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Blog: Sanchos Esel
Sanchos Esel

Spät essen, laut reden, wenig schlafen, kein Fahrrad haben, die Mülltrennung vergessen, dem berühmtesten Fußballverein der Welt zugucken, bei Rot über die Ampel fahren: Madrid liegt zwar in Europa, erstaunt das deutsche Gemüt aber immer noch. Paul Ingendaay beschreibt spanische Zustände am Morgen danach.

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Monatliches Archiv: August 2011

Es geht los

"Lieber Freund", schreibt Marieta Jaureguizar, die Pressedame des Weltjugendtages. "Der Kardinalerzbischof von Madrid, Antonio María Rouco Varela, hat die Willkommensmesse des XXVI. Weltjugendtages zelebriert." Mehr 17.08.2011, 00:08 Uhr von Paul Ingendaay 69 0 0

Bitte gründlich kauen

Jeden Tag liest man Nachrichten über die Auswirkungen der Krise, und das einzige, was noch fehlt, ist die nähere Erläuterung, ob es sich um weitere Effekte der amerikanischen Kreditkrise oder der europäischen Schuldenkrise oder der spanischen Immobilienkrise oder der internationalen Haushaltskrise oder der allgemeinen Aktien- und Geldmarktkrise oder überhaupt der universalen Sinnkrise handelt, denn man neigt allzu leicht dazu, die letzte zu vergessen. Mehr 15.08.2011, 00:21 Uhr von Paul Ingendaay 19 0 0

"Best wishes, Agrippina"

Zu früherer Gelegenheit habe ich einmal geschrieben, Buchhändler seien die besten Menschen der Welt, und obwohl ich weiß, dass solche Pauschalurteile nicht zutreffen können, dass es sicherlich einige schauerliche Gegenbeispiele gibt und in diesem Zusammenhang viel zu wenig über Sportlehrerinnen, Änderungsschneiderinnen oder Obstverkäufer gesprochen wird, von Zeitungsjournalisten ganz zu schweigen, wiederhole ich hier und jetzt: Buchhändlerinnen sind die besten Menschen der Welt. Mehr 05.08.2011, 16:02 Uhr von Paul Ingendaay 43 0 0

Geboren 1961 in Köln. Studium der Amerikanistik, Anglistik, Hispanistik und Germanistik in Köln, Dublin (Trinity College) und München. Seit 1989 Essays und Rezensionen für die F.A.Z., daneben Lehraufträge an der Universität München. Promotion. Von 1992 bis 1998 Redakteur im Literaturblatt. 1993 erschien die literaturwissenschaftliche Studie „Die Romane von William Gaddis“. Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik 1997. Seit 1998 Feuilletonkorrespondent für Spanien und Portugal mit Sitz in Madrid. Als Buchherausgeber: Javier Marías, „Alle unsere frühen Schlachten“ (Fußballstücke, 2000). Seit 2002, zusammen mit Anna von Planta, Herausgeber der 34-bändigen Werkausgabe von Patricia Highsmith im Diogenes Verlag. Im Jahr 2002 erschien die „Gebrauchsanweisung für Spanien“ (Piper Verlag), die inzwischen in zehnter Auflage vorliegt, 2006 beim Verlag SchirmerGraf der Roman „Warum du mich verlassen hast“, für den der Autor den aspekte-Literaturpreis des ZDF sowie den Niederrheinischen Literaturpreis der Stadt Krefeld erhielt. 2011 erschien der Roman „Die romantischen Jahre“ (Piper Verlag).