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Weltfrauentag, Mahlzeit! Wenn Mann wie Frau isst

08.03.2012, 07:42 Uhr

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Es gibt Ratschläge, an denen gibt es überhaupt nichts zu deuteln: Öfter mal über den eigenen Tellerrand hinaus zu blicken, ist so einer. Neulich ist mir allerdings klar geworden, dass es sich mit dieser an sich lebensklugen modernen Weise ähnlich verhält wie mit Gesundheitsbüchern: Man kann krank davon werden, wenn man sie allzu wörtlich nimmt. Besser also erst gar nicht daran denken, auf die Teller anderer Leute zu schielen. Erst recht nicht mit undurchsichtigen Absichten oder halbherzig versteckten Verunglimpfungen. Den Kindern fährt man ja auch als liberaler Zeitgenosse unter Umständen gnadenlos in die Parade, wenn sie beim öffentlichen Speisen über das Essen der Leute nebenan die Nase rümpfen oder sogar Schmährufe verwenden. Die Verzehrgewohnheiten anderer Menschen und Kulturen sind eben nicht geeignet, sein Mütchen zu kühlen. 

Die Wissenschaft hat es da als scharfer Beobachter menschlicher Eigenarten einfacher. Sie ist per se geschmacksneutral, geht mit den konventionellen wie den fleischlosen Gesellschaftsgruppen gleich gerecht um, sie argumentiert logisch und günstigenfalls ganz und gar unpolitisch – jedenfalls lässt sie sich von politischen Korrektheiten in der klugen Analyse erstmal nicht daran hindern. Sollen andere was daraus machen. Wir tun das ganz bestimmt nicht (mehr) und stehen fest zum wissenschaftlichen Ansatz. Auch – oder gerade – am Weltfrauentag. Denn wie wir jetzt erfahren haben, ist in der Springer-Zeitschrift mit dem bedeutungsvollen Titel „International Journal of Life Cycle Assessment” ein wissenschaftlicher Aufsatz zweier Uni-Agrarforscher aus Halle an der Saale erschienen, der es wert ist, die Rolle der Frau am Herd, am Tisch und überhaupt als gesellschaftliche Ernährungsinstanz genauer zu beleuchten.

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Die Frage, die sich Toni Meier und Olaf Christen vom Institut Institut für Agrar- und Ernährungswissenschaften vorgenommen haben, lautet: Welchen Einfluss hat die geschlechtstypische Auswahl der täglichen Speisen auf das Weltklima? Oder anders formuliert: Wer schadet mit seinen Ernährungsvorlieben dem Klima mehr – Mann oder Frau? Wer das Paper sorgfältig liest wird erkennen, dass das weder politisch motiviert noch trivial ist. Ernst zu nehmen ist es schon deshalb, weil der ökologisch nachhaltige Konsum (und daraus folgend die Kritik am westlichen Luxuslebensstil) zu einem der Leitthemen der Umweltpolitik geworden ist – ja auch noch  zu einem ganz heißen Thema werden könnte, wenn im Juni die „Erdgipfel”-Gedenkveranstaltung „Rio-plus20″ an der Copacabana stattfindet.

Zum ökologisch verträglichen Konsum gehört logischerweise die klimafreundliche Nahrungsmittelgewinnung- und aufbereitung unmittelbar dazu. Um dies alles haben sich Meier und Christen in ihrer Lebenszyklusanalyse gekümmert. Man kennt solche Ökologieverträglichkeitsberechnungen von Joghurtbechern.  Die Hallenser Forscher haben sich nun Repräsentativumfragen zur geschlechtertypischen Ernährung aus dem Jahr 2006 unter die Lupe genommen und die Treibhausgas-Emissionen, die mit der Erzeugung und dem Vertrieb der Nahrungsmittel entstehen, entsprechend gewichtet.

Getränke, dies sei den Ergebnissen vorangestellt, wurden ausgenommen. Was das Gesamtresultat mutmaßlich nicht gravierend beeinträchtigt, wenn man sinnvollerweise davon ausgeht, dass das Einbeziehen des Konsums energieintensiver Bier- und Weingetränke eher zu Lasten des Mannes denn der Frau gehen dürfte. Das Ergebnis also ist eindeutig: Die Frau ernährt sich klimaschonender,und zwar mit einem dicken Polster nach hinten. In Zahlen ausgedrückt: Um üppige 14,8 Millionen Tonnen Kohlendioxid oder ganze 12 Prozent und 60 Tonnen Ammonium – gleich 14 Prozent weniger – könnte der Treibhausgasausstoß insgesamt geringer ausfallen, täten, ja täten die Männer unserem Planeten den Gefallen, die Ernährungsgewohnheiten der Frauen anzunehmen. Wohlgemerkt: Das  Körpergewicht und damit die verbrauchte Nahrungsmenge sind für diese Kalkulationen irrelevant, weil man den Tageskonsum auf eine Basis von 2000 Kilokalorien für beide Geschlechter festgestezt hat. Praktisch würde das also bedeuten: Deutlich weniger Fleisch für ihn, nämlich ein gutes Viertel weniger, dafür vierzig Prozent mehr Obst und Gemüse.

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Konsumprofile von Mann und Frau, links in absoluten Zahlen, rechts, die relativen Anteile am Essen. Quelle: Meier.Christen

Über den Wahrscheinlichkeitsgrad dieses Szenariums sollen andere diskutieren. Stattdessen hier ein paar mehr markante Zahlen: Rechnet man die hypothetisch eingesparten jährlichen Treibhausgasemissionen um auf die Fläche, auf der entsprechende Emissionen durch Nahrungsmittelprodution verursacht werden, käme man auf ein stattliches Areal von 15.600 Quadratkilometer, was in etwa der Fläche der Bundesländer Schleswig-Holstein oder Thüringen entspricht. Umgekehrt bedeutet das: Wir könnten in Deutschland Flächen um Flächen stilllegen und uns ein grünes Paradies schaffen von annähernd der doppelten Fläche des Yellowstone-Nationalparks, wenn nur die Männer ihren Hang zum Schnitzel, Steak und Rollbraten in den Griff bekämen.

Womit wir bei der Frage des fleischlosen Konsums wären und der Frage, ob denn der selbst gewählte Weg in die rein pflanzliche Nahrungsmittelversorgung die Lösung aller ökologischen Probleme überhaupt wäre. Christen und Meier haben sich für einen bevorstehenden Agrarkongress in Rennes auch diesen Vergleich vorgenommen, dafür zudem auf durchaus ältere Daten zurückgreifen müssen, wie die folgende Aufstellung zeigt:

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Umwelteinflüsse unterschiedlicher Ernährungsweisen in Deutschland, ermittelt auf Basis von täglich 2000 Kilokalorien für die Jahre 1988 und 2006 (einschließlich Geschlechtsunterschiede), sowie den Umwelteinflüssen verschiedener offizieller Empfehlungen (UGB- Vereine unabhängiger Gesundheitsberatung, DACH-Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr werden von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung und der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährungsforschung  und der Schweizerischen Vereinigung für Ernährung). Quelle Meier, Christen

Bemerkenswert und durch die Bank erfreulich ist an dieser Erhebung erst einmal, dass die – grob gesprochen – massivsten umweltbelastenden Verzehrgewohnheiten der Vergangenheit angehören. Alle Indikatoren, von den Treibhausgasemissionen bis zum Landverbrauch, lagen 1988 über den Werten von 2006 – mit einer Ausnahme: Der Verbrauch an Grund- und Oberflächenwasser für die Bewässerung („blue water”)  und von Leitungswasser für die Nahrungsmittelproduktion und -verpackung hat leicht zugelegt, was unmittelbar mit typisch „weiblicher” Ernährung zu tun hat. Zur Erzeugung  insbesondere des bevorzugten Obstes braucht es eben mehr Bewässerung als für die Schlachtviehhaltung, weil Früchte meistens eben auch in ohnehin wasserarmen bis trockenen Regionen und Zeiten angebaut werden.

Der Vegetarier und erst recht der Veganer (ungeachtet von Geschlechtsunterschieden) steht da mit seinen jeweils etwas anderen kulinarischen Schwerpunkten ökologisch  besser da. Grundsätzlich gilt für beide: Je weniger Fleisch, Milchprodukte, Eier und Fisch, desto leichter das ökologische Gewissen.

Bei allen Umweltindikatoren gehören sie zu den Gewinnern. Christen und Meier nehmen zwar Abstand davon, insbesondere eine strikt vegane Ernährungsweise im Sinne der Nachhaltigkeit zu favorisieren und damit die kulinarischen Maßstäbe von etwa 0,1 Prozent der Bevölkerung zum Maßstab zu nehmen. Dennoch kann man  ungefähr erahnen, was sie uns trotz betont wissenschaftlicher Objektivität und Geschmacksneutralität  gerne als Minimalziel ans Herz legen: Ihr Herren, nehmt euch ein Beispiel. „Die Einsparpotentiale der Männer”, so schreiben sie im Hinblick auf die Klimaverträglichkeit ihrer Speisen, „sind doppelt so hoch wie die der Frauen”. Was den weiblichen Teil der Bevölkerung angeht, könnte die Botschaft ohnehin kaum günstiger ausfallen: Die Frauen „sind schon auf dem Weg” zu einer ökologisch optimalen Ernährungsweise. Streicheleinheiten zum Weltfrauentag, süßer kann dröge Wissenschaft ja gar nicht schmecken.

Foto dpa

 
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Lesermeinungen zu diesem Artikel (9)
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0 ina_2 12.04.2012, 12:34 Uhr

Vielleicht sollte auch der...

Vielleicht sollte auch der Einfluss der Ernährung auf die Gesundheit und den Charakter berücksichtigt werden? Fleischesser sind entspannter (http://www.wissenschaft-australien.de/australien000291.html) Fleischesser sind gesünder (http://www.nature.com/ejcn/journal/v66/n3/pdf/ejcn2011196a.pdf) Und kommt mir bloß nicht mit Beobachtungsstudien, die das Gegenteil beweisen wollen (http://garytaubes.com/2012/03/science-pseudoscience-nutritional-epidemiology-and-meat/). Das gilt übrigens auch für die Behauptung, dass Vegetarier häufiger an Darmkrebs erkranken (http://www.animal-health-online.de/gross/2009/03/17/wissenschaftler-finden-mehr-dramkrebs-bei-vegetariern/10694/). So ein Blödsinn. Fleischesser sind intelligenter??? (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1691485/) Komisch auch, dass Frauen auf Fleischesser stehen (http://www.bz-berlin.de/archiv/wenn-er-nur-gemuese-knabbert-findet-sie-ihn-wenig-knackig-article1107197.html?service=print). Unterbewusst werde der Verzicht auf Fleisch wohl als Verlust von Macht und Männlichkeit interpretiert. Außerdem soll Sojaverzehr negativ auf die Spermaproduktion wirken: http://humrep.oxfordjournals.org/content/23/11/2584

0 ina_2 12.04.2012, 12:12 Uhr

Ich kann mir beim besten...

Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass eine fleischlose Ernährung klimaschonender sein soll, als eine vegetarische oder vegane Lebensweise. Bezogen auf die Nährstoffdichte schneiden tierische Lebensmittel nachweislich besser ab. So ist z.B. Kuhmilch klimafreundlicher als Sojamilch: http://www.foodandnutritionresearch.net/index.php/fnr/article/viewArticle/5170). Bei der Diskussion wird auch immer gerne vergessen, dass Tiere Nährstoffe bereitstellen, die der Mensch sonst nicht nutzen könnte, z.B. aus Gras oder Rückständen der Biodieselproduktion, wie z.B. Soja- oder Rapsextraktionsschrot. Auch wird gerne vergessen, dass sich fast 1 Mrd. Menschen hungern und 6 Mrd. Menschen (auch in Europa) - wegen einseitiger Ernährung - mangelernährt sind. Mit einer Versorgung durch tierische Produkte kann das nicht passieren (siehe http://www.eufic.org/article/de/artid/Es-ist-an-der-Zeit-Mangelernaehrung-Europa-anzuerkennen/)

0 RonSchaffer 22.03.2012, 09:08 Uhr

Ja, ja, Frauen sind die...

Ja, ja, Frauen sind die besseren Menschen. Dass sie Unmengen an Baumwolle und tropischer Zellulose verbrauchen, dass es normal ist, wenn eine Frau jeden Tag neue Kleider anzieht und ein Dutzend Schuhe im Schrank parkt, dass der unendliche Plastikmüll durch Kosmetika niemanden stört (ebenso wie die Tierversuche, die immer noch durchgeführt werden- "dermatologisch getestet"), dass die Überidentifikation mit Schönheit und Aussehen krankhafte Ausmaße annimmt und etliche weitere lauwarme Klischees zum Auf- und Bewerten genderspezifischer Eigenschaften werden immer wieder porpagiert. Wenn die Frauenquote auch im Baugewerbe und anderen Schwerarbeiterberufen eingeführt wird, kann man die Studie gern nochmal wiederholen. "Grundsätzlich gilt für beide: Je weniger Fleisch, Milchprodukte, Eier und Fisch, desto leichter das ökologische Gewissen. " Und damit lässt sich einfach gut Geld verdienen. Gewissenbisse und Gewissensessen bieten einen Milliardenmarkt, scheint es neben Schwarz-weiß kein anderes Weltbild zu geben. Jahrtausende biologische Evolution (kürzerer menschlicher Darm im Vergleich zu Menschenaffen durch kochen einer VIELfältigen Nahrung ->25% weniger Energie zum verdauen -> Energiefresser Hirn kann sich entwickeln -> "Vorteil") werden durch schlechtes Gewissen, zwanghaftes Selbstbild-Passen und unhinterfragtes Übernehmen von Trends ausgehebelt. Verschwommen Studien und verbogene Statistiken lösen bei mir Gurupathie aus. Ich praktiziere weiterhin somatische Intelligenz, in dem ich ehrlich in mich höre und fühle. (Ich als) der Körper sagt mir so immer genauer, was er im jeweiligen Moment will. Das kann Fleisch und Schokolade sein, aber auch zwei Tage Obst und Nüsse. Keine Regeln, keine Ziele, nur die Herausbildung von Gewohnheiten aus eigener Beobachtung und ehrlicher Reflexion ohne Genussucht. Funktioniert prima.

0 quepuedohacer 09.03.2012, 11:25 Uhr

Es ist wohl gerade in jede...

Es ist wohl gerade in jede Statistik nach Mann und Frau zu trennen. Okay, die durchschnittliche Frau isst weniger Fleisch als der durchschnittliche Mann, aber letztendlich sagt so etwas gar nichts aus. Meine Kollegin im Büro isst jeden Tag zum Frühstück Wurst, ich (Mann) aber nur ganz selten. Letztens habe ich gelesen, dass Männer letztes Jahr ein dickeres Lohnplus hatten als Frauen. Diskriminierung? Bei genauerem Lesen ergab sich dann, dass es in der Industrie ein dickeres Lohnplus gab als im Dienstleistungsgewerbe. Nun, Frauen arbeiten eher im Dienstleistungsgewerbe. Spannend wäre gewesen, ob Männer im Dienstleistungsgewerbe stärkere Lohnzuwächse hatten als Frauen im Dienstleistungsgewerbe. Darum ging es aber gar nicht. Man schert zur Zeit alle Männer über einen Kamm und bei den Frauen genauso. Aus Vegetarier/Fleischesser oder Industrie/Dienstleistungen wird Männer gegen Frauen. Dass es auch sehr viele Frauen gibt, die gerne Fleisch essen und es auch männliche Verkäufer gibt, fällt dann völlig unter den Tisch.

0 Berttreb 09.03.2012, 10:52 Uhr

Wie immer:...

Wie immer: Schlussfolgerungen (auf das Ganze) sind nie(!) wissenschaftlich abgesichert.
Schlussfolgerungen sind Ergebnisse, die allein durch die verengten(!) Grundlagen des Experiments eine eingeschränkte Gültigkeit beanspruchen können, und zwar nur unter der Voraussetzung der Methode, und(!) nie für das Ganze.
Also angenommen, man kann mit einer Wahrscheinlicheit und Fehlertoleranz das Essverhalten der Frau bestimmen und angenommen man kann zusätzlich die Wahrscheinlichkeit samt Fehlertoleranz zur Auswirkung von Ernährung zum Weltklima bestimmen - und stellt fest, dass das Essverhalten der Frauen unter diesen - verengten, vereinfachten Grundbedingungen zu weniger Weltklimabelastung führt. Dann ist nicht die Frage, welche Tätigkeit und mit welcher Effizienz und in welcher Höhe mit diesem Essverhalten geleistet wurde.
Wurde etwa die Effizienz der Speise für gewisse Tätigkeiten mituntersucht. Wurde die Produktivität berücksichtigt, die Art der Tätigkeit?
Solche Aussagen wie in der Studie sollte man tunlichst nicht mit Realität verwechseln - außer man missbraucht wissenschaftliche Aussagen für eigene Ideologien.

0 Dr.Bayerl 08.03.2012, 18:52 Uhr

kann es ja nur um die...

kann es ja nur um die Rettung des Klimas gehen,
wird sogar der Geschlechterkampf zum Klimathema.
Ideologie pur!

0 Dr.Bayerl 08.03.2012, 18:52 Uhr

kann es ja nur um die Rettung...

kann es ja nur um die Rettung des Klimas gehen, wird sogar der Geschlechterkampf zum Klimathema. Ideologie pur!

0 sttn 08.03.2012, 13:00 Uhr

Warum rechnet man nicht den...

Warum rechnet man nicht den erhöhten Verbrauch an Schmicke, rein weibliche Hygiene-Artikel, Schuhen und sonstigen Kleidungsstücken dazu?
Und wie weit sind die weiblichen Fressattacken zu einem bestimmten Zeitraum im Monat eingerechnet?
Und wie weit ist der Energiebedarf für das doch sehr extreme Kommunbikationsbedürfnis von Frauen berücksichtig?
Und wie weit ist die lägnere Lebenserwartung von Frauen berücksichtigt?
Und dann noch der Energiebedarf der Frauenzeitschriften...
Also dafür gönn ich mir doch schon mal lieber ein leckeres Schnitzel..

0 tricky1 08.03.2012, 09:05 Uhr

Auch dröge Wissenschaft...

Auch dröge Wissenschaft findet wie der Text hier beweist dankbare Beachtung.

Jahrgang 1964, Redakteur im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.