Planckton

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Die Wissenschaft ist ein ernstes Geschäft, aber gehört ihr deshalb das letzte Wort?

Absaufen und Auftauchen – die Kunst der Klima-PR

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Es gibt nicht viele Klimaforscher, die so behände die Bäume hochklettern, um den Finger in die Luft zu halten und „Sturm!" zu rufen, wie der Potsdamer...

Es gibt nicht viele Klimaforscher, die so behände die Bäume hochklettern, um den Finger in die Luft zu halten und „Sturm!“ zu rufen, wie der Potsdamer Ozeanograph Stefan Rahmstorf. Darin sind sich (fast) alle einig in der Szene. Dagegen ist, bei politischem Licht betrachtet, auch gar nichts auszusetzen, denn Rahmstorf ist neben seiner PR-Tätigkeit auch ein fleißiger Wissenschaftler und emphatischer Denker.

Und weil das so ist, sieht man sich die Arbeiten des Modellierexperten vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung stets auch gerne an, und stellt fest: Die Wissenschaft und man selbst lernt nie aus. So ist das auch mit seiner neuen Arbeit in den „Proceedings“ der amerikanischen Nationalen Akademie der Wissenschaften, in denen er zusammen mit Martin Vermeer von der TU Helsinki einmal mehr über die Untergrenzen (75 cm), vor allem aber  über die Maximalmarken der Meeresspiegelprognosen berichten durfte. Was zu sagen war – im Sinne Rahmstorfs – wurde gestern schon vorauseilend von den großen Agenturen verkündet:

  Bild zu: Absaufen und Auftauchen - die Kunst der Klima-PR

 

Und natürlich hat, wer konnte in unserem Medienzirkus, die Sache nicht ruhen lassen – viele sicher schon der Angst wegen, die Kollegen könnten in diesen aufgeheizten Zeiten eine Schlagzeile daraus stricken. Was sich ja bei den PR-Formulierungen aus dem PIK durchaus anbietet:

   Bild zu: Absaufen und Auftauchen - die Kunst der Klima-PR

 Eine aussagekräftige Grafik gab es gratis:

  Bild zu: Absaufen und Auftauchen - die Kunst der Klima-PR

 

Was keinem Kollegen hingegen auch nur eine Zeile wert war, und was Rahmstorf – pfiffig wie er ist –  tunlichst unterschlagen hat, ist das Faktum, dass seine vermeintlich neue  Prognose von 1,90 Metern  längstens bekannt und vermutlich hundertfach schon unter die Leute gebracht worden ist. Die beachtliche PR-Arbeit „Climate Diagnosis“, in der unter Beteiligung Rahmstorfs vor kurzem die Ergebnisse einer im März abgehaltenen Fachkonferenz in Kopenhagen (ebenfalls schon zum wiederholten Mal) zusammengefasst wurden, hatte schon eine bemerkenswerte Publizität erzielt. Da ist – für die große Zahl derer, deren Kurzzeitgedächtnis noch lückenhafter wie meines ist – zu lesen:

  Bild zu: Absaufen und Auftauchen - die Kunst der Klima-PR

 

Nun gut: Die Medien als verlängerter PR-Arm – das ist  weiß Gott keine Enthüllung und eigentlich auch längst kein Lamento mehr wert. Der Nachrichtenwert einer Mitteilung wird ja inzwischen kaum noch abgeklopft. Aber in einer Zeit, in der es so viele andere Geschichten rund um das Thema zu erzählen gäbe, geben die lässlichen Sünden unserer Zunft  doch besonders energisch zu denken.  Zumal ja die eigentliche Neuigkeit, die wissenschaftliche Aufarbeitung der 130-jährigen Daten, allenfalls nachrangig behandelt wurden _ und als wissenschaftliches Detail den meisten auch sicher auch kein Berichtsanlass gewesen wären.

Die Botschaft an die Klimaforscher nach dieser Wiederholungstat kann also nur lauten:

Weitermachen und vor allem – Wiederkäuen. Denn ewig lockt das Böse.

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1 Lesermeinung

  1. Die...
    Die Klima-Katastrophen-Propagandisten betreiben ihr Geschäft ja durchaus mit missionarischem Eifer. Warum nur erinnern sie mich immer an einen gewissen Dominikanermönch, Johann Tetzel, der auch viel Gutes bewirkt hat, denn die Hälfte seiner Einnahmen diente dem Bau des Petersdoms in Rom?

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