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Blog: Sanchos Esel
Sanchos Esel

Spät essen, laut reden, wenig schlafen, kein Fahrrad haben, die Mülltrennung vergessen, dem berühmtesten Fußballverein der Welt zugucken, bei Rot über die Ampel fahren: Madrid liegt zwar in Europa, erstaunt das deutsche Gemüt aber immer noch. Paul Ingendaay beschreibt spanische Zustände am Morgen danach.

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Alle Beiträge zum Thema "Madrid"

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Real Madrid Campeón oder Die Party

Ich habe mir gesagt: Wann werde ich es wieder erleben, dass Real Madrid spanischer Meister wird? Also bin ich bei grauem Himmel zur Plaza de Cibeles gezogen, um den Spielern und den Fans beim Feiern ihres Titels zuzusehen. Mehr 04.05.2012, 09:25 Uhr von Paul Ingendaay 21 0 0

Die Luftschlösser der unsichtbaren Hand

Das Wort "Konzeptkunst" ist eine der schlimmeren Schöpfungen des Marktes für Ästhetika. Mehr 04.03.2012, 16:00 Uhr von Paul Ingendaay 13 0 0

Er möchte lieber nicht

Es ist nichts Ungewöhnliches in der südländischen Welt, dass Schriftsteller und Künstler diplomatische Aufgaben wahrnehmen. Mehr 20.01.2012, 21:10 Uhr von Paul Ingendaay 40 0 0

Ein Flug bei Dämmerung

Offenbar gehen wir alle viel zu wenig hinaus in die freie Natur hinaus, um Ornithologie zu betreiben. Mehr 08.01.2012, 10:02 Uhr von Paul Ingendaay 26 0 0

Die Möwe oder Was wollen wir vom neuen Jahr?

Zu den Gründen, warum Madrid die höchstverschuldete Stadt in Spanien ist, zählt auch eine gigantische Baumaßnahme unter dem ehemaligen Bürgermeister Alberto Ruiz Gallardón zwischen 2004 und 2011. Mehr 31.12.2011, 15:33 Uhr von Paul Ingendaay 18 0 0

Zwischenbilanz: Das zähe Leder der wahren Stars

Bitte sehen Sie es mir nach, wenn ich noch einmal auf das weltumspannende Ereignis zu sprechen komme, durch das ein beträchtlicher Teil der Menschheit in diesen Tagen seine Existenz betrachtet. Wie hieß es gerade aus Holland? Mehr als sechzig Prozent der niederländischen Arbeitnehmer hätten sich am Freitag freigenommen, um das Spiel ihrer Mannschaft gegen Brasilien zu verfolgen. Mehr 03.07.2010, 09:39 Uhr von Paul Ingendaay 54 0 0

An Outcast of the Universe

In unbewachten Augenblicken, abends, ohne Telefon, denke ich manchmal an die einsamsten Figuren der Literatur, nicht unbedingt an jene mit einem besonders „einsamen" Schicksal oder solche, die ihr Los tränenreich beweinen, sondern eher die... Herausgefallenen. Als wären sie irgendwann von der Kante gerutscht und dadurch verurteilt, sich für den Rest ihrer Tage zu fragen, was ihnen da widerfahren ist. Mehr 22.06.2010, 14:58 Uhr von Paul Ingendaay 26 0 0

Mehr Grautöne, bitte: Nachrichten von der spanischen Justizfarce

Soledad Gallego-Díaz hat in "El País" noch einmal in Erinnerung gerufen, was sich in diesen Tagen abspielt. Der Oberste Gerichtshof, schreibt sie, wird sich nicht zu den Verbrechen des Franquismus äußern, nicht zu Massengräbern, nicht zu den Liquidierungen im Bürgerkrieg und in den Jahren darauf, die nach internationaler Rechtsprechung nicht verjähren können, nicht zu Völkermord oder Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Er wird ausschließlich darüber entscheiden, ob der Ermittlungsrichter Baltasar Garzón das Recht gebeugt - also betrügerisch gehandelt - hat, als er 2008 über die genannten Verbrechen zu ermitteln begann. Mehr 18.04.2010, 21:55 Uhr von Paul Ingendaay 50 0 0

Tun Sie nichts, was ich nicht tun würde!

Irgendwann werde ich lernen, auch Tondokumente in diesen Blog zu setzen. Es gibt da noch ein paar technische Schwierigkeiten, die sicherlich mit mir zu tun haben. Mehr 30.03.2010, 00:10 Uhr von Paul Ingendaay 59 0 0

Szenen aus dem wirklichen Leben: Die Frau

Die Frau weiß nicht, dass ich jetzt über sie schreibe, und ich werde es ihr nicht erzählen. In ein paar Tagen, wenn mein Steuerfreistellungsantrag bearbeitet ist, sehe ich sie wieder, am Schalter der Madrider Steuerbehörde, und sie wird wie immer pampig schauen, schlecht gelaunt die erforderlichen Bewegungen ausführen und am Ende der Operation einen mürrischen finalen Stempel auf das Formular drücken. Mehr 30.01.2010, 17:57 Uhr von Paul Ingendaay 81 0 0

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Geboren 1961 in Köln. Studium der Amerikanistik, Anglistik, Hispanistik und Germanistik in Köln, Dublin (Trinity College) und München. Seit 1989 Essays und Rezensionen für die F.A.Z., daneben Lehraufträge an der Universität München. Promotion. Von 1992 bis 1998 Redakteur im Literaturblatt. 1993 erschien die literaturwissenschaftliche Studie „Die Romane von William Gaddis“. Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik 1997. Seit 1998 Feuilletonkorrespondent für Spanien und Portugal mit Sitz in Madrid. Als Buchherausgeber: Javier Marías, „Alle unsere frühen Schlachten“ (Fußballstücke, 2000). Seit 2002, zusammen mit Anna von Planta, Herausgeber der 34-bändigen Werkausgabe von Patricia Highsmith im Diogenes Verlag. Im Jahr 2002 erschien die „Gebrauchsanweisung für Spanien“ (Piper Verlag), die inzwischen in zehnter Auflage vorliegt, 2006 beim Verlag SchirmerGraf der Roman „Warum du mich verlassen hast“, für den der Autor den aspekte-Literaturpreis des ZDF sowie den Niederrheinischen Literaturpreis der Stadt Krefeld erhielt. 2011 erschien der Roman „Die romantischen Jahre“ (Piper Verlag).