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Blog: Sanchos Esel
Sanchos Esel

Spät essen, laut reden, wenig schlafen, kein Fahrrad haben, die Mülltrennung vergessen, dem berühmtesten Fußballverein der Welt zugucken, bei Rot über die Ampel fahren: Madrid liegt zwar in Europa, erstaunt das deutsche Gemüt aber immer noch. Paul Ingendaay beschreibt spanische Zustände am Morgen danach.

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Monatliches Archiv: Oktober 2009

Jelenas Rücken bei der Preisverleihung von Oviedo (2)

Das Schöne an der Preisverleihung von Oviedo ist, dass man nie vorher weiß, was einen beeindruckt und begeistert (wenn denn etwas dabei ist) und was einen eher ernüchtert, gar enttäuscht. In unangenehmer Erinnerung blieb zum Beispiel 2003 der Auftritt von Susan Sontag, die sich gegenüber der Frau, mit der sie den Preis teilte, arrogant und geringschätzig verhielt. In ausgezeichneter Erinnerung blieben die Beine von Steffi Graf. Mehr 29.10.2009, 13:40 Uhr von Paul Ingendaay 37 0 0

Wowi, Mompi und die Preisverleihung von Oviedo (1)

Wowi hat es nicht schlecht gemacht. Aber wie komme ich dazu, ihn „Wowi" zu nennen? Mehr 24.10.2009, 23:00 Uhr von Paul Ingendaay 56 0 0

Das Geheimnis ihrer Augen oder: Von der Macht der Fiktion

Bitte sehen Sie mir nach, wenn ich noch einmal von dem Film erzähle, der mich beim Festival in San Sebastián so beeindruckt und der am Ende unerklärlicherweise keinen einzigen Preis gewonnen hat. Womit ich nicht sagen möchte, die Jurys hätten sich nach mir oder meinem Geschmack zu richten. Aber der argentinische Film El secreto de sus ojos (Das Geheimnis ihrer Augen) von Juan José Campanella hat doch überall, wo man ihn sehen kann, so erstaunliche Publikumsreaktionen ausgelöst, dass man sich fragt, wie dergleichen Missachtung bei Spaniens wichtigstem Festival möglich war. Mehr 11.10.2009, 21:40 Uhr von Paul Ingendaay 52 0 0

Rio de Janeiro bricht Madrid das Herz

Madrid hat es wieder nicht geschafft. Das Jahr 2016 wird die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro erleben. Die große Frage nach dem zweiten Scheitern in Folge wird sein, ob Madrid die Möglichkeit eines dritten Scheiterns in Kauf nehmen will, indem es sich abermals für die Spiele des Jahres 2020 bewirbt. Es gibt Beispiele für solche Zähigkeit. Leider wäre der Ausgang der abermaligen Bewerbung unvorhersehbar, denn manchmal wird Penetranz belohnt, manchmal nicht. Mehr 04.10.2009, 23:53 Uhr von Paul Ingendaay 65 0 0

Geboren 1961 in Köln. Studium der Amerikanistik, Anglistik, Hispanistik und Germanistik in Köln, Dublin (Trinity College) und München. Seit 1989 Essays und Rezensionen für die F.A.Z., daneben Lehraufträge an der Universität München. Promotion. Von 1992 bis 1998 Redakteur im Literaturblatt. 1993 erschien die literaturwissenschaftliche Studie „Die Romane von William Gaddis“. Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik 1997. Seit 1998 Feuilletonkorrespondent für Spanien und Portugal mit Sitz in Madrid. Als Buchherausgeber: Javier Marías, „Alle unsere frühen Schlachten“ (Fußballstücke, 2000). Seit 2002, zusammen mit Anna von Planta, Herausgeber der 34-bändigen Werkausgabe von Patricia Highsmith im Diogenes Verlag. Im Jahr 2002 erschien die „Gebrauchsanweisung für Spanien“ (Piper Verlag), die inzwischen in zehnter Auflage vorliegt, 2006 beim Verlag SchirmerGraf der Roman „Warum du mich verlassen hast“, für den der Autor den aspekte-Literaturpreis des ZDF sowie den Niederrheinischen Literaturpreis der Stadt Krefeld erhielt. 2011 erschien der Roman „Die romantischen Jahre“ (Piper Verlag).