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#Nilsläuft

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Mit mir erlebst du Höhenflüge und Alltagsläufe. Ich gebe dir Trainingstipps und Wettkampftricks.

Alkohol fasten – und besser laufen?

Fasten ist vielfältig und man lernt einiges über sich selbst. Sportler sollten fasten, besonders wenn es um den Verzicht von Leistungsbremsen geht. Auch Nils fastet wieder. Diesmal: Alkohol.

Es ist wieder soweit – die Fastenzeit ist da. Im letzten Jahr fastete ich Industriezucker. Wie das lief, liest du hier. Danach verzichtete ich weitgehend auf Zucker und so soll es auch dieses Mal werden – diesmal allerdings ohne Alkohol.

Wer fastet, stellt Gewohnheiten in Frage. Das finde ich gut, weil auffällt, welche Verhaltensmuster schon ins Unterbewusste eingebrannt sind. Plötzlich merkt man: Pommes schmecken ohne Ketchup viel besser. Oder eben: Warum trinke ich zu einem guten Essen regelmäßig Wein. Eine Grillparty ohne Bier? Niemals!

Das heißt nicht, dass ich wahllos zur Flasche greife. Ein- bis zweimal wöchentlich ein Gläschen finde ich in Ordnung. Außerdem ist es sinnlos, vor einem großen Lauf ordentlich zu bechern. Ich weiß auch, Bier nach einem Marathon verlängert die Regeneration. Aber wie wirkt sich ein längerer Verzicht auf die Leistung aus und wie eingefahren ist mein Verhalten in Bezug auf Alkohol? Lässt sich ohne Alkohol vielleicht sogar besser leben? Und wie weit wirft mich ein Rausch zurück? Fragen über Fragen.

Sport und Alkohol – eine gute Kombination?

Die Leber ist ein Umwandler und Speicher für Glykogen, welches als Glucose dem Organismus als Brennstoff dient. Herrscht ein Überangebot an Kohlenhydraten werden sie als Glykogen in der Leber und den Muskeln gespeichert. Bei einer Unterversorgung wird die Energie wieder bereitgestellt. Vereinfacht gesagt, zerrt Alkohol an den Stoffwechsel-Ressourcen, die auch beim Sport benötigt werden.

Alkohol wird hauptsächlich in der Leber abgebaut und frisst die Ressourcen, die wir für unsere Leistungsfähigkeit brauchen. Trinken wir Alkohol, muss ihn die Leber vorrangig abbauen und verbraucht dabei Mineralien, Vitamine und Glykogen. Die sind futsch und die Energieumwandlung blockiert. Das ist also doppelt schlecht, wenn wir Sport machen wollen. So lähmt Alkohol aber auch die Regeneration nach dem Sport, weil sich die Energie-Speicher erst nach dem Abbau des Alkohols auffüllen. Ist das Bier danach also wirklich sinnvoll? Wohl nicht.

Nun sagen einige Leute, Alkohol sei in Maßen trotzdem gesund. Aber was ist zu viel? Da streiten sich die Geister und auch die Wissenschaft. Also verzichte ich lieber gänzlich aufs „Stöffche“ und das für circa 40 Tage, so lange dauert die Fastenzeit. Alkohol verursacht natürlich auch noch andere gute und schlechte Dinge, die es herauszufinden gilt.

Ist ein Alkoholverzicht nicht nur was für Profis?

Das weiß ich noch nicht, aber ich möchte es herausfinden. Mich interessiert zum Beispiel, ob es vielleicht gar nichts bringt. Gibt es gar einen Punkt, an dem man deutlich merkt, dass die Leistung und das Wohlbefinden besser werden? Und was ist mit der Lebensqualität? Also ab jetzt: Finger weg bis Ostern.

Falls du schon solche Erfahrungen gemacht hast, schreibe mir gerne. Bleibt auf dem Laufenden bei Twitter. Mein Account ist unter @Nils_Thies zu erreichen. Oder schreibe einen Kommentar in die Box unten.

 

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