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Blog: Sanchos Esel
Sanchos Esel

Spät essen, laut reden, wenig schlafen, kein Fahrrad haben, die Mülltrennung vergessen, dem berühmtesten Fußballverein der Welt zugucken, bei Rot über die Ampel fahren: Madrid liegt zwar in Europa, erstaunt das deutsche Gemüt aber immer noch. Paul Ingendaay beschreibt spanische Zustände am Morgen danach.

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Monatliches Archiv: April 2011

Unser 0:2 sollte uns zu denken geben

Inzwischen habe ich mir das Videomaterial des dritten "clásico" rauf und runter angesehen, habe mich etwas beruhigt sowie zur Kenntnis genommen, dass im Netz allerhand Foto- und Filmmontagen kursieren. Unter den jeweils vereinsnahen Medien ist eine ziemlich hässliche Schlacht um die Deutungshoheit im Gange. Mehr 30.04.2011, 14:30 Uhr von Paul Ingendaay 66 0 0

Ein niederländischer Meister

Schon vor Jahren wollte ich etwas über einen Maler sagen, dessen Kunst man auf den ersten Blick nicht ansieht, aus welcher Zeit sie stammt. Aber wie schon Borges wusste, kommt es nicht nur auf das an, was wir dort sehen (oder lesen), sondern auch, mit welchem Bewusstsein es geschaffen wurde, was notwendigerweise unsere Betrachtungsweise dieser Kunst lenkt und verändert. Mehr 26.04.2011, 09:45 Uhr von Paul Ingendaay 45 0 0

Unser 1:0 war doch gar nicht so schlecht

Was für ein Mittwochabend! Ich hatte auf ein 2:1 für uns getippt. Dass dann nur ein 1:0 daraus wurde, nehme ich aber nicht so schwer. Mehr 21.04.2011, 22:50 Uhr von Paul Ingendaay 54 0 0

Wer?

Wenn jemand jung ist und alte, kaputte, heruntergekommene Sachen fotografiert, dann sagt er damit höchstwahrscheinlich etwas über die ihn umgebende Welt. Was sonst? Mehr 13.04.2011, 16:00 Uhr von Paul Ingendaay 62 0 0

Wo?

Mit welchen Themen beschäftigen sich die jungen kubanischen Künstler? Was empfinden sie als notwendig, vordringlich und sagenswert? Immer vorausgesetzt, sie sehen sich nicht als Söldner eines wirtschaftlich bankrotten und politisch intoleranten Staates. Mehr 10.04.2011, 15:24 Uhr von Paul Ingendaay 17 0 0

Mail aus Havanna (3): Man will doch etwas zu zeigen haben

In einem alten Song von Leonard Cohen kommt die Zeile vor: „We are ugly, but we have the music." Als ich vor Jahrzehnten an einem französischen Strand Peter Sloterdijks "Kritik der zynischen Vernunft" las, fand ich den Satz darin zitiert. Mehr 03.04.2011, 23:30 Uhr von Paul Ingendaay 37 0 0

Mail aus Havanna (2): Die Erotisierung der Gerontokratie

Zu meinen kleinen Schwächen gehört, bei jedem Aufenthalt in Kuba täglich die Zeitung "Granma" zu kaufen, benannt nach dem Schiff, mit dem Fidel Castro und sein Häuflein Revolutionäre vor mehr als einem halben Jahrhundert an der kubanischen Küste landeten, um den Diktator Batista zu vertreiben. Mehr 01.04.2011, 07:15 Uhr von Paul Ingendaay 7 0 0

Geboren 1961 in Köln. Studium der Amerikanistik, Anglistik, Hispanistik und Germanistik in Köln, Dublin (Trinity College) und München. Seit 1989 Essays und Rezensionen für die F.A.Z., daneben Lehraufträge an der Universität München. Promotion. Von 1992 bis 1998 Redakteur im Literaturblatt. 1993 erschien die literaturwissenschaftliche Studie „Die Romane von William Gaddis“. Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik 1997. Seit 1998 Feuilletonkorrespondent für Spanien und Portugal mit Sitz in Madrid. Als Buchherausgeber: Javier Marías, „Alle unsere frühen Schlachten“ (Fußballstücke, 2000). Seit 2002, zusammen mit Anna von Planta, Herausgeber der 34-bändigen Werkausgabe von Patricia Highsmith im Diogenes Verlag. Im Jahr 2002 erschien die „Gebrauchsanweisung für Spanien“ (Piper Verlag), die inzwischen in zehnter Auflage vorliegt, 2006 beim Verlag SchirmerGraf der Roman „Warum du mich verlassen hast“, für den der Autor den aspekte-Literaturpreis des ZDF sowie den Niederrheinischen Literaturpreis der Stadt Krefeld erhielt. 2011 erschien der Roman „Die romantischen Jahre“ (Piper Verlag).