefunden. Aber auch viel Nonsens.

Die Trends 2016

Der Sportmarkt ist unerbittlich und scheinbar satt. Alle Hersteller versuchen Neuheiten zu plazieren, die im Großen und ganzen eher Evolutionen statt Revolutionen sind. Dabei scheint besonders die Personalisierung wichtig. Abgeschlossene Systeme, die den Nutzer in der Markenwelt halten, ebenfalls. Es wird weiter viel über Communities gesprochen, welche die eigentlichen Produkte umgeben. Der Einzelsportler steht beim Kauf im Fokus, erst danach kommt die Community.

Aber wohin führt das? Meiner Meinung nach werden sich Nischensportarten weiterentwickeln, wozu beispielsweise das Trailrunning noch gehört. Die Bindung zur Natur spielt dabei eine große Rolle. Wir besinnen uns zurück auf das Wichtige, wobei wir auch viel Hightech nutzen werden. Outdoor und Sport verschmelzen. Deswegen wird Trailrunning auch von vielen Herstellern beobachtet. Es ist eine spannende Zeit.

Beim Laufen wird die breite Masse nicht viel größer werden. Doch immer mehr Läufer werden sich höhere Ziele zutrauen und längere Strecken laufen. Natürlich sprechen auch alle von Lebensstil und Selbstverwirklichung; aber diese Schlagwörter sind doch eher Anzeichen für einen gewissen Grad an Sättigung.

Das Rubbelbrett

Ist es zum Surfen? Nein, gibt die Asiatin mir zu verstehen. Massatschi! Man stellt sich drauf und lässt seine Füße ordentlich durchrubbeln. So sollen die Fußreflexzonen angeregt werden. Die Erfindung scheint ernstgemeint zu sein – blinkende Lichter inklusive.

Ein Wasserfilter für Ultratrails?

Etwas ernsthafter geht es bei der Schweizern zu. Der Wasserfilter Drinkpure kann auf PET-Flaschen geschraubt werden. Mit einem Druck wird aus dreckigem Wasser, gefiltertes Wasser. Dabei sollen auch Keime und Viren durch die Filter-Membrane entfernt werden. Bei meinem Test während der ISPO hat das ganz gut geklappt. Zumindest Chlorwasser schmeckt nach der Filtrierung nicht mehr nach Chlor. Schlecht wurde mir auch nicht.

Regeneration nach Maß

Der Hersteller CEP hat etwas besonderes im Angebot. Während der Messe konnte sich das Publikum „klonen“ lassen. Dabei wurden Daten aus einem 3D-Scanner ausgewertet und für die Maßschneiderung einer Kompressionshose genutzt. Die Methode ist derzeit allerdings auf Kompressionshosen für die Regeneration nach dem Laufen ausgelegt. Im Fachgeschäft wird später nicht mit dem Scanner gearbeitet. Die Händler nehmen die Maße dort mit der Hand. Die Hose soll dann innerhalb von ein paar Wochen abgeholt werden können.

Die Urzeithantel

Auch diese Entwicklung ist ernst gemeint. Allerdings dürfte sich diese Besinnung auf die Steinzeit eher auf das Design beziehen. Die Handhabung ist in Ordnung, aber nichts Neues. Ins Auge fällt der Stein aber allemal.

Smarter Uhrzeitwandel

Der Markt wird immer unübersichtlicher. Alle großen Hersteller auf der ISPO boten ihre Uhren feil. Fitbit setzt beispielsweise auf die breite Masse und will viele Nutzer aktivieren. Andere Hersteller setzen auf spezialisierte Produkte für Läufer, Schwimmer oder Radfahrer. Der Trend geht ganz klar weiter zum vernetzten Sportler. Die Wearables dienen mit mehr Sensoren zur Fütterung der Big Data Maschine. Auswertung und Beratung werden sicherlich zunehmen.

Franks Rudermaschine

Als ich das Sportgerät in der Serie House of Cards im Keller des späteren Präsidenten Frank Underwood (Kevin Spacey) gesehen habe, dachte ich noch: das Ding ist selbstgebaut. Aber weit gefehlt. Die Firma Waterrower möchte möglichst nah an das Gefühl des Wasserverdrängens kommen. Deswegen wird die Ruderkraft durch ein Wassertank gebremst. So soll ein möglichst realitätsnaher Widerstand entstehen. Für mich als Laie ist nicht viel Neues zu spüren. Aber das Teil sieht sehr gut aus.

Hast du Fragen zur ISPO? Oder Tipps? Dann schreib mir über die Kommentarfunktion oder an n.thies@faz.de. Auf Twitter (@nils_thies), Facebook oder Instagram (NilsLaeuft) bin ich auch zu finden.

 

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