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Planckton

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Die Wissenschaft ist ein ernstes Geschäft, aber gehört ihr deshalb das letzte Wort?

Mit Moral aus der Klimakrise?

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Je näher der Pariser Klimagipfel rückt, desto deutlicher der Stimmungswandel: Nicht Ideologie oder Apokalypsenrhetorik prägen die Debatte, sondern soziale Werte.

Wie nah sind wir an einem neuen Weltklimavertrag? Wen man auch fragt, alle meinen, die Chance sei Fifty-Fifty. Ich bin zurzeit optimistischer gestimmt, aber das ist nur so ein Gefühl. Warum auch nicht spekulieren? Viele sondieren jetzt, und alle können sie doch nicht mehr tun, als den politischen Finger in die Luft zu halten. Mir jedenfalls scheint es, dass sich der Wind gedreht hat. Es lässt sich zumindest eins kaum leugnen: Der Ton in der Klimadebatte hat sich im Laufe des Jahres geändert. Die Klimapolitik hat, lange bevor über die harten politischen Themen im Kreis der Mächtigen gestritten wird, eine weiche psychologische Komponente bekommen – mit einer am Ende allerdings womöglich starken Wirkung. Es geht um eine neue, sehr spezielle Sensibilität, die um sich greift.

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Damit ist nicht etwa die schier unfassbare Einkehr des Shell-Konzerns gemeint, der nur einen Tag nach seinem offiziellen Verzicht auf Ölbohrungen vor Alaska nun laut Financial Times  auch noch mit der Absicht kokettiert, zusammen mit McKinsey, US General Electric und Kohleriesen BHB Billiton in einer „Energy transition commission“ die Regierungen dieser Welt über erfolgversprechende Politikstrategien gegen den Klimawandel zu beraten.

Nein, um gespielte Sensibilitäten geht es mir hier nicht. Es geht um echte Betroffenheit. Als ich Sven Plöger, den Fernseh-Meteorologen , vor ein paar Monaten nach einem Auftritt auf Sylt und später für die Aufnahmen unserer „WiessensARTen“-Reihe traf, hat er einen nicht ganz frischen, aber zu dem Zeitpunkt schon entscheidenden Hinweis gegeben. Das Gerede von der „Katastrophe“ mache ihn als Wissenschaftler misstrauisch, extrem skeptisch sogar. Der Begriff mache ihn rasend.

Ich war, als wir darüber gesprochen haben, längst im Klimajahr-Modus. 2015, das Jahr der Weichenstellungen, großen Worte und der Entscheidungen: Nachhaltigkeitsgipfel der UN, die Umweltenzyklika des Papstes, der Klimagipfel von Paris. Nichts weniger als ein Schicksalsjahr für die Umweltpolitik kündigte sich an. Trotzdem war erstmal alles beim Alten. Die Krisensymptome und „Katastrophen“-Nachrichten von der Klimafront läpperten sich schon wieder. Ich hatte mich, nachdem der Autor der „Risikogesellschaft“, Ulrich Beck, am Jahreswechsel gestorben war, mit einer seiner posthumen Publikation zum Klimawandel beschäftigt. Titel: „Emanzipatorischer Katastrophismus: Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für den Klimawandel und die Risikogesellschaft?“ Grob gesagt beschreibt Beck in dem Paper aus „Current Sociology“ unsere Chancen auf eine soziale Läuterung durch die Klimakatastrophe. „When bads produce common goods“. Übersetzt soll das heißen: Je früher und radikaler Gesellschaften die globalen Risiken und die tatsächliche Verwandlung („metamorphosis“) des Planeten durch den selbstverschuldeten Klimawandel wahrnimmt, je erfahrbarer der „anthropologische Schock“, desto stärker wächst am Ende die Bereitschaft, die politische und soziale Ordnung der Welt in Richtung Weltrettung zu lenken. „Neue normative Horizonte“ prognostizierte Beck. Das Gerede von der Katastrophe könnte also, mit anderen Worten, auch etwas Gutes haben.

###© Geomar 

Darin schwingt erkennbar jener Alarmismus mit, den die Klimaforschung im Speziellen und große Teile ökologischen Bewegung im Allgemeinen regelrecht kultiviert hat . Das wissenschaftliche Instrument dafür waren (und sind) im akademischen Betrieb ausgefuchste Szenarienrechnungen, algorithmisch konstruierte Projektionen. Im gesellschaftlichen Alltag sind daraus sehr erfolgreich popularisierte Schreckensszenarien geworden. Die Sache hat nur einen Haken: Der politische Erfolg dieser Kommunikationsstrategie tendierte, je länger sie verfolgt wurde, gegen null.

Ein entscheidender Weckruf war der klimapolitische Gau von Kopenhagen, als sich die „Siegermächte“ von Kyoto, die den bis dahin einzig völkerrechtlich bindenden Klimavertrag zustande gebracht hatten, zusammen mit den aufstrebenden Schwellenländern China, Indien, Brasilien und Russland in eine verhandlungstaktische Sackgasse manövrierten.

Von da an setzte auf Seiten der Wissenschaft, der Aktivisten und auch in der Politik die große Sehnsucht nach einer griffigen, überzeugenden Vermittlungstaktik ein. Wie verständlich machen, was ein „gefährlicher“ Klimawandel konkret bedeutet. Vor allem aber: Wie die Menschen motivieren? Ginge es nach dem Soziologen Beck, wäre der Katastrophensprech vielleicht genau so weiter gegangen wie in der zähen Klimadebatte schon für Jahrzehnte – mit ein paar apokalyptischen Höhepunkten noch obendrauf. Dass diese Schocktherapie aber die große Lethargie nicht beenden kann, die sich nach Kopenhagen ausgebreitet hatte, war vielen bald klar geworden. Manche suchten nach einer neuen Erzählweise, nach einem „Narrativ“, und meinten damit wohl vor allem: positive Psychologie. Die anderen, und hier mischten vor allem die im Klimadiskurs nun endgültig etablierten Soziologen und Ökonomen mit, regten ein Nachdenken über politische Stile an, experimentierten mit spieltheoretischen Szenarien im politischen Geplänkel der Mächtigen, oder sie stellten das enge Verhältnis von Wissenschaft und Politik – eine der treibenden Kräfte in der Vergangenheit – zur Diskussion und fragten sich offen, so wie Klima-Urgestein James Hansen, ob demokratische Mechanismen und das übliche Konsensgeschäft überhaupt je der erfolgversprechende Ansatz für eine rasche Lösung des Problems sein könnte. Der Friedrichshafener Klimasoziologe Nico Stehr von der Zeppelin-Universität sah sich deshalb in einem „Nature“-Paper kürzlich zu einer Mahnung aufgerufen: Ungeduld sei jetzt keinesfalls angezeigt. Demokratien seien nicht Teil des Problems, sondern die einzig sinnvolle Basis. „Das Argument für eine autoritäre Politik erschöpft sich in einem einzigen Punkt: Die Reduktion der Treibhausgase zu erreichen.“ Jeder andere Aspekt des sozialen Miteinanders geriete unter die Räder.

###© dpa 

Das politische Hauen und Stechen ist dann allerdings auch sehr schnell von einer sehr viel eindrücklicheren Moraldedatte abgelöst worden, die sogar der britische Ökonom Lord Stern befeuert hat und mit der Umweltenzyklika „Laudato si“ des Papstes ihren ersten Höhepunkt – vielleicht sogar den entscheidenden Moment – gefunden hat. „Jeglicher Schaden, der der Umwelt zugefügt wird, ist ein Schaden an unserer Menschlichkeit“, sagte Papst Franziskus schließlich auf dem jüngsten Nachhaltigkeitsgipfel in New York. Und obwohl er vieles an Themen ausgelassen hat – die Bevölkerungsexplosion etwa -, was ihm jetzt einige Wissenschaftler wie der Pionier der Ökologiebewegung, Paul Ehrlich von der Stanford-Universität, in einer Exegese in „Nature Climate Change“ vorwerfen, so hat er doch den Finger offenbar den Finger in die richtige Wunde gelegt. Handeln, nicht um des politischen Erfolges willen, sondern weil wir als moralische Wesen dazu verpflichtet sind, Katastrophen abzuwenden – auch um unserer selbst willen.

Und als wenn es dafür eines empirischen Nachweises bedürfe, hat jetzt eine Gruppe von Soziologen um den Australier Paul Bain im aktuellen „Nature Climate Change“ ein paar wichtige Hinweise für die Effektivität dieser Botschaft geliefert. Fast 6200 Menschen in 24 Ländern, darunter Deutsche, Amerikaner, Briten, Chinesen, Brasilianer und Afrikaner, wurden gefragt, was sie zu einem klimafreundlichen Handeln motiviert. Ergebnis: Nicht etwa sehr konkrete und gut belegte Vorteile wie saubere Luft oder die Verhinderung neuer Krankheiten stehen an erster Stelle, sondern ein paar vage positive Nebenwirkungen: „Soziale Gewinne zählen“, heißt es in dem Paper, unabhängig vom religiösen oder ideologischen Hintergrund. Dazu zählen: Ökonomischer und technologischer Fortschritt und – praktisch mit an erster Stelle – „die Entwicklung einer mitfühlenden Gesellschaft“, die sorgsam mit den irdischen Ressourcen umgeht. Welche Instanz vermag solche Werte nach all dem, was wir über diesen Papst inzwischen wissen, glaubwürdiger zu vertreten als Franziskus?

Wenn wir davon ausgehen, dass auch die politischen Führungskräfte nicht völlig losgelöst von ihren Wählern agieren, spricht doch vieles dafür, dass weder apokalyptische Schocktherapien noch ideologische Konfrontation den gordischen Knoten in diesem Jahr durchbrechen. Etwas plakativer formuliert: Herz schlägt Hirn. Es wird moralisiert und menschelt schwer. Klimapolitisch ist der Zeitgeist damit vollständig auf der Höhe der päpstlichen Kommunikationslinie.

###© AWI 

Fragen wir, wie es konkret um die Motivationslage in Deutschland steht, dürfen wir neben dem moralischen Aspekt allerdings auch den zweiten nicht vergessen: die sehr konkreten Anreize für den Klimaschutz. Ulrich Schaper, Geophysiker an der Universität Münster, hat das in seiner Doktorarbeit über „Klimawandel und Lebenswirklichkeit“ kürzlich schön und in aller Tiefe herausgearbeitet: Gehört habe praktisch schon jeder von den „Katastrophenszenarien“, nicht zuletzt aus den Massenmedien, allerdings: „Das Gefährdungsbewusstsein lässt sich maßgeblich durch die primären Umwelterfahrungen erklären.“ Will heißen: Wer sich selbst als vom Klimawandel betroffen sieht, reagiert sensibler. Menschen bräuchten „Anreizsysteme“, um selbst zu handeln. Und weil die Klimawandelerfahrung offenbar immer größere Kreise zieht, je schneller sich die Umwelt verändert und je mehr darüber in den Medien zu erfahren ist, desto nachhaltiger entwickelt sich, wie Schaper beobachtet hat, „ein gesellschaftlicher Resonanzboden für die Umsetzung klimaschützender Strategien und Maßnahmen.“ Offen bleibt nur, ob diese sanft schwingende Resonanz so weit um sich greift, dass die lange festgefahrenen politischen Dissonanzen verschwinden. Paris wird vermutlich zum vorerst letzten Prüfstein dieser neuen Klimamoral.

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13 Lesermeinungen

  1. Klimawandel und moralische Befindlichkeit
    Versuche den Menschen angesichts des Klimawandels als ein moralisches Wesen von der existenziellen Notwendigkeit ökonomischen Umdenkens zu überzeugen sind nicht neu. Schon seit einigen Jahren wurde mit dem Begriff der „Generationenverantwortung“ ein Versuch begonnen informativ und argumentativ auf der Ebene ganz persönlicher Befindlichkeit einen Zugang zum „Gewissen“ des Einzelnen zu finden – hierbei also im Bezug auf die persönliche Verantwortung für die zukünftige Umwelt- und Lebensqualität der Kinder und Enkelkinder. Im engen Bezug hierzu stand der Begriff „Reichtum“, d.h. evolutionärer Reichtum der Natur als Bedeutungsalternative zu monetärem bzw. materiellem Reichtum. Mit dem Gegensatz „Verarmung“ bzw. „Verödung“ sollte der durch den Klimawandel bereits ausgelöste zunehmende Verlust an biologischer Vielfalt in einen assoziativen Zusammenhang zu ökonomischer Verarmung gestellt werden um somit eine dauerhafte gedankliche Präsenz der bedrohten Natur zu gewährleisten.
    Leider fanden diese Begriffe keinen Widerhall. Auch bin ich im Bezug auf die in der Kolumne geäußerten neuen Ansätze eher pessimistisch. Ich bin seit 27 Jahren im Rahmen von universitärer Umweltforschung in einem Schwellenland beschäftigt und bemerke dort insbesondere unter jungen Menschen mehr Sensibilität gegenüber umwelt- und klimarelevanter Thematik, als ich eine solche bei meinen Aufenthalten in Deutschland vorfinden kann. Möglicherweise ist dies das Ergebnis einer unbewußten Abwehr von verallgemeinertem latenten Schuldgefühl in einem Verursacherland. Das würde dann aber den argumentativen Zugang auf Ebene moralischer Befindlichkeit nicht leichter machen.

  2. Und ich habe bisher immer geglaubt, ...
    „…dass es eine globale Temperatur für ein nicht-abgeschlossenes System Erde nicht gibt.“ Dabei stimmt das gar nicht! Richtig ist, dass es diese Temperatur für ein nicht-ANGESCHLOSSENES System nicht gibt. Da hätte ich in der Schule doch besser aufpassen sollen.

    • Dr. Symietz
      Da hat nun jemand versucht, die Schreibweise auf Legastheniker-Deutsch umzustellen und dann ist es Ihnen auch wieder nicht recht. Aber ermutigend finde ich es doch, dass mancher, der den Inhalt nicht einmal im Ansatz versteht, trotz sicher grössten Bemühens, dies sei zweifellos anerkannt, sich in seiner Not an Buchstaben festbeisst. Ja, hätte man Physik nicht abgewählt, dann bräuchte man nur einer Kirche anzugehören. Versuchen Sie`s doch mal mit Schwarmintelligenz, denn sie sind ganz gewiss nicht allein.

  3. Als ich jüngst mit meinem neuen Infrarot-Thermometers ...
    … vom Discounter den CO2-Gehalt der Erdatmosphäre ermittelte, fiel mir auf dass selbiger in diesem Sommer gesunken sein muss. Nun frage ich mich wie das sein kann? Hätte ich zur Messung vielleicht doch lieber ein Pt100 Thermometer nehmen und den CO2-Gehalt aus der Temperatur extrapolieren sollen? Oder habe ich richtig gemessen und die Ozeane haben das CO2 heimlich absorbiert … um nicht in Konflikt mit dem Gesetz (Henrys) zu geraten? Zur Beantwortung dieser Frage fehlt mir offenbar der „gesunde Menschenverstand“. Vielleicht weiß einer der geschätzten Mitforisten Rat? Ich zünde schon mal ein Streichholz in einem 20x20x10 …

  4. Mit Sachverstand aus der Klimakrise, denn eine "Moral", deren Thesen auf Unwahrheit und Vermutunge
    beruhen, sind kein vernünftiger Lösungsansatz. Es ist sicher richtig, dass es Klimawandel (natürlichen !) immer gegeben hat und immer geben wird, aber es ist nicht in Ordnung oder gar „moralisch“, zu behaupten, man kenne die Ursachen und die Klimasituation, selbst jene in 100 oder gar mehr Jahren genau, während man die Grundthese des „Treibhauseffektes“ durch kein einziges Experiment bestätigen kann, im Gegenteil, wenn bei stark steigender menschlicher CO2-Emission (China,…) die Temperaturen stagnieren, statt stark anzusteigen, dann gilt das als Beweis der Richtigkeit, statt als Widerlegung. Da stört es auch nicht, dass die Lehre der Thermodynamik, ein nicht angeschlossenes System sei nicht durch eine einzige Temperatur zu beschreiben, einfach ignoriert wird. Da stört es auch nicht, dass selbst im IPCC-Report III ausdrücklich festgestellt wird, wegen des chaotischen, nichtlinearen, gekoppelten Systems Langzeit-Klimavorhersagen unmöglich sind (chapter 14, 14.2.2.2). Den Haupteinfluss auf unser Klima hat die Sonne, nebst vielen weiteren Einflussfaktoren wie Wasserdampf/Wolken/Aerosole etc. hat einer der führenden dt. Klimaforschungs(politiker) stets als äusserst gering, fast vernachlässigbar, bezeichnet. Das wieder, kurz vor Paris, in hohen Ehren stehende Kyoto-Protokoll wurde von Schellnhuber einst als „schwaches Dokument, das selbst dann keinen Erfolg haben würde, wenn alle Vereinbarungen erfüllt würden“, charakterisiert. Jetzt ist man geradezu entzückt, wenn China erklärt, bis 2030 werde man die CO2-Emission weiter steigern, danach möglicherweise reduzieren. Und ich dachte, es sei schon jetzt 5 nach 12 gewesen. Warum isoliert man die Häuser gegen Kälte, wenn das behauptete Global Warming uns doch das Treibhaus erleiden lassen wird? Doch wie der alte Tetzel haben die Politiker und einige andere erkannt, dass Angst zwar nie ein guter Ratgeber, aber stets eine gute Geldquelle ist, deshalb gibt es die Einheit von Steuerverwaltungen und profitierenden Forschern, die sich sagen: „non olet“. Wir sollten das Geld nutzen, um uns auf seriösen Ansätzen beruhende Szenarien vorzubereiten, und wieder zu einem offenen Diskurs zurückzukehren, der heute in Breite nicht mehr zugelassen ist. Warum stellen sich die „offiziellen“ Klimaforscher nicht auf Kongressen der offenen Diskussion? Ein Zeichen für den Besitz der besseren Argumente ist es wohl kaum, doch wohl eher das Gegenteil. Zur Moral gehört auch das Bestehen auf der Wahrheit, und diese bleibt als Erste auf der Strecke. Bei einem Gespräch mit einem Chef eines deutschsprachigen TV-Wetterdienstes nach dessen Vortrag wurde völlig anders geredet als kurz zuvor „offiziell“, das erschüttert, deprimiert und ermutigt zugleich. Ein unbewiesene Theorie, die fast Klimakirche genannt werden könnte, wird übrigens nicht dadurch zur Wahrheit, dass es gelingt, einen Papst, dessen Unfehlbarkeit nur bei theologischen Aussagen gilt, die er „ex catedra“ bekanntgibt, zu einer Äusserung zu sachfremder Thematik zu bewegen, die er sicher gut meint. Doch auch hier gilt, dass gut gemeint, noch längst nicht gut und richtig sein muss. Anthropogen ist nur ein marginaler Effekt auf den Klimawandel, aber ganz sicher liegt der anthropogene Anteil an dem, was „Klimakrise“ genannt wird, bei einhundert Prozent. Deshalb ist Paris auch nicht die letzte Chance, denn viele weitere werden folgen, bis eines Tages ein kleines Kind kommt und rufen wird: Der Kaiser ist ja nackt“. Manchmal kommt es schneller als man denkt.

    • "...zu behaupten, man kenne die ... Klimasituation ... in 100 oder gar mehr Jahren genau..."
      Das haben die gemacht? Ein Skandal! Wirklich unerhört! Aber da die Durchschnittstemperaturen -die es nicht gibt- stagnieren, ist das ja auch egal.

  5. Herr Stehlik liefert uns hier eine wunderbare Erklärung
    CO2 kühlt die Erde!!! Das haben Herr Ermecke (und ich) ja schon immer gesagt. Gut, dass es jetzt mal jemand wissenschaftlich fundiert und in einfachen Worten erklärt. Bleibt noch hinzuzufügen, dass CO2 gesund und der Mensch am Klimawandel unschuldig ist. Ich fühle mich in allen meinen Aussagen überwältigend bestätigt. Wann ändert Herr Müller-Jung seine Meinung?

  6. Schutz vor dem Klimawandel !
    Wie irrational moralische Appelle wirken, sehen wir zur Zeit bei der Völkerwanderung der Asylanten. Da beim Klimawandel noch unklar ist, wie stark er durch astronomische und solare Wirkungen verursacht wird, und wie stark von den Menschen (vgl. die „Kleine Eiszeit“ bis 1830 und das Verhalten der Gletscher), wären Überlegungen zum Schutz „vor“ dem Klimawandel viel wichtiger als die schon fast hysterische Diskussionen zur Vermeidung des Wandels. Wer mehr dazu wissen möchte, lese z. B. einige Kapitel des Buchs von Kroonenberg „Der lange Zyklus“.

  7. Resonanzkatastrophen
    Die Resonanzschwingungen des Klimaalarmismus sind leider nicht nur hehre Weltrettungspläne, sondern manifestieren sich insbesondere in Deutschland in Unmassen von Stahl, Beton, Kunststoffen und Kupfer und Aluminium. Resourcenverschleuderung für Zappelstrom!
    Wer Augen hat, sieht die Umweltzerstörung.
    Der Geldtransfer aus den Stromrechnungen zu den Investoren garantiert langjährige Gewinne Weniger zu Lasten Vieler.
    Der behauptete Effekt der Emissionsminderung bleibt aus. Wer rechnen kann, weiß das schon lange. Wer SUV’s baut und fährt, hat noch nie daran geglaubt.
    Klimarettung als Lebenslüge einer Gesellschaft von Heuchlern!

  8. Es geht um CO2 - nicht um Wetter und Klima
    Dass es um Macht durch Psychologie geht, trifft zu. Naturwissenschaftlich – also in Wirklichkeit – geht es um die Frage, wärmt mehr CO2 in der Atmosphäre die Erde oder kühlt mehr CO2 die Erde.
    Dazu muss man nur die elektromagnetischen Strahlungsenergieflüsse messen. Das kann jeder selbst machen mit Hilfe eines IR-Fernthermometers vom Discounter. Das Ergebnis ist überall eindeutig: CO2 kühlt die Erde, weil es als IR-aktiver chemischer Stoff elektromagnetisch leitfähig ist. Die Hauptbestandteile der Atmosphäre, Stickstoff und Sauerstoff, sind elektromagnetische Isolator und diese verursachen deshalb den Wärmestau, genannt Treibhauseffekt.
    Wetter und Klima sind unberechenbar. Deshalb kann man mit Wetter und Klima die Menschheit nach Strich und Faden für dumm verkaufen.

    • Eine Lektion für die Physikerin Angela M.
      Das sehe ich auch so, habe eine gute Physikausbildung auf dem Weg zum Abitur gehabt (1964). Und den Hinweis von Sven Plöger teile ich ebenso, wie ich auch seine Wetterplauderien im TV schätze.
      Von den Top-Beratern der Bundeskanzlerin, besonders die sogenannten „Klimaforscher“, halte ich sehr wenig, ausser dass sie sich clever einen grossen Subventionstopf (Forschung, Beratung, Expertisen) aufgemacht haben und tolle „Dienstreisen“ rund um die Welt besorgten.

      Herr Gerhard S. könnten Sie aus Ihrem obigen Beitrag nicht ein Tutorium für die Bundeskanzlerin und die zuständigen Umweltminister in Bund und Land machen?

  9. Der sogenannte "Alarmismus" ist leider notwendig und angebracht
    … eben WEIL wir nicht wissen wie sehr uns der Klimawandel schaden wird. Das Problem, welches ich in der Analyse von Herrn Müller-Jung sehe, ist, dass er der Menschheit offenbar eine hinreichende Vernunft zubilligt die Klima- und Umweltkrise zu meistern. Aber mit der Vernunft des Menschen und seiner Gesellschaftssysteme ist es nicht weit her. Der Mensch ist nicht das vernunftbegabte Wesen, für das er sich selbst gerne hält. Er ist ein trieb-gesteuerter nackter Affe, der sich durch generationenlangen Drogenmissbrauch (Fossile Energie, Zucker, Alkohol, Nikotin, …) um seinen Verstand gebracht hat. Ausnahmen bestätigen leider die Regel. Wie, wenn nicht mit Angst vor dem Untergang, soll man diese Spezies vor dem Selbstmord bewahren?

  10. Psychologische Kriegsführung
    Nun wird es sonnenklar, dass es sich beim Klima-Hype im Kern um nichts anderes als psychologische Kriegsführung gegen den gesunden Menschenverstand handelt. Die Drahtzieher des „Klimaschutzes“ nehmen George Orwell beim Wort, indem sie versuchen, das ahnungslose Publikum in eine folgenschwere Begriffsverwirrung zu stürzen. Klima ist wissenschaftlich definiert als die durchschnittliche Wetterneigung eines Standortes in den vergangenen 30 Jahren. Klima ist also kein Gegenstand, sondern ein statistisches Konstrukt. Wer von Klima spricht, erzählt also immer von der Vergangenheit. Diese kann man zwar in Geschichtsbüchern verfälscht darstellen, aber weder schützen noch verändern. Um die Menschen von dieser auf der Hand liegenden Erkenntnis abzulenken, versucht man ihnen einzureden, das Klima sei ein physikalisches System, das durch Drehen an Stellschrauben steuerbar sei. Da das geistig gesunden Menschen nicht einleuchtet, versucht man sie jetzt mit moralischer Erpressung auf den Tugendpfad der Klimarettung zu zwingen.

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