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Die Wissenschaft ist ein ernstes Geschäft, aber gehört ihr deshalb das letzte Wort?

Was Wissenschaftler wirklich treiben

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Was machen Wissenschaftler eigentlich während ihrer Arbeitszeiten? Eine französische Journalistin hat nun enthüllt: Sie spielen Tennis und gehen Skifahren. Über einen Grenobler Medienkonflikt und was man daraus lernen kann.


In diesen Tagen gibt es viele Running Gags in den Forschungsinstituten der Stadt Grenoble, und die haben immer mit Tennisspielen oder Skifahren zu tun. Anlass für diese Flut von Insiderwitzen sind Äußerungen der französischen Journalistin Hélène Pilichowski, die es sich Ende September in einer nationalen Fernseh-Diskussionsrunde nicht hatte nehmen lassen, ihre Sicht auf die französische Forschungslandschaft im Allgemeinen und diejenige in Grenoble im Speziellen zu schildern. Sie sei aus Grenoble und dort gebe es riesige Forschungszentren mit Wissenschaftlern, die auf lebenslangen Stellen säßen. Aber wie solle man erfolgreiche Forschung auf der Grundlage von lebenslangen Stellen erwarten? Wenn die Forscher ihre Stelle mit 25 oder 28 Jahren anträten, seien sie zunächst noch voller Leidenschaft, bevor sie dann bald auf den Skipisten und in den Tennisclubs verschwänden. In Grenoble sei dies zumindest bei allen Forschern so gewesen.

Moi qui suis grenobloise, il y a des centres de recherche énormes à Grenoble, avec des gens qui étaient nommés à vie – comment voulez-vous qu’on cherche et surtout qu’on trouve pendant toute une vie ? Quand ils arrivent à 25 ans, 28 ans, ils sont plein d’ardeur puis après ils vont sur les pistes de ski et dans les clubs de tennis, à Grenoble c’était comme ça, c’était tous les chercheurs qui étaient là, bien évidemment ! Quelle

 

Ich gebe zu: als ich mich auf die Stelle in Grenoble beworben habe, lag die Vorstellung nicht vollkommen fern, das eine oder andere Wochenende in den Bergen zu verbringen. Paradoxerweise hat mich der reise- und arbeitsintensive Postdoc-Alltag in den vergangen Jahren aber so auf Trab gehalten, dass ich erst zweimal Skifahren und knapp zehn Mal wandern war. Das könnte man zunächst als Bestätigung der Pilichowski’schen These sehen, dass sich Nachwuchswissenschaftler noch so lange aufreiben, wie sie keine festen Stellen haben. Aber auch meine zugegebenermaßen zahlreichen französischen Kollegen auf festen Forschungsstellen verheimlichen das von Plilchowski postulierte, sportliche Doppelleben zumindest so gut, dass ich innerhalb von zwei Jahren noch niemanden im Institut in Ski- oder Tennisdress ertappen konnte. Im Gegenteil, obwohl es offiziell untersagt ist, die Wochenenden im Institut arbeitend zu verbringen, begegnet man immer wieder verschämten Gestalten auf den Korridoren, wenn sich ein potentielles Bergwochenende doch wieder zum Arbeitswochenende umgestaltet hat.

###© S. Anderl 

Es ist interessant, zu sehen, dass das französische Wissenschaftssystem von konservativen politischen Strömungen in Frankreich für Eigenschaften angegriffen wird, die das deutsche Forschungssystem momentan zu erlangen versucht: das französische System ist vergleichsweise nachwuchsfreundlich. Feste Stellen werden typischerweise zentral von Paris aus organisiert in einem jährlich national durchgeführten Auswahlverfahren vergeben. Normalerweise kann der französische Nachwuchs davon ausgehen, dass es etwa drei bis sechs Jahre nach Abschluss der Promotion, d.h. mit Anfang bis Mitte 30, funktioniert, eine feste Stelle zu bekommen. Wenn es dann noch nicht geklappt hat, ist immernoch genügend Zeit, sich nach Alternativen umzusehen. Die festen Forschungsstellen sind anders als in Deutschland aber überaus spartanisch eingerichtet. Es gibt weder großzügige Ausstattung, noch Assistenzstellen, zudem ist das Einstiegsgehalt niedriger als das eines Postdocs. Wenn man eine Forschungsgruppe aufbauen möchte, muss man selbst entsprechende Programme beantragen, wenn man sein Stellenprofil verbessern möchte, kann man das über entsprechende Leistungsnachweise erreichen.

Nun ist es ja bekanntlich immer so, dass das Gras auf der anderen Seite des Zauns bzw. hier der Landesgrenzen grüner scheint, und man kann den Franzosen nur wünschen, dass sie die Stärken ihres Forschungssystems nicht leichtfertig aufs Spiel setzen. Das aber vielleicht noch interessantere Phänomen, das sich am Debattenbeitrag jener französischen Journalistin zeigt, ist eines, das in Frankreich vermutlich nicht viel anders ist als in Deutschland: der größte Teil der Öffentlichkeit hat wenig Ahnung davon, was Wissenschaftler in ihrem Beruf den ganzen Tag so treiben. Dabei müssen gar nicht mal böse Unterstellungen im Spiel sein, auf Unverständnis dem wissenschaftlichen Berufsalltag und dessen konkretem Sinn und Zweck gegenüber trifft man aber allenthalben.

Vor ein paar Monaten habe ich mich beispielsweise mit jemandem unterhalten, der in der Finanzbuchhaltung einer Firma arbeitet. Ich erzählte ein bisschen von meiner Forschung und dass wir versuchen zu verstehen, wie Sterne wie unsere Sonne entstehen. Das fand er alles sehr spannend, aber es war offensichtlich, dass er Probleme hatte, meinen Job vollständig in sein Weltbild zu integrieren. Schließlich stellte er die Frage, die ihn offenbar während der Dauer unseres Gespräches beschäftigt hatte: „In Firmen maximiert man ja den Gewinn. Aber was maximiert ihr denn in der Wissenschaft? Ja wohl keinen Gewinn!?“ Diese Sichtweise überraschte mich im ersten Moment, auch wenn die Antwort auf die Frage in Sekundenschnelle in meinem Kopf aufleuchtete: „Erkenntnis“ natürlich! Wie kann man diese Frage überhaupt stellen?

###© S. AnderlDer Grenobler Unicampus.

Nach jenem Gespräch kam ich tatsächlich ins Grübeln, ob und wenn ja warum das Erkenntnisstreben der Wissenschaft zumindest in einer Außenperspektive verschattet sein könnte. Ein Problem könnte sein: es ist nicht offensichtlich, wie man Erkenntnis quantifizieren kann, anders als Gewinn. Gleichzeitig sieht sich der Wissenschaftsbetrieb aber zu einer irgendgearteten Quantifizierung gezwungen. Ist Erkenntnis also messbar als die Anzahl der Veröffentlichungen? Ist sie messbar in der Zahl von Zitierungen? In der Zahl von Studenten? Wie Jürgen Kaube vor Kurzem treffend festgestellt hat: man kann kaum in Frage stellen, dass der wissenschaftliche „Drittmittelzirkus“ heute so viel produziert wie nie zuvor. Veröffentlichungen, Berichte, Anträge, Abschlussarbeiten. Geschriebenes ist schließlich einfacher messbar als Gelesenes. Maximiert Wissenschaft also letztendlich Schriftstücke? Ein solches Missverständnis kann schnell zu öffentlicher Wissenschaftsverdrossenheit führen (es kann im übrigen auch durchaus zu Sinnkrisen auf Seiten der Wissenschaftler führen). Es braucht nur ein paar prominent hingepfuschte Doktorarbeiten, und es entsteht bei vielen der Eindruck, Wissenschaft würde vor allem nur noch Irrelevantes produzieren, das kein Mensch mehr liest, geschweige denn kritisch prüft. Das macht dann wiederum alle noch so schönen Indizes und Measures und akademischen Titel unglaubwürdig. Wenn Wissenschaft ihre Qualität selbst in der Anzahl von Publikationen bemisst, und die Vorstellung genährt wird, dass viele Publikationen schlecht sind wenn man nur genauer hinsieht, dann scheint dieses Maß mit dem ureigen wissenschaftlichen Ziel der Erkenntnisgewinnung nichts zu tun zu haben und man kann sich tatsächlich fragen: was wird denn da überhaupt gemessen und zu maximieren versucht?

###© S. Anderl 

Auf der anderen Seite gibt es aber im Internet Massenphänomene wie die Facebook-Seite „I fucking love science“, mit Millionen von Anhängern, die sich öffentlich für Wissenschaft begeistern. Die Veröffentlichung von Ergebnissen der Weltraummissionen oder die Entdeckung des Higgs Teilchens werden medial gefeiert. Wie passt das zusammen mit dem Bild der faulen, untätigen Wissenschaftler? Vielleicht, und das wäre meine Arbeitsthese, fehlt einfach das Hintergrundwissen darüber, wie diese monumentalen Wissenschaftshighlights produziert werden. Nämlich anhand von jahrzehntelanger Kleinarbeit tausender Individuen. Kleinarbeit, die in ihrer Relevanz manchmal schwer einzuschätzen ist, und wichtig sein kann aber nicht muss. Kleinarbeit, die schwer zu quantifizieren ist. Vielleicht sind wir Wissenschaftler noch stärker gefragt, nicht nur unsere Ergebnisse an die Öffentlichkeit zu kommunizieren, sondern auch darüber zu reflektieren und zu kommunizieren wie diese Ergebnisse entstehen. Was es eben heißt, ein guter Wissenschaftler zu sein und wissenschaftlich zu arbeiten. Was es heißt, auf der Suche nach etwas so abstrakten und schwer zu fassenden wie Erkenntnis zu sein. Gleichzeitig tut es uns Wissenschaftlern vielleicht auch selbst manchmal gut, uns dieses höhere Ziel unseres Schaffens regelmäßig wieder ins Gedächtnis zu rufen. Denn grade als Nachwuchswissenschaftler, in einer Phase in der sich die eigene, unsichere Zukunft anhand der Anzahl von Erstautorveröffentlichungen, Vorträgen, eingeworbenen Drittmitteln etc. entscheidet, mag die wissenschaftliche Neugier, der wissenschaftliche Erkenntnisdurst, manchmal von purer Existenzangst überlagert sein.

Die Grenobler Wissenschaftler haben zumindest einen Schritt dahingehend unternommen, ihr Schaffen transparenter zu machen, und in einem öffentlichen Statement Hélène Pilichowski eingeladen, die Grenobler Labore zu besuchen um sich selbst ein Bild zu machen, allerdings mit einer Einschränkung (Vorsicht, Insiderwitz):

Mais notre temps étant compté, la neige étant sur le point d’arriver dans les stations, nous vous proposons une visite de nos laboratoires… tant qu’il y a encore quelques chercheurs à leurs paillasses ! Quelle

 

Uns läuft die Zeit davon, bald gibt es den ersten Schnee in den Skigebieten. Wir laden Sie ein unsere Labors zu besuchen… so lang noch Forscher an den Labortischen zu finden sind.

###© Screenshot Le Dauphiné, http://sciences.blogs.liberation.fr/home/2015/10/le-snesup-fsu-veut-un-droit-de-r%C3%A9ponse-%C3%A0-c-dans-lair.html 
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15 Lesermeinungen

  1. Wirklich(t)es Tun..."sinnvolle" Arbeit oder "seingefü(h)l(l)te" Existenz?
    Es gibt keine richtige oder falsche „Seite“…fleißig…faul…
    kein „Existenz-S(e)in(n)losigkeit“-„Tun“…aber unreifere und reifere
    Leben-Existenz-Räume.
    Es gibt den tiefen „Raum“ des tiefen Herz-Seelen-Frieden.
    Der Raum Gottes, mit dem Türschild, Torschild, „Vernunft“.
    Der Schlüssel zu diesem „Raum“ heißt Selbsterkenntnis und Einsicht.
    Wer den Schlüssel zur Vernunft benutzt und damit
    „Das Tor zur Weisheit“ öffnet, der begegnet Gott, in diesem
    „Raum der Geborgenheit“, dem Transzendenzraum…dem
    Ursprung der auch alphanumerisch gestarteten und immer noch mitbestimm(t)en(den) Realität und ihren Ableitungen…von e und Pi.
    Vielleicht ist das ja auch „interessant“ für dich, Wissenschaft.

    Wir hoffen immer auf den nächsten Tag, wahrscheinlich erhofft sich der nächste Tag einiges von uns.
    Ernst R. Hauschka

    Tag(e) = Zeittor(reife)…tag(s) = Thema…sowohl Zeittorreifen als auch Reife-Themen. Sowohl parallel-analog, als auch analog-parallel.
    …s. Weltgegenwartgeschehen.

    und Nachtrag…previligiert = priviligiert:=)

  2. Was Wissenschaftler wirklich treiben
    Wissenschaftler = Elite-Bergleute…
    die tief im Berg ihres Fachgebietes „U(nive)R(sum)-Wissen“ zu
    Tage fördern.
    In einer Bergungstiefe, die eben nur previligierten Fähigkeiten
    zugänglich ist.
    Leben sie aber fast ihr ganzes Leben in dieser Tiefe, auch als Bergtiefen-Parallelgesellschaft, können sie das Leben,
    das Treiben mit ihrem zu Tage geförderten Wissen, selber nicht
    wahrnehmen…mangels Über-Tageslichtleben…Ganzheitgesellschaft
    Wahrnehmung.
    Verhindert von dem eigenen (Besessenheit-)Trieb, der von ihnen
    selbst aber nicht als solcher wahrgenommen wird.
    Außerdem bezeugt der allgemeine Wohlstandgewinn?,
    Wohlstandstrieb, Fördererwartung…die „Richtigkeit“ ihres Tuns.
    Ausschließlich das im Fachgebietsberg Verborgene zu Tage fördern,
    aber den dadurch entstehenden Parallelgesellschaft-Geistaugen-Parallaxefehler ihrer „Maulwurfarbeit“ nicht zu bemerken, oder
    fahrlässig wissen(schaf?)tlich in Kauf zu nehmen..
    Sie sind (fast)ausschließlich im „Motorbetrieb“…“Förderbetrieb“.
    Es könnte/müßte aber sowohl „Motorbetrieb“ als auch „Generatorbetrieb“ sein…nämlich auf Basis ihres Wissens…
    „über Tage“ humane Gesamtgesellschaftvernunft generieren,
    mittels ihrer Wissenförderung…der Weg von Wissenschaftmotor, UND Weisenschaftgenerator, humane Gesellschaftmelodien, humane Atmosphäre(n) für alle. Fachüber(be)greifend.
    Dieser mangelbehafte Generator-Raum(Gesellschaft-Betrieb) steht im
    Mißverhältnis zum Motor-Raum(Wohlstand-Gesellschaft-Betrieb)…
    „Geistauge-Parallaxefehler“ Realitätverzerrung…
    Parallel-(Arbeit-)Achsen-Fehler(Mangel).
    Langer Tageslichtmangel führt zum Blendeffekt des normalen Tageslichts für Bergarbeiter und kann nur mit (rosa)Sonnenbrille…:=)

    Zufall: Mein Vater war als Ostpreußen/flüchtling/vertriebener… Bergmann im Ruhrgebiet. Wir haben auf dem „Tackenberg“ gewohnt
    und auch noch am „Dicken Stein“, einem großen Findling, der weiß
    gestrichen war und als „Wahrzeichen“ damals auf einer kleinen
    Verkehrsinsel einer großen Kreuzung, von unserem Wohnzimmer
    aus zu sehen wahr. Oft mein (Kletter-)Stein der Weis(s)e(n):=)…
    denn ich konnte dank meines Vaters schweren Beruf und
    schwer verdientem Geld, studieren.
    Mein bis heute erlebtes Privat-Leben, das Studium und mein
    Berufserleben, lassen mich dank meiner Intuitionfähigkeit, die mich bis heute zur Transzendenz geführt hat, das Weltgeschehen und
    den Mangel der Menschheit, nämlich behutsam nach Glück = Gesundheit (in all ihren Bedeutungen) zu streben, klar erkennen.
    Auf Basis meiner Energiewesenheiterkenntnisse…was
    fachübergreifende Elite-Team(s)-Arbeitende wohl viel besser
    könnte(n) als ich.
    Evolutionsphilosophie auf Basis Energiewesenheiten erkennen, sowohl
    Energiefluß-Raumbildung Universum…Generator-Motorprinzip…
    als auch im „kleineren“ Milchstraßenraum, Sonnenraum, Erderaum…
    kl. Beisp. 365 Tage = 1Jahr…360 Grad der Kreis…entsprechend
    in Tausendern eine Milchstraßenumdrehung. Auch Plausibilitäten sehen und (an)erkennen, philosophieren:=), statt ausschließlich purer wissenschaftlicher, intelligenzlastiger Wahrheit-Beweise-Glaube. Das ist nicht Not wendende Geist-Selbstbegrenzung von möglichen Transzendenz-Erkenntnissen. Der klare Kontakt zum Un=Gegebewußten (Göttlichen).
    Dann wird „Ver(tikal)-Stehen“ wollen und schmerzvoll
    in Einbahnstraßen oder schmerzvoll in Sachgassen „landen“, für unendlichen Wohlstand/Macht/Besessenheit-hunger, zum behutsamen
    „Be(=Sein)g(=Geist)-(R)reifung“sgang des Menschheit-Glücks, der
    „Human-Sein-Ge(s)(r)undheit“…die Zahl „EinS“(icht)…
    das Human-Ein(sicht)“Sein“…die „Human-Sein-Sicht“…
    die „Human-Rund-Sein-Sicht“…Vernunftlevelbildungssicht Weisheit.

    „W“ = klein Omega…Eigenfrequenz/Zykluszeit-Omega-EnergieFluß.
    „eisheit“ = „Seinsichtheit“…Natur-Omega-Energieflüsse begreifen,
    nicht nur verstehen. Von den Kirchen total übersehen, dieses „kleine
    Energiefluß-Omega“. Sie kennen nur das „Große Omega“-Raum-Ohm-Zeichen. Das Kreuz…Induktion…Leiter senkrecht durch Magn.-Feld…
    graduiert drehend erzeugt Energiefluß „klein w“ in
    „groß-Raum-Omega“…die Auferstehung es (LEBEN-)GEISTES…
    das Lot auf Augenlicht Rundsehbildung…humane Vernunft.
    Keiner bis heute entsprechend energiekonform,
    plausibel glaubhaft, übersetzt…Steinzeitgebaren, die heutige „Gottanbetung“, „Gottesdienste“.
    Bibel = Geschichte der Energie und Bewußtheit-Evolution,
    Liebe = Vernunftflußbildungsfluß = Quintessenz.
    Welcher Universum-Schöpfungsgeist läßt sich anbeten? Nicht plausibel.
    Wir sollen „be(=sein)ten“ = 10…1 = sein 0 = rund(liebe, love)Liebe = Vernunft-Bildungsfluß-EVO“L“=“L“OVE-UTION.
    Botschaft Gegenbewußtheit: der Human soll humane Vernunft
    bilden…das bedeutet „BE-TEN“.
    Gottesdienst…Gott = Gut…Vernunftgut…Weisheitgut…dem Gut Energie-Vernunftfähigkeitweg = Weisheitweg = Gottweg = Evolutionsweg…keiner sieht diese plausible, nur für mich klare?,
    Bibelübersetzung und Plausibilität mit den Wissenschaften und
    Human-Gegenwartgeist.
    Was soll’s, auf mich hört keiner, das Weltgeschehen nimmt seinen schmerzhaft bitteren Wismut-Lauf:=)

    • Korrektur: Wismut-Lauf = Wermutstropfen-Lauf...
      Um 2.55 Uhr schlafen ist wohl gesünder als schreiben.

  3. Wie entsteht Wissenschaft?
    Was bei all den Wissenschaftsvermittlungen für das Publikum zu kurz kommt, ist ein Einblick in die Methoden – und dann ist es natürlich schwierig, Phänomene wie Publikationsflut oder widersprüchliche Aussagen zu bewerten.
    Das geht schon in der Schule los, dort werden fast immer fertige Ergebnisse vermittelt, ältere Ansätze – wenn überhaupt – als „offensichtlich“ falsch vorgestellt. Geozentrisches Weltbild und Epizykel – was für ein komplizierter Quatsch!
    Wenn man aber das Gravitationsgesetz nicht kennt (also bis zu Newtons Zeit – und man bedenke: zwischen Kopernikus, Kepler und Newton waren je etwa 100 Jahre! und Galilei ein Zeitgenosse Keplers), dann sieht die Sache eben anders aus. Ptolemäus‘ Epizykel beschrieben die jeweils besten Meßergebnisse wesentlich besser als Kopernikus‘ Kreise – dennoch war damals die katholische (!) Kirche durchaus interessiert an seinem Ansatz, da sie nach besseren astronomischen Grundlagen für den Kalender suchte.
    Sehr interessant zu lesen ist in diesem Zusammenhang Galileis „Dialog über die zwei Weltsysteme“. Er greift gezielt die einzelnen Gegenargumente auf und widerlegt sie. Allen Bemühungen zum Trotz gibt es dort allerdings immer noch keinen wirklichen Beweis für die Richtigkeit des heliozentrischen Weltbildes (einen Beweis für die Bewegung der Erde gab es erst 100 Jahre später, nach dem Tod Newtons); Galileis stärkstes Argument sollte seine Theorie über die Gezeiten sein, die nun leider völlig falsch ist.

    Es gäbe natürlich noch viele andere Beispiele, etwa im Bereich der Relativitätstheorie oder der Quantenphysik, das Grundprinzip ist aber immer ähnlich: Wissenschaft fällt nicht fertig vom Himmel, sondern entsteht über eine längere Zeit im Wechselspiel zwischen Frage, Idee, Modellvorschlag, Überprüfung durch Daten oder logische Argumente, Modifikation. Das Ergebnis ist dann auch nie „fertig“ und „wahr“, sondern darf und muß weiter geprüft werden. Das drückt sich dann in einer entsprechenden Zahl von Publikationen aus – und je weiter die verschiedenen Meinungen auseinanderliegen, desto schlechter ist das Verständnis.

    Das entschuldigt allerdings nicht den mittlerweile grassierenden Veröffentlichungswahnsinn. Nicht nur, daß in der Flut von teilweise nur halbverdauten Ergebnissen Wichtiges untergeht und man kaum noch eine Chance hat, auch nur einen brauchbaren Überblick zu bekommen, man kommt auch selbst nicht mehr zum Nachdenken, weil ja der nächste Artikel, der nächste Antrag geschrieben werden muß. Selbst ein Fall wie der von J. H. Schön, der 2001 im Schnitt alle acht Tage (!!) einen Fachartikel veröffentlichte (deren Inhalte sich zu wesentlichen Teilen als gefälscht erwiesen), hat da keine merkliche Besinnung gebracht. Zum Vergleich: Einstein hat in seinem „Annus mirabilis“ insgesamt vier Artikel veröffentlicht!

  4. Titel eingeben
    Man könnte sich tatsächlich auf den Standpunkt stellen, Berge seien besonders gefährlich, speziell in der Physik: alle wesentlichen Schöpfer der berüchtigten Quantenmechanik hatten ein Faible für die Berge oder waren sogar dort geboren: Max Planck, Werner Heisenberg, Erwin Schrödinger… Viele Details dieser Physik sind auch bei Aufenthalten und Wanderungen dort entstanden (Skifahren war damals noch nicht so üblich). Haben die dort nun Physik gemacht beim Bergwandern oder sind gewandert, während sie Physik gemacht haben?

    Gerade wenn es nicht um das Messen und Auswerten geht sondern um das Verstehen, ist es natürlich schwierig, dies zu vermitteln. Da hat jeder seine eigene Methode – Herr Fischer (der von den Fischer-Dübeln, er hält mittlerweile über 1000 (!) Patente weltweit), hat in einem Interview mal gesagt, er hätte die besten Ideen unter der Dusche. Warum also nicht Skifahren?

    Und angesichts der heutigen Publikations-Sintflut wäre man vielleicht auch ganz froh, wenn vor dem Schreiben auch mal gründlich nachgedacht würde – und warum nicht mal Tennis spielen statt „drüber zu schlafen“?

    • Hallo Herr Neininger...
      spontane Intuition von mir zur „Bergemystik“:=)
      „In diesem Weinberg liegt ein Schatz, grabt nur danach…“
      heißt es in einer Geschichte.
      Schätze werden „geborgen“, „Bergverunfallte“ auch…u.s.w.
      Etwas „bergen“, auch „retten“…und weiter „philosophiert“…
      das „Rettbare“ in Mengen, das das „Geborgene“ dann zu „Bergen“
      vom „Geborgenen“, vom zu „bergenden“ wird.
      Die „Geschichte“ vom Weinbauer und seinen Söhnen, transportiert
      auf den „Schöpfungsgeist“ und den „Human“, könnte das „retten“
      der Menschheit bedeuten, indem das „bergen“ der Vernunft(idee)
      zu „Bergen“ von Vernunft, zu „Human-Vernunftbergen“ führt.
      Der von den Menschen zu suchende und zu bergende Schatz in der „tiefen Ur-Bewußtheit“, der „Un=Gegen“bewußtheit.
      Der „Berg“…aus dem Unbewußten transportiertes Synonym,
      eine „göttliche Botschaft“ für die Menschheit, „eingraviert“
      in der Ur-Human-Bewußtheit. Ein Hinweis auf Selbstrettungsfähigkeit. Humane Vernunftlevelbildungsfähigkeit.
      Nur spontane Intuition…Die Mystik der Berge…Bergquellenwasser…
      „Magic-Mountain“ in Kalifornien…war ich sogar…aber eher ein
      „Spielberg“ statt „(Geist-)Spiegelberg“.

    • kleiner Zusatz noch...
      Der Berggeist „Rübezahl“ = „Überzahl“…die Zahl die „Über = UMfang“
      von allem ist…die Zahl 0 =Null…in der Tenniszählweise
      auch bekannt als „Love“…love 15:=)

    • und der Clou
      Die Bergpredigt…von Jesus…seine „Brunnengeschichte“…
      So, das reicht…Gedanken“brunnen“ und „Bergwasserquelle“:=)

      Übrigens: Energie aus dem Inneren der Sonne braucht Jahre bis
      es als „Licht“ zur Erde „gesendet“ werden kann.
      Vielleicht ist es mit der „humanen Vernunftidee“ ähnlich…
      Evolution der Human-Vernunft(strom)-Level(strom)-Idee.
      Ein Gegenerationenbergungs-Berg-Projekt.

    • Sorry, die Quintessenz: Weltweite "Geborgenheit" des Human in seinen humanen Vernunftbergen...
      nach Überschreitung der „Human-not-wendenden“ kritischen Masse,
      …den notwendigen Bergemengen…Lichtstromquellen, gemessen in Lux…weil er dann (Geist-)Augen, Rundsicht, wie ein Luchs hat:=)

  5. Das Unbehagen an der Wissenschaft
    Hallo Frau Anderl, Ihr Beitrag ist wieder eine Freude zu lesen!
    Das Problem der vermeintlich ‚faulen Lebenszeitwissenschaftler‘ ist aus deutscher Perspektive zwar fast ganz auf die bestallten Professoren verschoben, mangels eines nennenswerten akademischen Mittelbaus. Trotzdem sind die Entwicklungen in der Wissenschaft global und die geschilderten Phänomene universell.
    Muß man sich wirklich über Kritik am Wissenschaftsbetrieb von Nicht-Insidern wundern? Auch wenn sie sich scheinbar am Banalen, wie vorgeblich zu ausgedehntem Freizeitverhalten kundtut?
    Längst werden originär wissenschaftliche Kontroversen medial ausgetragen, man denke an die Klimaforschung mit ihren gegensätzlichen Parteien, hier die ‚etablierte‘ Klimaforschung an Forschungsinstituten und dort die Kritiker, die, obwohl manchmal ebenfalls renommierte Forscher, nicht kleinteilige, sondern fundamentale Zweifel anmelden. Entsteht dadurch der Eindruck von ehrlicher Suche nach Erkenntnis? Ist das wirklich immer das Hauptmotiv? Sind nicht längst medial erfahrene Professoren und Institutsleiter mit hoher kommunikativer Kompetenz (aber auch mit großem Talent zur Simplifizierung) das Gesicht der Wissenschaft geworden? Ist deren Motiv Erkenntnis oder die ‚Landschaftspflege‘ zur Vergrößerung der Drittmitteltöpfe?
    Da der offen ausgetragene Streit diametral gegensätzlicher Auffassungen und Wahrheitsansprüche den neutralen Beobachter zwangsläufig zum Schluß führen kann, mit der Wissenschaft liege einiges im Argen, ist nicht verwunderlich, daß dieses ‚Unbehagen‘ letztlich auch den fleißigen Wissenschaftsarbeiter trifft, der wie beschrieben seine Zeit und Lebensenergie ganz dem eigenen Wissens- und Erkenntnisdrang widmet.

  6. Man kann auch beim Angeln denken
    Nur mal ganz am Rande: Walter Reppe gehört zu den ganz großen Wissenschaftlern und Forschern im Bereich der Chemie. Nach ihm ist in der Chemie nicht nur eine einzelne Namensreaktion benannt, sondern gleich ein ganzes Gebiet der Chemie, die sog. Reppe Chemie. Von Reppe, der bei BASF in Ludwigshafen forschte, wird erzählt, er habe oft während des Arbeitstages am Rhein gesessen und geangelt, was in der BASF geduldet wurde. Er könne beim Angeln genauso gut denken wie am Schreibtisch, war sein Kommentar dazu.

  7. Hallo Frau Anderl
    Ich habe aufmerksam Ihre „Insider“ Arbeitswahrnehmung gelesen.
    Der Wissenschaft-Insider-Wirklichkeit-Status Quo ist wohl so…
    oder so ähnlich und flößt so ein verständlich ruhiges, aber meiner
    Meinung nach doch trügerisches behaftetes, gutes Gewissen ein.
    Bezogen auf Ihre Wissenschaft-Arbeit-Erkenntnislohn-Transparenz.
    Vielleicht schaffe ich es, das von mir als trügerisch Behaftetes
    bezeichnete, verständlich darzulegen.
    Ich bezeichne mal den forschenden Wissenschaftler als die
    Maßangebenden „Body-Builder“ ihres Fachs. Und da bin ich
    auch schon bei dem Vergleich, der von Ihnen wohl als überzogen
    gesehen wird. In der Maßangebenden Body-Builder-Szene,
    Parallelgesellschaft, findet keiner, daß er nicht mehr natürlich,
    ich sage mal „vernunftreif“, „Körpergebuildet“ ist, aussieht und
    nach außen(Parallelgesellschaft!) unnatürlich „wirkt“, vernunftunreif.
    Oder von mir aus auch vernunftmangelreif. Im Gegenteil.
    Die Nicht-Body-Builder und dazu zählen alle die nicht bestimmte
    Maße, z.B. 50er(50cm)Oberarme(Umfang) haben, die
    „Fußvolk-Body-Builder“, die Hardcore-Fans(fanatisiert Manipulierten),
    bewundern das „Grenzenlose“, die Body-Meinung-Freiheit…auch noch.
    Preise(Wettkämpfe) wie Mr. Olympia, Mr.World(mittlerweile auch
    „Mrs“’sen:=)…Die Insider-Gesellschaft definierten und anerkannten Körper(-Erkenntnis)-Leistungen bestätigen diese, aus ihrer Sicht
    gesunde, „(vernunftreife-Extrem-Sport-)Parallelwelt“. Dazu kommt
    Geschäft, Umsatz, Profitum, Vorbildfunktion(Manipulation)…
    und alles scheint gut. Und doch, wie hier am Beispiel Body-Building
    Physis gut zu erkennen, ist das Vernunft-Maß weit verfehlt.
    Und viele sagen das auch der „Szene“, weil diese Szene nicht
    auf einer Dr.level Intelligenz beruht und sich somit nicht in der Weise
    „wehren“ kann wie „Intelligenz-Body-Building-Szene“.
    Ist hier das Vernunftmaß…Vernunft(produkt) = Herz X Intelligenz
    denn gegeben, auf Basisdenken „Wissenschaft dient der Menschheit“
    als „Vernunfterkenntnis und Vernunfteinsicht-Handelquelle“?
    Nicht nur gebietswissenschaftlicher Fachwissentiefgang?
    Als Parallelgesellschaft, ohne Vernunftbildungsverantwortung
    für alle? Also sowohl Parallel-Forschung- auch Vernunftbildung-Gesamt-Gesellschaft? Bilden Unversitäten auch fachübergreifend genügend humane Vernunft?…s. Weltgegenwartgeschehen…
    trotz aller Weltuni’s. Das sollte/könnte zu „Denken“ geben.
    Wenn die Elite nicht genügend humanen Vernunftlevel…humane Vernunftreife (vor)lebt und der Menschheit gibt, wer dann?
    Wer soll dann die Welt „vernunftreif leveln“?…zum Weltfrieden führen
    aus humanem Vernunftlevel heraus, aus Human-(Selbst-)Erkenntnis
    mit human einsichtigem handeln verbunden?
    Meine Amateur-Philosophie, nicht nur zu Ihrem Beitrag.
    „Trugbild-Gesellschaften“?…s. Gegenwartgeschehen.
    Ein Denkanstoß nur, von mir.
    Parallele Analogien, analoge Parallelitäten…
    das humane Gleichgewichtmaß zu finden ist wohl die größte
    Human-wissenschaftliche Aufgabe mit erster Priorität…
    das ist meine Meinung. Die größten Kapazitäten nutzen
    dafür ist muß…sonst bleibt Elend und Krieg mit ein bischen
    Zufriedenheit. Kann es von der Fähigkeit her, „humane Vernunft“
    denken zu können, nicht mehr „Vernunftgüte(level)“-handeln sein?
    Ich frage als „Nicht-Insider-Beobachter“…“Nicht-Insider-Wahrnehmer“
    …aber als Human-Gesellschaftsmitglied.
    Kann Wissenschaft zur „Weisenschaft“ werden…mit humanen Vernunftbildungs-weisen-melodien…Schöpfungsnaturmelodien
    sind Beispiel, Vorbild. Der natürliche Vernunftgüte(level)-Human.
    Das Gute im Menschen ist das Vernunftgut zu stetig wachsender Güte „leveln“ zu können…
    W(eisheit-Leistung)= I(ntelligenz)X E(motion)X cos phi.
    cos phi…der Wirkungsgrad…wirkliches Treiben der Wissenschaft:=)
    Weisheit ist auch nur ein Vernunftlevel.
    Der Kreis, die P(I)erfekte Geometriebasis für unser Geistauge?
    Rundsichtig werden/sein…wie eckig sehen/sind wir noch?
    Vernunftgraduiert…cos phi?:=)

  8. A La Paillasse
    „Une Paillasse“ ist ein Labortisch – keine Bank: „so lang noch Forscher an den Labortischen zu finden sind“ müsste es heissen – von diesem Detail abgesehen stellt der Artikel hervorragend die öffentlich kolportierte Meinung der so ganz anderen Realität gegenüber – ich kenne beide Aspekte sehr gut – aus langen Jahren in denen ich aktiver Teil des dortigen Wissenschaftsystems war.

    • Vielen Dank für den Hinweis, ich habe es geändert! Nicht nur das Skifahren, auch das konzentrierte Französischlernen ist in den letzten zwei Jahren leider noch etwas zu kurz gekommen ;).

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