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Blog: Sanchos Esel
Sanchos Esel

Spät essen, laut reden, wenig schlafen, kein Fahrrad haben, die Mülltrennung vergessen, dem berühmtesten Fußballverein der Welt zugucken, bei Rot über die Ampel fahren: Madrid liegt zwar in Europa, erstaunt das deutsche Gemüt aber immer noch. Paul Ingendaay beschreibt spanische Zustände am Morgen danach.

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Monatliches Archiv: April 2009

Kleine Gemeinheiten aus dem Betrieb (6): Wie geht es dir, du alter Sack?

Hans Magnus Enzensberger hat in einem Interview über Spitzengehälter in der Industrie und den Neid auf Besserverdienende einmal gesagt: „Man soll von einem Manager nicht verlangen, dass er ein guter Mensch sei. Er soll nur möglichst wenig Schaden anrichten." Mehr 28.04.2009, 22:59 Uhr von Paul Ingendaay 12 0 0

Reichen wir uns die Hand: Briefe über die Franco-Zeit (2)

Als ich davon erzählte, dass Männer in Leserbriefen mehr nörgeln als Frauen, während Frauen eindeutig mehr loben als Männer, habe ich mich in das Gebiet der Psychologie nicht weiter hineinbegeben. Doch den Effekt solcher psychologischer Wahrheiten erkenne ich daran, dass ich aufatme, wenn ich eine Frauenhandschrift auf dem Briefumschlag sehe. „Sie wird Dich loben", sage ich mir dann. Mehr 23.04.2009, 11:36 Uhr von Paul Ingendaay 2 0 0

Treu versammelt in den Gräben: Briefe über die Franco-Zeit (1)

Man soll sich über Leserbriefe nicht beklagen, und ich verspreche feierlich, es nicht zu tun. Aber zwei Beobachtungen, die eigenen Artikel betreffend, möchte ich nach so vielen Jahren einmal festhalten. Erstens, dass Männer, die an unsere Leserbriefredaktion oder an mich schreiben, meistens meckern, während Frauen meistens loben. Und zweitens, dass die schlimmsten Meckerbriefe den Spanischen Bürgerkrieg und die Franco-Zeit betreffen. Mehr 20.04.2009, 21:53 Uhr von Paul Ingendaay 25 0 0

Ein mittelgroßes Denkmal für die spanischen Kellner

In Cuenca, Kastilien-La Mancha, gibt es ein Restaurant mit großem Schankraum, das heißt „La Taberna de Pepe". Keine Ahnung, wer dieser Pepe ist oder war, aber was immer man sich unter ihm charakterlich vorzustellen hat, seinen Laden hat er im Griff. Mehr 12.04.2009, 01:30 Uhr von Paul Ingendaay 11 0 0

Im Flug durchs Feindesland bis ins Herz von Spanien

Während des Ersten Weltkrieges reiste Alois Hecker aus Bayern gen Süden. Sein voluminöser, aufwendig bebilderter Reisebericht erschien 1918 und trägt den kuriosen Titel Im Flug durchs Feindesland bis ins Herz von Spanien. Mehr 06.04.2009, 22:43 Uhr von Paul Ingendaay 6 0 0

Möchten Sie Ihrer Frau zum Geburtstag neue Brüste schenken?

Mein Freund José hat mir erzählt, er habe im Real Club de la Puerta de Hierro zu Mittag gegessen, einer seiner Geschäftspartner sei dort Mitglied und habe ihn eingeladen. Mehr 02.04.2009, 08:54 Uhr von Paul Ingendaay 15 0 0

Geboren 1961 in Köln. Studium der Amerikanistik, Anglistik, Hispanistik und Germanistik in Köln, Dublin (Trinity College) und München. Seit 1989 Essays und Rezensionen für die F.A.Z., daneben Lehraufträge an der Universität München. Promotion. Von 1992 bis 1998 Redakteur im Literaturblatt. 1993 erschien die literaturwissenschaftliche Studie „Die Romane von William Gaddis“. Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik 1997. Seit 1998 Feuilletonkorrespondent für Spanien und Portugal mit Sitz in Madrid. Als Buchherausgeber: Javier Marías, „Alle unsere frühen Schlachten“ (Fußballstücke, 2000). Seit 2002, zusammen mit Anna von Planta, Herausgeber der 34-bändigen Werkausgabe von Patricia Highsmith im Diogenes Verlag. Im Jahr 2002 erschien die „Gebrauchsanweisung für Spanien“ (Piper Verlag), die inzwischen in zehnter Auflage vorliegt, 2006 beim Verlag SchirmerGraf der Roman „Warum du mich verlassen hast“, für den der Autor den aspekte-Literaturpreis des ZDF sowie den Niederrheinischen Literaturpreis der Stadt Krefeld erhielt. 2011 erschien der Roman „Die romantischen Jahre“ (Piper Verlag).