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Blog: Sanchos Esel
Sanchos Esel

Spät essen, laut reden, wenig schlafen, kein Fahrrad haben, die Mülltrennung vergessen, dem berühmtesten Fußballverein der Welt zugucken, bei Rot über die Ampel fahren: Madrid liegt zwar in Europa, erstaunt das deutsche Gemüt aber immer noch. Paul Ingendaay beschreibt spanische Zustände am Morgen danach.

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Monatliches Archiv: März 2010

Tun Sie nichts, was ich nicht tun würde!

Irgendwann werde ich lernen, auch Tondokumente in diesen Blog zu setzen. Es gibt da noch ein paar technische Schwierigkeiten, die sicherlich mit mir zu tun haben. Mehr 30.03.2010, 00:10 Uhr von Paul Ingendaay 59 0 0

Die Belagerung des Moncloa-Palasts: Eine Nachlese

Als die Finanzkrise ihre ersten Keulenschläge ausgeteilt hatte und wahrnehmbare Schockwellen durch einen Mittelstand liefen, der plötzlich auch zur Gruppe derer gehörte, die einen Job verlieren und in die Armut stürzen können, fragte ich in Barcelona einen Taxifahrer, was er an diesem Tag so erlebt hätte. Es war mittags gegen dreizehn Uhr. Mehr 23.03.2010, 19:20 Uhr von Paul Ingendaay 54 0 0

Wer ich sein will (und wer nicht): Eine baskische Lektüre

Mit dem Begriff „Identität" kann man sich in Spanien hübsch amüsieren. Normalerweise sollte man denken, Identität sei etwas, was einer habe, weil er etwas Bestimmtes sei, um es einmal möglichst schlicht auszudrücken. Mehr 16.03.2010, 23:52 Uhr von Paul Ingendaay 96 0 0

Verlogen sind wir nicht – aber vielleicht dumm und vergesslich (2)

Vor einigen Jahren schrieb Mario Vargas Llosa in seiner regelmäßigen Kolumne für El País eine glühende Verteidigung des Stierkampfs. Ob Picasso, García Lorca, Miró und andere allesamt kulturlose Gesellen gewesen seien, fragte der Schriftsteller, dass sie sich von Ritual der Tauromachie hätten anziehen lassen? Ob es ihre Kunst ohne Stiere überhaupt gäbe? Mehr 06.03.2010, 21:55 Uhr von Paul Ingendaay 139 0 0

Geboren 1961 in Köln. Studium der Amerikanistik, Anglistik, Hispanistik und Germanistik in Köln, Dublin (Trinity College) und München. Seit 1989 Essays und Rezensionen für die F.A.Z., daneben Lehraufträge an der Universität München. Promotion. Von 1992 bis 1998 Redakteur im Literaturblatt. 1993 erschien die literaturwissenschaftliche Studie „Die Romane von William Gaddis“. Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik 1997. Seit 1998 Feuilletonkorrespondent für Spanien und Portugal mit Sitz in Madrid. Als Buchherausgeber: Javier Marías, „Alle unsere frühen Schlachten“ (Fußballstücke, 2000). Seit 2002, zusammen mit Anna von Planta, Herausgeber der 34-bändigen Werkausgabe von Patricia Highsmith im Diogenes Verlag. Im Jahr 2002 erschien die „Gebrauchsanweisung für Spanien“ (Piper Verlag), die inzwischen in zehnter Auflage vorliegt, 2006 beim Verlag SchirmerGraf der Roman „Warum du mich verlassen hast“, für den der Autor den aspekte-Literaturpreis des ZDF sowie den Niederrheinischen Literaturpreis der Stadt Krefeld erhielt. 2011 erschien der Roman „Die romantischen Jahre“ (Piper Verlag).