Monatliches Archiv: Januar 2009
Auch dieser Markt verändert sich
Vor einigen Monaten wollte sich ein Deutscher aus Mallorca mit mir über Prostitution unterhalten. Ich hätte doch einmal in der Zeitung darüber berichtet, schrieb er, und ob ich die neuesten spanischen Entwicklungen auf diesem Gebiet verfolgt hätte? Mehr 31.01.2009, 20:45 Uhr von Paul Ingendaay
4
0
0
Botschaft aus Pastrana: Trillos Bett
Walter Haubrich hat angerufen und gefragt, was ich mache.
Ich sagte: „Ich sitze in Pastrana. Im Convento del Carmen."
„Da kann man sicher gut essen", sagte er. Mehr 28.01.2009, 22:31 Uhr von Paul Ingendaay
0
0
0
Botschaft aus Pastrana: Der Kurier des Zaren
Gelegentlich ziehe ich mich ein paar Tage ins Convento del Carmen in Pastrana (Provinz Guadalajara) zurück, ein ehemaliges Kloster, das von der Heiligen Teresa gegründet wurde und trotz eines kleinen Hotelbetriebs die Aura des sechzehnten Jahrhunderts bewahrt. Wenn ich von meiner Mönchszelle aus ins Tal voller grüngrauer Winterfarben schaue, sehe ich eine schmale Straße, auf der schon Sancho Panza geritten sein könnte. Mehr 26.01.2009, 22:23 Uhr von Paul Ingendaay
1
0
0
Kleine Gemeinheiten aus dem Betrieb (2)
Eigentlich wollte ich neulich über die Präsidentin der schönen Region Madrid, Esperanza Aguirre, etwas ganz anderes erzählen, nämlich wie sie sich als Kulturministerin blamiert hat, aber an so etwas sollte man nur erinnern, wenn der Fall über das Spezifische hinaus von mindestens kultursoziologischer Bedeutung ist. Was ich hiermit in Anspruch nehme. Mehr 24.01.2009, 23:42 Uhr von Paul Ingendaay
0
0
0
Die Augen von San Lorenzo
Als Kind glaubte ich, die Klappentexte der Bücher verkündeten die reine Wahrheit. Man müsste einmal errechnen, wie viele tausend junge, begeisterungsfähige Menschen durch die Prosa der Suhrkamp-Werbeabteilung ins Reich der modernen Literatur gelockt wurden, manchmal auch zu abseitigen Autoren, die nur im Suhrkamp-Universum einen Namen trugen. Mehr 23.01.2009, 02:04 Uhr von Paul Ingendaay
1
0
0
Kleine Gemeinheiten aus dem Betrieb (1)
Bei Menschen, die wir nicht persönlich kennen, konserviert sich die Erinnerung an ihre Fehler wie im ewigen Eis. Ich weiß, das ist ein hässlicher Zug, besonders bei Journalisten. Aber es hilft schon, kurz davon zu erzählen und die Sache zu beichten. Mehr 21.01.2009, 13:59 Uhr von Paul Ingendaay
1
0
0
Soll ich dir eine reinhauen?
Neulich in Ecuador dachte ich wieder an den spanischen Anstreichermeister, der mir fast einen Faustschlag verpasst hätte, weil ich seine Arbeit kritisiert habe. Jeder weiß doch, dass man bei dunkleren Farben irgendwann zu Plastikfarben übergehen muss, weil die gewöhnliche nicht gleichmäßig deckt. Mehr 19.01.2009, 15:38 Uhr von Paul Ingendaay
0
0
0
Neuer Weltrekord im Dauersprechen
Gespenstisch, wie schnell eine Nachricht im Internet herumgeht und von zuvor völlig gleichgültigen – oder sagen wir: nicht erweckten - Menschen die merkwürdigsten Kommentare herauskitzelt. Als hätte ihr Alltag darauf gewartet, dass mal irgendetwas passiert. Mehr 18.01.2009, 00:16 Uhr von Paul Ingendaay
0
0
0
Hier tritt nicht einmal Gott zurück
Es gibt in Spanien ein Sprichwort, das vor allem auf Politiker zutrifft, dann aber auch auf alle, die beruflich oder aus anderen Gründen (Trotz, Hartnäckigkeit, Uneinsichtigkeit, Sturheit, Eitelkeit, Blödheit, Angst vor dem Abstieg) an ihrem Sessel kleben. Es heißt: „Hier tritt nicht einmal Gott zurück.“ Mehr 17.01.2009, 00:11 Uhr von Paul Ingendaay
0
0
0
Eine gepflegte Erscheinung
Hier ist das Foto eines jungen Esels. Ich dachte, es hebt die Stimmung und macht Lust aufs Wochenende. Mehr 16.01.2009, 00:53 Uhr von Paul Ingendaay
0
0
0